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Twitter-Chef: Tweets könnten bald nachträglich bearbeitet werden

by Kevin Kyburz 8. Februar 2019

In einem Interview hat Twitter-Mitgründer und -Firmenchef Jack Dorsey von einer angedachten Funktion gesprochen, mit der sich Tweets nach dem Abschicken noch verändern liessen.

Twitter wurde von der SMS geprägt

Die nachträgliche Bearbeitung von Tweets sollte aber nicht unendlich lange nach deren Absenden möglich sein, wie Dorsey gegenüber dem Komiker Joe Rogan im Interview verriet. Die Zeitspanne, in der man Änderungen vornehmen könnte, sollte zwischen fünf und 30 Sekunden nach Absetzen des Tweets liegen.

Die Bearbeitungsmöglichkeit nach dem Drücken des Tweet-Buttons könnte durch eine Verzögerung beim Versenden des Tweets erzeugt werden, erklärte Dorsey. Würde man jedoch mehr als 30 Sekunden Zeit für etwaige Korrekturen einräumen, würde der natürliche Gesprächsfluss gestört werden. Man stelle sich ein Sportereignis vor, bei dem die Leute einen Spielerfolg twittern wollen, aber der eigentliche Post erst Minuten später veröffentlicht wird. Selbst eine Verzögerung von 30 Sekunden ist in solchen Situationen schon viel Zeit.

Dorsey teilte in dem Interview mit Rogan auch mit, was der Grund dafür sei, dass Twitter bislang keine Bearbeitungsfunktion von einmal veröffentlichten Tweets anbietet. Das läge schlicht daran, dass er und die anderen Mitgründer von Twitter im Zeitalter der SMS geboren worden seien. Eine SMS habe man nach dem Versenden schliesslich auch nicht mehr ändern können.

Zweite Twitter-Revolution

Die Einführung einer Bearbeitungsfunktion bei Twitter wäre von ihrer Dimension her vergleichbar mit der Ausweitung der Tweetlänge. Im November 2017 wurde die maximal mögliche Zeichenanzahl in einem Tweet von 140 auf 280 ausgedehnt, was einer Revolution gleichkam.

Es gibt aber auch immer wieder kleinere Änderungen bei Twitter. Erst kürzlich wurde bekannt, dass Twitter mit seinem Layout experimentiert. In der Desktop-Version können manche Twitter-Nutzer ein Design mit zwei statt drei Spalten wählen.

Ob und wann die Bearbeitungsfunktion kommt, hat der Twitter-Boss im Rogan-Interview nicht verraten. Für den Moment hört sich das Ganze eher wie ein Gedankenexperiment an.

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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