Tesla arbeitet weiterhin an der Integration von Apple CarPlay – doch der ursprünglich für Ende 2025 anvisierte Termin ist längst verstrichen. Der Grund für die Verzögerung liegt laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman in einem technischen Konflikt zwischen Teslas Navigation und Apple Maps.
Das Problem: Navigation gegen Navigation
Tesla plant, CarPlay als Fenster innerhalb der eigenen Software-Oberfläche laufen zu lassen. Bei Tests stellte sich jedoch heraus, dass die Abbiegehinweise von Teslas eigenem Kartenmaterial – essenziell für die Selbstfahrfunktionen – nicht sauber mit Apple Maps synchronisiert werden konnten. Wenn beide Navigationsanwendungen parallel liefen, kam es zu widersprüchlichen Anweisungen.
Apple hat daraufhin Anpassungen an der Karten-App vorgenommen. Diese Fixes stecken allerdings erst in neueren Updates von iOS 26. Das Problem: Tesla war Ende 2025 der Ansicht, dass zu wenige Nutzer die nötigen Software-Updates auf ihren iPhones hatten.
iOS-26-Verbreitung gibt Hoffnung
Inzwischen sieht es etwas besser aus. Apple hat frische Zahlen veröffentlicht, wonach iOS 26 mittlerweile auf 74 Prozent aller in den letzten vier Jahren verkauften iPhones läuft. Ob das für Tesla ausreicht, um den Schalter umzulegen, bleibt abzuwarten – denn die relevanten Fixes kamen erst nach der initialen Version 26.0.
Wie wir bei der Diskussion um CarPlay Ultra und BMW berichtet haben, wird die Integration von Apples Infotainment-System zunehmend zum Politikum unter den Autoherstellern. Dass ausgerechnet Tesla, das CarPlay bislang komplett verweigerte, nun aktiv daran arbeitet, zeigt den enormen Druck seitens der Kundschaft.
Einordnung
Für viele potenzielle Tesla-Käufer ist das Fehlen von CarPlay ein echtes Ausschlusskriterium. In Zeiten sinkender Absatzzahlen kann sich Tesla diese Lücke eigentlich nicht mehr leisten. Die technischen Hürden sind nachvollziehbar – gerade bei einem System, das auf autonomes Fahren ausgelegt ist, darf die Navigation nicht durcheinanderkommen. Aber die Geduld der Kunden dürfte endlich sein.