Huawei Mate 30 Pro: Vorsichtiger Verkaufsstart in Europa hat begonnen

Huawei Mate 30 Pro Launch Plakat Spain

Kommt der «Mate 30»-Zug auch in Europa langsam ins Rollen bei Huawei? Erste Indizien lassen darauf schliessen: Der chinesische Elektronikkonzern hat sein neues Flaggschiff-Smartphone Mate 30 Pro soeben in Spanien lanciert. Eine vorsichtige Lancierung zwar, aber das Gerät ist nun offiziell in Europa erhältlich, wie «GSM Arena» berichtet.

Kunden in Spanien können ab sofort für 1'099 Euro ein Huawei Mate 30 Pro in der Farbe «Space Silver» mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher kaufen. Bis zum 9. Dezember erhalten sie beim Kauf zusätzlich einen Einkaufsgutschein für Zubehör von Huawei im Wert von 299 Euro.

Huawei Line Up Store Spain Mate 30 Pro
Das Huawei Mate 30 Pro ist jetzt offiziell in Europa erhältlich: Auf der spanischen Webseite von Huawei ist das neue Flaggschiff seit dem 19. November an der Seite von Mate 30 und P30 Pro gelistet.

«Techgarage» hatte bereits Ende Oktober aus gut unterrichteten Quellen erfahren, dass Huawei plane, sein Mate 30 Pro noch «Mitte November» in Europa zu lancieren. Nun ist es also der 19. November geworden.

Launch in Europa mit «Aber…»

So ganz enthusiastisch wie bisherige Produkt-Launches von Huawei ist die Lancierung des Mate 30 Pro dann doch nicht: Das neue Spitzen-Smartphone ist bislang nur im «Huawei Space»-Store in Madrid zu kaufen – und nicht wie andere Modelle auch über die Webseite bestellbar.

Grund dafür dürfte bestimmt auch sein, dass das Mate 30 aufgrund des Handelskonflikts zwischen China und den USA bislang ohne Google-Apps ausgeliefert wird. Während dieser Umstand im Heimmarkt von Huawei praktisch keine Auswirkungen hat und sich das Mate 30 bereits zum Kassenschlager entwickelt, fragen sich Nutzer in Europa eher: «Wie komme ich auch ohne Google Play Store zu meinen Lieblings-Apps auf dem Mate 30 (Pro)?»

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Wir bei «Techgarage» waren in unseren bisherigen Erfahrungen mit dem Huawei Mate 30 Pro begeistert von der Hardware des Smartphones – und besonders mit dem Kamera-Setup. Gleichzeitig meinen wir auch, dass das Modell für Huawei ein Sorgenkind bleiben wird, solange der volle Zugriff auf Google-Services noch nicht möglich ist. Wer auf das Google-Ökosystem weitgehend verzichten kann, kann sein Mate 30 Pro nun also auch ganz offiziell in Europa kaufen.

Huawei FreeBuds 3 im Test: Die AirPods für Android-Nutzer?

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Dass Huawei hervorragende Smartphones herstellen kann, hat der Tech-Gigant aus China mit dem Huawei Mate 20 Pro oder dem P30 Pro bereits mehrfach bewiesen. Doch wie sieht es mit Accessoires und Peripherie aus? Schliesslich werden Smartphones erst durch ihre Ergänzung mit Zubehör wie Smartwatches, Kopfhörern oder Fitness-Armbändern zu richtigen Ökosystemen. Apple hat dies bereits bewiesen und auch Samsung hat hier mächtig vorgelegt.

Nun lanciert Huawei also mit den «FreeBuds 3» eigene drahtlose Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion. Und die Chinesen wollen damit gleich ein Novum auf den Markt bringen: Es seien die ersten «Open Fit»-Headphones mit Geräuschunterdrückung, so der Hersteller. Will heissen: Es sind die ersten Kopfhörer, bei denen Aussengeräusche noch hörbar sind, trotzdem aber Noise-Cancelling anbieten. Sogar Apple ist für den Schritt von seinen regulären AirPods hin zu den neuen AirPods Pro mit Noise-Cancelling den Weg des «Closed»-Designs gegangen – was an den neuen Silikon-Einlagen zu erkennen ist. Nun ja – Novum hin oder her: Was taugt die NC-Funktion?

Was taugt die neue «Noise Cancelling»-Funktion?

«Techgarage» konnte die neuen FreeBuds3 bereits früh antesten – wir haben am Rande des WebSummit 2019 in Lissabon bereits vor dem offiziellen Launch ein Paar der Kopfhörer erhalten und sie auf dem Heimflug einem ersten «Härtetest» unterziehen können. Flüge sind ja oft der Gold-Standard für Noise-Cancelling-Funktionen, da die Triebwerke der Airliner für eine relativ monotone Geräuschkulisse sorgen, die es auszuschalten gilt.

Hier kann ich gerne vermelden, dass die FreeBuds 3 für einen hörbaren Unterschied sorgen: Das Rauschen der Triebwerke ist mit eingeschaltetem NC deutlich leiser, wenn auch nicht ganz so ausgeblendet wie es beispielsweise mit den Over-Ear-Kopfhörern von Sony oder Sennheiser der Fall wäre.

In einem sonst leisen oder lautlosen Raum sorgt das Noise-Cancelling hingegen für ein stetes Grundrauschen. Am ehesten würde ich die Funktion wohl an Orten mit hohem Grundpegel einschalten. Ein «Nice to have» – und wer wirklich Ruhe will, greift doch besser zu grösseren (und wohl teureren) Over-Ear-Kopfhörern mit NC.

Huawei FreeBuds 3 plus Ladecase

Design und Bedienung: Mehr Optionen mit Huawei

Wie viele Arten gibt es, einen kompakten In-Ear-Kopfhörer zu gestalten? Offenbar nicht viele, wenn Huawei auf das praktisch identische Design der AirPods von apple zurückkommt. Die Ähnlichkeit ist frappant – was aber durchaus nicht schlecht ist. Vom «Charging Case» genannten Etui mit eingebautem Akku bis hin zum wenige Zentimeter langen Schaft der Buds könnte man meinen, die beiden Modelle kämen vom selben Hersteller.

Die Ähnlichkeiten hören hier nicht auf: Was für die AirPods das iPhone, ist für die FreeBuds 3 ein Huawei-Smartphone mit EMUI 10. Nur, wer die Buds an ein aktuelles Huawei-Handy koppelt, kommt in den Genuss eines vereinfachten «Pairings» der beiden Geräte sowie eine automatische Pausierung der Musik, wenn ein Bud aus dem Ohr genommen wird.

Was hingegen über Hersteller- und OS-Grenzen hinaus möglich ist, ist die Bedienung der FreeBuds 3 mittels Tippgesten. Ein Doppeltipp auf den rechten FreeBud aktiviert die Musikwiedergabe oder spult einen Titel weiter. Tippt man mit dem Finger doppelt auf den linken FreeBud, wird die Noise-Cancelling-Funktion ein- oder ausgeschaltet.

Ein weiterer, cooler Trick ist, dass sich die FreeBuds 3 drahtlos laden lassen – was besonders in Kombination mit der «Reverse Wireless Charging»-Funktion einiger Huawei-Smartphones sehr nutzerfreundlich ist. Einmal aufgeladen, versorgen die FreeBuds 3 ihren Träger mit 4 Stunden Musik – oder Ruhe. In ihrer Hülle lassen sie sich zusätzlich noch vier Mal aufladen, womit rund 20 Stunden Netzautonomie gewährleistet sind.

Huawei FreeBuds 3 with Huawei Mate 30 Pro
Stecken die FreeBuds 3 in ihrem Etui, lassen sie sich drahtlos aufladen – auch über die «Reverse Wireless Charging»-Funktion, die einige Huawei-Smartphones bieten.

Soundqualität der FreeBuds 3

Huawei setzt bei den FreeBuds 3 auf einige Tricks und Erweiterungen, um auf den kompakten Kopfhörern eine gute Soundqualität zu liefern. So verbaut der Hersteller darin seinen eigenen «Kirin A1»-Chip, der für eine besonders schnelle und stabile Bluetooth-Verbindung sorgen und zudem die Latenzzeit gering halten soll.

Ob die «Bone Sensor»-Funktion, die Vibrationen von den Kieferknochen aufnehmen soll, um noch bessere Gesprächsqualität zu bieten, wirklich einen grossen Unterschied macht, wage ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall hören sich Telefonate über die FreeBuds gut an, da ist kein Scheppern oder Rauschen auszumachen. Was ich ebenfalls noch nicht getestet habe, ist das «aerodynamische Design», das es erlauben soll, beim Fahrrad Fahren bis zu 20 km/h noch ein rauschfreies Sound-Erlebnis zu geniessen. Dies einfach, weil ich mich weigere, bei den aktuellen Wetterbedingungen auf ein Velo zu steigen.

Fazit: Die AirPods für Huawei-Nutzer

Die FreeBuds 3 sind grossartig – und jeder Hersteller sollte solch passende, kompakte Headphones in seinem Geräte-Ökosystem anbieten. Abzüge in der B-Note gibts von mir bloss für die fehlende Bedienungsanleitung, die umständliche Installation von passender Software (heisst in dem Fall «Huawei AI Life App» für EMUI 10-Verweigerer und die kleinen Details wie die nicht perfekte Ausbalancierung der Kopfhörer.

Bis ich die Huawei FreeBuds 3 getestet hatte, wusste ich gar nicht, dass ich sie eigentlich brauchte. Mittlerweile will ich sie nicht mehr hergeben, denn bald rüste ich meine Huawei-Smartphones auf EMUI 10 um – darunter das brillante, aber noch unfertige Huawei Mate 30 Pro. Und dann kann ich auch auf nicht-Apple Smartphones die Vorzüge von AirPods – pardon – FreeBuds geniessen.

FreeBuds 3: Preis und verfügbare Farben

Die FreeBuds 3 sind ab sofort zum Preis von 179.- Schweizer Franken im Handel erhältlich. Sie werden in den zwei Farben weiss und schwarz angeboten.

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Checkliste für Pokémon «Schwert und Schild»: Bist du bereit für den Launch?

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Am Freitag, 15. November hat das Warten für Millionen von Pokémon-Fans rund um den Globus endlich ein Ende: Dann nämlich erscheint mit «Pokémon Schwert und Schild» – oder auf Englisch «Pokémon Sword and Shield» – die neueste Generation der beliebten Spieleserie. Neun lange Monate sind vergangen, seit «The Pokémon Company» das Spiel im Februar offiziell vorgestellt hatte. Damit startet Pokémon nach drei Jahren in eine neue, 8. Generation – nachdem 2016 mit mit «Sonne & Mond» die 7. Generation erschienen war.
Damit du am 15. November auch gleich loslegen und die neue «Galar»-Region erkunden kannst, haben wir von «Techgarage» dir eine Checkliste zusammengestellt. Schliesslich heisst es ab dann wieder «Schnapp‘ sie dir alle!».

