Das OPPO Find X3 Pro im Test

OPPO hat heute den Nachfolger vom Find X2 Pro präsentiert, welchen wir vor einem Jahr schon zum besten Android Smartphone 2020 ernannt haben. Das Find X3 Pro ist natürlich auf dem Papier um einiges besser, doch ob es auch im Alltagstest besteht, lest ihr hier.

Design – Samtig weiche Oberfläche

Das OPPO Find X3 gleicht dem Find X2 Pro auf den ersten Blick sehr. Gleiche Grösse, gleich Dick und auch die Front Kamera befindet sich am gleichen Ort. Spannend wird es hingegeben bei der Rückseite, die viele Veränderungen erhalten hat.

OPPO Find X3 Pro Display

Vom Reno4 oder auch dem Reno5 (wird nie in die Schweiz erscheinen) wissen wir, dass es OPPO ein Anliegen ist, Fingerabdrücke verwinden zu lassen. Dafür hat man beim Reno4 bereits auf ein patentiertes System gesetzt, welches wie es scheint, nun auch beim Find X3 zum Einsatz kommt. Statt veganem Leder (Plastik) setzt man komplett auf eine Glasrückseite, was weiter den Vorteil bringt, dass man das Smartphone auch drahtlos aufladen kann.

Im Vergleich zum iPhone 12 empfinde ich die Rückseite samtiger, aber auch etwas rutschiger. Durch das dünne und abgerundete Design liegt es dafür besser in der Hand.

OPPO Find X3 Pro Kamera

Beim Kameramodul setzt OPPO auf einen abgerundeten Übergang zur Rückseite. Der Hersteller gibt an, der Prozess zur Herstellung benötigt rund 40 Stunden, was meiner Meinung nach schon ein rechtes Stück Arbeit ist. Mir persönlich gefällt das Finish sehr im Vergleich zum Find X2, habe es aber auch nie als Stören empfunden, wie es vorher war.

Kamera – 10 Bit Sensor trifft 10 Bit Display

Die Kamera vom Find X2 Pro war unserer Meinung nach schon sehr gut. Egal ob bei Tag oder bei Nacht. Hier hat der chinesische Konzern damals auf zwei unterschiedliche sony«>Sony Sensoren gesetzt.

Beim Find X3 Pro verbaut man nun den neuen Sony IMX766 Sensor gleich zweimal, um das volle Potenzial der 50 Megapixel bei der Weitwinkelkamera und Ultraweitwinkelkamera ausnutzen zu können. Spannend finde ich das OPPO etwas vom Mega-Super Zoom weggegangen ist, wie es noch bei anderen Herstellern gefeiert wird und ist da etwas bedachter bei der Fotoqualität. Während das Find X2 noch über einen 10-fach-Zoom verfügt, gibt es beim X3 «nur» noch einen 5-fach-Zoom.

Oppo-Find-X3-Pro-BIld-Test
10-Bit Foto auf 8-Bit jpg umgewandelt

Das die Fotoqualität eine wichtige Rolle spielt, erkennt man auch daran, dass OPPO es ermöglicht, dass Nutzer Bilder mit 10-Bit aufnehmen können.

Was ist 10-Bit

Kurz zur Aufklärung: Fast alle Kameras, die nicht für den Profimarkt gedacht sind, nehmen Bilder mit 8-Bit auf, was bedeutet, dass die Farbkanäle (Rot, Grün, Blau) pro Farbkanal 256 Farbtöne besitzen. Bei 10-Bit sind es 1024 Farbtöne, wodurch die Farbvielfalt und ein Verlauf viel besser aussehen.Zwar kann das menschliche Auge mit rund 20 Millionen Farben die 10-Bit mit den 1.07 Milliarden Farben gar nicht richtig wahrnehmen, jedoch werden bei der Aufnahme mit 10-Bit viel mehr Farbinformationen mitgeliefert. Diese können später bei der Nachbearbeitung dafür genutzt werden, um einen Himmel als Beispiel viel schöner darstellen zu lassen, da dieser oft durch einen 8-Bit Farbverlauf so aussieht, als wären dort Streifen im Himmel.

Im Test war der Unterschied schön zu sehen, lässt sich aber leider auch nur auf einem Display anzeigen, welches 10-Bit unterstützt. OPPO ist hier aktuell der erste Hersteller, welcher 10-Bit von der Kamera bis zum Bildschirm unterstützt. Auch wenn die Technologie Geräteübergreifend noch seine Grenzen hat, finde ich den Ansatz super diese bereits früh zu integrieren, da auch andere Hersteller langsam damit anfangen.

Das Mikroskop

Bereits in den Leaks wurde viel über einen Mikroskop-Modus spekuliert, welcher nun auch verbaut wurde. Hierführ nutzt man eine 3 Megapixel Macrolinse, die man tatsächlich 3mm vor dem Objektiv platziert. Damit das Objekt hierbei nicht zu Dunkel ist, hat OPPO noch eine Ringlampe um die Kamera verbaut.

Im Test hat das Mikroskop viel Spass bereitet und so spannende Einblicke gewehrt, ist aber definitiv eher was für den Spass als zur professionellen Anwendung.

Akku – OPPO hat es im Griff

Das OPPO einer der Erfolgreichsten Hersteller von Fast Charging Lösungen ist, ist bekannt. Durch die 2 x 2250 mAh Akkuzellen, welche in fast allen Smartphones verbaut werden, kann der Akku in der halben Zeit aufgeladen werden, als es andere Hersteller mit einer Akkuzelle machen. Das leidige Thema bei Smartphones ist meiner Meinung nach aber nicht die Ladezeit, sondern eher die Dauer, bis der Akku bei regelmässiger Nutzung leer ist. In unserem Test haben wir es bei normaler Nutzung auf fast 1,5 Tage ohne erneute Aufladung geschafft. Allgemein wirkt beim Find X3 Pro das eigene Betriebssystem in Kombination mit Android flüssiger als bei der Konkurrenz, was sicher auch aus Leistung Sicht den Akku schont.

Fazit

Das Find X3 Pro von OPPO könnte auch 2021 das beste Android Smartphone werden. Die Beschaffenheit der Rückseite fällt im Vergleich zu anderen Smartphones positiv war und samtig auf. Bei der Kamera hat man im definitiv nicht gespart und holt auch im Experten Modus einiges aus dem Sensor raus. 10-Bit ist aktuell zwar noch ein nice to have, jedoch dürften wir diese Option in Zukunft öfters auf Smartphones vorfinden.

Der Mikroskop-Kamera-Modus ist eine willkommen Alternative zur «Zoom-Geilheit» gewisser Hersteller. Es bietet dem Nutzer einen abwechslungsreichen Blick auf die Welt, die sich direkt in unmittelbarer Nähe befindet.

Der Akku hält was er verspricht und sogar ein Ladegerät + Kabel mit 65W wird beim Kauf mitgeliefert.

Schade ist derzeit aktuell die mangelnde Farbauswahl. Neben Blau gibt es zwar noch Schwarz und Weiss, doch weiss man da noch nicht so recht, wann diese in der Schweiz auf den Markt kommen.

Preis und Verfügbarkeit

Das OPPO Find X3 Pro 5G mit 12GB RAM und 256GB Speicherplatz gibt es ab CHF 1199.- zu kaufen. Der Vorverkauf startet ab heute und dauert bis zum 25. März 2021. Das Gerät selber ist ab dem 26. März verfügbar. Neben Blau kommen später noch die Farben Schwarz und Weiss auf den Markt. Hier ist das Datum aber derzeit unbekannt.

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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