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OpenID schreibt offenen Brief an Apple: „Anmelden mit Apple“ birgt Sicherheits- und Datenschutzrisiken

by Kevin Kyburz 1. Juli 2019

Auf der WWDC 2019 Anfang Juni kündigte Apple „Sign-In with Apple“ bzw. „Anmelden mit Apple“ an, eine neue, auf den Datenschutz ausgerichtete Anmelde-Funktion, die es MacOS Catalina und iOS 13-Anwendern ermöglicht, sich mit ihrer Apple-ID bei Anwendungen und Websites von Drittanbietern anzumelden.

Die Funktion wurde als sicherere Alternative zu ähnlichen Anmelde-Diensten wie von Facebook, Google und Twitter angepriesen, da sie dem Benutzer mit Face ID oder Touch ID authentifiziert und keine persönlichen Daten an App– und Website-Entwickler sendet. Zusätzlich erstellt die Funktion eine E-Mail-Adresse, welchen nicht zum Nutzer zurückzuführen ist, wodurch auch die eigene private Adresse geschützt ist.

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Nun hat die OpenID Fundation „Anmelden mit Apple“ in Frage gestellt und in einem offenen Brief an Apple Software Chef Craig Federighi einige Punkte kritisiert, welche den Schutz der Nutzerdaten betrifft.

Der Funktion von Apple würde unnötig viel Arbeit für Entwickler bedeuten, was zu Sicherheitsrisiken für den Endnutzerführen könnten. Man biete Apple an, sich der Fundation anzuschliessen und zusammen an einer idealen Lösung zu arbeiten.

„Anmelden mit Apple“ wird im Herbst auf  Wunsch von Apple in allen Apps integriert sein, welche auch Anmelden mit Google, Facebook oder Twitter nutzen.

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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