1. Mach‘ deine Nintendo Switch bereit

Zum ersten Mal überhaupt erscheint ein PokémonSpiel der Hauptreihe (Main Line) für eine Heimkonsole von Nintendo. Deshalb brauchst du zum Spielen von «Pokémon Schwert und Schild» nun eine Nintendo Switch-Konsole oder eine Nintendo Switch Lite. Und während die neuen Pokémon-Games ab 15.11. in den Läden stehen, kannst du die digitale Version der Spiele im «Nintendo eShop» bereits jetzt vorbestellen und herunterladen. Pünktlich am 15. um Mitternacht wird dein Download zum Spielen bereit sein.

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Gehe dazu auf dem Home-Bildschirm deiner Switch auf «Nintendo eShop», logge dich mit deinem Profil ein und klicke auf «Entdecken»: «Pokémon Schwert» und «Pokémon Schild» werden hier prominent angezeigt. Nachdem du für den Titel bezahlt hast, kannst du auch schon mit dem Download beginnen. Freigeschaltet wird das Spiel wie erwähnt am Lauch-Tag um Mitternacht.

2. Entscheide dich für «Pokémon Schwert» oder «Pokémon Schild»

Das Spiel erscheint in zwei Versionen, die vom Inhalt und der Geschichte her identisch sind, jedoch jeweils über einige exklusive Pokémon verfügen. Schliesslich ist bei Pokémon jeweils das Ziel, dass du mit deinen Freunden sammelst und tauschst. Insgesamt werden dich auch eine Menge neuer, bisher unbekannter Pokémon erwarten.

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Die Wahl zwischen Schwert und Schild wird nicht leicht sein: In beiden Versionen gibt es exklusive Pokémon. Links zum Beispiel «Lauchzelot» aus Schwert, rechts das «Galar-Ponita» aus Schild.

Pokémon Schwert wird das legendäre Pokémon «Zacian» beinhalten, während das legendäre Pokémon bei Pokémon Schild «Zamazenta» heisst. Auch einige andere Pokémon gibt's nur in der einen oder anderen Version. Wer beispielsweise «Lauchzelot» fangen will, sollte auf Schwert setzen, wer hingegen lieber ein «Galar-Ponita» sein Eigen nennen will, sollte sich Schild zutun. Eine Auflistung aller Versions-Exklusiven Pokémon hat Bisafans.de.

3. Checke schonmal die neuen Starter-Pokémon ab

Eine grosse Entscheidung, die jeder Pokémon-Trainer traditionell am Anfang des Spieles treffen muss, ist die Wahl des Starter-Pokémon. Wie immer stehen dir zu Beginn des Spiels drei unterschiedliche Pokémon-Typen zur Auswahl. Bei «Schwert und Schild» sind dies:

  • Das Pflanzen-Pokémon Chimpep
  • Das Feuer-Pokémon Hopplo
  • Das Wasser-Pokémon Memmeon
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Die Wahl zwischen Schwert und Schild wird nicht leicht sein: In beiden Versionen gibt es exklusive Pokémon. Links zum Beispiel «Lauchzelot» aus Schwert, rechts das «Galar-Ponita» aus Schild.

Nintendo macht noch ein grosses Geheimnis um die finalen Evolutionen dieser drei Starter. Deshalb ist das Beste, was du zum jetzigen Zeitpunkt tun kannst, dir zu überlegen, welches der drei du am süssesten findest.

4. Decke dich mit den neuesten Pokémon-Sammelkarten ein

Das Pokémon-Sammelkartenspiel (Pokémon TCG) erlebt gerade einen Hype wie schon lange nicht mehr. Auf den Fersen von «Meisterdetektiv Pikachu» wie auch vom diesjährigen Spezial-Set «Hidden Fates» erleben die Pokémon-Sammelkarten gerade wieder einen richtigen Boom. Seit mittlerweile 20 Jahren werden die bunten Karten mit unseren Lieblings-Pokémon auf Pausenplätzen, an Pokémon-Conventions und im Internet getauscht. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

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Auch zu den neuesten Taschenmonstern gibt's wieder Pokémon-Sammelkarten. Besonders begehrt werden zu Beginn wohl die Promos der drei Starter-Pokémon sein.

Und auch zum Start der neuen PokémonGeneration erscheint ein Spezial-Set der Spielkarten: «Galar Collection» heissen die Boxen, die neben den drei neuen Starter-Pokémon auch einen Pin, eine neuartige «Pokémon V»-Karte und vier Booster Packs beinhalten. Wenn du also dein neues Starter-Pokémon auch als Sammelkarte immer mit dir herumtragen möchtest, besuche unsere Freunde bei «CardCollectors.ch» und schnapp‘ dir deine Box.

Pokémon-FAQ: Die wichtigsten Fragen zu «Pokémon Schwert und Schild» kurz beantwortet

Wann erscheint «Pokémon Schwert und Schild»?

«Pokémon Schwert und Schild» erscheint am 15. November 2019 exklusiv für die Nintendo Switch.

Wie heissen die Starter-Pokémon in «Pokémon Schwert und Schild»?

Chimpep, Hopplo und Memmeon: Das sind die Namen der drei Starter-Pokémon der 8. Generation, aus denen der Spieler zu Beginn seines Abenteuers eines auswählen kann. Auf Englisch heissen die drei übrigens Grookey, Scorbunny und Sobble.

Wie viele Pokémon kann ich in «Schwert und Schild» fangen?

Diese Frage lässt sich wohl erst final beantworten, wenn jemand das Spiel von A bis Z durchgespielt hat. Die Aussage von den Entwicklern Junichi Masuda und Shigeru Ohmori, wonach nicht alle Pokémon aus den vergangenen Generationen im Spiel vorhanden sein werden, sorgte in der Fangemeinde für viel Kritik. Fakt ist: Es wird viel zu entdecken geben.

Die schönsten Ecken von Mallorca erkunden – mit der Hilfe des Google-Assistenten

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Mallorca ist gerade stark damit bemüht, ihr Image als «Ballermann»-Zentrale abzustreifen. Stattdessen möchte die grösste der Baleareninseln künftig auf gehobenen und nachhaltigen Tourismus setzen. Das passt auch viel besser zur einzigartigen Geographie und den grossherzigen Locals. Doch noch immer hört für viele Mallorca an der Stadtgrenze von Palma auf. Das ist schade, denn auf der Insel gibt es so viel Schönes zu entdecken. Gut, wenn man einen kundigen Reiseleiter dabei hat. Wie zum Beispiel den «Google Assistant» auf seinem Smartphone.
«Techgarage» hatte ja bereits das Vergnügen, an einer Schnitzeljagd durch die Innenstadt von Palma teilnehmen zu dürfen. Dabei entstand auch unser Reise-Ratgeber «13 Tipps, wie das Smartphone zum perfekten Begleiter für die nächste Reise wird». Nun aber geht's vom Mikrokosmos der Stadt in die Makro-Ebene: Wir gehen auf Entdeckungsreise.

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Mit unserem Fahrer Rafael und seinem Seat 600 geht's auf Entdeckungsfahrt durch Mallorca.

Unser «Ride for the Day» ist die spanische Variante des knuffigen «Fiat 500» – hier auf der Baleareninsel heisst das Modell «Seat 600», und mit seinen kompakten Abmessungen ist es das perfekte Fahrzeug für die engen Gassen der Innenstadt wie auch für die kurvigen Strassen an Küste und Klippen entlang. Ich halte meiner Begleitung die Tür auf und halte ihren Rucksack, während sie sich auf die hintere Sitzreihe zwängt. Unser Fahrer heisst Rafael, ist auf Mallorca geboren und aufgewachsen und kennt die Insel wie seine Westentasche.

Checkliste vor der Entdeckungsfahrt

Trotzdem hätte Rafael von uns gerne Anweisungen, wo er uns denn hinfahren soll. Glücklicherweise bin ich gut vorbereitet, denn ich habe mir eine Checkliste abgearbeitet, als ich im Hotel noch Wi-Fi für mein Smartphone hatte. Die sah aus wie folgt:

  • Musik für die Fahrt in «YouTube Music» herunterladen. Mein Tipp: Spanische Gitarrenmusik, herrlich dynamisch und entspannend zugleich.
  • Wetter-Check: Dazu kann ich meinen Google-Assistenten einfach fragen «Wie wird das Wetter heute»?
  • Die Karte der Region in «Google Maps» herunterladen, um sie auch offline nutzen zu können, falls der Handy-Empfang mal unterbrochen ist.
  • Spannende Orte entlang der Route identifizieren – auch hier hilft «Google Maps».
  • Zwei, drei Navigationsbegriffe wie «die nächste Ausfahrt links» auf Spanisch in «Google Translate» speichern.
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Wer Mallorca entdeckt, wird auch mal mit solchen Eindrücken belohnt. Hier der weisse Tempel bei «Son Marroig».

Mallorca entdecken – Durch die «Google Lens»

Unser erster Stopp liegt in Valdemossa, einem charmanten Dorf rund eine halbe Stunde ausserhalb von Palma de Mallorca. Valdemossa ist an einem steilen Berghang gebaut und besticht durch traditionelle Architektur mit viel Sandstein und Marmor. Weil wir noch kein Frühstück hatten, fragen wir unser Smartphone «Hey Google, wo ist die beste Bäckerei in Valdemossa?». Offenbar ist «Ca'n Molinas» die richtige Antwort, denn hier finden wir eine heisse Kakao und ein Brötchen.

Weiter geht's nach «Son Marroig», wo das ehemalige Daheim des Erzherzogs Ludwidg Salvador ist. Die herrschaftliche Villa wurde in ein Museum umgewandelt, doch der wahre Blickfänger ist der weisse Tempel, der über einer Klippe thront sowie der Garten des Landsitzes mit hunderten Blumen, Bäumen und Sträuchern.
Ein Baum mit runden, roten Früchten, die entfernt an Seeigel erinnern, wecken meine Neugier – sowas habe ich noch nie gesehen. Ich zücke mein Smartphone, richte die «Google Lens» auf die Frucht und erfahre umgehend, dass dies offenbar ein «Strawberry Tree» ist. Die «Image Recognition» – also die Bilderkennung – des GoogleAlgorithmus hat in den letzten Monaten echt riesige Fortschritte gemacht.

Mallorca with Google Techgarage Trip Strawberry Tree Google Lens
Die «Google Lens» hilft beim Entdecken von lokaler Flora und Fauna. Der Bilderkennungs-Alogrithmus ist schon erstaunlich leistungsfähig.

Doch schon wieder heisst es aufbrechen – wir wollen nämlich das 12-Uhr-Tram in der Hafenstadt «Sóller» erreichen. Schaffen wir das? Die Google-Routenplanung in «Google Maps» rechnet uns vor, wie lange wir – inklusive Verkehr – bis zur Tramstation brauchen. Unser Fahrer Rafael meint nur «Ningun Problema» und in unserem Oldtimer rattern wir los in Richtung des ehemaligen Fischerdorfs.

