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Huawei: Eigenes Betriebssystem heisst offenbar «Hongmeng» OS

by Kevin KyburzPascal Landolt 24. Mai 2019

Zwischen der US-Regierung und Technologiehersteller Huawei geht es gerade heiss zu und her: Wie «Techgarage» bereits berichtete, steht Huawei seit kurzem auf der schwarzen Liste des US-Handelsministeriums. Das bedeutet, dass Firmen aus der USA nicht mehr mit Huawei zusammenarbeiten dürfen.

Zwar hat Huawei eine bis Ende August gültige Ausnahme-Lizenz erhalten, um innerhalb dieser Gnadenfrist noch mit seinen Partnern wie Google/Android, Qualcomm, ARM und Microsoft letzte Verträge auszuarbeiten. Damit könnten die betroffenen Firmen für die Zeit nach dem definitiven Handelsembargo planen.

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Wie weiter ohne Android?

Mittelfristig zum Problem könnte für Huawei aber werden, dass mit dem Wegfall von Google/Android auch das weltweit meistgenutzte Smartphone-Betriebssystem nicht mehr zur Verfügung steht.

Die vielzitierte «Open Source»-Lizenz von Android, die von jedermann zum Basteln genutzt werden kann, ist auch keine echte Alternative: Bei der kostenlosen Version des Systems fehlen viele vitale Dienste wie der «Play Store» – und auch Sicherheits-Updates kommen dort erst viel später an.

Eigenes OS von Huawei trägt den Namen «Hong Meng»

Doch wie Huawei-CEO Richard Yu bereits 2018 in einem Interview mit der «SCMP» erwähnt hatte, rüstet sich der Konzern bereits seit Jahren mit einem «Plan B» gegen die drohende Gefahr des Android-Banns. Konkret arbeitet Huawei bereits seit einiger Zeit an einem eigenen Betriebssystem – ähnlich wie Android oder iOS – das auf Smartphones, Tablets, Computern, Smart Devices und sogar in Autos zum Einsatz kommen soll.

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Nun wurde bekannt, dass das Huawei-eigene Betriebssystem den Namen «Hongmeng» tragen soll. Die beiden chinesischen Zeichen «Hong» und «Meng» – «鴻蒙» – kommen dabei nicht ganz ohne Pathos daher und bezeichnen die Zeit noch vor der Chinesischen Mythologie – die frühen Äonen bei der Erschaffung von Himmel und Erde. Ob es Huawei mit seinem «Hong Meng» auch gelingt, eine neue Ära bei den Betriebssystemen einzuläuten, muss sich erst noch herausstellen.

Trotz erster positiver Zeichen: Viele bleiben kritisch

Was von vielen Beobachtern positiv gewertet wird, ist zumindest schonmal, dass das Huawei-eigene System mit Android–Apps kompatibel sein soll. Dies würde die Portierung von bekannten Apps vereinfachen. Als Zeitplan hat Richard Yu gegenüber CNBC angegeben, das System sollte in China bereits Ende 2019 bereitstehen, während es im Ausland bis im zweiten Quartal 2020 verfügbar sein soll.

Diese Pläne vermögen allerdings noch nicht längst alle zu überzeugen. «The Verge» beispielsweise bleibt kritisch und erinnert daran, dass bereits andere grosse Unternehmen wie Microsoft oder Amazon versucht hatten, eigene Betriebssysteme anzubieten – und dabei gescheitert sind.

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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2 Kommentare

  1. Markus
    3 months ago

    Letztlich geht es immer um folgendes: Developers, Developers, Developers,..
    Wenn man die Entwickler nicht überzeugen kann, dann wird man auch keinen Erfolg haben. Dass sich die Apps leicht portieren lassen, ist deshalb schon mal ein positives Zeichen.

  2. Verena Schwarz
    2 months ago

    Na da bin ich ja mal gespannt was das noch wird

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