Twitter-Chef: Tweets könnten bald nachträglich bearbeitet werden

In einem Interview hat Twitter-Mitgründer und -Firmenchef Jack Dorsey von einer angedachten Funktion gesprochen, mit der sich Tweets nach dem Abschicken noch verändern liessen.

Twitter wurde von der SMS geprägt

Die nachträgliche Bearbeitung von Tweets sollte aber nicht unendlich lange nach deren Absenden möglich sein, wie Dorsey gegenüber dem Komiker Joe Rogan im Interview verriet. Die Zeitspanne, in der man Änderungen vornehmen könnte, sollte zwischen fünf und 30 Sekunden nach Absetzen des Tweets liegen.
Die Bearbeitungsmöglichkeit nach dem Drücken des Tweet-Buttons könnte durch eine Verzögerung beim Versenden des Tweets erzeugt werden, erklärte Dorsey. Würde man jedoch mehr als 30 Sekunden Zeit für etwaige Korrekturen einräumen, würde der natürliche Gesprächsfluss gestört werden. Man stelle sich ein Sportereignis vor, bei dem die Leute einen Spielerfolg twittern wollen, aber der eigentliche Post erst Minuten später veröffentlicht wird. Selbst eine Verzögerung von 30 Sekunden ist in solchen Situationen schon viel Zeit.

Dorsey teilte in dem Interview mit Rogan auch mit, was der Grund dafür sei, dass Twitter bislang keine Bearbeitungsfunktion von einmal veröffentlichten Tweets anbietet. Das läge schlicht daran, dass er und die anderen Mitgründer von Twitter im Zeitalter der SMS geboren worden seien. Eine SMS habe man nach dem Versenden schliesslich auch nicht mehr ändern können.

Zweite Twitter-Revolution

Die Einführung einer Bearbeitungsfunktion bei Twitter wäre von ihrer Dimension her vergleichbar mit der Ausweitung der Tweetlänge. Im November 2017 wurde die maximal mögliche Zeichenanzahl in einem Tweet von 140 auf 280 ausgedehnt, was einer Revolution gleichkam.

Es gibt aber auch immer wieder kleinere Änderungen bei Twitter. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Twitter mit seinem Layout experimentiert. In der Desktop-Version können manche Twitter-Nutzer ein Design mit zwei statt drei Spalten wählen.

Ob und wann die Bearbeitungsfunktion kommt, hat der Twitter-Boss im Rogan-Interview nicht verraten. Für den Moment hört sich das Ganze eher wie ein Gedankenexperiment an.


Mehr zu diesen Themen:

Photo of author

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

Was ist deine Meinung zu diesem Artikel? Diskutiere jetzt mit uns in unserer Telegram Gruppe, unserem Discord Channel oder unserer Facebook-Gruppe.

techgarage logo

© 2010–2021 Techgarage | Made with Love in Switzerland.

Kontakt

Wir behalten uns vor E-Mails und deren Absender, welche uns mit Paid Backlink Anfragen belästigen in den Spam Ordner zu schmeissen.

hello@techgarage.email

Firmen Seiten

Apple
OPPO
Facebook
Google