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Apple HomePod im Test: So gut ist der Speaker

by Kevin Kyburz 13. März 2018

Seit einigen Wochen ist der HomePod von Apple im Handel erhältlich und auch wenn er zur Zeit erst in den USA, Grossbritanien und Australien zu kaufen ist, konnte ich bei meiner letzten Kalifornien Reise nicht darauf verzichten einen mit nach Hause zu nehmen.

In den letzten Tagen konnte ich den Apple Lautsprecher ausführlich einem Test unterziehen.

HomePod Design – Hübsch, Gross und Schwer

Da ich seit einiger Zeit schon Amazon`s Alexa und den Google Home Speaker zuhause habe, war ich doch sehr überrascht, als ich den HomePod zum ersten Mal anhob. Zwar war er noch in der Verpackung, doch auch nach dem Herausnehmen hat sich am Gewicht nicht viel geändert. Mit 2.6 Kilogramm ist er definitiv ein Schwergewicht. Neben dem, fiel mir aber auch auf, wie gross er eigentlich war, wenn ich mir die anderen Smart-Speaker oder auch ein Sonos One zum Vergleich anschaue. Was aber auch auffällt, der HomePod ist sehr hochwertig verarbeitet und wirkt, wie bei Apple Produkten gewohnt, hochwertig. Was bei der Konkurrenz einfach nur Plastik ist, ist beim HomePod ein stoffähnliches Material. Wer Apple Produkte kennt, dem wird auch schnell auffallen, dass das Kabel auch eine Stoffummantelung hat, was sonst ja nicht üblich ist.

HomePod Apple textile

Bedienung – Einfach wie gewohnt

Da ich es kaum erwarten konnte, den HomePod in Betrieb zu nehmen, habe ich ihn bereits in Kalifornien für einen ersten Test ausgepackt und gestartet. Wie schon bei den AirPods gewohnt, habe ich einfach mein iPhone X neben den HomePod gehalten und er wurde sofort erkannt und konnte eingerichtet werden. Nach der kurzen Frage der “Home-App” in welchem Zimmer der HomePod denn stehe, wollte auch schon Siri mit mir ein paar Sprachübungen machen, um mir zu zeigen wie einfach es ist sie zu bedienen.

Soundqualität – Platz Nummer 1

Bei mir zuhause stehen zur Zeit neben dem HomePod noch ein Sonos One, Google Home und eine Alexa rum. Beim Soundvergleich der vier, machte der HomePod klar das Rennen, gefolgt vom Sonos One und Alexa. Bei Google muss ich sagen, war ich von Anfang an schon sehr enttäuscht. An einem Freitag habe ich mir mal erlaubt, die Lautstärke des HomePod`s mal auf 100% zu stellen und jedes Musikstück, ob mit viel Bass oder hohen Tönen würde auch dann noch perfekt abgespielt. Wer noch mehr zum Sound vom HomePod lesen möchte, dem empfehle ich diesen ausführlichen AppleInsider Beitrag (englisch).

HomePod und AppleTV – Eine perfekte Combo

Da der Lautsprecher so gut ist, habe ich ihn kurzerhand mit dem AppleTV verbunden. Über die Audio Einstellung, kann man den HomePod als Ausgabe-Quelle einrichten und sofort Filme oder TV Shows über den Lautsprecher hören. 

In meinem Fall ist der Lautsprecher so viel besser als der integrierte vom TV, dass ich zur Zeit sogar sehr happy mit einem HomePod bin, obwohl dieser Stereo nur simuliert. Sollte AirPlay 2 mit einem Update zur Verfügung stehen, ist es dann mit Multiroom auch möglich, mehrere HomePod`s gleichzeitig anzusteuern oder eben einfach einen Links und Rechts vom Fernseher zu platzieren, um richtigen Stereo Sound zu haben.

Siri – Nicht der perfekte Sprachassistent

HomePod Apple Siri above
Das Siri nicht der beste Sprachassistent ist, ist vielen sicher schon bekannt, denn gegen Google kommt es einfach nicht an. Einfache Fragen kann Siri gut beantworten und hat auch die lustigen Sprüche wie auf dem iPhone oder iPad drauf.

Erstaunt hat mich, wie gut Siri zuhören kann. Mit fast normaler Lautstärke hat mich Siri, welche im Wohnzimmer steht aus dem Schlafzimmer gehört und ich konnte Musik abspielen lassen. Was mich bei der Abspiel-Lautstärke am Anfang etwas irritiert hat, ist die Sprachkontrolle. Bei Google oder Alexa gibt es den Begriff: “Volume 1-10” während es beim HomePod “Volume 1-100” ist”.

Das Apple Ökosystem beim HomePod

Bei Apple wird ja immer gerne kritisiert, dass es im Ökosystem keinen Platz für andere Hersteller oder Dienste gäbe. Beim HomePod vermisse ich heute nun einige Radio Stationen, welche ich auf meinem Sonos gerne höre. TuneIn lässt sich da nur über iPhone App ansteuern. Auch Fans von Spotify werden keine Sprachbefehle geben können. Ich habe zum Glück vor zwei Jahren auf Apple Music gewechselt und bin mir das Apple Ökosystem durchaus bewusst und gewohnt, so dass es heute keine Rolle mehr spielt.

Mein Fazit zum HomePod

Mit dem HomePod beweist Apple die Liebe zur Musik. Fünf Jahre Entwicklung haben es geschafft, das Apple ein tolles und schönes Produkt auf den Markt bringt, welches mir sehr gefällt.

Auch wenn Siri nicht so gut ist wie der Assistent bei Google oder Alexa, ist es nichts, was man nicht mit einem Software Update verbessern könnte. Beim Preis von 349$ gehört der HomePod sicher nicht zu den günstigsten Smart-Speakern, kann aber im Vergleich zu den Big Playern im Lautsprecher Business mit dem Preis und der grossartigen Soundqualität gut mithalten. Wenn in späteren Updates dann auch noch multi-user support und AirPlay2 dazukommt, ist der HomePod perfekt in der AppleTV Combo oder für eine Familie.

Wann der HomePod in die Schweiz kommen soll, ist noch offen. Im Frühling (also eigentlich jetzt) wird er jedoch in Deutschland verfügbar sein und dann wohl über Digitec auch für die Schweiz kaufbar sein.

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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