Samsung enthüllt das Galaxy S11 (und ein neues Falt-Phone?) am 11. Februar

Samsung Teaser Foldable Galaxy Phone SDC 19

Am 11. Februar wird Samsung sein neues Flaggschiff-Smartphone an einem «Samsung Unpacked Event» in San Francisco enthüllen. Dies hat der koreanische Konzern in einer Ankündigung per Tweet bestätigt.

Was wir bereits wissen, ist, dass das vorgestellte Modell der Nachfolger des aktuellen Top-Modells Galaxy S10 und S10+ wird. Dafür spricht unter anderem der Zeitpunkt der Vorstellung früh im Jahr.

Noch offen ist hingegen, ob das Modell «S11» genannt wird oder Samsung gleich einen Sprung auf das «S20» machen wird. Schliesslich schreiben wir bereits Jahr 2020 und Samsung könnte damit eine höhere Zahl als Apple mit seinem iPhone «11» vorweisen.

Samsung Galaxy S11 S20 Leaks Announcement Unpacked
Stimmen die Leaks und Gerüchte, dann orientiert sich das Design des kommenden Galaxy S11 / S20 an bisherigen Modellen – mit leichten Verfeinerungen wie beispielsweise der Kamera-Aussparung.

Zum Aussehen des kommenden Spitzen-Modells von Samsung ist noch nicht allzuviel durchgesickert, bisher machen nur Gerüchte und Konzept-Bilder die Runde. Gemäss Spekulationen von Leaker «Onleaks» soll das Spitzenmodell über ein neues Kamera-Setup verfügen, in seiner Form aber den Vorgängern ähnlich bleiben.

Erwartet uns auch ein neues Falt-Phone von Samsung?

Doch mit dem neuen Galaxy S11 / S20 soll es am 11. Februar am «Unpacked»-Event noch nicht getan sein. Möglich, dass Samsung ein neues faltbares Smartphone aus dem Ärmel schüttelt. Gerüchte dazu sind aufgetaucht, nachdem ein Twitter-User die Einladung genau studiert und dabei festgestellt hatte, dass eine der geometrischen Formen darauf aussieht, wie ein faltbares Konzept, das Samsung erstmals an der «SDC 19» vorgestellt hatte.

Samsung Galaxy 2 Folding Phone Concepts SDC19
Verschiedene Arten, ein Smartphone zu falten. Erwartet uns am ersten «Unpacked»-Event 2020 ein neues Falt-Smartphone von Samsung?

Diesmal würde der Bildschirm aber nicht mehr längs geklappt, wie beim aktuellen Falt-Handy «Galaxy Fold», sondern vertikal wie frühere Klapp-Handys aus den 2000er-Jahren. Damit wäre das Gerät im zugeklappten Zustand fast quadratisch und könnte dann in ein klassiches Smartphone-Design aufgeklappt werden. Glaubt man der SDC-Ankündigung von Samsung, dann würde dieses neue Design «verändern, wie du dein Smartphone nutzt».

Techgarage-Jubiläum: Gewinne einen «Ultimate Ears Boom 3» Speaker

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Unser Jubiläums-Gewinnspiel geht heute in die zweite Runde: Und zwar mit dem Ultimate Ears Boom 3 Speaker! Denn wir wollen es krachen lassen im neuen Jahr – und was wäre dafür besser geeignet als satter Sound in knalligen Farben?

Bei uns auf der «Techgarage»-Redaktion verrichtet zwar das kleinere Modell «UE Wonderboom» seinen täglichen Dienst, doch Hersteller Logitech verbessert seine Lautsprecher mit jeder Generation.

Laut und solid: Ein Erfolgsrezept

Die Marke Ultimate Ears steht seit jeher für portable und beinahe unzerstörbare Lautsprecher. Einpacken – mitnehmen – Sound abspielen. Egal ob fürs Picknick, beim Abend am See oder als dezent versteckter Speaker für zu Hause: Die UE Boom 3 wirst du beinahe überall einsetzen können.

UE Boom 3 Nightblack PR
Sieht gut aus und macht Sound: Der solide Monolith UE Boom 3.

Zwei Features gefallen uns bei der «Techgarage» am besten an der «UE»-Reihe: Zum einen ist das die zuverlässige Bluetooth-Verbindung gepaart mit der langen Akku-Laufzeit von rund 15 Stunden. Das sind die Basics, die für unkomplizierten Sound-Spass stehen.

«Party Up»: Verbinde mehrere UE-Speaker

Und zum anderen finden wir als Gadget-Geeks ja «conntected devices» toll – also Geräte, die sich mit anderen (oder dem Internet) verbinden lassen. Auch hier liefert die Boom 3: Wie schon die anderen UE-Speaker zuvor lassen sich auch die neuen Lautsprecher über die App (für iOS und Android) mit anderen UE-Speakern verbinden – bis zu 150 individuelle Speaker. Die Funktion nennt sich «Party Up» und ist im wahrsten Sinne des Wortes ein cooler Party-Trick.

UE Boom 3 Party Up Modus
Mit der «Party Up»-Funktion lassen sich bis zu 150 UE-Lautsprecher miteinander verbinden.

Weitere Features der UE Boom 3

Auch die weiteren relevanten Punkte hakt UE mit der Neuauflage der Boom ab. So wurde die Bluetooth-Reichweite von 30 auf 45 Meter vergrössert, damit der Sound nicht abbricht, wenn der Besitzer des angeschlossenen Smartphones beim Fest mal etwas weiter von der Box wegläuft.

Die Sound-Ausstattung wurde identisch vom soliden Vorgänger übernommen, hier sind also keine Überraschungen zu erwarten. Ein satter, ausbalancierter Sound, der diverse Musik-Genres überzeugend rüberbringt.

Ebenfalls angenehm ist der prominent oben in der Mitte platzierte «Magic Button», mit dem sich Songs abspielen, pausieren, überspringen und gar ganze Playlists laden lassen – je nachdem, wie lange oder oft man die Taste drückt.

Preislich bewegt sich der UE Boom 3 im Bereich um die 169.- Franken, wobei für 30.- Franken mehr noch ein Bundle mit einem Lade-Dock verfügbar ist. Der UE Boom ist in sieben verschiedenen Farben erhältlich.

Gewinne jetzt den Ultimate Ears Boom 3!

Wenn du am «Ultimate Ears Boom 3»-Lautsprecher Freude hast und du bald schon deine eigenen Tunes darauf abspielen möchtest, dann hast du JETZT die Chance dazu. Wie? Besuche unsere Jubiläums-Gewinnspiel-Seite und werfe deinen Namen in den Topf. Mit etwas Glück und Geschick beim Punkte sammeln kann der soundgewaltige Bluetooth-Speaker schon bald dir gehören.

UE Boom 3 Colors Farben PR
Einige der Farben, in denen der neue UE Boom 3 verfügbar ist.

Wird Samsung an der CES einen randlosen 8K QLED-TV vorstellen?

Samsung 8K TV Fernseher Teaser Randlos

Samsung gehört zu den ganz grossen im TV-Markt. Die QLED-Linie seiner Fernseher scheint im Markt bestens anzukommen und ab und zu lässt der koreanische Hersteller mit Projekten wie der gigantischen «The Wall» seine Technologie-Muskeln spielen.

Nun sind über die Spezialisten der Seite «4kfilme.de» erstmals Bilder zum nächsten Wurf von Samsung geleakt. Möglich, dass uns an der kommenden CES in Las Vegas (7.-10.1.2020) ein weiteres Highlight in der Form eines 8K-QLED-Fernsehers mit minimalem Bildschirmrand erwartet.

