Apple lanciert eigene Streaming-Plattform mit riesigem Star-Aufgebot

Zwei Stunden lang hat Apple an seinem Special Event «It’s Showtime» im Steve Job Theater in Cupertino eigene Streaming-Dienste für Serien, Filme, Games und News präsentiert. Das ist eine Menge Content und darunter befinden sich auch viele exklusive Inhalte, die künftig zahlenden Apple-Kunden zur Verfügung stehen werden. «Techgarage» fasst deshalb kurz und übersichtlich zusammen, wie wir unsere Abende künftig ausfüllen können.

Apple Arcade: Der neue Abo-Service für Games

Apple besitzt nach eigenen Aussagen bereits die weltweit grösste Gaming-Plattform: 1 Milliarde Nutzer sollen schon Games für iOS heruntergeladen haben. Und für viele dieser Spieler stellt sich oft die Frage: Bezahle ich für ein Spiel den vollen Preis oder lade ich ein «Free-to-Play»-Game herunter, das sein Geld mit In-App-Käufen macht?
Apple Arcade AppleTV iPad Pro iPhone
Offenbar denkt Apple, dass es hier einen Mittelweg gibt: Die Lösung aus Cupertino heisst «Apple Arcade», ist ein Abo-Service für Computerspiele und kommt im Herbst 2019 als eigene Kategorie in den App Store. Das Besondere an den angebotenen Games ist, dass sie teilweise auch von etablierten Studios produziert werden und allgemein eine hohe Qualität aufweisen sollen.
Die Games, von denen zum Start über 100 verschiedene verfügbar sein sollen, werden teilweise Exklusiv-Titel sein und lassen sich on- und offline auf iPhone, iPad, Mac und Apple TV abspielen. Wichtig ist Apple, dass keine In-App-Käufe angeboten werden, sondern die Spiele von Anfang an im kompletten Umfang zur Verfügung stehen.

Apple TV: Neue App

Die Apple-TV-App wird überarbeitt und erhält als neue Funktion «Apple TV Channels»: In der App können einzelne Sendungen oder ganze Sender-Programme gekauft werden, um sie On- oder Offline auf allen mobilen Apple-Geräten zu schauen. Das ist besonders in den USA wohl ein Bedüfnis, da Nutzer dann gezielt ihren Sport-Kanal abonnieren können, ohne in ein ganzes «Pay-TV»-Paket investieren zu müssen.
Ab Herbst kommt die apple TV App zudem auf den Mac und auf Smart TVs von Samsung, LG, Sony und Vizio. Ob und wie der Dienst in der Schweiz und Europa angeboten wird, ist momentan noch unklar.

Apple TV+: Storytelling made by Apple

Um seine grössten Geschichten zu erzählen, holt sich apple die grössten Geschichtenerzähler ins Boot: Steven Spielberg kam zur Präsentation auf die Bühne, um seinen Werdegang zum Star-Regisseur zu erzählen. Zudem lanciert Spielberg gemeinsam mit apple eine neue, exklusive Serie.
Mit Reese Witherspoon und Jennifer Aniston erscheint «The Morning Show», ein Insider-View in die Präsentatoren der in den USA populären Morning-Shows – und Komödien-Schauspieler Steve Carrell wird dieses Trio komplettieren. Auch TV-Moderatorin Oprah Winfrey wird zu Apples Star-Aufgebot stossen und bekräftigte in ihrer kurzen Rede nochmal, wie wichtig es sei, Menschen zu ermöglichen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen. Dazu plant sie selber zwei Serien umzusetzen, um Menschen bei ihren Alltags-Sorgen abzuholen und ihnen neue Wege aufzuzeigen.
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Dies sind nur einige der vielen prominenten Schauspieler und Regisseure, die künftig exklusive Inhalte für apple TV+ produzieren werden. Diese Filme, Dokumentationen und Serien werden exklusiv für apple TV+ produziert. Preise und Verfügbarkeit für den Apple TV+ Video Abonnement-Service werden diesen Herbst angekündigt.

Apple News+: Mehr Magazine, als du lesen kannst

Die News-App von apple wird aufgebohrt und bekommt ein Abo, das den Namen apple News+ bekommt. In den USA kostet der Dienst 10 US-Dollar im Monat und erlaubt es dem Nutzer, Magazine, Zeitungen und Web-Content zu lesen, der normalerweise hinter einer Paywall steckt. Das Motto: Alle Inhalte in einer App.
Apple News Plus on iPhone iPad MacBook
Am Anfang ist der Fokus noch stark auf Magazine gerichtet, wobei sich unter den verfügbaren Titeln klingende Namen wie Time, Vogue, People, National Geographic, Popular Science und viele weitere befinden. Vor allem auf dem iPad dürften diese bildgewaltigen Publikationen besonders gut rüberkommen.
Preise und eine Verfügbarkeit in Europa reichen wir gerne nach, sobald wir die offiziellen Informationen dafür erhalten haben.

Apple Card: Die edle Kreditkarte mit dem Apfel

Und wie soll man all den Content denn bezahlen? Auch darauf hat der iPhone-Konzern eine Antwort: apple spannt in den USA mit Goldman Sachs und Mastercard zusammen, um eine eigene Kreditkarte zu lancieren. Nicht nur das: Die Karte ist gebündelt mit einer App – und sollte diese ähnlich aufgebaut sein wie die der Digitalbanken «Revolut» oder «NEON», erhält man darin die Übersicht über sein Budget und die Ausgaben und kann dabei die Karten-Funktionen verwalten.
Wie es sich für apple gehört, ist die Karte aus hochwertigen Materialien produziert – in diesem Fall aus Titan – und wie ein hochwertiges Gadget gestaltet. Noch ist nicht bekannt, ob diese Kreditkarte mit entsprechendem Konto auch ausserhalb der USA angeboten wird.

Apple Card Total Balance App
Die App zur Apple-Kreditkarte gibt Aufschluss auf Budget und Ausgaben.


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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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