Das iPhone hat den europäischen Smartphone-Markt im vierten Quartal 2025 klar angeführt. Laut neuen Zahlen von Counterpoint Research erzielte Apple einen Marktanteil von 33 Prozent – ein Anstieg von 31 Prozent im Vorjahresquartal. Insgesamt stiegen die Smartphone-Auslieferungen in Europa um zwei Prozent.
Samsung legt zu, Xiaomi verliert
Samsung konnte ebenfalls zulegen und wuchs um vier Prozent auf 29 Prozent Marktanteil. Das grösste Wachstum verzeichnete Honor mit einem Plus von 18 Prozent – allerdings auf niedrigem Niveau von vier Prozent Marktanteil. Xiaomi dagegen musste mit 16 Prozent Marktanteil einen Rückgang von sechs Prozent hinnehmen. Counterpoint vermutet, dass die 15T-Serie nicht an den Erfolg der beliebten 14T-Serie anknüpfen konnte.
iPhone 17 als Wachstumstreiber
Apples starke Performance geht vor allem auf die iPhone-17-Serie zurück, die Ende des dritten Quartals eingeführt wurde. Dazu kommt ein starkes Wachstum in Osteuropa. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Apple beim nächsten Upgrade-Zyklus mit dem iPhone 17e am 4. März weitere Kunden ansprechen will.
2026 wird schwierig: RAM-Preise könnten um 40 Prozent steigen
Trotz der positiven Zahlen blickt Counterpoint sorgenvoll auf 2026. Steigende Speicherchip-Preise dürften den Markt deutlich belasten – vor allem im Einsteiger- und Mittelklasse-Segment. Die Analysten erwarten, dass RAM-Preise bis zum zweiten Quartal 2026 um weitere 40 Prozent steigen könnten.
Erste Hersteller reagieren bereits: Xiaomi und Nothing haben Preiserhöhungen angekündigt. Andere könnten ihre Geräte mit weniger RAM ausstatten, um die bisherigen Preise zu halten – ein Rückschritt, den vor allem Käufer günstiger Smartphones spüren werden.
Einordnung
Die Marktdaten zeigen ein Zwei-Klassen-System: Apple und Samsung dominieren Europa mit zusammen über 60 Prozent Marktanteil, während chinesische Hersteller wie Xiaomi und Honor um die Krümel kämpfen. Die drohende Speicherkrise könnte dieses Ungleichgewicht noch verstärken – Premium-Hersteller können Preiserhöhungen leichter weitergeben als Budget-Anbieter, die auf preissensible Kunden angewiesen sind.