Technische Details und 8K-Zertifizierung

Noch ist die Ankündigung nicht offiziell, doch in wenigen Tagen wissen wir wohl mehr. Die ersten beiden Bilder wollen wir euch auf jeden Fall nicht vorenthalten, ebensowenig die bisher geleakten technischen Details:

Genannt werden etwa die Modellbezeichnungen Q900T und Q950T, zudem wird erwartet, dass das neue Spitzenmodell in Grössen von 65 Zoll oder mehr erscheinen soll. Und nachdem Samsung gerade seine ersten Zertifikationen von der «8K Association» erhalten hat, erwarten wir eine Bildauflösung von mindestens 7,680 x 4,320 Pixeln (das Doppelte von UHD), maximale 600 nits Helligkeit und Unterstützung der HDMI2.1 and HEVC (H.265) Standards. Die CES, die parallel zum grossen «Techgarage»-Jubiläums-Gewinnspiel stattfindet, wird uns also schon die ersten Tech-Highlights des Jahres bescheren.

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Ergänzt werden die vermuteten 8K-QLED-TVs von Samsung durch eine Q800T Soundbar.

VR-Handschuhe von «Teslasuit» lassen Nutzer die virtuelle Realität fühlen

Teslasuit Glove VR Virtual Reality Handschuhe

Noch hat die virtuelle Realität, kurz VR, noch nicht den Durchbruch zum Mainstream-Produkt nicht geschafft. Zwar steht die Technologie dank immer erschwinglicherer Brillen und öffentlichen «Virtual Gaming-Arenen» einer breiten Nutzerschaft zur Verfügung. Doch noch immer scheint die immersive virtuelle Welt, in die Nutzer im Hollywood-Film «Ready Player One» abtauchen, technologisch weit weg.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass VR bislang vor allem ein optisches Vergnügen war, der haptische – also fassbare – Aspekt noch zu kurz kam. Doch das zu verbessern hat sich das britische Unternehmen «Teslasuit» zur Aufgabe gemacht. Die Firma plant nämlich an der CES in Las Vegas im Januar seinen «Teslasuit Glove» zu lancieren – einen Handschuh, mit dem sich die virtuelle Realität ertasten lässt.

Möglich machen dies eine Handvoll Sensoren, die Puls und andere Bio-Funktionen des Nutzers messen. Mit einer Kombination von Technologien erzeugt es dann das Gefühl von Widerstand und Vibrationen und simuliert auch verschiedene Texturen auf den Fingerkuppen.

Teslasuit Glove Features
Die verschiedenen Sensoren und Features der «Gloves».
Bild: Teslasuit

Den Fokus hat Teslasuit mit seinen Gloves allerdings vorerst nicht auf Gaming-Applikationen: Der Preis ist auf rund 5'000 US-Dollar angesetzt, sobald sie im Sommer 2020 erscheinen sollen. Erste Einsatzgebiete wären demnach in der Forschung und der Medizin, sowie professionellen Trainings, wie das Unternehmen verlauten lässt.

Ausprobieren an der CES lässt sich der Handschuh offenbar noch nicht, stattdessen soll der «Teslasuit», also ein Ganzkörper-Anzug der gleichen Firma, zum Testen bereitstehen. Der Anzug basiert auf der selben Technologie und ist offenbar bereits weiter fortgeschritten als die Gloves.

Animoji-Ärger auf dem iPhone: So kannst du die Einhörner von der Tastatur entfernen

iPhone Einhörner von Tastatur entfernen

Viele Nutzer dürften dieses Jahr über die Feiertage ein neues iPhone geschenkt erhalten haben – oder haben sich endlich die Zeit genommen, ihr Apple-Smartphone aufs aktuelle iOS 13 zu aktualisieren. Doch für viele «Upgrader» folgte gleich eine unangenehme Überraschung: Dort, wo auf der Tastatur früher noch die bekannten Emojis aufgelistet waren, lachten einem jetzt schrille Einhörner entgegen.

«Glittery Unicorns» stossen auf wenig Gegenliebe

Bei uns zu Hause tönte das am Familientisch dann so: «Iiiik, wo kommen jetzt die blöden Einhörner her? Kann ich die wieder wegmachen?» Und: «Ja, ich reg mich schon so lange darüber auf.».

Und offenbar ist diese Abneigung kein Einzelfall: Auf Reddit wie auch im offiziellen Apple-Support-Forum suchen Nutzer händeringend nach Methoden, um die Fabelwesen wieder ins Reich der Märchen zu schicken.

apple iphone animoji
Animojis sind nicht dein Humor? Dann schieb‘ den Apple-Stickern einen Riegel vor. Wir erklären, wie du sie ins Reich der Fabelwesen zurückverbannst.

So geht's: Einhörner verbannen

Deshalb an dieser Stelle der «Techgarage»-Guide, um dem Glitter-Spuk auf dem iPhone ein Ende zu bereiten und wieder die bekannte «Emoji-only»-Tastatur zu bekommen:

Als erstes musst du dein iPhone oder deinen iPod per Update auf die aktuelle Version von iOS – iOS 13.3 – bringen. Während die Einhörner mit iOS 13 erschienen sind, wurde von apple erst mit iOS 13.3 eine Option für deren Verbannung nachgeliefert.

Und nun lassen sich die Einhorn-Sticker ganz einfach ausschalten: Dazu bei den «Einstellungen» zuerst zu «Allgemein», dann «Tastatur» und dort zuunterst beim Menüpunkt «Memoji-Sticker» den Schieber deaktivieren.
Also: Einstellungen > Allgemein > Tastatur > Memoji-Sticker.

Damit hast du den Einhörnern auf deinem iPhone einen Riegel vorgeschoben und musst deine Emotionen im Chat künftig mit schlichten Emojis kundtun. Und davon gibt's ja nun auch ein paar neue.

Cybertruck «Keine Chance auf EU-Zulassung»: TÜV bremst Tesla-Fans aus

Cybertruck Tesla Back

Als Tesla-CEO Elon Musk kürzlich der Welt seinen neuen «Cybertruck» vorstellte, ging ein Raunen durchs Internet. Über das unkonventionelle, kantige Design des Elektro-Pickups wurden Analysen geschrieben, Witze gemacht und haufenweise Memes entworfen.

Cybertruck kann aktuell in der EU nicht zugelassen werden

Über 250'000 Tesla-Fans weltweit haben sich seither in die Reservations-Bücher eintragen lassen und somit ihr Interesse an einem möglichen Kauf bekundet. Nun scheint der Traum des elektrischen PS-Monsters zumindest für Fans in der EU aufgeschoben. Denn laut eines TÜV-Experten dürfte der Cybertruck in seiner jetzigen Form in der EU gar nicht zugelassen werden.

Tesla Cybertruck Interior
Sicherheit der Insassen nicht gewährleistet? Der deutsche TÜV erteilt dem Tesla Cybertruck eine vorläufige Abfuhr.

Grund sei, dass die Sicherheit der Insassen nicht gewährleistet sei, wie Stefan Teller, Experte der SGS-TÜV Saar gegenüber der «Automobilwoche» erklärt. Denn das sogenannte «hochsteife Blech», aus dem der Wagen gebaut sei, würde in Deutschland und der EU ein Sicherheitsrisiko darstellen.

USA «yay», EU «nay»: Unterschiede in der Zulassung

Die Zulassung von Autos in Europa und den USA unterscheidet sich grundlegend, wie «N-TV.de» zusammenfasst. In Deutschland durchlaufen Fahrzeuge ein Typengenehmigungsverfahren, an dem Hersteller und Behörden beteiligt sind – und unabhängige technische Dienste wie der TÜV. Dabei werden neue Modelle in über 50 Punkten auf ihre Sicherheit geprüft. In den USA hingegen reiche es, wenn die Autohersteller die Strassentauglichkeit ihrer Autos selbst bescheinigen.

«Enorme Kräfte wirken auf die Insassen»

Elon Musk hatte bei der Präsentation stolz seinen Chefdesigner Franz von Holzhausen mit einem Vorschlaghammer auf die Wagentür einhauen lassen, ohne dass sich dabei das Blech verformt habe – und genau hier liege das Problem: «Da verformt sich bei einem Aufprall nichts mehr, stattdessen wirken enorme Kräfte auf die Insassen», so der Experte weiter. «Da helfen dann auch Airbags nicht mehr.»