Die Fahrt im «Sóller Tram» von der Bergstation bis runter in den Hafen dauert rund 15 Minuten – unterwegs lassen sich hervorragend die Stadt wie auch die umliegenden Zitronenplantantagen bewundern. Es ist Mittagszeit und das Restaurant «Ses Oliveres» ist bereits auf unsere Ankunft vorbereitet. Wer gerne sein Plätzchen am Tisch im Vorfeld reserviert, findet oft schon aus der «Google Maps»-App heraus einen Link zu einer lokalen Reservationsplattform: Meistens geht das kurz und ganz einfach von der Hand.

Das Menü liegt in Spanisch vor – ein untrügliches Zeichen, dass hier auch für die lokale Bewohnerschaft gekocht wird, was normalerweise ein Qualitätsmerkmal ist. Ich persönlich mag kulinarische Überraschungen sehr – aber dann überwiegt doch die Neugier und ich zücke noch einmal mein Smartphone. Ich richte die «Google Lens» auf die Menü-Karte, woraufhin auf dem Bildschirm eine Echtzeit-Übersetzung anzeigt. Vor einigen Jahren noch hätte man das als «Magie» abgetan.

Mallorca with Google Techgarage Trip Google Lens Menu
Wer genau wissen will, was heute auf dem Menü steht, kann sich ganze Seiten in Echtzeit durch die «Google Lens» übersetzen lassen.

Ich lasse die mallorquinische Küchen-Magie auf mich wirken, tausche mich noch mit den anderen Reise-Teilnehmern über das Erlebte aus und gegenseitig motivieren wir einander, unsere heute geschossenen Fotos alle in ein gemeinsames «Google Photos»-Album hochzuladen. Nicht nur sind die Aufnahmen dann alle sicher in der Clould gespeichert, von hier aus lassen sie sich auch bestens teilen.

Und dann kommt der schwerste Teil jeder Reise – dann nämlich, wenn man den Google-Assistenten fragt: «Ok, Google, wann ist mein nächster Termin?». In diesem Fall war das nämlich der Heimflug ins regnerische Zürich. Und auch hier übrigens bewährt sich die Google-Integration von Mail und Kalender: Auf Android lassen sich die Bordkarten in «Google Pay» ablegen, iPhoneNutzer haben dazu die «Apple Wallet».
Nun also zurück ins «Techgarage»-Office. Die nächste Challenge: Wie bringe ich all die – für mich unverzichtbaren – GoogleDienste auf das kommende Huawei Mate30 Pro? Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Tag.

Mallorca with Google Techgarage Trip Google Maps
Schaffen wir den Anschluss? «Google Maps» ist erstaunlich akkurat in der Berechnung der Fahrtzeit.

Huawei investiert eine Milliarde in eigene Apps: So führt «Plan B» aus der Google-Krise

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In Lissabon findet vom 4. bis 7. November 2019 der «Web Summit»-Kongress statt, an dem sich tausende Web- und AppEntwickler, Medien und Unternehmen über ihre neuesten digitalen Angebote austauschen.
Der Chinesische Elektronik-Gigant Huawei nutzt dabei die grosse Bühne in Lissabon, um am parallel dazu stattfindenden «Huawei Developer Day» mehr Informationen über sein eigenes App-Ökosystem «Huawei Mobile Services» mit dem Fachpublikum zu teilen.

Google-Bann für Huawei: Voran in 6 Schritten

Zur Erinnerung: Die Huawei Mobile Services, kurz «HMS» sind die Antwort von Huawei auf den Umstand, dass Google seine Google Mobile Services (GMS) wegen eines von der US-Regierung verhängten Handelsbanns nicht mehr auf neu erscheinenden Huawei-Geräten anbieten darf. Huawei gibt dabei nicht klein bei, sondern geht mit einem «Plan B» in die Offensive: Dabei sollen möglichst viele AppEntwickler motiviert und dabei unterstützt werden, ihre Apps auch in der Huawei-eigenen «App Gallery» zu veröffentlichen.

Das ist besonders wichtig für kommende Smartphone-Modelle von Huawei, wie das Huawei Mate 30 Pro oder das faltbare Huawei Mate X, die voll unter den «Trade Ban» und damit das Google-Verbot fallen.
«Techgarage» war auf Einladung von Huawei am «Huawei Developer Day» vor Ort mit dabei und hat dabei Updates und Eindrücke von der Konferenz gesammelt. Hier fassen wir nun die wichtigsten Entwicklungen zusammen.

1 – Neue Anlaufstelle für App-Entwickler in Europa

Als erster Speaker am Developer Day tritt Jervis Su auf: Er ist CEO von «Aspiegel» – einem Tochter-Unternehmen von Huawei mit Zentrale in Dublin, Irland. Aspiegel unterstützt Unternehmen beim Entwickeln von Apps für HMS. Vereinfachend ist dabei, dass die Unternehmen dazu Verträge nach europäischem Recht mit Huawei eingehen können – schliesslich ist Aspiegel in Irland angesiedelt. GDPR, ISO und andere Standards aus der EU werden dabei strikt eingehalten, anfallende Daten werden in Deutschland gespeichert.

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Huawei hat in Europa Tochtergesellschaften, die zum Zweck haben, App-Entwickler in ihrer eigenen Region zu fördern. Hier im Bild Jervis Su, CEO von «Aspiegel».

Aspiegel bietet also Services rund um die Huawei-eigene AppGallery an und unterstützt die Programmierer bei der Verwendung der für Entwickler so wichtigen API-Schnittstellen. Vier lokale Büros in Dublin, Düsseldorf, Warschau und Moskau sind geplant, um Entwickler auch lokal unterstützen zu können. Zusätzlich sollen sogenannte «Huawei Developer Days» in vielen verschiedenen Ländern in Europa durchgeführt werden. Diese Tagungen sollen dafür sorgen, dass lokale Unternehmen und Entwickler die Unterstützung von Huawei in ihrer Region erfahren können.
Auf diese Weise sollen auch Teile der von Huawei versprochenen «Entwickler-Milliarde» ausgeschüttet werden. Bei der «Mate30»-Keynote in München hatte Huawei-CEO Richard Yu erwähnt, das Unternehmen würde eine Milliarde US-Dollar investieren, um Unternehmen dabei zu unterstützen, Apps auf HMS zu lancieren.

2 – Huawei App Gallery: Wie wird der «Play Store» von Huawei ausgebaut?

Mit seiner eigenen «App Gallery» ist Huawei momentan in 170 Ländern vertreten – praktisch auf der ganzen Welt. Nur haben die meisten Nutzer diesen Store bisher wohl kaum verwendet, da alle AndroidApps bequem auch über Googles «Play Store» bezogen werden konnten.

Nun ist das auf den neuesten Huawei-Phones wie Mate 30 (Pro) oder Mate X ja bekanntlich im Moment nicht möglich, weshalb Huawei bei diesen Geräten alle Anstrengungen auf die eigene «App Gallery» konzentriert.
Um Bedenken von App-Anbietern zu zerstreuen, dass die eigenen Apps in der «App Gallery» nicht gefunden werden, hat Huawei einige Mechanismen zur besseren Auffindbarkeit von Apps eingeführt. So lässt sich in der Gallery beispielsweise Werbung für die eigene App schalten, dazu erhält der Nutzer auch Vorschläge für besonders populäre oder «von der Redaktion empfohlene» Apps. Wer als App-Anbieter genügend Kleingeld mitbringt, kann seine App unter Umständen sogar auf HuaweiGeräten vorinstallieren lassen.

App-Entwickler haben in der «Huawei App Gallery» viele Möglichkeiten, ihre Apps einem breiten Publikum vorzustellen.

Als Erfolgsbeispiel für diese Strategie wird die App «SOStravel» aufgeführt: 2018 als App für Googles Android-System (GMS) entwickelt, erfolgte im Sommer 2019 die Umsetzung auch für HMS. Von der Konzeption bis zur Umsetzung sollen dabei nur drei Monate vergangen sein. Mittlerweile ist es eine der populärsten Reise-Apps in der Huawei-Galerie.

3 – Schneller zur eigenen App für HMS dank SDKs

Warum und wie Huawei mit seiner Weibel-Strategie Erfolg hat, möchte der Referent und Huawei-Manager Andreas Zimmer mit seiner Keynote «Technical Structure of HMS Core» klarstellen.
Das Unternehmen verzeichnete nämlich in den letzten Jahren einen bedeutenden Zuwachs an Zugriffen auf die «Huawei App Gallery» ausserhalb Chinas: Von 19 Millionen Besuchern im Jahre 2017 auf bislang 140 Millionen fürs laufende Jahr 2019. Treiber für dieses Wachstum sei natürlich auch ein erweitertes App-Angebot und so möchte man es Entwicklern besonders einfach machen, Apps auf die App Gallery zu bringen.

HMS vs GMS Illustration
Wenn «GMS» von Google nicht mehr verfügbar ist, soll «HMS» – also Huawei Mobile Services – einspringen. Hier eine Skizze von Huawei, wo der neue Programmteil greift. HMS Core fungiert als Kitt und Botschafter zwischen einem Betriebssystem und einer App.

Hilfreich sind dabei besonders Programmbausteine, sogenannte (Software Development Kits, SDK). «Location Kit», «Map Kit» oder «Drive Kit» sind nur einige Beispiele von Diensten, auf die Entwickler zugreifen können. Und mit der «In-App Purchases»-SDK können App-Betreiber auf eine simple Art und Weise Geld für ihre Dienste einfordern. Es gibt sogar ein eigenes «Analytics Kit», mit dem App-Anbieter die Benutzung ihrer App analysieren können. Mit «Push Kit» lassen sich Informationen aus der App dem Nutzer als Push-Notification anzeigen.

Die Infrastruktur, auf die Entwickler zurückgreifen können, ist unter https://developer.huawei.com/consumer/en/ aufgeführt.
Doch wie einfach ist das Veröffentlichen einer App auf den HMS wirklich? Der Gründer der «Yanosik»-App aus Polen weiss es: Innert rund einer Woche lässt sich eine App durch die diversen Entwicklungsstadien führen – inklusive dazwischen eingestreuter Test-Tage. Die «App für Fahrer», die in Polen populär ist, verzeichnet monatlich rund 1,5 Millionen Nutzer, 22% davon nutzen ein Huawei-Handy.

4 – «Quick Apps» bringen ganz neue Möglichkeiten

Quick Apps müssen nicht installiert werden, sehen aber trotzdem wie «echte» Apps aus – Ähnlich wie Googles «Instant Apps» oder «Mini Programs» im chinesischen WeChat.

Diese Art von Apps basiert auf HTML5-Code und wird auf dem Smartphone selber aus Komponenten zusammengebaut: Der Nutzer muss die App nicht installieren, verbraucht also dafür keinen Speicher und zudem sind Quick Apps auch immer «up to date», weil sie ihre Daten jedes Mal wieder neu beziehen. Für Entwickler bedeutet dies, dass eine Quick App günstiger zu entwickeln ist.

Quick Apps HMS Huawei
«Quick Apps» brauchen weniger Speicher auf dem Gerät und lassen sich von App-Anbietern schneller und günstiger entwickeln.

