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Erfahrungsbericht: Die Apple Watch als Marathon Trainingsbegleiter

by Daniela Wildi 8. Juni 2019

Jeder 150. Mensch besitzt sie bereits: Die meistverkaufte Smartwatch auf der Welt. Dank seinem Verkaufsschlager «Apple Watch» gehört der iPhone-Konzern Apple mittlerweile zu den grössten Uhrenherstellern weltweit. Und dank der neuen Variante mit eingebauter EKG-Funktion hat es das Unternehmen sogar geschafft, so viele Uhren zu verkaufen, dass die Produktion fast nicht mehr nachkommt mit dem Zusammenbauen der Smartwatch.

Die Apple Watch hat den Status der Uhr aber bereits schon längst abgelegt. Denn als digitaler Assistent in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Kommunikation begleitet mich die Apple Watch Series 4 seit zwei Monaten durch den Alltag.

Obwohl meine Kollegen Kevin und Pascal zwar auch nicht gänzlich unsportlich sind, werde ich euch von meinen eigenen Erfahrungen auf dem sportlichen Weg zum Marathon in Berlin, welcher im Herbst 2019 stattfindet, berichten. Denn die wohl spannendste Frage als Läuferin stellt sich, ob die Apple Watch auch als ultimative Sportuhr taugt. Ausgestattet mit der Apple Watch Series 4, werde ich meine Trainings aufzeichnen. Sensible Messgeräte sorgen dafür, dass ich alle wichtigen Informationen zur zurückgelegten Distanz, Puls, Herzrhythmus und Kalorienverbrauch im Blick behalte. Fortschritte können somit ganz einfach ermittelt werden – und helfen mir dabei, mein Trainingsprogramm noch effizienter zu gestalten.

Ein paar kurze Worte zu mir

Sport ist Mord? Nicht bei mir!

Ich bin Daniela, junge 18 Jahre alt und unter anderem mache ich sehr gerne Sport und laufe seit einigen Jahren regelmässig. Als Meilenstein in meiner Laufkarriere habe ich mich nach meinem ersten Halbmarathon in Shanghai dazu entschieden, im Herbst 2019 den Marathon in Berlin zu laufen. Ich möchte meinen eigenen Körper ans Limit bringen, über mich selbst hinauswachsen und das unglaubliche Gefühl erleben, nach 42 Kilometern die Ziellinie beim Marathon zu erreichen.

Einrichten der Apple Watch: Ein Kinderspiel

Verpackung auf, Apple Watch einschalten und mit dem iPhone verbinden – fertig. Das Einrichten der Apple Watch klappt schnell und ist unkompliziert. Jeder, der bereits sein iPhone oder iPad konfiguriert hat, wird mit der Apple Watch bestimmt keine Probleme haben.

In der Apple Watch App lassen sich auf dem iPhone, aber auch auf der Uhr selber Ziffernblätter gestalten und festlegen. Ausserdem kannst du bestimmen, welche Apps Push Nachrichten auch auf die Smartwatch weiterleiten dürfen. Unter dem Menüpunkt “Musik” lassen sich Playlisten direkt auf die Uhr laden, damit ich beim Joggen nicht mein iPhone dabei haben muss.

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Das iPhone bleibt ab sofort zu Hause beim Training

Apple Watch Series 4 Daniela Wildi Start Workout

Ihr habt richtig gehört, denn ab sofort könnt ihr das iPhone auch zu Hause lassen. Die Apple Watch zählt nicht nur Kalorien, zeichnet Aktivitäten auf, protokolliert die Herzfrequenz und motiviert zum Sport, sondern du kannst die Apple Watch auch hervorragend als Musik Player benutzen. Und das ganz ohne iPhone. Somit ist das lästige Herumschleppen eures deutlich schwereren iPhones während des Trainings Schnee von gestern. Wie oben beschrieben, kann ich ganz einfach Musik auf die Apple Watch speichern und dank den AirPods ohne iPhone Musik hören. Wer zusätzlich noch die Cellular Version nutzt, kann mittels eSIM weiterhin wichtige Anrufe entgegennehmen oder auch Musik streamen. Während des Trainings muss ich dank Drittanbieter-Apps nicht unbedingt die Trainings App von Apple nutzen, sondern kann ganz einfach eine andere App auf die Uhr laden. Ich persönlich verwende neben der Trainings App von Apple zusätzlich noch Runtastic.