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Zu steif, um sicher zu sein: Die extra gehärtete Karosserie des Tesla Cybertruck stellt für Insassen und Fussgänger eine Gefahr dar.

In der EU haben passive Sicherheit und Fussgängerschutz eine grosse Bedeutung. Die Karosserie muss deshalb so konzipiert sein, dass sie sich bei einem Unfall gezielt verformt und die Energie des Aufpralls aufnimmt, um Verletzungen zu minimieren. «Die Fahrzeugfront darf nicht beliebig steif sein», so Teller.

Teslas Cybertruck hätte deshalb laut des TÜV-Experten aktuell keine Chance auf eine Zulassung in Deutschland und Europa. Vor einer Lancierung in Europa würden damit starke Modifikationen in der Grundstruktur notwendig. «Das ist noch eine grosse Aufgabe für Herrn Musk».

Brille auf, Alltag aus: Virtual Reality-Games in der «VR City» in Zürich – ein Erlebnisbericht

VR City Zürich Experience Main

Mist. Ich stecke fest. Soeben ist die Brücke vor mir krachend in den Fluss gestürzt und neben mir blockieren ein paar schattenhafte Gestalten den Weg zum rettenden Tempel. Dabei spüre ich das drohende Erdbeben mit jeder Faser meines Körpers. Was nun? «Yo Chris» rufe ich zu einem der Schatten, «spring mal weiter!» Die Schattengestalt dreht sich um, nickt langsam und macht einen Satz nach vorne auf die nächste Säule.

Wir befinden uns etwa hundert Meter über einem reissenden Fluss, schwebend auf den Ruinen einer Azteken-Stadt. Zumindest glauben wir das. Unser Spielleiter hatte uns noch eingeschärft: «Egal, was passiert: Ihr steht noch immer auf einem weichen Teppichboden in Zürich. Vergesst das nicht.» Aber das nass-kalt regnerische Zürich wirkt sehr weit weg an diesem Abend, wo meine Kollegen und ich unsere «Virtual Reality»(VR)-Brillen aufsetzen und in die Welt der VR-Games eintauchen. Mutig mache ich den rettenden Sprung über den Abgrund, über drei Säulen balancierend hinein in den Tempel. Geschafft. Das Score-Board leuchtet auf und wir streifen unsere Brillen ab. «Noch eine Runde?»

VR City Zürich Experience Halle TechGarage
Die VR City ist grosszügig ausgelegt und bietet Spielern und Zuschauern viel Platz.

Klar – jederzeit gerne! Ich habe mich heute Abend mit ein paar Freunden für einen Game-Abend in der neu eröffneten «VR City» an der Baslerstrasse in Zürich-Altstetten angemeldet. Wobei Game-Abend ja nach Mario Kart, Tiefkühl-Pizza und öligen Controllern tönt. Das ist es nicht: Die «VR City» ist ein hochmoderner, grosszügig ausgebauter Event-Raum mitten im Industriegebiet. Unterteilt ist die VR City in zwei grosse Spielflächen, gleich daneben eine weitere, etwas kleinere Arena mit weiteren Games sowie einen einladenden Bar-Bereich, wo zu Loungemusik Cocktails und Snacks serviert werden.

VR-Gaming: Hardware und Ausrüstung

Ganz anders, als noch aus «Nintendo 64»-Zeiten bekannt, ist das «Co-Op»-Spielen, also das Gamen gemeinsam mit Kollegen. In der «VR City» streift man sich für das immersive Game-Erlebnis eine Brille des Typs «HTC Vive Pro» über – eine der leistungsfähigsten momentan auf dem Markt. Auf die Bildschirme in der Brille wird dann das Game-Geschehen projiziert. Um die Grafikpracht anzutreiben, benötigt es einen starken Computer, dieser wird in der Form eines Rucksacks von jedem Spieler selber getragen. Das Backpack mit austauschbarem Akku wird von Computerhersteller HP produziert, die verbaute Grafikkarte ist eine leistungsfähige Nvidia GeForce RTX 2080.

Seinen VR-Computer trägt jeder Spieler selber als High-Tech-Rucksack mit sich rum.

Darüber hinaus wird jeder Spieler mit Sensoren ausgestattet, die sich an den Handrücken und Fussknöcheln befestigen lassen. Dank dieser Sensoren erkennen die 28 Kameras, die rund um das Spielfeld platziert sind, jederzeit den Standort und die Bewegungen der bis zu zehn Spieler, die gleichzeitig ins Game eintauchen. Dies ermöglicht eine realistische Wiedergabe der Standorte und Bewegungen der Spieler im Game.

VR City Zürich Experience Sensoren TechGarage
Dank der Sensoren, die jeder Spieler an Händen, Füssen und am Kopf trägt, weiss die Simulation jederzeit, wo sich jemand befindet und wie sich der Spieler bewegt.

Die Game-Auswahl: Vom Action-Shooter bis hin zu Party-Spielen

Die Auswahl an Games, aus denen man für die beiden Haupt-Arenen auswählen kann, wird laufend ausgebaut. Auf diesen beiden grossen Spielflächen werden sogenannte «Ganzkörper VR Games» gespielt: Wie erwähnt mit VR-Brille und Bewegungssensoren an den Extremitäten. Die Spielfläche jeder Arena beträgt 10 mal 10 Meter, bei Bedarf können die beiden Arenen auch zusammengelegt werden. Und auch wenn 100 m2 nicht nach viel tönt: Durch ein cleveres Level-Design erscheint die Spielfläche grösser, als sie tatsächlich ist.

Wir beginnen unsere VR-Erfahrung mit dem Action-Shooter «Blackout», bei dem sich unser Fünfer-Team als «Squad» gemeinsam schleichend und ballernd durch die Levels kämpft. Als «Controller» erhalten wir Waffen-Replikas, die sich – ähnlich Softair-Guns – sehr realistisch anfühlen und sogar einen Rückstoss beim Feuern simuieren. Einziger Wermutstropfen: Das Zielen über Kimme und Korn wird durch die klobige VR-Brille sehr schwierig, besser zielt man mit dem «Red Dot»-Laser. Das Bücken, Schleichen, Ducken und Vorwärtskommen im Spiel ist definitiv mit körperlicher Anstrengung verbunden.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Team TechGarage
Als Fünfer-«Squad» tauchen wir ein in die Welt des Action-Shooters «Blackout».

Übelkeit stellt sich allerdings bei niemandem in der Truppe ein, da die Bewegungssimulation durch die Brille verzögerungsfrei wiedergegeben wird. Trotzdem kommen wir während der gut zehnminütigen Gaming-Session etwas ins Schwitzen. Die Grafik ist in Ordnung, jedoch nicht auf dem aktuellen Stand der UHD-Games eines Gaming-PCs. Dies hängt mit der Auflösung der Brillen zusammen. Vergleichbar ist das grafische Erlebnis wohl am ehesten mit einem klassischen «Arcade Shooter»-Automaten.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Scoreboard TechGarage
Ein «Scroreboard» zeigt an, wer im Game wie gut abgeschnitten hat. Dahinter die Bar, wo nach dem Spielen ein kühler Drink die heissen Köpfe erfrischt.