Quick Apps lassen sich in Deep Links, in die App-Gallery oder ins «Quick App Center» einfügen, als Icon auf den Home Screen setzen oder in den Huawei Assistenten integrieren und kommen bald auch in die «Global Search» auf HuaweiGeräten. Gut möglich, dass wir auch ausserhalb der HMS vermehrt auf Quick Apps stossen werden – in China sind sie bereits an der Tagesordnung.

5 – Neue «Huawei Ability Gallery»

Die Huawei Ability Gallery (HAG) ist eine Mischung zwischen Google Assistant und der Vernetzung von Diensten wie in «WeChat». iPhone-Nutzer kennen die Funktion bereits aus ihrer «Today View», wenn sie vom Home-Screen einmal nach rechts wischen.

Genau gleich wird ein HuaweiNutzer mit einem Wisch nach rechts die sogenannten «Panels» der HAG ansteuern können. Panels sind beispielsweise die «AI Lens» (vergleichbar mit der «Google Lens») oder die «Global Search Bar», mit der sich das gesamte Smartphone durchsuchen lässt. In der HAG lassen sich auch Informationen und Daten aus Apps von Drittherstellern als Panel einblenden.

6 – Apps über die System-Grenzen hinaus mit «Connectivity»

James Lu von Huawei präsentiert zum Abschluss mit seiner Keynote die Idee von «Operating System-agnostischen Lösungen». Will heissen: Apps, die auf mehr als nur genau einem Betriebssystem laufen.
Jedes HuaweiSmartphone, egal ob vor- oder nach dem US-Bann gebaut, wird mit EMUI ausgeliefert: Das System ist dabei nicht nur als «Skin» oder «Launcher» über Android gelegt, sondern klassiert mittlerweile als ein eigenes «Custom OS», aufgebaut auf der Basis des AOSP (Android Open Source Project).

EMUI soll nun dabei die Frage beantworten: «Wie bringe ich meine Apps auf möglichst viele Geräte – unabhängig vom Betriebssystem
Der Trend sei nämlich, so Lu, dass User von heutzutage im Schnitt zwei smarten Geräten pro Nutzer bis 2025 über ganze neun smarte, verbundene Geräte verfügen werden. Dabei bleibt die Anzahl Smartphones/Tablets pro User etwa gleich, stark zunehmen hingegen werden IOT-Geräte wie Smartwatches, Armbänder, smarte Brillen und ähnliche Accessoires. Die Krux hierbei sei, dass es für Smartphones immer viele Apps gebe, es aber für neu auf den Markt kommende Geräte-Kategorien wie Smartwatches immer nur sehr wenige eigenständige Apps gibt.

Huawei Developer Conference 2019 Harmony OS connected devices
Was, wenn plötzlich ganz viele unterschiedliche Geräte – wie Computer, Smartphones, Uhren und IOT-Geräte – alle miteinander kommunizieren möchten? Hier schaut Huawei bereits über den System-Rand hinaus.

Deshalb ist in HMS nun eine sogenannte «Connectivity»-Schnittstelle eingebaut, mit der sich zwischen IOT-Geräten Inhalte teilen lassen, Content streamen lässt oder sich die Geräte untereinander «aushelfen» können – beispielsweise mit einer geteilten Mobildaten-Verbindung.
Das Huawei-eigene «Connectivity Kit» soll dabei Vorgänge wie die Übertragung von Fotos von einer DSLR-Kamera auf ein Smartphone zur weiteren Verarbeitung und Speicherung einfacher machen.  Was beispielsweise apple bereits seit geraumer Zeit als «AirDrop» anbietet, kommt jetzt mit «Huawei Share» auch auf Huawei-Phones und Geräten von Drittherstellern.

Meinung: Am Ende doch wieder alles für nichts?

Mein persönlicher Eindruck des «Huawei Developer Day» war durchwegs positiv. Zum ersten Mal konnte ich ein strukturiertes Vorgehen erkennen, wie Huawei das Google-Dilemma aus eigenem Antrieb zu umschiffen gedenkt. Die konkreten Beispiele, wie die App-Vielfalt im eigenen Ökosystem weiter gefördert werden, sollten Nutzer wie auch App-Anbieter positiv stimmen.
Ein grosses Fragezeichen ist momentan allerdings hinter der Frage, ob es nicht doch wieder eine Annäherung der US-Regierung und Huawei gibt. Einzelne aktuelle Berichte berichten von Tauwetter zwischen den beiden Parteien – und damit der Möglichkeit, dass Google-Dienste bald wieder auf allen HuaweiGeräten zugelassen werden. Huawei kommuniziert dabei klar, dass es sofort wieder auf eine Google-Kooperation einschwenken würde, sollten die rechtlichen Bedingungen dies zulassen.
Huawei stellt zwar klar: «Sollte eine Annäherung mit Google erfolgen, werden wir unser eigenes App-Angebot trotzdem weiter ausbauen». Und genau das scheint mir persönlich von zentraler Bedeutung zu sein: Unter dem Handelsembargo leiden nicht zuletzt auch die Konsumenten. Für User ist mehr Auswahl bei Apps und Software ganz klar besser und für Unternehmen ist ein gesunder Wettbewerb wichtig für die weitere Entwicklung. Hoffen wir also, dass die Huawei-Initiative für Entwickler nicht bloss ein Mundbekenntnis ist, sondern dass das Unternehmen seine aktuelle marktwirtschaftliche Position der Stärke nutzt, um eine stabile Alternative für alle Nutzer zu schaffen.

«Voltron: Cubes of Olkarion» ist «Schere, Stein, Papier» für eine neue Generation

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Wir schreiben das Jahr 2020 – eine nicht allzu ferne Zukunft – und grössere und kleinere Meinungsverschiedenheiten zwischen zwei Parteien werden nicht mehr länger über «Schere, Stein, Papier» ausgefochten. Auch die erweiterte Variante mit «Echse» und «Spock» konnte sich nicht durchsetzen (sorry, Sheldon): Stattdessen werden wichtige Entscheidungen nun in «Voltron: Cubes of Olkarion» getroffen.

Das Game «Voltron: Cubes of Olkarion» (kurz: «Voltron»), das sich momentan auf der Plattform «Steam» gerade in der «Early Access»-Phase befindet, verknüpft Puzzle- mit Action- und Strategie-Elementen und lässt zwei Kontrahenten gegeneinander antreten. Es setzt dabei auf beliebte Spiel-Mechanismen wie das Bauen einer eigenen Basis und das Zerstören der gegenerischen Basis, wobei sich beide Basen auf einem Bildschirm gegenüber stehen. Ja, simple Spielkonzepte sind oft die erfolgreichsten.

Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht: Um sein Ziel zu erfüllen, muss man als Spieler Würfel in einem Bereich zwischen den Basen bauen. Die Würfel sind sogenannte «Olkari-Würfel» und kommen mit diversen Eigenschaften daher: Die einen sind offensiv ausgreichtet, mit den anderen lässt sich die eigene Basis schützen. Das Ziel ist es, die gegnerische Basis dreimal zu treffen und dabei nicht selbst getroffen zu werden. Nun heisst es, die richtige Mischung aus Angriff und Defensive zu finden.
Und hier liegt die Stärke von «Voltron»: Mitten in einem dynamischen Duell die richtige Balance aus Würfeln und ihren Eigenschaften zu finden, um voll auszuteilen und dabei im Auge zu behalten, mit welchen Blöcken der Gegner seine Basis ausbaut, ist nicht nur extrem fordernd, sondern macht auch einen Heidenspass.

Tipps vom Entwickler: Strategie laufend anpassen

«Voltron: Cubes of Olkarion» orientiert sich dabei am Grundsatz: «Easy to learn, hard to master». Wie im klassischen Schach sind die Regeln schnell erklärt: Die wahre Kunst besteht dann darin, sich mit vorausschauenden Taktiken wortwörtlich einen Vorteil gegenüber seinem Kontrahenten aufzubauen.

Voltron Cubes of Olkarion Cubes Techgarage
Angriff – Gegenangriff – Verteidigung: Der Mix macht's. Hier die bisherigen «Techgarage»-Favoriten unter den «Olkari-Würfeln».

Das bestätigt auch Game-Entwickler Andreas, der beim Entwicklerstudio «Gbanga» für die Produktion des Titels zuständig ist. An einer Test-Session meint er gegenüber «Techgarage»: «Es gibt nicht wirklich DIE Gewinnstrategie für Voltron. Es hängt alles vom Aufbau des Spielfelds und der Strategie deines Gegners ab. Einfach gesagt: Du gewinnst, wenn du deine Strategie ständig der Situation anzupasst. Einige Würfelkombinationen funktionieren als Ausgangslage immer sehr gut, aber verlass dich nicht zu sehr darauf.»

Voltron: Vollständig in der Schweiz entwickelt

Erstaunlich übrigens ein weiterer Fakt über das Spiel: Es wird komplett in der Schweiz konzipiert und entwickelt. Dafür verantwortlich zeichnet sich das Indie-Gamestudio «Gbanga», das sich bereits mit einem preisgekrönten Spieleportfolio von Puzzle- und AR-Spielen für Smartphones einen Namen gemacht hat.

Das komplette Team von Gbanga ist in Zürich ansässig und deckt mit einem schlagkräftigen Team die Bereiche Game Design, Visual Arts, User Experience, Produktion und Cross-Plattform-Programmierung ab.
Was auffällt, ist dass Gbanga bei der Entwicklung von Voltron Know-How einsetzt, dass das Studio sich bei seinen Mobile-Games erarbeitet hat. Denn nicht nur die Spielemechanik ist bei «Voltron» gelungen, auch die grafische Umsetzung sorgt dafür, dass es beim digitalen Duell spannend bleibt: Die bunten Farben und die mächtigen Explosionen sorgen für visuelle Stimulation. Ein Bisschen wähnt man sich zwischen «Fortnite» und «Candy Crush Saga». Damit holt Gbanga eine neue Generation von Gamern ab.

Hat «Voltron: Cubes of Olkarion» Potenzial zum E-Sports-Titel?

Klar zielt man mit «Voltron» auf die wachsende E-Sports- und Streamer-Gemeinde ab. Dafür sind alle Grundvoraussetzungen geschaffen: Ein leicht verständliches Spielprinzip, ein kurzweiliger Match-Aufbau sowie allerlei visuelle Stimulation. Zudem lässt sich als Zuschauer bestens mitverfolgen, was die beiden Parteien auf ihren jeweiligen Enden des Bildschirms gerade planen und umsetzen. Streamer können bei Gbanga einen kostenlosen Game-Key anfordern.

Auch «Techgarage» hat einige Gratis-Keys zum herausgeben – über unseren «TechgarageNews»-Twitter-Channel können interessierte Gamer/innen uns diesbezüglich eine Anfrage schicken.
Momentan ist der Titel wie bereits erwähnt auf «Steam» erhältlich und Duelle können entweder lokal auf einem Bildschirm oder online ausgetragen werden. Auch ein Single-Player-Modus gegen den Computer ist verfügbar. Mehr Plattformen könnten künftig angeboten werden, wenn von der Spielerbasis das Bedüfnis danach vorhanden sei, erklärt Matthias Sala, der als Gründer von Gbanga auch den Vorstand der «Swiss Game Developers Association» (SGDA) innehat.