Optimierte Trainings App

Daniela Wildi Apple Watch Series 4 Running

Neben dem Laufen zeichnet die Smartwatch auch weitere Sportarten auf – unter anderem Yoga, Wandern, Radfahren, Schwimmen. Folgende Funktion ist meiner Meinung nach beim Laufen erwähnenswert: Sobald man aktiv ist und ein Lauftraining beginnt, erkennt dies die Uhr von selbst und fragt mich, ob ich die Aktivität aufzeichnen möchte. Dasselbe gilt, wenn ich vergesse, die Trainingseinheit zu beenden. Dies trifft auf alle Sportarten zu. Natürlich gibt es noch weitere Funktionen, wie z.B. der Pace-Hinweis, den man als Modus aktivieren kann. Dabei meldet die Watch sich mit einer feinen Vibration, wenn man zu schnell oder zu langsam unterwegs ist. Ich befinde mich aber noch auf einer Reise der Entdeckungen und werde weitere Funktionen möglichst bald austesten. Ich halte euch dabei auf dem Laufenden.

Pulsmessung und EKG Messfunktion

Wie schon bereits erwähnt, misst die Apple Watch während dem Sport meinen Puls und ich erhalte nach dem Training einen Überblick über die wichtigsten Werte (Distanz, Geschwindigkeit, Höhe und Herzfrequenz). Natürlich funktioniert die Pulsmessung durchgehend und nicht nur während dem Sport. Ausserdem ist seit einigen Monaten die EKG Messfunktion in vielen Ländern Europas freigeschalten. Anhand dieser Funktion, welche man in einer ruhigen Phase durchführen sollte, lässt sich herausfinden, ob das Herz störungsfrei funktioniert. Nach der Messung wird der Herzrhythmus entweder als Vorhofflimmern, Sinusrhythmus oder als Uneindeutig eingestuft. Alle diese Daten werden sicher auf meinem iPhone in der Health App gespeichert und können bei Bedarf an den Arzt des Vertrauens geschickt werden. Info: Die EKG Funktion lässt sich erst ab einem Alter von 22 Jahren nutzen.

Fazit nach 2 Monaten mit der Apple Watch

Obwohl es noch vier Monate bis zum Marathon sind, begleitet mich die Apple Watch seit etwas mehr als 2 Monaten durch meinen Alltag und bei meinen Runs. Es ist Zeit, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.

Das Einrichten der Apple Watch klappt schnell und ist unkompliziert. Die Bedienung  der Apple Watch Series 4 stellt sich als sehr einfach. Die Apps reagieren und lassen sich rasch öffnen und haben bis jetzt keine Leistungsschwächen gezeigt. So weit, so gut.

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Daniela Wildi Apple Watch Series 4 Arm Stretching

Als gesundheitsbewusste und sportbegeisterte junge Frau tracke ich gerne Dinge wie Kalorienverbrauch, zurückgelegte Anzahl Schritte und Distanz, und meinen Puls. Die Informationen und Auswertungen dazu schaue ich mir auch an. Schade ist jedoch, dass eine abgeschlossene Trainingseinheit nicht direkt auf der Uhr ausgewertet wird und hierfür stets das iPhone (5s oder neuer) bemüht werden muss. Ausserdem musste ich feststellen, dass ich bei der Nutzung der Drittanbieter App Runtastic nicht alle Funktion anwenden konnte, welche mir auf dem iPhone zur Verfügung stehen.

Abschliessend kann ich festhalten, dass ich das volle Potenzial der Uhr noch längst nicht ausgenutzt habe und es noch viel zu entdecken gibt. Auf dieser Reise der Entdeckung nehme ich euch natürlich mit und werde mich hie und da wieder mal melden. Ob die Apple Watch Series 4 eine klassische Laufuhr ersetzen kann, das werde ich in den nächsten Monaten erfahren.

Daniela Wildi

Daniela Wildi

Mit viel Neugier, Ambition und Lebenslust entdeckt die 18 Jährige Daniela Wildi die Welt.
Sie spricht fünf Sprachen und hat ein Jahr lang in China gelebt, um Mandarin zu lernen.
In ihrer Freizeit macht sie gerne Sport und steht ab und zu vor der Kamera.

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3 Kommentare

  1. Robin
    4 months ago

    Toller Erfahrungsbericht, dem ich mich so auch selbst als Apple Watch Nutzer anschließen kann.
    Ich hätte nur eine Frage: du meinst ja, dass Apps wie Runtastic auf der Watch nicht alle Funktionen bieten. Welche meinst du denn da genau?

    • 4 months ago

      Hallo Robin, danke für dein Feedback. Bei der Verwendung der Standalone App sind zum Beispiel folgende Features nicht verfügbar: Intervalltraining, Sprachcoach sowie die Musikbedienung.

  2. Jodok Gschwendtner
    4 months ago

    Cool, hab meine Series 4 seit drei Monaten und mein erster Marathon wird Ende Oktober sein. Freu mich über ähnliche Erfahrungen.
    Viel Spaß beim Training.

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