Nach unserem ersten VR-Game sind wir auf den Geschmack gekommen: Das Erlebnis saugt einen wortwörtlich ins Spiel und man taucht ein in ein anderes Universum. Umso mehr im nächsten Spiel, das sich «Polyfun» nennt. Hier tauschen wir die Gewehre gegen gewaltlose Puzzle-Spiele ein. Die Grafik ist bunt, die Dschungel-Umgebung der Aztekenwelt teleportiert uns in wärmere Gefilde. Wir hüpfen über Säulen, weichen fliegenden Früchten aus und lösen gemeinsam Puzzles. Auch hier: Glücklicher, sorgloser Multiplayer-Spass. Die Grafik weckt Erinnerungen an Games wie «Banjo-Kazooie» oder «Yooka-Laylee». Als «Getaway» für einen Freitagabend mit Freunden definitiv ein Ort zum länger verweilen. Auf dem YouTube-Channel von «VR City» gibt's übrigens Trailer der verschiedenen Games:

«Teilkörper-VR» für den schnellen Spielspass

Technisch etwas weniger aufwändig, aber nicht weniger herausfordernd und unterhaltsam sind die «Teilkörper VR»-Games im vorderen Teil der «VR City»: Hier werden Hände und Kopf des Spielers getrackt, und über die speziellen Controller lässt sich mit der Umgebung interagieren. Gemeinsam mit zwei Kollegen probiere ich den Wildwest-Shooter «RevolVR Part 2» aus und kriege mich vor Lachen kaum mehr ein: Die digitalen Revolverduelle gegen Freunde könnte ich den ganzen Abend spielen.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Kleine Arena TechGarage
Für die «Teilkörper VR»-Games ist eine umfassende Spielebibliothek vorhanden.

Leider reicht unsere gebuchte Zeit nicht ganz aus, um alle Titel durchzuspielen. Für dieses unbeschwerte VR-Erlebnis komme ich aber gerne zurück, denn die Spielebibliothek ist ziemlich umfasssend. Es ist bereits spät am Abend und ich möchte noch ein letztes Highlight ausprobieren: Die Bar.

An der Bar mit einem kühlen Drink die heissen Köpfe kühlen

Wer nicht den ganzen Abend mit einer Brille auf dem Kopf VR-Games spielen mag, kann sich an der gut sortierten Bar andersweitig vergnügen und die Spiele mit den Freunden nochmal Revue passieren lassen. Hier treffe ich auch Michael Köchler, den CEO von VR City. Er hat das Potenzial der VR-Arena früh erkannt und nun mit Unterstützung eines Game-Entwicklerstudios aus Moskau in die Schweiz gebracht. Ich will von ihm wissen, ob seine VR City nur ein Konzept ist oder hier ist, um zu bleiben.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Bar TechGarage
Die Drinks an der Bar der «VR City» sind so solid wie das Game-Erlebnis.

«Ganz klar», sagt Köchler, sei VR-Gaming ein Trend, der im Ausland schon viel verbreiteter sei als in der Schweiz. Er sehe aber das Potenzial dieser Kooperations-Spiele auch als «Team-Building»-Massnahme, also in Form eines Firmenevents. Schliesslich schaffe man mit den Games ein gemeinsames Erfolgserlebnis. Und trotz der für Spieler erschwinglichen Preise, die bei 45.- pro Session beginnen, sei das VR-Erlebnis auch im teuren Zürich langfristig ausgelegt. «Es ist ein lukratives Feld», stellt der Wirtschafts-Profi und langjährige Unternehmer mit einem Lächeln fest.

Ich bestelle einen Negroni, der meisterhaft gemixt wird, danach geht's wieder raus in die kalte Winternacht. Etwas wehmütig denke ich zurück an den «High Noon» im Wildwest-Shooter und die zerfallende Aztekenstadt in Polyfun mit ihren wippenden Palmen und dem gleissenden Sonnenlicht. Dabei fällt mir ein Zitat ein, das Goethe vor zweihundert Jahren seinem Charakter Faust in den Mund legte, und nun auch perfekt zur immersiven und sich rasant entwickelnden «Virtual-Reality»-Erfahrung passt:

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!

Mobil-Experte: «Eine langsame Webseite belastet die Nutzer gleich wie ein Horrorfilm»

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Jeden Tag gehen weltweit mehr als fünf Milliarden Menschen mit ihren mobilen Geräten online. Das heisst, dass diese Nutzer über einen mobilen Browser auf ihrem Mobiltelefon oder Tablet eine Website aufrufen – und die Tendenz ist steigend. Auch in der Schweiz ist der mobile Datenverkehr jetzt schon grösser als der Datenverkehr über Desktop-Computer.

«Online zu gehen» heisst also nicht mehr länger, sich hinter sein Pult zu klemmen und sich mit Maus und Tastatur durch den Cyberspace (schönes Wort aus der auslaufenden Dekade) zu klicken. Stattdessen zücken Nutzer immer öfter das Mobiltelefon, wenn sie im Internet etwas nachschlagen oder einkaufen wollen.

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In Westeuropa werden bereits 40% der Online-Umsätze über Mobilgeräte erzielt. In Märkten wie China ist diese Zahl sogar noch bedeutend höher. «Mobile» gehört die Zukunft.
Grafik: Google

Diese Verschiebung ist besonders auch für Unternehmen relevant. Denn Nutzer sind oft auch potenzielle Kunden und Konsumenten. Und aus dem führenden Mobil-Markt China wissen wir, dass das Potenzial für Online-Shopping per Mobilgerät gigantisch ist. Das bringt uns weiter zur Frage: «Wie gut sind schweizer Unternehmen im Web unterwegs?»

Analyse der schweizer Online-Landschaft durch drei Web-Grössen

Und wer könnte uns diese Frage besser beantworten als das Unternehmen, das praktisch alles analysiert, was gerade im Internet passiert: Google. Der Internet-Konzern mit starker Basis in der Schweiz hat Anfang Dezember mit dem «Google Mobile Morning» einen Brunch für Medien einberufen und sich dazu die Unterstützung von zwei weiteren Online-Grössen geholt: «Digitec Galaxus» als grösster Online-Shop der Schweiz sowie «Bain & Company» als strategisches Beratungsunternehmen mit einer starken Digital-Ausrichtung.

Zum Auftakt der Veranstaltung gibt Gregor Doser, Manager mit walliser Wurzeln bei Google, einen kurzen Überblick über den Stand des «Online Shoppings» in der Schweiz: Wonach suchen die Nutzer? Und wie verhalten sie sich spezifisch, wenn sie auf ihren Mobilgeräten surfen?

Was lief da an «Black Friday» 2019?

Nun haben wir ja gerade den «Singles Day» (11.11) und «Black Friday» hinter uns: Bestimmt lässt sich einiges über das Surf- und Suchverhalten der unzähligen Käufer aussagen, wenn man auf so viele Datenpunkte zurückgreifen kann, wie Google sie für Analysen – wie Google Trends – zur Verfügung hat.

In der Tat sei das Suchvolumen nach «Black Friday» im Vergleich zum Vorjahr um 33% angestiegen, so Gregor Doser. 43% dieses Traffics sei von Mobilgeräten gekommen. Interessant sei, dass auch die Schaltung von Werbung durch Online-Shops dieses Jahr früher begonnen habe: Der «Countdown» zum Black Friday beginne bereits 10 Tage bis eine Woche vor dem tatsächlichen Ausverkaufs-Tag. Ebenfalls sei das Suchvolumen am Tag zuvor besonders angestiegen: Die Konsumenten würden sich also im Vorfeld schon informieren, wo es am «Tag X» die besten Schnäppchen gebe. Die Kunden schätzten übrigens am Online-Shopping besonders die «24/7»-Verfügbarkeit, die Heimlieferung, die grössere Transparenz bei Vergleichen sowie die Zeitersparnis gegenüber dem Shoppen in Ladengeschäften.

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Auch die schweizer Nutzer setzen vermehrt auf Mobil-Geräte, um im Internet zu suchen und einzukaufen.
Grafik: Google

Und während im Jahre 2010 rund 10% des Google-Suchverkehrs von Mobilgeräten stammte, sind es nun 2019 bereits über 60%. Was diese Nutzer am meisten stört, wenn sie mobil im Internet unterwegs sind, sei eine lange Ladezeit, so Doser: Für fast die Hälfte der befragten Mobilnutzer war das der grösste «Pain Point» bei ihrem Online-Erlebnis.

