Techgarage

13 Tipps, wie das Smartphone zum perfekten Begleiter für die nächste Reise wird

by Pascal Landolt 26. Oktober 2019

«Ich fahre in die Ferien und packe in meinen Koffer…»: Das beliebte Spiel aus unseren Kindertagen beinhaltete oft essenzielle Gegenstände wie «Walkman», «Landkarte», «Kamera» oder «Wörterbuch». Kaum hätten wir uns vorstellen können, dass nur einige Jahre später ein einziges Smartphone all diese Dinge und noch viel mehr abdecken würde.
Doch wie viel einfacher kann uns unser Mobiltelefon eigentlich eine Reise in fremde Länder machen? Um dies herauszufinden, wurde «Techgarage» von Google nach Mallorca eingeladen, wo wir mit unseren Smartphones und den aktuellen Google–Diensten wie «Maps», «Translate», «Lens» oder «Assistant» einige Tage lang die spektakuläre Baleareninsel entdecken durften.

Reisevorbereitung: Bordkarte, Musik und Geld

1. Die Bordkarte aufs Smartphone
Der Flug ist gebucht, das Online-Check-In (meist 24 Stunden vor Abflug) vorgenommen und die Bordkarten liegen nun im E-Mail-Fach. Am Flughafen wird’s dann eh hektisch genug: Warum sich das Leben nicht vereinfachen und die Bordkarte immer griffbereit auf dem Smartphone haben? Für iPhone–Nutzer gibt’s auf iOS die «Apple Wallet», Android-Nutzer nehmen dazu die «Google Pay»-App. Aus der Check-in-Bestätigungsmail der Airline heraus lässt sich heutzutage oft der «Boarding Pass» mit einem Klick der digitalen Brieftasche hinzufügen. Und es geht noch besser: Dank GPS-Ortung weiss das Smartphone, wann man beim Flughafen angekommen ist und zeigt die Bordkarte dann stets auf dem Home-Screen an, wo sie mit nur einem Klick jederzeit aufgerufen werden kann.

2. Offline–Musik und -Videos
Doch warte mal – welche Sprache spricht man eigentlich an der Feriendestination? Google weiss es: Spanisch und Mallorquín sind es auf Mallorca. Wer davon noch ein Ohr voll nehmen möchte, kann sich einen Podcast aufs Smartphone laden oder sich mit lokaler Musik bereits auf der Anreise in Stimmung bringen. Ein Tipp von «Techgarage» ist hier «YouTube Music»: Das Abo für 12,90 Franken im Monat beinhaltet auch die Möglichkeit Alben und Musikstücke auf dem Gerät zu speichern und jederzeit – auch im Flugzeug – offline zu hören. Alternativen dazu sind «Spotify» oder «Apple Music», wobei wir «YouTube Premium» aufgrund der umfangreichen Musik– und Videobibliothek den Vorrang geben. Beim Angebot «YouTube Premium» für 15,90/Mt. ist «YouTube Music» bereits enthalten, zusätzlich lassen sich dort aber auch YouTube-Videos offline speichern: Zum Beispiel eine Dokumentation über die Destination oder ein Video mit einem Sprachkurs.

Google Music Download Smartphone
Koffer gepackt, Musik immer dabei: Die neuen YouTube-Dienste «Music» und «Premium» sind tolle Begleiter für jeden Reisenden.

3. Geld per App wechseln und kostenlos abheben
Weil die Schweiz ja bekanntlich nicht zur Eurozone gehört, müssen wir entweder im Vorfeld unsere Schweizer Franken in Euro wechseln, oder aber eine Banking-App wie «Revolut», «N26» oder «Neon» installiert haben. «Techgarage» macht seit Monaten nur die besten Erfahrungen mit «Revolut», denn damit lässt sich in der App Geld zum «Intrabank»-Wechselkurs wechseln. Auch das Abheben von Lokalwährung am Bankomaten ist mit dieser Lösung kostenfrei. Des weiteren hat man mit der App auch immer seine Ausgaben im Überblick – und würde es gleich mitkriegen, wenn beispielsweise jemand am Ferienort die Kreditkarte doppelt belasten würde.

