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Google Nest Hub und Nest Mini: Deine Portion «smart» fürs Wohnzimmer

Geschrieben von Pascal Landolt 18. Februar 2020

Wir bei «Techgarage» sind ja keine Technikverweigerer – die neuesten Smartwatches, Phones und Kameras spült’s uns fast täglich auf die Redaktion. Und doch gab’s eine Gerätekategorie, die ich persönlich nur vom Hörensagen kannte: Smarte «Connected Devices» für zu Hause. Ein Beispiel dafür ist die «Nest»-Serie von Google.

Und eigentlich bin ich nur auf die «Nest»-Geräte gestossen, weil ich mich in letzter Zeit näher mit dem «Google Assistenten» auseinandergesetzt hatte: Beispielsweise bei einer Reise durchs spanisch sprechende Mallorca.

Der Google Assistent für zu Hause

Anyway – Das Versprechen ist: Ein «Google Assistent» für zu Hause, rund um die Uhr verfügbar. Und zwar nicht über das Smartphone, sondern auf einem dedizierten Gerät, das erst noch ein grosses Display aufweist. Der Google Nest Hub mit seinem 7-Zoll-Bildschirm ist auf den ersten Blick einfach ein edler digitaler Bilderrahmen. Wer aber mit ihm spricht, stellt schnell fest: Da steckt einiges an Funktionalität drin.

Google Nest Hub Nest Mini
Google Nest Hub (hinten) und Google Nest Mini (vorne) sind drahtlose Lautsprecher mit smarten Funktionen.

Aufgesetzt ist der Google Nest Hub per Verknüpfung mit einem Google-Konto relativ rasch. Und dann macht er eigentlich das, was ich normalerweise mit meinem Smartphone mache – bloss, ohne, dass ich alles tippe oder wische.

Musik auf Zuruf

Ich kann Musik von «YouTube» abspielen, indem ich den Nest Hub mit «Ok, Google» wecke und ihm danach meinen Wunsch äussere. Der Sound klingt aus dem Breitband-Lautsprecher denn auch voll und rund. Was ich noch vermisse, ist meine eigenen «YouTube»-Playlists aufzurufen und abzuspielen. Dieses Feature kommt hoffentlich bald per Update nach.

Damit nicht genug: Auf «Ok Google, brauche ich heute einen Regenschirm?» weiss der Hub genauso Antwort wie auf «wie lange brauche ich heute mit dem Auto zur Arbeit?». Ein Bisschen fühle ich mich wie in der Zukunft: Ich bin nämlich überzeugt, dass wir bald nicht mehr über unsere Smartphones streichen und tippen, sondern viel Mensch-Computer-Interaktion bald schon verbal vor sich gehen wird – ein bisschen wie im Film «HER» mit Joaquin Phoenix.

Stimmung ist in Sekunden gesetzt

Meinen Google Nest Hub habe ich auf dem Küchentresen aufgestellt. Denn dort stehe ich, wenn ich morgens Kaffee mache und nochmal in Erinnerungen schwelgen will: «Ok Google, zeige mir Bilder von meiner Kuba-Reise» – woraufhin der Nest Hub mir mein entsprechendes Reisealbum aus «Google Photos» auf den Screen holt.

Oder ich habe auf einer Reise etwas besonders leckeres gegessen und möchte es nun nachkochen: «Ok, Google – zeige mir Rezepte von Tomatensalsa!». Und schon erhalte ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ich meine Fajitas am besten fülle. Dazu noch: «Und spiele mir Lieder von Buena Vista Social Club». Und: «Dimme die Lichter im Wohnzimmer». Ja: Denn der Nest Hub lässt sich auch mit vernetzten Lichtquellen – wie beispielsweise der «Philips Hue»-Serie verknüpfen. «Google Home» nennt sich die App fürs smarte, verknüpfte Zuhause.

Google Nest Hub Cooking
Das Kochen ab Rezept geht über den Google Nest Hub erstaunlich gut von der Hand: Im Internet gefundene Rezepte werden in Arbeitsschritte unterteilt, ein Antippen des Bildschirms ist nicht nötig.

Licht, Ton, (Koch-)Action: Alles gesetzt, ohne mein Smartphone zu zücken und ganz ohne etwas zu tippen. Ich find’s beeindruckend.

Den Google Nest Hub gibt’s mit dem «Google Nest Mini» auch in einer kompakten Variante, die gänzlich ohne Bildschirm auskommt. Ein kleiner, runder Puck, der sich wegen seines unscheinbaren Designs überall platzieren lässt. Ihn habe ich als zusätzlichen Speaker im Badezimmer installiert – und aktiviere «Ok, Google – spiele Regenwald-Geräusche ab», bevor ich mich morgens unter die Dusche stelle. Und auch beim Zähneputzen kann ich mir aktuelle Nachrichten vom Assistenten vorlesen lassen.

Fazit: Die Zukunft des Zuhause – zum erschwinglichen Preis

Mein Fazit: Für den Preis von rund 140 Franken für den Google Nest Hub und etwa 70 Franken für den Google Nest Mini kann man sein Zuhause jetzt schon auf «smart» stellen. Für mich ein Erlebnis – und ein Indikator, wohin sich das Wohnen in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Kein Gang mehr zum Kippschalter, um die Lampe einzuschalten, kein ständiges Tippen auf dem Smartphone mehr, um Wetterinformationen oder Musik abzurufen. Wer jetzt schon einen Blick in die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion werfen will, kann mit den Google Nest-Serie zu einem günstigen Einstiegspreis auf Entdeckungsreise gehen.

Pascal Landolt

Pascal Landolt

Pascal ist Tech-Enthusiast und schreibt leidenschaftlich gerne – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander verbinden. Er wohnt in Zug, aber eigentlich nennt er die ganze Welt sein Zuhause.

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