Voltron Cubes of Olkarion Gameplay Character Techgarage
Das Game basiert auf der populären «Voltron»-Franchise aus den 80er Jahren und ergänzt es mit aktuellen Stilmitteln.

Erfolgsgeschichte für die Schweizer Szene

«Voltron: Cubes of Olkarion» basiert auf der Kult-Franchise «Voltron» aus den 80ern und entstand aus einer Kooperation des Unterhaltungsgiganten Universal und Gbanga.
Das Spiel hat im vergangenen Jahr die «Universal GameDev Challenge» gewonnen: Ein globaler Wettbewerb für Spielentwickler, der die Gelegenheit bietet, ein PC-Spiel für eine der weltweit bekannten Welten von Universal zu erstellen. Neben Universal und Unity wurde der Wettbewerb von Microsoft und Intel unterstützt.
Aus über 500 eingereichten Konzepten wählte eine 4-köpfige Jury aus der Unterhaltungsindustrie 6 Finalisten aus. Die Finalisten erstellten aus ihren Konzepten eine erste Version des Spiels. «Voltron: Cubes of Olkarion» von Gbanga wurde dann zum Sieger des Wettbewerbs gekürt.

Gameplay-Trailer von «Voltron: Cubes of Olkarion»

«Voltron: Cubes of Olkarion» - Early Access Launch Video

Unerwartete Wendung: Macht Elon Musk jetzt wirklich Schluss mit Twitter?

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Die Online-Gemeinde – und besonders die Twitter-Welt – ist gerade in Aufruhr: Hat Elon Musk wirklich gerade seinen letzten Tweet abgesetzt? Der Unternehmer, Milliardär und Mastermind hinter Tesla und SpaceX hat am 1. November folgende Tweet-Serie abgesetzt.

«Nicht sicher, wie gut Twitter ist». «Gehe offline»

Auf jeden Fall ist der exzentrische Unternehmer bekannt dafür, auf Twitter kein Blatt vor den Mund zu nehmen.
Elon Musk und Twitter – das ist eine Hassliebe. Offenbar findet der vielbeschäftigte Unternehmer zwischen seinen Arbeitseinsätzen oft noch Zeit, mit seinen Fans auf dem Kurznachrichtendienst zu interagieren. Nicht selten erfahren Fans und Presse so zusätzliche Details zu kommenden Produkten. Und regelmässig lässt sich Musk umgekehrt auch von den auf Twitter geäusserten Wünschen der User inspirieren.

Musk und Twitter: Freud und Leid oft nahe beieinander

So entstand der zum Beispiel der «Hundemodus» (engl. «Dog Mode»), der das Klima im Innern der Tesla-Fahrzeuge auch bei abgestelltem Fahrzeug immer angenehm hält, auch aus einem Nutzerwunsch heraus. Die Liste an Features, die durch den fruchtbaren Austausch von Musk und seinen Fans entstanden sind, ist lang.
Andererseits hat das zu unbedarfte Tweeten den Milliardär mehr als einmal bereits in die Bredouille gebracht: Einmal lieferte er sich mit einem britischen Höhlenforscher eine Online-Fehde und bezeichnete den Herrn als «Pedo guy», woraufhin dieser gegen Musk eine Klage wegen Verleumdung einreichte. Ein andermal klopfte die US-Börsenaufsicht (SEC) Musk auf die Finger, weil er als Mitglied der Tesla-Geschäftsleitung Äusserungen zum Geschäftsgang des Unternehmens gemacht hatte, mit denen er möglicherweise den Aktienkurs beeinflusst hatte.
Ob der Abschied von Twitter für immer ist, wissen wir zum jetztigen Zeitpunkt noch nicht. Bereits einmal hatte sich Musk vermeintlich vom Dienst abgemeldet, nur um einige Tage später wieder zurückzukehren. Für die Fans und Fahrer seiner Elektroautos wäre es auf jeden Fall der Verlust eines wertvollen – und oft sehr ungezwungenen – Austauschs mit ihrem Idol.

iPhone kaufen mit Gratis-Kredit von Valora: Ein guter Deal? Das musst du beachten

iPhone-XE-vs.-iPhone-XS-Max

Erst kürzlich hat die Kiosk-Betreiberin Valora in der Schweiz ihr neues Angebot «zer000.ch» lanciert. Dabei können Kunden laut Eigenwerbung ein «iPhone Xr ab CHF 0.63 am Tag» ihr Eigen nennen. Möglich macht dies ein Kredit zu einem Zinssatz von 0%, der von der Valora-Tochter «bob Finance» herausgegeben wird.

Und eigentlich tönt es verlockend: iPhone auswählen, Bonitätsprüfung bestehen und das brandneue iPhone in übersichtlichen Raten über die nächsten 36 Monate abzahlen. Doch für wen lohnt sich das Angebot? Und wo ist der Haken? Viele Medien haben die News denn auch umgehend aufgenommen und über das Angebot berichtet, wir sind erstmal kritisch geblieben.

Wir bei «Techgarage» sind ja nicht nur grosse Gadget-Fans, sondern auch unternehmerisch tätig und überlegen uns deshalb immer gut, wo wir unser Geld am sinnvollsten investieren. Deshalb hier unsere umfangreiche Analyse des «Zer000»-Angebots.

Valora Angebot Smartphone Kredit
Ein iPhone Xr für weniger als einen Franken am Tag? Das tönt doch super! Doch hält das «Valora»-Angebot auch, was es verspricht? Die «Techgarage» recherchiert.

Die Basics: Was genau ist nochmal ein Kredit?

Wenn du von jemandem Geld leihst, um dir davon Dinge zu kaufen, nennt man das Kredit. Die Person oder Organisation, die dir das Geld ausleiht, wird meistens davon profitieren wollen, dass sie dir ihr Geld eine Zeitlang überlässt. Das nennt man dann den Zins, und hier gibt es grosse Unterschiede.

Leihst du dir Geld in Form eines Privatkredits wie zum Beispiel bei der «Migrosbank», verlangt die einen Jahreszins von ab 4,7 Prozent. Das heisst, wenn du heute 1'000 Franken aufnimmst und versprichst, es in einem Jahr zurückzuzahlen, will Migrosbank die 1'000 Franken plus 47 Franken zusätzlich.

Verfügst du über eine Kreditkarte und zahlst den Betrag, den du damit ausgegeben hast, nicht pünktlich jeden Monat vollständig zurück (sogenannte «Teilzahlung»), verrechnet dir der Kartenherausgeber einen Zins von stolzen 10 bis 15 Prozent – die einen mehr, die anderen weniger. Will heissen: Nach einem Jahr schuldest du deinem Kreditgeber hier 1'150 statt nur 1'000 Franken.

Anders ist es nun beim erwähnten Valora-Deal: Für die 1'079 Franken, die «bob» dir für ein iPhone XS für drei Jahre vorschiesst, will der Anbieter keinen Rappen zusätzlich haben. Du kriegst eigentlich also gratis Geld. Warum sind sie so grosszügig?

Der 0%-Kredit fürs iPhone: Wo ist der Haken?

Wir haben uns den «zer000.ch»-Deal und die AGB (Geschäftsbedingungen) genau durchgeschaut. Hier ist, was uns ins Auge gestochen ist:

Ratenzahlung: Pro und Contra
Die Aufstückelung eines iPhone-Kaufpreises auf drei Jahre oder 36 Monatsraten bedeutet, dass eine einzelne Monatsrate tief bleibt und für die meisten erwerbstätigen Menschen in der Schweiz ohne Probleme zu bezahlen sein sollte. Das «iPhone Xr» mit gutem Preis/Leistungsverhältnis beispielsweise würde in der günstigsten Ausführung 19.40 Franken pro Monat kosten. Das sparst du nur schon ein, wenn du dreimal pro Monat weniger oft einen Kaffee bei «Starbucks» trinken gehst.
Andererseits bist du mit dem Angebot auch drei Jahre an Zahlungen für das iPhone gebunden, das du ausgewählt hast. Bedenke deshalb…

Die Auswahl an iPhones
Die Auswahl der Modelle, die für dieses Angebot zur Verfügung stehen, reichen vom iPhone 7, das 2016 erschienen ist, bis zum fast aktuellen iPhone XS von 2018. Wenn du heute dieses Angebot für das iPhone 7 abschliessen würdest, würdest du «bob» bis Ende 2022 für dieses iPhone bezahlen: Dann wäre dein iPhone 7 stolze sechs Jahre alt.
Dagegen spricht eigentlich auch gar nichts, denn Apple zeigt sich gemäss einer Statistik von «MacTechNews» als «Musterknabe» in Sachen Updates: Auch sechsjährige iPhones werden von Apple noch regelmässig mit Sicherheits-Updates versorgt. Die Support-Zeitdauer hat dabei mit jeder lancierten iPhone-Variante zugenommen.

Das neueste Modell im Angebot ist das iPhone XS, wobei die populäre «Max»-Variante gar nicht verfügbar ist. Ebenfalls vergebens sucht man die diesjährigen Modelle iPhone 11, iPhone 11 Pro und iPhone 11 Pro Max. Hier wäre ein erweitertes Angebot an neueren iPhone-Modellen sehr wünschenswert – wobei es scheint, als wäre die Frage hier eher «wann» und nicht «ob».

Apple iPhone 11 Apple Keynote 2019
Sorry: Die neuesten iPhones – wie hier das farbenfrohe iPhone 11 – sind noch nicht im 0%-Kredit-Angebot enthalten.

Die Kosten der iPhones bei «zer000.ch» im Vergleich
Nehmen wir das iPhone Xr in schwarz mit 64 Gigabyte Speicher als Beispiel: Valora verlangt für das Gerät 699.-  Franken – genau wie bei Apple selber – während es bei Digitec 649.- kostet, bei Microspot 652.- und bei Brack 699.- Franken. Würdest du dein iPhone Xr also bei einem anderen Anbieter kaufen, hättest du hier bereits 50.- Franken (rund 9%) eingespart.

Was, wenn ich vorher aussteigen will?
Es kann immer vorkommen, dass man seine Finanzen besser in den Griff kriegen will, sein Budget umstellt oder andere Prioritäten setzt. Wer sich nicht über die ganzen drei Jahre ans Valora-Angebot binden will, kann den Kredit auch jederzeit frühzeitig zurückzahlen – so steht es im Kleingedruckten («jederzeit rückzahlbar»). Da du das iPhone nicht mietest (Leasing) sondern auf Raten kaufst, hast du auch die Möglichkeit, es selber zu verkaufen und damit den Restbetrag deines Kredits bei «bob» zurückzuzahlen. Ziehst du die drei Jahre oder 36 Raten durch, gehört das iPhone dir, denn du hast es gänzlich abgezahlt.