Nutzer fangen nach 3 Sekunden an, abzuspringen

Und genau hier, beim Nutzer-Erlebnis auf «Mobile», kommt Dr. Sebastian Walter ins Spiel. Er ist Leiter der «Digital Innovation»-Abteilung bei Bain & Company und hat mit seinem Team gemeinsam mit den Google-Experten für die Studie «Your Customers put Mobile first. Do you?» analysiert, wie führende schweizer Unternehmen mit ihrer Online-Präsenz aufgestellt sind. Eine relevante Frage, wenn man berücksichtigt, dass hierzulande bereits knapp 60% des gesamten Internet-Verkehrs über Mobilgeräte stattfindet.

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Dr. Sebastian Walter hat untersucht, wie Schweizer Unternehmen im mobilen Web aufgestellt sind. Das Fazit: Da ist noch Luft nach oben.

Lassen schweizer Unternehmen wortwörtlich «Geld auf der Strasse liegen», indem sie den Mobil-Markt vernachlässigen? Dazu hat das Team um Sebastian Walter die 100 hierzulande meistbesuchten Websites aus zehn Industriezweigen untersucht.

Bei einer «Online Experience» gebe es einige Richtwerte, erklärt der Digital-Berater. Drei Sekunden sei in etwa die Zeit, die Nutzer auf Mobil-Geräten warten mögen, bis eine Seite geladen sei. Danach verliere die Webseite für jede zusätzliche Sekunde Ladezeit rund 12 Prozent seiner Nutzer, die entweder abspringen oder zur Konkurrenz weiterklicken.

Die meisten schweizer Websites laden zu langsam

Jedoch erreichten nur knapp 10 Prozent der getesteten Online-Präsenzen einen Lade-Wert von 3 Sekunden oder besser. Über die Hälfte der getesteten Seiten luden in 4 oder mehr Sekunden, 30 Prozent brauchten sogar länger als 5 Sekunden bis zum «First Meaningful Paint», einem Richtwert, ab wann die relevanten Teile einer Seite geladen sind, damit ein Nutzer mit ihr interagieren kann.

Nutzer verlangen kurze Wege und «Cross-Platform»-Erfahrung

Eine weitere Hemmschwelle für Nutzer von Mobilgeräten sei es, mit zu vielen Hürden konfrontiert zu werden, um ihr Ziel zu erreichen. Müssten zu viele Masken ausgefüllt oder zu viele Klicks gemacht werden, würden über zwei Drittel (68%) der Kunden den Kaufvorgang abbrechen und grösstenteils nicht mehr zurückkehren, 40% würden gar zur Konkurrenz wechseln.

Kunden wünschen sich laut Studie besonders eine «Cross-Platform»-Experience. Das heisst: Sie möchten beispielsweise unterwegs nach einem Produkt suchen, dieses in einen Einkaufskorb legen und zu Hause am Desktop-Computer dann nahtlos weitermachen und den Kauf abschliessen.

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Nach drei Sekunden fangen die Kunden an, abzuspringen. Deshalb ist es wichtig, dass mobile Websites vor allem schnell laden.
Grafik: Google

Digital-Experte Dr. Walter schliesst mit der Erkenntnis, dass Unternehmen sich zwar immer mehr Bewusst seien, wie wichtig eine gute Mobile-Erfahrung sei. Oft würde jedoch eine schlanke und schnelle Webseite für Mobilgeräte konzipiert, dann aber über die Zeit durch weitere Funktionen und Komponenten kontinuierlich wieder ausgebremst und für die Nutzer verwirrender gemacht. Das sei besonders dann der Fall, wenn verschiedene Teams innerhalb eines Unternehmens Features, Content und Design-Elemente der Webseite hinzufügen möchten. «Mobile» müsse deshalb Teil einer umfassenden Digital-Strategie in einem Unternehmen sein und sei eine konstante Weiterentwicklung.

Grösster Online-Shop der Schweiz: Was macht Digitec auf «Mobile»?

Digitec Galaxus, das schweizer Vorzeige-Unternehmen für E-Commerce, sandte mit Tobias Quelle-Korting gleich den Entwicklungs-Leiter seiner Webshops an den Media-Brunch. Auch er bestätigte im Praxisbezug, was seine Vorredner angedeutet hatten: Mobile wird immer wichtiger – Digitec Galaxus verzeichne bereits jetzt schon mehr Mobile- als Desktop-Traffic. Wenn ein Grossteil des Traffics von Mobilgeräten käme, müssten sie als Online-Shop also dort «liefern» – will heissen, «Mobile First» denken.

Und der Digitec-Manager doppelt gleich nach: Der «Black Friday» 2019 sei der erfolgreichste Tag in der Unternehmensgeschichte von Digitec gewesen. Der Umsatz an diesem Black Friday sei im Vergleich zum Vorjahr auf Desktop-Geräten um 50% gewachsen, während auf Mobilgeräten gar ein Umsatzwachstum von 100% verzeichnet wurde.

«Eine langsame Webseite ist für Nutzer gleich belastend wie ein Horrorfilm»

«Digitec»-Chefentwickler Tobias Quelle-Korting

Für Gelächter sorgt dann die folgende Aussage von Quelle-Korting: «Eine langsam ladende Webseite ist kognitiv gleich belastend wie ein Horrorfilm». Soll heissen: Menschen leiden, wenn eine Mobil-Webseite langsam lädt. Um die eigenen Web-Auftritte für Mobile zu optimieren, führt Digitec Galaxus unter seinen Entwickler-Teams interne Wettbewerbe unter dem Namen «Need for Speed» durch: Wer schafft es, die Webseite schneller zu machen?

Google Mobile Morning Digitec Mobile Site
Den schweizer Branchenprimus Digitec Galaxus besucht bereits ein Grossteil der Besucher von Mobilgeräten aus. Deshalb ist es für das Unternehmen wichtig, «Mobile First» zu denken.

Der Fokus liege dabei darauf, sich als Anbieter zu fragen: «Welche Absicht verfolgt mein Kunde auf meiner Webseite?» und die Gestaltung nach diesen Gesichtspunkten vorzunehmen. Die Kunst liege dabei besonders darin, Komponenten gezielt wegzulassen und so die Komplexität einer Mobil-Webseite zu reduzieren.

«Go Mobile»: Drei Tipps der Profis für Unternehmen

Für Unternehmen, die sich online und besonders mobil optimal präsentieren möchten, haben die Profis an diesem Vormittag denn auch folgende drei Ratschläge:

Kundenorientiertes Design: Die Kundenreise müsse sich am tatsächlichen Nutzerbedürfnis orientieren. Eine Website sollte ebenso einfach wie zielführend gestaltet sein und trotzdem eingehend informieren. Bei Websites, die für mobile Endgeräte gedacht seien, sei Einfachheit aufgrund der kleineren Bildschirmfläche nochmal ein Stück entscheidender.

Aktuelles technologisches Design: Schnelle Ladezeiten und reibungslose Übergänge seien auch das Ergebnis guter Technik. Unpassende Bildgrössen sollten vermieden und unnötiger Code gekürzt werden. Kundenorientierte Load-Optimierungen beschleunigen das Laden von relevantem Content.

Regelmässige Messung der Performance: Eine Ursache für die oft unzureichende Leistungsfähigkeit mobiler Websites sei, dass wesentliche Kennzahlen nicht gemessen werden. Grundelemente wie die Kundenzufriedenheit, die Bounce-Rate oder der Anteil der Kaufabschlüsse sollten spezifisch auch für den mobilen Kanal ermittelt werden.

Tesla Model 3 ist «Schweizer Auto des Jahres» und räumt in fast allen Kategorien ab

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Tesla hat an der Wahl des «Schweizer Autos des Jahres» 2019 abgeräumt: Mit dem «Model 3» hat sich der Elektroauto-Hersteller aus Kalifornien den Hauptpreis in drei von vier Kategorien gesichert.