Revolut gilt als die «Finanz-App für Traveller». Geld wechseln und abheben geht damit günstiger als bei den meisten anderen Anbietern.

Die Umgebung erkunden mit Google Maps

4. Google Maps mit «Explore»-Feature
Am Ferienort angekommen geht’s dann darum, sich einen ersten Blick über die Umgebung zu verschaffen: Hier kommt eine neue Funktion in Google Maps zum Zuge. Mit «Explore nearby» lassen sich in der App auf einen Klick Restaurants, Bars oder Attraktionen in der Nähe in einer übersichtlichen Liste anzeigen und so miteinander vergleichen. Perfekt für dann, wenn man für den ersten Abend noch keine Pläne gemacht hat und einfach mal die Gegend ums Hotel erkunden möchte.
Wer weiss, dass die Reise bald auch in entlegene Gebiete führen wird, kann in Google Maps auch Teile der Karte offline speichern. Das ist perfekt für wenn die Netzabdeckung (wie im Mallorquinischen Hinterland) nicht gegeben ist oder man sein Roaming-Datenpaket nicht über Gebühr belasten möchte.

5. Google Maps «Voice Search» nach interessanten Orten fragen
Unbedingt einmal versuchen sollte man auch die Sprach-Suche in Google Maps. Der Google–Algorithmus kann nämlich bereits ganze Sätze verstehen und dem Nutzer daraufhin Vorschläge anzeigen. Zum Beispiel in Palma de Mallorca: «Zeige mir Kunst von Gaudí in meiner Nähe». Wer an seiner Feriendestination ganz tief in Kultur und Kunst eintauchen möchte, dem sei die zusätzliche App «Google Arts & Culture» empfohlen, mit der historische Schätze in über 80 Ländern aufgespürt werden können.

6. Mit Google Maps «Live View» immer den Weg finden
Google Maps ist ja schon toll, um sich zu orientieren. Doch mich persönlich frustriert immer, wenn ich erstmal zwanzig Meter in eine Richtung gehen muss, um zu prüfen, wohin sich der blaue Punkt auf der Karte bewegt und ich so erst eine Idee meines Standorts bekomme. Nun gibt es eine elegantere Lösung: Sie heisst «Maps Live View». Dabei nimmt das Smartphone über die Kamera seine Umgebung wahr und blendet daraufhin auf dem Bildschirm in einem «Augmented Reality»-Modus grosse Pfeile über das Bild ein. Egal, wohin man sich dreht – die App weist einem immer auf den ersten Blick den richtigen Weg. Noch nie war navigieren in engen Häusergassen so einfach.

Google Maps Live View Smartphone Mallorca
Mit der neuen «Live View»-Funktion von Google Maps findet man auch in engen Häuserschluchten immer den richtigen Weg.

Google Translate als digitaler «Babelfisch»

7. Mit Google Translate wie ein «Local» sprechen
Der «Babelfisch» wird im Roman «Per Anhalter durch die Galaxis» von Douglas Adams als kleine Kreatur beschrieben, die sich ins Ohr einführen lässt und dem Träger ein Verständnis aller gesprochenen Sprachen ermöglicht. Was 1978 noch einen Platz in Science-Fiction-Büchern hatte, wird mit «Google Translate» schnell zur Realität.
Egal ob eingetippt oder ins Handy gesprochen: Google Translate übersetzt zwischen 100 Sprachen. Neu ist auch ein «Dialog-Modus» zwischen zwei Teilnehmern möglich, wo jeweils eine Partei in ihrer Sprache ins Smartphone sprechen kann und der Satz dann fürs Gegenüber übersetzt wird.

