OPPO Reno4 Pro im Test – Das leistungsstarke Fliegengewicht

Anfang Oktober hat OPPO die neue Reno4 Series gezeigt und somit den Nachfolger des Reno2 aus dem Jahr 2019. Wir haben uns das Reno4 Pro zwei Wochen etwas genauer angeschaut. Was es kann und was nicht, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

Design – Weg mit der Haiflosse

Eines der grössten Merkmale, welche sofort auffallen ist die neue Punchhole im Display. Während beim Reno2 die Front Kamera noch unterhalb vom Display versteckt war, verzichtet OPPO beim Reno4 auf die Haiflossenkamera und verbaut wie viele anderen Hersteller diese nun direkt in das Display ein.

Die Punchhole fällt je nach Hintergrund praktisch nicht auf

Wer sich für Galactic Blue oder Green Glitter entscheidet, erhält nicht nur eine coole Farbe, sondern auch eine Rückseite, welche aus mikroskopisch kleinen Diamant-förmigen Partikeln besteht und neben der besseren Stabilität in der Hand auch Fingerabdrücken den Kampf ansagt. Im Test überzeugte die neue Verarbeitung und praktisch nichts war sichtbar.

Wer das Gerät zum ersten Mal in die Hand nimmt, wird vor allem vom Gewicht überrascht sein. Mit 172 g ist es rund 30g leichter als das Find X2 Pro in Keramik oder das Huawei P40 Pro.

Kamera – Fast so gut wie beim grossen Bruder

Das OPPO gute Kameras bauen kann, haben sie beim Find X2 Pro bewiesen und Huawei schön in die Ecke gedrängt. Beim Reno4 Pro verbaut der chinesische Konzern den Sony IMX708 Sensor, welcher auch bereits im Find X2 (nicht Pro) vorhanden ist. Mit der 48 MP Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung, einer 12 MP Weitwinkelkamera und der 13 MP Telekamera bietet OPPO beim Reno4 Pro einen 3-fachen optischen Zoom an.

Im Alltagstest überzeugte das Ergebnis. Die Bilder waren klar und kontrastreich. Auch der 5-fach-Zoom hat scharfe und tolle Bilder gemacht. Beim Nachtmodus muss das Reno4 Pro im Vergleich zum Find X2 Pro ein paar Abstriche machen, aber irgendwo muss gespart werden.

Mit der Reno4 Series hat OPPO die Ultra Steady Video 3.0 Funktion eingeführt. Mit dieser sollen Videos noch weniger verwackeln. Neu ist diese Funktion auch in der Front Kamera dabei. Somit sind Selfie Videos ab sofort wackel frei. Im normalen Test haben beide Kameras super funktioniert. Zwar war ich jetzt nicht joggen, doch auch beim normalen Laufen und Filmen erwies sich die Funktion als sehr Hilfreich.

Apropos Selfie: OPPO hat die Front Kamera mit 32 MP ausgestattet.

Display – 90 Hz für wenig Geld

Fast kein Hersteller hat dieses Jahr nicht auf 120 Hz umgestellt. Auch das Find X2 darf mit einer höheren Bildwiederholungsrate glänzen. Beim Reno4 setzt der Herstelle noch auf 90 Hz, was absolut kein Problem ist, vor allem wenn man dadurch für den Endkunden das Gerät rund CHF 300 günstiger machen kann.

Wer die Gesichtserkennung aktuell nicht nutzen möchte (Maske), hat bei OPPO den Vorteil, dass der Fingerabdruckscanner direkt im Screen eingebaut ist. Vom Gefühl her, denke ich, ist dieser allgemein sicherer als es eine einzelne Kamera sein kann. Da haben andere Hersteller die Nase vorne.

OPPO Reno4 Pro Screen

Akku – 100% in rund 40min

Persönlich gehöre ich zwar zu der Sorte, welche ihren Akku einfach über Nacht aufladet. Ob dies nun innert 40min oder 2h passiert, ist mir da eigentlich egal.

Trotzdem finde ich den Weg, welchen OPPO geht genial. Man verbaut zwei 2000mAh Akkus, welche parallel aufgeladen werden, statt einfach nur einen 4000mAh Akku alleine aufzuladen. Dieser Weg spart natürlich die Hälfte der Zeit und im Test war der Akku dann von 0% in knapp 40 Minuten 100% aufgeladen.

Fazit

Testergebnis OPPO Reno4 Pro

Slice

Super Kamera

Slice

Fingerabdruck abweisendes Design

Slice

Langlebiger Akku

Slice 1

Etwas zu leicht für meinen Geschmack

Das OPPO Reno4 Pro ist hervorragend für alle, die nicht gleich auf das Flagship, dem OPPO Find X2 Pro umsteigen wollen. Für CHF 799 bekommt der Käufer ein Smartphone, welches nicht nur super Technik verbaut hat, sondern Technik, welche teils bei anderen Herstellern in den Flaships für weit aus mehr Geld verbaut ist. Im Test konnte die Kamera in dieser Preisklasse super überzeugen. Die neue Verarbeitung der Rückseite sagt Fingerabdrücken den Kampf an und auch der Akku hält gut 1,5 Tage durch.

Für meinen Geschmack ist das Reno4 Pro zu leicht, liegt aber vielleicht auch daran, dass ich mir einfach noch zu fest die schweren Geräte gewöhnt bin. Wenn ich mir noch etwas an dem Smartphone wünschen dürfte, wäre es die Auswahl zwischen Dual-SIM oder SD-Karten-Slot. In Zukunft sollte OPPO lieber eSIM verbauen und dafür dem Nutzer die Möglichkeit bieten, mit einer SD-Karte den Speicher zu erweitern.


Preis und Verfügbarkeit

Das OPPO Reno4, Reno4 Pro und Reno4 Z sind ab dem 15. Dezember in der Schweiz erhältlich.

Reno4

Speicherplatz
128 GB

Farbvarianten
Galactic Blue
Space Black
Green Glitter (erscheint später)

Preis
CHF 549.00

Reno4 Pro

Speicherplatz
256 GB

Farbvarianten
Galactic Blue
Space Black

Preis
CHF 799.00

Reno4 Z

Speicherplatz
128 GB

Farbvarianten
Dew White
Ink Black

Preis
CHF 379.00

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Kevin-Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind.

Kommentare

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2 Gedanken zu „OPPO Reno4 Pro im Test – Das leistungsstarke Fliegengewicht“

  1. Das Reno4 Pro ist in der Tabelle mit CHF 549.00 deklariert. Billiger als das Reno4?
    Bestimmt ein Fehler von Euch oder?

    Reply

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