Apple hat am Montag das iPhone 17e vorgestellt und damit die iPhone-17-Reihe komplettiert. Das Einstiegsmodell behebt die überraschendste Schwäche seines Vorgängers — MagSafe war beim 16e schlicht vergessen worden. Doch 700 Euro für ein iPhone ohne Always-On, ohne Dynamic Island und ohne 120 Hz? Apple testet die Schmerzgrenze seiner Kundschaft.
Was neu ist
Das iPhone 17e behält das Design des 16e — also die Formensprache des iPhone 13/14 mit 6,1-Zoll-OLED-Display und Einzelkamera. Optisch neu ist einzig die Farbe Rosa. Die wichtigsten Upgrades stecken im Inneren:
- MagSafe und Qi2: Endlich kontaktloses Laden mit magnetischem Zubehör — beim 16e fehlte das unerklärlich.
- A19-Chip: Derselbe Prozessor wie im iPhone 17, das im Herbst 2025 erschien.
- C1X-Modem: Apples neuere Version des hauseigenen Mobilfunkchips.
- 256 GB Speicher: Doppelt so viel wie beim Vorgänger (128 GB).
- Ceramic Shield 2: Deutlich kratzfestere Displaybeschichtung, auf dem Niveau der teureren Modelle.
Was weiterhin fehlt
Apple spart beim 17e konsequent an den Display-Features: Kein Always-On, kein Dynamic Island, keine 120-Hz-Bildwiederholrate. All das bleibt dem iPhone 17, 17 Pro und dem regulären iPhone-17-Ökosystem vorbehalten. Die Einzelkamera ist ebenfalls unverändert — in einer Zeit, in der selbst 200-Euro-Android-Phones Doppelkameras bieten.
700 Euro: Einstieg oder Zumutung?
In der Schweiz dürfte das iPhone 17e bei rund 750 bis 800 CHF landen. Für diesen Preis bekommt man bei Samsung oder Xiaomi ein Mittelklasse-Gerät mit 120 Hz, Dreifachkamera und oft grösserem Akku. Apples Argument bleibt das Ökosystem: iOS-Updates über Jahre, nahtlose Integration mit Mac und iPad, und Apple Intelligence als KI-Feature.
Doch die Frage ist berechtigt: Wenn Apple bereits an einem radikalen KI-Umbau seiner Plattform arbeitet, warum spart der Konzern ausgerechnet beim Einstiegsmodell so aggressiv bei der Hardware?
Ausblick: iPhone 18 und das faltbare iPhone
Apple weicht offenbar vom gewohnten Release-Rhythmus ab: iPhone 18 Pro und das lang erwartete «iPhone Fold» werden für Herbst 2026 erwartet, das Basis-iPhone 18 und 18e dann erst im Frühjahr 2027. Das 17e ist damit das letzte Modell im alten Zyklus — und möglicherweise das letzte iPhone ohne faltbaren Geschwisterteil.
Für Apple-Fans mit Geduld lohnt sich das Warten. Für alle anderen: 700 Euro für ein iPhone ohne Dynamic Island fühlt sich 2026 nicht mehr zeitgemäss an.