Der Preis, der jedes Jahr von der Ringier-Mediengruppe vergeben wird, umfasst vier Kategorien, bei denen der Sieger sowohl von einer Profi- wie auch von einer Publikums-Jury bestimmt wird.

Die vier Auszeichnungen wurden wie folgt vergeben:

  • Grünstes Auto der Schweiz 2020: Tesla Model 3
  • Stylischstes Auto der Schweiz 2020: Bentley Continental GT Cabrio
  • Lieblingsauto der Schweizer 2020: Tesla Model 3
  • Schweizer Auto des Jahres 2020: Tesla Model 3
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Zeigte der Automobil-Konkurrenz diesmal das Heck: Das Tesla Model 3.

Preise für unterschiedliche «Model 3»-Konfigurationen

Die Auszeichnung «Auto des Jahres» ging dabei an das Model 3 in der Ausührung «Maximale Reichweite» – das heisst, das Modell ab 54'990 Franken mit Allradantrieb, Dual-Motor und 560 Kilometern Reichweite gemäss WLTP-Zyklus. Also die Variante, die «Techgarage» letzten Winter in Finnland auf gefrorenem Meer getestet hatte. Damit ist es nach dem Jaguar I-Pace bereits das zweite rein elektrische Auto in Folge, das den Preis gewinnt.

Die Bewertung wurde in dieser Kategorie von einer 13-köpfigen Jury aus Automobil-Journalisten und Ex-Rennfahrern vorgenommen. Sie bewerteten alle angemeldeten Automodelle mit Punkten, die Top 10 kamen dann in eine finale Aussscheidung, die unter anderem auch Fahrten auf dem TCS-Testgelände «Betzholz» beinhalteten. Weitere Kritikpunkte waren Ökonomie des Autos (das heisst: Preis und Wert), Ökologie und «Connectivity» – also die Möglichkeit, das Auto zu vernetzen.

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Das Tesla Model 3 in der Allrad-Konfiguration gewinnt den Titel «Auto des Jahres 2020» in der Schweiz.

Den Award für den «Green Car of the Year» wurde ebenfalls von einer achtköpfigen Experten-Jury vergeben. Nach einem Fahr-Test auf einer definierten Strecke tat sich dabei das Model 3 in der «Standard-Reichweite Plus»-Konfiguration als Gewinner hervor. Dieses Modell mit Hinterrad-Antrieb ist in der Schweiz ab 44'990 Franken erhältlich und weist eine Reichweite von 409 Kilometern auf.

Der «People's Choice Award» oder «Lieblingsauto der Schweizer» ging an das Tesla Model 3 – ohne dabei eine bestimmte Konfiguration zu nennen. Das kalifornische Elektroauto sicherte sich dabei 7,8% der Publikumsstimmen, was bedeutet, dass aus der Liste mit 46 möglichen Kandidaten jede 12. Stimme auf das Tesla Model 3 entfiel.

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Das Schweizer Publikum konnte sich offenbar für den «günstigen Tesla» erwärmen und verlieh dem Model 3 den Publikumspreis «Lieblingsauto der Schweizer».

Nur in einer Kategorie musste Tesla der Konkurrenz den Vorrang geben: Bei «Stylishtes Auto der Schweiz» gewann der Bentley Continental GT Cabrio vor dem Porsche Cayenne Turbo Coupé.

Die gesamte Rangliste mit den jeweiligen Plätzen 1-3 gibt's auf der offiziellen Webseite von «Schweizer Auto des Jahres».

Die Preise für Tesla abholen durfte übrigens der neue Europa-Chef von Tesla, Sascha Zahnd. Der gebürtige Schweizer, der für die Preisverleihung von der Tesla-Europazentrale in Amsterdam angereist war, kommentierte den Dreifach-Coup laut Blick erfreut, aber ziemlich nüchtern mit: «Mein Kommen hat sich gelohnt.»

Das Tesla Model 3 mit dem «Auto des Jahres»-Preis. Sowohl Auto als auch die Trophäe können momentan im Tesla-Store an der Pelikanstrasse in Zürich begutachtet werden.
Bild: Zvg.

Tesla-Club Schweiz feiert den Porsche Taycan – wie bitte?

Tesla Club Treffen 2019 Taycan Detail

Die Flotte an Tesla-Fahrzeugen auf der Strasse wächst – nicht nur in der Schweiz, auch weltweit wächst die Elektroauto-Marke rasant, und dies nicht zuletzt dank des Bestsellers «Model 3». Das wird jeweils auch an den Veranstaltungen ersichtlich, bei denen sich alles um Elektromobilität dreht.

Jedes Jahr hält beispielsweise der «Schweizer Tesla Owner’s Club» (STOC) einen Winter-Event ab. Und jedes Jahr wächst nicht nur das Publikum, auch die ausgestellten Elektrofahrzeuge bilden einen immer umfassenderen Fuhrpark.

Tesla Club Schweiz Treffen 2019
Wenn der Schweizer Tesla Owners Club (STOC) ruft, folgen die Elektroauto-Fans. Dieses Jahr gab es beim Winter-Event besonders viele neue E-Auto-Modelle zu sehen.

Dieses Jahr erwartete die Besucher ein besonderer E-Leckerbissen: Der diesen September vorgestellte Porsche Taycan. Doch nicht nur Porsche ist mit seinem rein elektrischen Auto vor Ort: Auch die neuesten E-Modelle von Audi (E-Tron), VW (e-Golf) und Mercedes (EQC) stellen sich hier stolz vor dem STOC-Clubhaus in Volketswil ZH in die Reihe. Blasphemie?

Tesla-Fans begrüssen den Taycan

Mitnichten, meint Stephan Schwarz, Geschäftsführer des STOC, und Organisator des Treffens: «Ich freue mich zu sehen, wie offen die Tesla-Gemeinde in der Schweiz den Porsche Taycan empfängt.» Von Futterneid eingefleischter Tesla-Fans also nichts zu spüren? «Doch», natürlich gebe es auch unter Tesla-Anhängern die Stimmen, die das Haar in der Suppe bei der Konkurrenz suchen, so Stephan Schwarz – wie beispielsweise der Verweis darauf, dass nur Tesla mit dem «Supercharger» ein eigenes, europaweites Schnellade-Netzwerk zur Verfügung steht.

STOC Tesla Meeting 2019
In der Schweiz überdurchschnittlich oft anzutreffen: Das erste Serienmodell von Tesla – der «Roadster» von 2008. Dazwischen in Gelb eine Corvette, die von der «Manufaktur Marton» aufwändig restauriert und dabei in ein Elektro-Auto umgewandelt wurde.
Bild: Marcel Fassbender

Auch STOC-Präsident Sven Kaiser, der den Event mit einer kurzen Rede lancierte, zeigte sich erfreut, dass auch andere Automarken nun seriöse Elektro-Modelle auf die Strasse bringen. Jedoch sei er überzeugt, dass der Vorsprung, den Tesla auf die Konkurrenz habe, noch immer gross sei. «Teslas sind nach wie vor die besten Elektroautos», stellt der Clubpräsident fest. Und gleichzeitig sei aber auch jedes zusätzliche E-Auto auf der Strasse – egal, welcher Marke – auch ein Schritt weg von der Abhängigkeit von Öl.

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Das ideale Zusammenspiel? Oben scheint die Sonne aufs Dach mit seinen installierten PV-Modulen, unten werden die Elektroautos mit dem produzierten Strom gespiesen. Das ist der «Tesla Destination Charger» in Volketswil ZH, zur Verfügung gestellt von den lokalen Architekten ABSS. Bild: Stephan Schwarz

Deutsche Autohersteller stellen ihre ersten E-Modelle

Ähnlich erfreut über den Zuwachs des weltweiten Elektroauto-Line-Ups zeigt sich Samuel Schneider, Leiter Elektromobilität beim Importeur AMAG. Dem Experten für E-Mobility ist es eigentlich zu verdanken, dass bei diesem Tesla-Event all die Elektro-Modelle deutscher Hersteller zu sehen sind. Über seine Kontakte hat Schneider den Porsche Taycan für diesen Event organisieren können, obwohl in der gesamten Schweiz bislang erst drei Exemplare auf der Strasse unterwegs sind. Es ist auch das erste Mal in der Schweiz, dass der Taycan an einem öffentlich zugänglichen Event zu sehen ist.

