OpenAI plant Smart Speaker mit Kamera für 200 bis 300 Dollar

Kevin Kyburz
22. Februar 2026
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OpenAI arbeitet offenbar mit einem über 200 Köpfe starken Team an eigener Hardware. Das erste Gerät soll ein Smart Speaker sein, der zwischen 200 und 300 US-Dollar kosten wird – das berichtet The Information unter Berufung auf eine mit den Plänen vertraute Person.

Kamera, Gesichtserkennung und proaktive KI

Der Speaker soll nicht einfach nur ein weiterer Alexa-Klon werden. Laut dem Bericht verfügt das Gerät über eine integrierte Kamera, die Nutzer und deren Umgebung erfasst. Bei einer internen Präsentation im vergangenen Sommer hätten Führungskräfte erklärt, der Speaker könne Nutzer per Video beobachten und zu Handlungen anspornen, die ihnen beim Erreichen ihrer Ziele helfen. Auch Einkäufe per Gesichtserkennung sollen möglich sein – ähnlich wie bei Apples Face ID.

Marktstart frühestens 2027

Einen konkreten Veröffentlichungstermin gibt es noch nicht. Laut Gerichtsdokumenten wird OpenAIs erste KI-Hardware aber frühestens Anfang 2027 erscheinen. Weitere Produkte wie Smart Glasses sollen sogar erst ab 2028 in die Massenproduktion gehen. Auch eine «Smart Lamp» befindet sich offenbar im Prototypen-Stadium.

Jony Ive und die Designfrage

Das Hardware-Team geht aus der Übernahme des von Ex-Apple-Designchef Jony Ive mitgegründeten Start-ups io hervor. Laut The Information sorgt die Aufgabenteilung zwischen Ives Studio LoveFrom (Design) und dem internen OpenAI-Team (Hard- und Software) allerdings für Spannungen. LoveFrom passe Entwürfe nur zögerlich an und gebe wenig Einblick in den eigenen Designprozess.

Starke Konkurrenz

OpenAI tritt in ein Feld ein, das zunehmend umkämpft ist. Apple arbeitet an KI-Wearables inklusive Smart Glasses für 2027. Meta hat mit den Ray-Ban-Brillen bereits ein Portfolio am Markt und plant laut Berichten noch 2026 eine Smartwatch mit KI-Assistent. Und Google will ebenfalls 2026 erste KI-Brillen vorstellen.

Einordnung

Ein KI-Speaker mit Kamera und Gesichtserkennung – da werden bei vielen Datenschutz-Alarmglocken läuten. Gleichzeitig zeigt der Vorstoss, dass OpenAI nicht nur Software-Anbieter bleiben will. Mit Jony Ive an Bord hat man Design-Prestige, aber ob ein Unternehmen ohne jede Hardware-Erfahrung gegen Apple, Amazon und Google bestehen kann, ist alles andere als sicher. Der früheste Marktstart 2027 zeigt: Das Projekt ist noch in einer sehr frühen Phase.

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Kevin Kyburz

Geschrieben von Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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