Der Valora-Deal im Vergleich zu anderen Kauf-Möglichkeiten

Direkt vom Mobil-Abo-Anbieter
Wer sein Smartphone nicht nur zu Hause im eigenen WiFi-Netzwerk nutzen will, braucht ein Mobil-Abo dazu, wie Sunrise, Salt, Swisscom, UPC oder andere es anbieten. Doch vorbei sind die Zeiten, wo man mit einem Mobil-Abo ein Smartphone fast geschenkt erhielt. Heutzutage werden Abo und Handy viel öfter getrennt angeboten. Einige Telekom-Anbieter – wie beispielsweise die Swisscom – bieten zu den Abos oft auch einen Null-Prozent-Kredit für den Kauf eines Smartphones an. Hier lohnt es sich, zu vergleichen, ob du das gleiche Smartphone nicht günstiger von deinem Abo-Anbieter beziehen kannst.

Kauf per Privatkredit
Auch Privatkredite locken in ihrer Werbung mit schnellem Geld für Konsumgüter. Aufgepasst: Hier fallen Zinsen an. Kaufst du dir dein iPhone Xr aus dem Vergleich oben mit einem regulären Privatkredit (Migrosbank, 4,7% Jahreszins), liegt die Monatsrate bei 20.82 statt 19.40 Franken und bis Abschluss der drei Jahre / 36 Raten hast du insgesamt 50.70 Franken für den Zins gezahlt – also 749.70 insgesamt für das iPhone Xr.
(Selber nachrechnen kannst du das hier beim Online-Zinsrechner)

Kauf per Kreditkarte
Wie schnell ist die Kreditkarte gezückt, um teure Anschaffungen zu bezahlen. Doch auch hier ist Vorsicht geboten: Zahlst du das Geld nicht komplett bis Ende Monat zurück, kommt dich dein iPhone Xr sehr teuer zu stehen. Würdest du dein iPhone per Kreditkarte in 36 Monatsraten abstottern und gehen wir von einem mittleren Zins von 12,5 Prozent aus, zahlst du monatlich 23.16 statt 19.40 Franken und bis Abschluss der drei Jahre / 36 Raten hast du insgesamt 134.84 Franken für den Zins gezahlt – also 833.84 insgesamt für das iPhone Xr.

Revolut App and Cards Mastercard Green
Das «zer000.ch»-Angebot ist deutlich attraktiver als ein Kauf per Kreditkarte. Denn dort drohen immer hohe Zinsen. Ausser es ist – wie hier im Bild – eine «Revolut»-Karte. Die gibt's nur als «Prepaid»-Modell.

Unser Tipp: Bezahle dein iPhone nicht mit der Kreditkarte – von dem Kosten-Unterschied kannst du dir fast schon ein neues paar AirPods kaufen.

Kauf mit deinem eigenen Geld
Und dann gibt's da natürlich die Konsumenten, die der Meinung sind: «Ich kaufe nur, was ich mir selber leisten und sofort bezahlen kann». Klar: Für dein eigenes Geld kriegst du auf dem Bankkonto mittlerweile keine Zinsen mehr. Warum nicht ausgeben? Genau wie beim «bob»-Kredit fallen dir hier keine direkten Zinsen an, beachte jedoch, ob du dein eigenes Geld nicht woanders gewinnbringender investieren kannst.

Es muss nicht gleich Bitcoin sein – aber wir sind grosse Fans davon, unser Geld für uns arbeiten zu lassen. Sei das in Anlagen oder in Investitionen in kleine Betriebe und Start-Ups. Die Rendite, die du mit deinem Geld erzielen kannst, wenn du es in dein eigenes Hobby-Unternehmen oder in den wachsenden Online-Store deiner Cousine investierst, kann schnell mal im zweistelligen Prozentbetrag liegen. Statt dein wertvolles Geld also in ein «Depreciating Asset» – also ein Gut, das an Wert abnimmt, wie ein Smartphone oder ein Auto – zu investieren, kannst du mit deinem eigenen Geld eventuell besser haushalten.

Was du beim Gratis-Kredit unbedingt beachten musst

Teuer wird der Gratis-Kredit dann, wenn du es verpasst, eine Rate zu bezahlen. Dann verlangt die Valora nämlich für die erste Mahnung bereits 15 Franken, für weitere Erinnerungen gar den doppelten Betrag. Wir empfehlen deshalb ausdrücklich, keine Rate zu «vergessen». Richte dir dafür am besten einen fixen Dauerauftrag im E-Banking ein. Wirst du fürs Nichtbezahlen abgestraft, ist der ganze schöne Kostenvorteil sofort dahin.

Weitere Vorteile: Garantie und gratis Apple-Abos

Wie in der Schweiz üblich, sind die iPhones, die über das Valora-Angebot gekauft werden, mit einer zweijährigen Garantie versehen. Auch hier keine Überraschungen.
Für einige Nutzer könnte zusätzlich noch attraktiv sein, dass im Kredit-Angebot das «Apple-Music»-Abo die ersten 90 Tage kostenlos genutzt werden kann, so wie auch der ab November verfügbare Streamingdienst Apple TV+ für ein ganzes Jahr inkludiert ist. Bedenke dabei aber, die Abos noch innerhalb der Gratis-Nutzungsdauer zu kündigen, damit du nicht nach Ablauf der Test-Zeit plötzlich einen neuen monatlichen Kostentreiber hast.

Fazit: Würden wir das Valora-iPhone-Angebot nutzen?

Smartphones sind aus unserem Alltag kaum mehr wegzudenken. Wir bei «Techgarage» nutzen diese kompakten Wunder der Technik, um Notizen, Fotos und Filme zu machen, um mit Freunden und Kunden zu kommunizieren oder den Weg zum nächsten Termin zu finden. Smartphones sind ein unglaubliches Werkzeug, um unsere Produktivität zu steigern. Deshalb sollte jede/r eines besitzen. Dass man mit dem «Valora»-Angebot eine der besten Smartphone-Reihen überhaupt, das iPhone von apple, so gefahrlos sein Eigen nennen kann, ist eine tolle Chance.
Der einzige Wermutstropfen ist, dass die aktuellsten iPhone-Modelle in diesem Angebot noch nicht verfügbar sind. Wer unbedingt ein iPhone 11, iPhone 11 Pro oder iPhone 11 Max will, muss sich zum jetztigen Zeitpunkt noch woanders umschauen.

Für mich persönlich ist das Fehlen der aktuellsten iPhone-Modelle der eigentliche «Dealbraker» hier. Wenn, dann würde ich für die kommenden drei Jahre auf das neueste Modell setzen wollen. Dann aber würde ich das Angebot von Valora und «bob» auch für mich nutzen: Zumindest finanziell macht es durchaus Sinn.

Huawei lanciert «FreeBuds 3»: Noise Cancelling und zwei Farben ab 179.- Franken

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Tech-Fans kriegen gerade einiges auf die Ohren: Nur wenige Stunden, nachdem Apple seine neuen «AirPods Pro» vorgestellt hat, kündigt auch itemid=“/entity/huawei_3″>Huawei den Schweizer Preis sowie das Release-Datum seiner «Huawei FreeBuds 3» an.
Die bereits im Rahmen der IFA 2019 vorgestellten Huawei FreeBuds 3 sind ab Anfang November für CHF 179.- in der Schweiz erhältlich. Laut Huawei sind die FreeBuds 3 die ersten Open-Fit-Kopfhörer mit «Active Noise Cancelling». «Open Fit» bedeutet in diesem Fall eine offene Bauweise: Offene Systeme schirmen das Ohr nur wenig nach aussen ab, so dass auch Geräusche aus der Umgebung wahrgenommen werden.

Chip und Algorithmus für besseren Klang

Besonderes Augenmerk legt Huawei mit den komplett neu designten FreeBuds 3 auf eine hohe Klangqualität der Kopfhörer. Dazu setzt der Tech-Riese aus China auf den selbst enwickelten «Kirin A1»-Chip, der als erster Wearable-Chip überhaupt mit Bluetooth 5.1 und BLE 5.1 kompatibel ist. So sollen sich die Huawei_3″>Huawei FreeBuds 3 besonders schnell, einfach und zuverlässig verbinden lassen. Laut Huawei erkennt der Chip  automatisch Störeinflüsse auf das 2,4-Gigahertz-Signal und wechselt dann eigenständig auf einen freien Kanal.

Huawei FreeBuds 3 Inside Tech
Mächtig viel Technik im kompakten Paket: Die neuen Huawei FreeBuds 3 bieten 4 Stunden Akkulaufzeit und Active Noise Cancelling dank des verbauten eigenen «Kirin A1»-Chips.

Des weiteren soll der sogenannte «3A Noise Reduction-Algorithmus» Aussengeräusche beim Telefonieren und Musikhören erheblich reduzieren. Die Frequenzen und die Intensität der Geräuschunterdrückung seien dabei für jede individuelle Form des Gehörgangs angepasst, teilt Huawei weiter mit. Durch einen Doppelklick auf den linken Kopfhörer lässt sich das «Active Noise Cancelling» an oder wieder ausschalten.

Drahtloses Laden für vier Stunden Musik am Stück

Das Zusammenspiel der FreeBuds 3 mit dem neuen Kirin A1 bedeutet in der Praxis, dass eine Akku-Ladung für vier Stunden Laufzeit reicht. Werden die Kopfhörer im Ladecase verstaut, sind vier weitere Ladezyklen und damit bis zu 20 Stunden Laufzeit möglich. Aufgeladen werden die smarten Kopfhörer per USB-C-Ladekabel oder über Wireless Charging. Das drahtlose Laden ist über eine induktive Ladematte sowie «Reverse Charging» von Smartphones – wie beispielsweise über das Huawei Mate 20 oder das neue Huawei Mate 30 – möglich.

Verfügbarkeit und Preis der FreeBuds 3

Die Huawei FreeBuds 3 sind in der Schweiz ab Anfang November 2019 zu einer unverbindlichen Preisempfehlung von CHF 179 in den Farben Weiss oder Schwarz erhältlich.

Elektrischer «Mini Cooper SE»: Preis soll in den USA ab 17`900 Dollar beginnen

Bmw-Mini-Cooper-SE-Electric-Front

Nachdem BMW früher dieses Jahr seinen elektrischen «Mini Cooper SE» enthüllt hatte, kommuniziert der Autohersteller nun erstmals auch einen Preis für sein Elektroauto. Nach allen Abzügen und Vergünstigungen kann der Stromer in den USA ab 17'900 US-Dollar gekauft werden.
Als offizieller Preis (MSRP) ist zwar 29'900 US-Dollar angegeben, jedoch können Elektroauto-Käufer in den USA von einer Vielzahl von Subventionen profitieren. So gibt es die 7'500-Dollar «Federal Tax Credit» und dazu noch Staaten-spezifische Vergünstigungen. Im Idealfall kommt der Mini Cooper SE so auf die genannten 17'900 Dollar zu stehen.

Technik von gestern

Dafür erhält der Kunde einen vollständig elektrifizierten «Mini», der allerdings auf der alternden Elektro-Plattform des ursprünglichen «BMW i3» basiert. Das bedeutet: Ein 32,6 kWh-Akkupack, das laut Aussage des Herstellers 235 bis 270 Kilometer Reichweite nach dem WLTP-Zyklus verspricht.