Tesla Club Treffen 2019 Porsche Taycan Top
Seltener Auftritt des Porsche Taycan in der Schweiz: Entsprechend gross ist das Interesse am E-Bolilden aus Stuttgart.

Keine Frage: An diesem Samstagnachmittag ist das Interesse am E-Porsche unter den anwesenden Tesla-Club-Mitgliedern riesig. Auch Schneider sieht das ähnlich entspannt: «Was wir nicht vergessen dürfen», führt er aus, «ist, dass diese Elektroautos aus Deutschland nur dank Tesla hier stehen.» Damit tönt er an, dass Audi, Porsche, VW oder Mercedes erst durch den Erfolg des Elektroauto-Pioniers aus Kalifornien motiviert wurden, eigene E-Modelle zu lancieren. Dass mit dem E-Tron, dem Taycan oder dem e-Golf nun alltagstaugliche, voll elektrische Autos von deutschen Marken hier stehen würden, sei für ihn als Elektroauto-Unterstützer nur als Erfolg zu werten. Und: «Vergessen Sie nicht die eigentliche Mission von Tesla: Den Umstieg auf eine nachhaltige Transportation zu beschleunigen.» Somit seien vollwertige Elektroautos der Konkurrenz auch im Sinne des Erfinders. Für Schneider ist der Taycan übrigens nicht der erste Elektro-Porsche: Mit seinem Startup-Unternehmen «Leiser Electric» baut er bestehende Porsche-Modelle zu vollwertigen Elektro-Modellen um.

Porsche Taycan: Erster Eindruck

Von der Präsentation des Porsche Taycan im September hatte ich bislang nur Bilder und Videos gesehen. Nun steht er also vor mir: Die Rennmaschine aus Zuffenhausen, der erste Elektro-Sportwagen, der sich mit dem Porsche-Logo zieren darf. Und ich muss zugeben: Ich bin beeindruckt. Die Linien des Chassis sind aggresiv und klar, das Auto als Porsche erkennbar, aber sehr modern. Besonders die hintere Hälfte erinnert an die eleganz britischer Sportwagen, während das Heck mit viel LED daherkommt. Ja, hübsch anzuschauen ist er, der E-Porsche. An dieser Stelle das Versprechen an die «Techgarage»-Leserschaft: Wir werden alles dafür geben, bald schon eine Probefahrt im Taycan machen zu können.

Tesla Club Treffen 2019 Porsche Taycan Interior
Das Interieur des Porsche Taycan wirkt hochwertig und modern. Die vielen Bildschirme lassen jedes Techie-Herz höher schlagen.

Das Interieur des Taycan ist geprägt von Bildschirmen und der Traum jedes Gadget-Geeks: Das Armaturenbrett voll digital, leicht gebogen, die zusätzlichen Screens im Cockpit grosszügig mit einer intuitiven Bedienung. Sogar der Beifahrer hat seinen eigenen Touchscreen, von wo aus er unter anderem die Musik einstellen kann. Überall hochwertige Materialien und erstklassige Verarbeitung, das Dach aus Glas für ein geräumiges Gefühl: Doch, hinter diesem Lenkrad könnte ich mich wohlfühlen. Die Preise für den Taycan beginnen ab 135'000 Franken und können bis 250'000 erreichen, je nach Ausstattung. Einziger Wermutstropfen: Testfahrten sind heute keine möglich.

Einzige Testfahrt des Tages: Organisiert von einem Startup

Kaum bin ich aus dem Taycan ausgestiegen, wird mir dafür von anderer Seite eine Testfahrt angeboten: «Wie wär's mit einer Runde im Mercedes EQC»? Da der Mercedes nicht über die AMAG organisiert werden konnte (aus Konkurrenz-Gründen), sind hier die beiden Jungunternehmer Robin Hoefler und Valentin Pirovano eingesprungen. Mit ihrem Unternehmen «Electric Now» möchten sie Marken-übergreifend Anbieter und Nutzer von Elektromobilität miteinander verbinden. Dazu gehört auch, einen Mercedes an ein Tesla-Treffen zu bringen. Eine gute Sache: Es ist an diesem Tag das einzige Modell, das ich selber fahren darf. Der EQC ist ein SUV, dessen 80-KWh-Batterie für eine Reichweite von rund 400 Kilometern sorgt. Trotz des Fahrzeuggewichts von rund 2,5 Tonnen fährt sich der EQC wendig und beschleunigt zügig. Erfrischend auch die hohe Brems-Rekuperation, die manuell eingestellt werden kann: Damit lässt sich das Auto praktisch mit einem Pedal fahren. Nur der Preis von rund 80'000 Franken aufwärts bremst meinen Enthusiasmus etwas – dafür gibt's auch einen Tesla Model X, der sich vielseitiger einsetzen lässt und auch technisch ausgereifter ist.

Tesla Club Treffen 2019 Mercedes EQC
Einzig mit dem Mercedes EQC (im Vordergrund) war eine Testfahrt möglich an diesem Tag. Die Ansage war aber klar: Die Deutschen rollen auch elektrisch an. Dahinter sind Audi E-Tron, VW e-Golf und Porsche Taycan ausgestellt.

Ich stelle fest: Seit dem letzten Tesla-Treff vor genau einem Jahr ist in der E-Auto-Branche in der Schweiz viel gelaufen. Endlich kann ich auch alltagstaugliche Elektroautos bestellen – und innert nützlicher Frist auch fahren – die nicht ein «T» auf der Haube haben. Und auch die eingefleischten Tesla-Fans scheinen die neue Auswahl zu goûtieren: Für sie, die «early adopters» der Elektromobilität, bedeutet jede zusätzliche Marke mit einem eigenen Elektroauto auch ein Schritt weiter in der Mainstream-Adoption von Elektro-Autos. Tesla-Fahrer zu sein, bedeutet auch heute noch ein stückweit Idealismus.

STOC Tesla Meeting 2019 Rudolph
Auch die Kleinsten fahren bereits elektrisch – und im Hintergrund kommt der «Samichlaus» in seinem roten Model X angerollt.
Bild: Marcel Fassbender

Tesla Cybertruck: Mit der Holzhammer-Methode zum Erfolg?

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Als Elon Musk am Abend des 21. November der Welt den neuesten Wurf von Tesla, den «Cybertruck», vorgestellt hatte, war die Verwirrung greifbar. Medien, Social Media-Kanäle und die Presse wussten nicht genau, was sie mit dem ultra-futuristischen und kantigen Design anfangen sollten. Zu «cyber», zu anders schien der elektrische Pick-Up – wie von einem anderen Stern.

Schon bald ging ein schadenfreudiges Gelächter durch das Internet, als sich gewiefte Nutzer mit Memes zum Cybertruck übertrafen. Dass die Präsentation des Cybertruck nicht ganz ohne Malheur über die Bühne ging, fachte das Feuer nur zusätzlich an. Ein paar Schläge mit dem Vorschlaghammer hier – zwei gesplitterte Scheiben da: Ein Präsentations-Desaster – oder ein (geplanter?) brillanter PR-Schachzug?

