Google zieht seine KI-Bildbearbeitungs-App Pixel Studio schrittweise zurück. Mit dem neuesten Update verliert die App ihre generativen KI-Funktionen — Nutzer sollen stattdessen die Gemini-App verwenden.
Pixel Studio verliert seine Kernfunktionen
Mit Version 2.2.001 für die Pixel-9- und Pixel-10-Reihe streicht Google die wichtigsten Features der App: Die Text-Prompt-Bildbearbeitung, der Sticker-Ersteller und das KI-gestützte Entfernen von Bildelementen sind Geschichte. Was bleibt, ist ein abgespeckter Editor mit Grundfunktionen wie Zuschneiden, Zeichnen, Markieren und Texthinzufügen — das Material-3-Expressive-Design überlebt immerhin.
Gemini und Nano Banana 2 übernehmen
Googles Plan ist klar: Pixel-Studio-Nutzer sollen künftig in der Gemini-App landen, wo das frisch vorgestellte Modell «Nano Banana 2» die Bildgenerierung übernimmt. Für Sticker reicht demnächst das entsprechende Feature in Google Fotos. Bestehende Integrationen bleiben bis zur endgültigen Abschaltung funktionsfähig, und ein Export-Werkzeug soll den Übergang erleichtern.
Konsolidierung statt Innovation
Dass Pixel Studio intern noch auf dem älteren Imagen-4-Modell lief, spricht Bände. Die App spielte im Alltag der meisten Pixel-Nutzer offensichtlich keine grosse Rolle — und Google hat das erkannt. Statt eine Nischen-App weiterzupflegen, konzentriert sich der Konzern auf seine etablierten Plattformen: Gemini für Bildgenerierung, Google Fotos für Bearbeitung, und Google Messages für Features wie Remix.
Für Pixel-Besitzer ist das Ende von Pixel Studio kein grosser Verlust. Es zeigt aber einmal mehr Googles Tendenz, eigene Produkte schnell wieder einzustampfen — der berüchtigte Google-Friedhof wächst weiter. Die eigentliche Frage ist, ob die Gemini-Integration die Versprechen einlöst, die Pixel Studio nie halten konnte.