Bmw Mini Cooper SE Electric Back
Der Mini Cooper SE: Auffälliges Äusseres, bescheidene technische Eckdaten.

Das Aufladen des Akkus ist auf 50 Kilowatt (kW) mit Gleichstrom (DC fast-charging) limitiert, mit Wechselstrom (AC) ist die Ladung gar auf 11 kW limitiert. Als Antriebseinheit dient ein einzelner Elektromotor mit 135 kW / 184 PS Leistung.
Zwar sind all diese Werte nicht berauschend für ein 2020er-Elektroauto. Jedoch könnte sich der Mini Cooper SE durch seinen relativ tiefen Einstandspreis durchaus als Stadtflizer für kurze Distanzen etablieren, wenn er im März 2020 in den US-Läden steht.
Andere Stimmen gehen mit dem neuen Elektroflitzer härter ins Gericht und sehen die technischen Daten des Elektro-Mini als «monumentale Enttäuschung», wie beispielsweise Seth Weintraub, Editor bei «Electrek» und «9to5Mac»:
https://twitter.com/llsethj/status/1148613712141590528

Reservation auch in Europa möglich: Mit Preisschock

Doch nicht nur die USA sollen in den Genuss eines elektrifizierten Mini kommen. «Inside EVs» hat die komplette Liste mit allen Ländern, in denen bereits jetzt eine Reservierung des Mini Cooper SE möglich ist: Darunter sind neben den Benelux-Ländern auch Deutschland, Frankreich, Grossbritannien und die Schweiz. Die Preisstruktur in Europa ist noch nicht hundertprozentig klar, ausser einer Anzahlung von 500 Euro und einem angepeilten Verkaufspreis von 32'500 Euro in Deutschland ist nicht viel bekannt.

Update vom 30. Oktober: Wie der «Mini-Blog» uns meldet, ist seit Mitte Oktober auch eine «Bestellung» des Mini Cooper SE in der Schweiz möglich. Der Elektro-Flitzer wird hierzulande in drei Ausstattungen zwischen 39'900 und 44'400 Franken angeboten. Vom tiefen US-Preis sind wir also hier ganz, ganz weit entfernt. Und nicht nur das: Bei Preisen um die 40'000 Franken steht der Mini in direkter Konkurrenz zum Klassenprimus Tesla Model 3. Das Model 3 beginnt nämlich in der Schweiz bei einem Preis von 44'990 Franken.

Direkter Vergleich mit Tesla: Sieht nicht gut aus für den Mini

Dafür bietet das Tesla Model 3, der Bestseller aus Kalifornien, allerdings im Vergleich zum Mini Cooper SE von allem einiges mehr: Einen grösseren Akku, mehr Reichweite, schnellere Beschleunigung, höhere Höchsteschwindigkeit, Autopilot-Funktion, Zugriff auf das Supercharger-Netzwerk, schnellere Lade-Geschwindigkeiten, regelmässige «Over-the-air»-Software-Updates sowie deutlich mehr Stauraum. Das Tesla Model 3 gibt's dann ab 54'990 Franken auch in Allrad-Variante, was besonders im 4×4-Land Schweiz – und zum sicheren Fahren auf Schnee und Eis – zusätzlich wertvoll ist.
Trotz allem: In der «Techgarage» hat es immer Platz für neue Elektroautos – wir werden den elektrischen Mini, der definitiv von Aussen sehr stylish aussieht, sehr gerne einem «Hands-On»-Test unterziehen.

Tesla Finland Snow Ice Driving
Für einen Preis um die 40'000 Schweizer Franken für den Mini Cooper SE dürften nicht wenige potenzielle Fahrer stattdessen zu Teslas Model 3 rüberlinsen. Der kalifornische Bestseller wird hierzulande ab knapp 45'000 Franken angeboten und bietet fürs Geld mehr Auto.

Apple rollt iOS 13.2 aus: Neue Funktionen fürs iPhone und noch mehr Emoji

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Apple hat soeben iOS 13.2 ausgerollt. Besonders Besitzer des neuen iPhone 11 werden das Update umgehend installieren wollen, denn es enthält die neue «Deep Fusion»-Foto-Technologie, die bisher den «iPhone Pro»-Modellen vorbehalten war. Deep Fusion kombiniert mehrere Bilder zu einer Komposition, wobei Details besonders gut zur Geltung kommen sollen und gleichzeitig das Bildrauschen vermindert wird. Wir haben Deep Fusion in unserem umfangreichen iPhone 11-Testbericht genauer und anhand von Beispiel-Bildern erklärt.

Neue Emojis in iOS 13.2: Für jede(n) etwas dabei

Daneben erhalten iPhoneNutzer mit iOS 13.2 auch eine Menge neuer Emoji, um ihre Nachrichten noch bildlicher zu untermalen. Über 60 neue Emojis stossen zur bereits umfangreichen Bibliothek und diesmal liegt der Fokus auf «Inklusion»: Will heissen, jeder Nutzer, egal wie er geschaffen ist, hat nun die Möglichkeit, sich als Emoji wiederzugeben. Pärchen beispielsweise können jetzt einzeln zusammengesetzt werden – die Varianten männlich, weiblich und genderneutral sowie diverse Hautfarben sind vertreten.

Nur ein paar der neuen Emoji, die jetzt mit iOS 13.2 auf das iPhone kommen.

Einen guten Überblick über die neuen Emojis haben wir in unserem Artikel «Neue Emojis für iOS 13» zusammengestellt. «The Verge» zeigt zudem noch, wie sich menschliche Emojis detailliert auswählen und mixen lassen.

Unterstützung für die neuen «AirPods Pro»

Zu den weiteren Neuerungen in iOS 13.2 zählt auch die Unterstützung für die neu angekündigten «AirPods Pro», wofür nun auch eine «Noise Cancelling»- und eine Transparenz-Funktion angewählt werden kann. Zudem kann die smarte Assistentin «Siri» jetzt auch eingehende Nachrichten vorlesen – Voraussetzung hierfür AirPods oder Kopfhörer mit Apples eigenem «H1»-Chip. A propos Siri: Die erhält mit dem Update auch neue Privatsphäre-Einstellungen.

Apple AirPods Pro Official
Mit iOS 13.2 werden auch die neuen «AirPods Pro» unterstützt. Neue Funktionen sind das «Active Noise Cancelling» sowie der «Transparenz»-Modus.

Neues iOS 12.4.3 «wichtig» für Nutzer mit älteren iPhones

Und als weiteren Bonus hat apple auch iOS 12.4.3 veröffentlicht: Laut des Unternehmens soll «iOS 12.4.3 wichtige Sicherheits-Updates» beinhalten und dass das Update allen Nutzern empfohlen würde. Dieses Update betrifft Geräte, die nicht auf iOS 13 laufen, wie beispielsweise das iPhone 5S, iPhone 6, iPad Air, iPad Mini 2/3, und der iPod touch der 6. Generation.
Und noch etwas: Nutzer von aktuellen iPad-Modellen erhalten am heutigen Tag auch «iPadOS 13.2».

13 Tipps, wie das Smartphone zum perfekten Begleiter für die nächste Reise wird

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«Ich fahre in die Ferien und packe in meinen Koffer…»: Das beliebte Spiel aus unseren Kindertagen beinhaltete oft essenzielle Gegenstände wie «Walkman», «Landkarte», «Kamera» oder «Wörterbuch». Kaum hätten wir uns vorstellen können, dass nur einige Jahre später ein einziges Smartphone all diese Dinge und noch viel mehr abdecken würde.
Doch wie viel einfacher kann uns unser Mobiltelefon eigentlich eine Reise in fremde Länder machen? Um dies herauszufinden, wurde «Techgarage» von Google_2″>Google nach Mallorca eingeladen, wo wir mit unseren Smartphones und den aktuellen GoogleDiensten wie «Maps», «Translate», «Lens» oder «Assistant» einige Tage lang die spektakuläre Baleareninsel entdecken durften.

Reisevorbereitung: Bordkarte, Musik und Geld

1. Die Bordkarte aufs Smartphone
Der Flug ist gebucht, das Online-Check-In (meist 24 Stunden vor Abflug) vorgenommen und die Bordkarten liegen nun im E-Mail-Fach. Am Flughafen wird's dann eh hektisch genug: Warum sich das Leben nicht vereinfachen und die Bordkarte immer griffbereit auf dem Smartphone haben? Für iPhoneNutzer gibt's auf iOS die «Apple Wallet», Android-Nutzer nehmen dazu die «Google Pay»-App. Aus der Check-in-Bestätigungsmail der Airline heraus lässt sich heutzutage oft der «Boarding Pass» mit einem Klick der digitalen Brieftasche hinzufügen. Und es geht noch besser: Dank GPS-Ortung weiss das Smartphone, wann man beim Flughafen angekommen ist und zeigt die Bordkarte dann stets auf dem Home-Screen an, wo sie mit nur einem Klick jederzeit aufgerufen werden kann.

2. OfflineMusik und -Videos
Doch warte mal – welche Sprache spricht man eigentlich an der Feriendestination? Google weiss es: Spanisch und Mallorquín sind es auf Mallorca. Wer davon noch ein Ohr voll nehmen möchte, kann sich einen Podcast aufs Smartphone laden oder sich mit lokaler Musik bereits auf der Anreise in Stimmung bringen. Ein Tipp von «Techgarage» ist hier «YouTube Music»: Das Abo für 12,90 Franken im Monat beinhaltet auch die Möglichkeit Alben und Musikstücke auf dem Gerät zu speichern und jederzeit – auch im Flugzeug – offline zu hören. Alternativen dazu sind «Spotify» oder «Apple Music», wobei wir «YouTube Premium» aufgrund der umfangreichen Musik– und Videobibliothek den Vorrang geben. Beim Angebot «YouTube Premium» für 15,90/Mt. ist «YouTube Music» bereits enthalten, zusätzlich lassen sich dort aber auch YouTube-Videos offline speichern: Zum Beispiel eine Dokumentation über die Destination oder ein Video mit einem Sprachkurs.

Google Music Download Smartphone
Koffer gepackt, Musik immer dabei: Die neuen YouTube-Dienste «Music» und «Premium» sind tolle Begleiter für jeden Reisenden.

3. Geld per App wechseln und kostenlos abheben
Weil die Schweiz ja bekanntlich nicht zur Eurozone gehört, müssen wir entweder im Vorfeld unsere Schweizer Franken in Euro wechseln, oder aber eine Banking-App wie «Revolut», «N26» oder «Neon» installiert haben. «Techgarage» macht seit Monaten nur die besten Erfahrungen mit «Revolut», denn damit lässt sich in der App Geld zum «Intrabank»-Wechselkurs wechseln. Auch das Abheben von Lokalwährung am Bankomaten ist mit dieser Lösung kostenfrei. Des weiteren hat man mit der App auch immer seine Ausgaben im Überblick – und würde es gleich mitkriegen, wenn beispielsweise jemand am Ferienort die Kreditkarte doppelt belasten würde.

