Tesla darf den Begriff «Autopilot» in Kalifornien nicht mehr zu Werbezwecken verwenden. Nach der Androhung eines einmonatigen Verkaufsstopps durch die kalifornische Verkehrsbehörde DMV hat der Elektroauto-Hersteller eingelenkt.
Irreführende Werbung mit Konsequenzen
Der Streit um die Bezeichnung der Tesla-Fahrassistenzsysteme schwelt seit Jahren. Bereits zuvor musste Tesla die Bezeichnung «Full Self-Driving» (FSD) in «FSD Supervised» umbenennen, weil der Name fälschlicherweise suggerierte, dass ein Tesla damit vollautonom fährt. Nun folgt der nächste Schritt: Auch der Begriff «Autopilot» verschwindet aus der kalifornischen Werbung.
Wie das California DMV mitteilte, sei man «erfreut, dass Tesla die erforderlichen Massnahmen ergriffen hat». Unternehmen, die falsche Behauptungen über die Fähigkeiten ihrer Fahrzeuge verbreiteten, gefährdeten Menschenleben.
Kalifornien ist Teslas wichtigster US-Markt
Im Dezember hatte ein kalifornisches Gericht festgestellt, dass Tesla mit seinen Bezeichnungen irreführende Werbung betreibe. Die Behörde drohte daraufhin mit einem 30-tägigen Verkaufsstopp und sogar der Aussetzung der Herstellerlizenz. Tesla bekam eine 60-Tage-Frist – und lenkte ein. Der Schritt überrascht wenig: Kalifornien ist mit Abstand Teslas wichtigster US-Markt. Laut Reuters entfiel Anfang 2025 rund ein Drittel aller US-Verkäufe auf den Bundesstaat.
Einordnung
Die Umbenennungen ändern natürlich nichts an der Technik selbst – Teslas Fahrassistenzsysteme bleiben genau das: Assistenzsysteme, die jederzeit menschliche Aufmerksamkeit erfordern. Aber die klarere Benennung ist ein Schritt in die richtige Richtung, nachdem sich Fahrer laut Unfallermittlungsbehörde NTSB wiederholt zu stark auf die Software verlassen hatten.