Cybertruck: 250'000 Vorbestellungen innert einer Woche

Lachen tut mittlerweile vor allem Tesla: Die Vorbestellungen für den Cybertruck liegen laut Musk – und einem Artikel von Bloomberg – nach knapp einer Woche bereits bei einer Viertelmillion. Korrekt: 250'000 potenzielle Käufer haben bereits Interesse am kantigen Geschöpf signalisiert und dafür eine (erstattbare) Anzahlung von 100.- US-Dollar getätigt. (Nein, die «Techgarage» gehört noch nicht dazu. Aber wer weiss…).

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Der Tesla Cybertruck in seiner ganzen Kantigkeit.

Wie viele der Reservationen dann tatsächlich auch in Käufe umgewandelt werden, steht allerdings noch offen. Auch beim «günstigen Tesla» Model 3 knackten die Vorbestellungen schon nach wenigen Tagen die 100'000er-Grenze. Und das Model 3 entwickelte sich ja bekanntlich zum weltweiten Verkaufsschlager. Der Cybertruck dürfte nun nochmal ein ganz anderes Kundensegment ansprechen.

Grosse Marken amüsieren sich mit

Doch nicht nur Tesla hat an diesem Flächenbrand beigetragen: Auch andere weltweit bekannte Marken machen munter mit und amüsieren sich köstlich über das erfrischend anders aussehende Auto.

LEGO, der Plastik-Klötzchen-Hersteller aus Dänemark, hat seine eigene Variante eines «unzerstörbaren» Gefährts aus der Taufe gehoben:

Getränkehersteller Pepsi hingegen unterzieht sein Produkt dem ominösen «Wurf-Test», unter dem Titel «Demo Day»

Das Internet feiert den Tesla Cybertruck

Doch nicht nur offizielle Marken-Accounts reagieren auf das kantigsten Elektroauto bislang, auch Unterhaltungs-Portale wie «9Gag» kannten tagelang nichts anderes als Cybertruck– und «Baby Yoda»-Memes. Hier eine Kostprobe, welche die gestalterischen Fähigkeiten des Auto-Designers auf die Schippe nimmt:

Normalerweise zeigt sich ja der erfahrene Designer Franz von Holzhausen für die Tesla-Designs verantwortlich. Beim Cybertruck dürfte aber definitiv Elon die Finger etwas mehr im Spiel gehabt haben als üblich. So oder so: Das Design polarisiert – und das sorgt für Aufsehen. Über das Aussehen des Tesla Cybertruck haben sich auch Menschen ausgelassen, die sonst nie über Autos sprechen würden. Nur schon damit ist für Tesla ein Ziel erfüllt. Bestimmt ist mit den 250'000 Reservationen auch noch nicht die Grenze erreicht, denn der Cybertruck soll ja bekanntlich im Herbst 2020 auf die Strassen rollen.

Tesla enthüllt Elektro-Pickup «Cybertruck»: Kugelsicher und 0-100 in 2,9 Sek.

Tesla Cybertruck Promo

Nach monatelangem Hype und einigen Teasern durch CEO Elon Musk auf Twitter hat Tesla nun endlich sein 6. Fahrzeugmodell offiziell vorgestellt. Der «Cybertruck» genannte Pickup fährt voll elektrisch mit einer Reichweite von über 800 Kilometern pro Ladung, kann rund 6 Tonnen an Anhängerlast ziehen, beschleunigt in 2,9 Sekunden auf 100 Km/h und soll sogar kugelsicher sein – offenbar gilt das aber nicht für die Fenster.

Polarisierendes Design

Cybertruck sieht aus wie eine Mischung aus einem Lotus Esprit – dem Unterwasser-Auto von James Bond – und dem Flug-Auto aus «Blade Runner». Auffällig auf jeden Fall, und es besteht laut Musk offenbar auch kein Zweifel daran, dass dies das finale Design des Autos ist.

Tesla Cybertruck Side

Musk hatte bereits im Vorfeld gewarnt, das Design würde «polarisieren» und das Auto erinnere eher an einen «Sci-Fi»-Film als an aktuelle Modelle. Und der Tesla-Chef hat nicht übertrieben: Weg sind die sanften Rundungen und das aerodynamische Chassis der hochklassigen Tesla-Modelle Model S und Model X oder des Verkaufsschlagers Model 3. Stattdessen wartet der Cybertruck mit glatten, metallischen Flächen und harten Kanten auf. Auch die Scheinwerfer sind beinahe unsichtbar ins kantige Chassis eingelassen. Als Pickup verfügt der Cybertruck über eine Ladefläche von gut zwei Metern Länge, die sich mit einer Abdeckung verschliessen lässt.

Das Innere des Cybertrucks ist wiederum sehr schlicht gehalten – ähnlich minimalistisch wie beim Tesla Model 3. Und auch hier ist der Bildschirm horizontal verbaut und weist eine Diagonale von 17″ Zoll auf.

Tesla Cybertruck Interior

Sechs Personen sollen in der Kabine des Cybertruck Platz finden und dabei sicher vor äusseren Einflüsseng geschützt sein. Während der Live-Präsentation liess Elon Musk seinen Chef-Designer Franz von Holzhausen mit einem Vorschlaghammer antreten, um das Chassis des Trucks zu traktieren. Und während das Gehäuse sehr stabil schien und man dem Publikum zusicherte, das Auto sei «praktisch kugelsicher», zeigten die Scheiben aus sogenanntem «Tesla Armor Glass» einige Schwächen, als sie mit Eisenkugeln auf die Probe gestellt wurden.

Preise, Ausführungen und Marktstart des Tesla Cybertruck

Angeboten wird der Tesla Cybertruck in drei Varianten mit unterschiedlichen Preisen und Leistungsmerkmalen:

Tesla Cybertruck Specs

Die Einsteiger-Ausführung «Single Motor RWD» beginnt in den USA bei 39'900 US-Dollar und hat einen einzigen Motor und Hinterradantrieb. Diese Variante bietet rund 400 Kilometer Reichweite pro Akkuladung, vermag knapp 3,5 Tonnen an Last zu ziehen und beschleunigt in rund 6,5 Sekunden von 0-100 Km/h.

Die mittlere Variante «Dual Motor AWD» des Cybertruck beginnt bei 49'900 US-Dollar und hat dank «Dual Motor» einen Allradantrieb. Sie bietet rund 480 Kilometer Reichweite pro Akkuladung, vermag knapp 4,5 Tonnen an Last zu ziehen und beschleunigt in rund 4,5 Sekunden von 0-100 Km/h.

Die Top-Variante «Tri Motor AWD» des Cybertruck beginnt bei 69'900 US-Dollar und hat auch Allradantrieb, jedoch mit drei Elektromotoren – einen vorne, zwei hinten. Diese High-End-Variante bietet rund 800 Kilometer Reichweite pro Akkuladung, vermag knapp 6,3 Tonnen an Last zu ziehen und beschleunigt in rund 2,9 Sekunden von 0-100 Km/h.

Die beiden günstigeren Varianten sollen in den USA ab «Ende 2021» ausgeliefert werden, während die Top-End-Version gegen «Ende 2022» erscheinen soll. Wie immer ist bei diesen Zahlen wohl etwas Vorsicht geboten, da Elon zwar immer liefert, selten aber zum versprochenen Zeitpunkt. Davor möchte Tesla ja noch seine anderen Modelle, den Mini-SUV «Model Y», den sportlichen «Roadster» sowie den «Tesla Semi Truck» lancieren.

«One more thing»: Der Cyberquad

Als kleines Extra – sozusagen «One More Thing» – hat Tesla als Accessoire zum Cybertruck noch den Mini-ATV «Cyberquad» vorgestellt. Der Quad fährt ebenfalls voll elektrisch, lässt sich dank der Rampe des Cybertruck auf das Ladebett des Pickup fahren und dort sogar zum Laden an einer Steckdose anstecken. Vom Design her an den Cybertruck angelehnt, wird zu Preis und Verfügbarkeit des Cyberquad noch geschwiegen. Denkbar, dass das Mini-Gefährt als «Vorbesteller-Bonus» zum Cybertruck geliefert wird.

Tesla Cyberquad

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