Revolut gilt als die «Finanz-App für Traveller». Geld wechseln und abheben geht damit günstiger als bei den meisten anderen Anbietern.

Die Umgebung erkunden mit Google Maps

4. Google Maps mit «Explore»-Feature
Am Ferienort angekommen geht's dann darum, sich einen ersten Blick über die Umgebung zu verschaffen: Hier kommt eine neue Funktion in Google Maps zum Zuge. Mit «Explore nearby» lassen sich in der App auf einen Klick Restaurants, Bars oder Attraktionen in der Nähe in einer übersichtlichen Liste anzeigen und so miteinander vergleichen. Perfekt für dann, wenn man für den ersten Abend noch keine Pläne gemacht hat und einfach mal die Gegend ums Hotel erkunden möchte.
Wer weiss, dass die Reise bald auch in entlegene Gebiete führen wird, kann in Google Maps auch Teile der Karte offline speichern. Das ist perfekt für wenn die Netzabdeckung (wie im Mallorquinischen Hinterland) nicht gegeben ist oder man sein Roaming-Datenpaket nicht über Gebühr belasten möchte.

5. Google Maps «Voice Search» nach interessanten Orten fragen
Unbedingt einmal versuchen sollte man auch die Sprach-Suche in Google Maps. Der GoogleAlgorithmus kann nämlich bereits ganze Sätze verstehen und dem Nutzer daraufhin Vorschläge anzeigen. Zum Beispiel in Palma de Mallorca: «Zeige mir Kunst von Gaudí in meiner Nähe». Wer an seiner Feriendestination ganz tief in Kultur und Kunst eintauchen möchte, dem sei die zusätzliche App «Google Arts & Culture» empfohlen, mit der historische Schätze in über 80 Ländern aufgespürt werden können.

6. Mit Google Maps «Live View» immer den Weg finden
Google Maps ist ja schon toll, um sich zu orientieren. Doch mich persönlich frustriert immer, wenn ich erstmal zwanzig Meter in eine Richtung gehen muss, um zu prüfen, wohin sich der blaue Punkt auf der Karte bewegt und ich so erst eine Idee meines Standorts bekomme. Nun gibt es eine elegantere Lösung: Sie heisst «Maps Live View». Dabei nimmt das Smartphone über die Kamera seine Umgebung wahr und blendet daraufhin auf dem Bildschirm in einem «Augmented Reality»-Modus grosse Pfeile über das Bild ein. Egal, wohin man sich dreht – die App weist einem immer auf den ersten Blick den richtigen Weg. Noch nie war navigieren in engen Häusergassen so einfach.

Google Maps Live View Smartphone Mallorca
Mit der neuen «Live View»-Funktion von Google Maps findet man auch in engen Häuserschluchten immer den richtigen Weg.

Google Translate als digitaler «Babelfisch»

7. Mit Google Translate wie ein «Local» sprechen
Der «Babelfisch» wird im Roman «Per Anhalter durch die Galaxis» von Douglas Adams als kleine Kreatur beschrieben, die sich ins Ohr einführen lässt und dem Träger ein Verständnis aller gesprochenen Sprachen ermöglicht. Was 1978 noch einen Platz in Science-Fiction-Büchern hatte, wird mit «Google Translate» schnell zur Realität.
Egal ob eingetippt oder ins Handy gesprochen: Google Translate übersetzt zwischen 100 Sprachen. Neu ist auch ein «Dialog-Modus» zwischen zwei Teilnehmern möglich, wo jeweils eine Partei in ihrer Sprache ins Smartphone sprechen kann und der Satz dann fürs Gegenüber übersetzt wird.

8. «Visual Translation» nutzen, um die Menü-Karte zu übersetzen
Wer reist, will oft auch die lokale Küche kennenlernen. Und gerade die authentischsten Restaurants, weit weg von jedem touristischen Trubel, haben oft nur eine Speisekarte in der lokalen Sprache. Um trotzdem an die gewünschten Delikatessen zu kommen, kann man jede Menükarte über die «Visual Translation»-Funktion übersetzen lassen. Einfach die SmartphoneKamera auf die Karte gerichtet, und schon erscheint das Menü in Echtzeit auf dem Bildschirm übersetzt. Fühlt sich ziemlich magisch an. Dasselbe funktioniert auch bei allen anderen Tafeln und Hinweisschildern.

Google Lens Smartphone Menu Traduction Mallorca Test
«Visual Translation» ist eine eindrückliche Möglichkeit, um sich eine Menükarte übersetzen zu lassen. Einfach die Handy-Linse auf die Karte gerichtet und schon erscheint die Übersetzung auf dem Bildschirm.

Ordnung in die (Ferien)-Bilder mit «Google Photos»

Eine weitere Google-App, die wir bei «Techgarage» bereits seit vielen Jahren nutzen, und die sich besonders bei Vielreisenden als unverzichtbar herausgestellt hat, ist «Google Photos».

9. Alle Fotos in der GoogleCloud sichern
Die Google-Foto-App bietet dem Nutzer an, alle Bilder auf dem Smartphone (oder nur eine Auswahl davon) in der GoogleCloud zu speichern. Entweder in voller Auflösung, wofür aber Cloud-Speicherplatz vorhanden sein muss beim eigenen Google-Konto – oder aber eine unlimitierte Anzahl von Bildern und Videos in der Qualität von 16 Megapixeln (Bilder) oder 1080p (Video). Für mich persönlich spricht alles für dieses Angebot: All meine Aufnahmen der letzten 10 Jahre sind hier verlustsicher gespeichert – auch wenn mein Smartphone unterwegs mal abhanden kommen oder eine Schlucht hinunter stürzen sollte.

10. Finden von «Genau diesem Bild» dank des GoogleAlgorithmus
Für mich eines der Wunder der Technologie: Bilder, die in «Google Photos» abgelegt sind, lassen sich durchforsten. Und zwar nicht nur nach Datum (z.B. «November 2017») sondern auch nach Ort («Tokyo») oder gar Inhalt («Autos»). Dabei bedient sich Google seines stetig weiter entwickelnden Bilderkennungs-Algorithmus. Wer mag, kann Google auch die Namen seiner Familie und Freunde mitteilen und so gezielt in seinem Album nach bestimmten Personen suchen. Auch das Erstellen eines Albums und das Teilen von Bildern mit anderen Reise-Teilnehmern ist durch «Google Photos» so einfach wie noch nie.
Die Funktionen von «Google Photos» sind so umfangreich, dass sie eigentlich eines eigenen Artikels bedürften (bald auf «Techgarage»).

Die Welt durch die «Google Lens» verstehen

Was «Google Translate» für Sprachen ist, ist «Google Lens» für alles andere. Denn wer reist, entdeckt dabei oft viel Neues: Essen und Getränke, die lokale Flora und Fauna, an Eindrücken mangelt es oft nicht. «Google Lens» ist ein relativ neues Feature, bei dem das geballte Wissen von Google dafür eingesetzt wird, die Umgebung zu erkennen und kategorisieren.

11. Essen und Drinks mit «Google Lens» identifizieren
Ich persönlich hatte das Feature einige Monate nicht mehr genutzt und war nun verblüfft, was Google durch seine smarte Linse nun alles bereits erkennen kann. Beispielsweise bekam ich von meinem Hotel einen «Welcome-Drink» spendiert. Ich habe meine «Google Lens» auf das Glas gerichtet und der GoogleAlgorithmus identifizierte Glas und Inhalt fehlerfrei als «Gin und Tonic». So auch später beim Apéritif, als unserer Reisegruppe «Tinto de Verano» – auch bekannt als «Sangría» – ausgeschenkt wurde. Als kleinen Bonus kann ich mir dann nahtlos auch noch das Rezept dafür von Google vorlesen lassen – doch darauf gehen wir in einem anderen Artikel tiefer ein.

Google Lens Smartphone Mallorca Test
«Was habe ich eigentlich hier vor mir?» – egal, ob Drinks, Essen, lokale Flora oder Fauna: Die «Google Lens» erkennt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Objekte und kann sie auch gleich benennen.

12. Lokale Flora und Fauna identifizieren
Doch die «Google Lens» bewährt sich nicht nur am Esstisch. Wie oft läuft man auf seinen Entdeckungsreisen an eine lokale Pflanze oder einen Baum mit exotischen Früchten heran und fragt sich, wie das Gewächs wohl heisst? Auch hier kann die smarte Linse helfen: Einfach die SmartphoneKamera auf das Objekt gerichtet und bald darauf meldet sich die Lens mit einem Vorschlag, was man hier vor der Linse haben könnte. Ob Palmen, kleine Sträucher oder Beeren und Früchte: Die Identifikationsfähigkeiten der «Google Lens» sind beeindruckend.

«Google Assistant» hat die nächsten Termine im Griff

13. Last-Minute Informationen mit «Google Assistant»
Weil man sich auf seiner Reise ganz auf die Umgebung, die Menschen und die Natur einlassen möchte, kann es schonmal vorkommen, dass man dabei die Zeit vergisst. Ein kurzes «Hey, Google…», gefolgt von «wann ist mein nächster Flug?» lässt das Smartphone die Reservation anzeigen. Ebenfalls lässt sich so ganz simpel in Erfahrung bringen, wie das Wetter am folgetag wird: «Hey Google, brauche ich morgen einen Regenschirm?». Der smarte Assistent weiss jetzt schon auf viele Fragen eine Antwort und wird natürlich von Google weiter verfeinert und mit zusätzlichem Wissen ausgestattet. Auch hier lohnt es sich, die Software immer mal wieder zu testen.

Fazit: Das ganze Wissen von Google immer mit dabei

Zugegeben: Die Auswahl von Apps und Diensten als Reiseempfehlungen ist hier ziemlich Google-zentrisch. Einerseits klar, wenn die Erkundungs-Reise unter dem Motto «#MallorcaWithGoogle» stattfand. Andererseits gibt es aber ausser apple und vielleicht Tencent in China kaum einen Tech-Anbieter, der ein so umfassendes Software-Paket für Reisende anbieten kann wie Google. Denn bei allen eingesetzten Diensten kommt auch immer das geballte Wissen und die Vernetzung zum tragen, die sich der Konzern aus Mountain View, Kalifornien in den letzten zwanzig Jahren im Internet erarbeitet hat. Ideal wäre als Paarung zu dieser Software natürlich die Google-eigene Smartphone «Pixel», wie beispielsweise das kürzlich vorgestellte «Google Pixel 4». Nur leider werden diese Modelle (noch) nicht offiziell in der Schweiz angeboten.
Insofern können wir von «Techgarage» nur empfehlen: Schnappt euch euer Smartphone und geht auf grosse Erkundungsreise. Egal, ob ihr die Welt durch die GoogleLinse oder in eurem eigenen Tempo erkundet: «Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen», heisst es nicht umsonst. Und die Welt da draussen wartet nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Mit den aktuellen GoogleDiensten wird's einfach hie und da ein Bisschen entspannter und stressfreier.

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