8. «Visual Translation» nutzen, um die Menü-Karte zu übersetzen
Wer reist, will oft auch die lokale Küche kennenlernen. Und gerade die authentischsten Restaurants, weit weg von jedem touristischen Trubel, haben oft nur eine Speisekarte in der lokalen Sprache. Um trotzdem an die gewünschten Delikatessen zu kommen, kann man jede Menükarte über die «Visual Translation»-Funktion übersetzen lassen. Einfach die Smartphone–Kamera auf die Karte gerichtet, und schon erscheint das Menü in Echtzeit auf dem Bildschirm übersetzt. Fühlt sich ziemlich magisch an. Dasselbe funktioniert auch bei allen anderen Tafeln und Hinweisschildern.

Google Lens Smartphone Menu Traduction Mallorca Test
«Visual Translation» ist eine eindrückliche Möglichkeit, um sich eine Menükarte übersetzen zu lassen. Einfach die Handy-Linse auf die Karte gerichtet und schon erscheint die Übersetzung auf dem Bildschirm.

Ordnung in die (Ferien)-Bilder mit «Google Photos»

Eine weitere Google-App, die wir bei «Techgarage» bereits seit vielen Jahren nutzen, und die sich besonders bei Vielreisenden als unverzichtbar herausgestellt hat, ist «Google Photos».

9. Alle Fotos in der Google–Cloud sichern
Die Google-Foto-App bietet dem Nutzer an, alle Bilder auf dem Smartphone (oder nur eine Auswahl davon) in der Google–Cloud zu speichern. Entweder in voller Auflösung, wofür aber Cloud-Speicherplatz vorhanden sein muss beim eigenen Google-Konto – oder aber eine unlimitierte Anzahl von Bildern und Videos in der Qualität von 16 Megapixeln (Bilder) oder 1080p (Video). Für mich persönlich spricht alles für dieses Angebot: All meine Aufnahmen der letzten 10 Jahre sind hier verlustsicher gespeichert – auch wenn mein Smartphone unterwegs mal abhanden kommen oder eine Schlucht hinunter stürzen sollte.

10. Finden von «Genau diesem Bild» dank des Google–Algorithmus
Für mich eines der Wunder der Technologie: Bilder, die in «Google Photos» abgelegt sind, lassen sich durchforsten. Und zwar nicht nur nach Datum (z.B. «November 2017») sondern auch nach Ort («Tokyo») oder gar Inhalt («Autos»). Dabei bedient sich Google seines stetig weiter entwickelnden Bilderkennungs-Algorithmus. Wer mag, kann Google auch die Namen seiner Familie und Freunde mitteilen und so gezielt in seinem Album nach bestimmten Personen suchen. Auch das Erstellen eines Albums und das Teilen von Bildern mit anderen Reise-Teilnehmern ist durch «Google Photos» so einfach wie noch nie.
Die Funktionen von «Google Photos» sind so umfangreich, dass sie eigentlich eines eigenen Artikels bedürften (bald auf «Techgarage»).

Die Welt durch die «Google Lens» verstehen

Was «Google Translate» für Sprachen ist, ist «Google Lens» für alles andere. Denn wer reist, entdeckt dabei oft viel Neues: Essen und Getränke, die lokale Flora und Fauna, an Eindrücken mangelt es oft nicht. «Google Lens» ist ein relativ neues Feature, bei dem das geballte Wissen von Google dafür eingesetzt wird, die Umgebung zu erkennen und kategorisieren.

11. Essen und Drinks mit «Google Lens» identifizieren
Ich persönlich hatte das Feature einige Monate nicht mehr genutzt und war nun verblüfft, was Google durch seine smarte Linse nun alles bereits erkennen kann. Beispielsweise bekam ich von meinem Hotel einen «Welcome-Drink» spendiert. Ich habe meine «Google Lens» auf das Glas gerichtet und der Google–Algorithmus identifizierte Glas und Inhalt fehlerfrei als «Gin und Tonic». So auch später beim Apéritif, als unserer Reisegruppe «Tinto de Verano» – auch bekannt als «Sangría» – ausgeschenkt wurde. Als kleinen Bonus kann ich mir dann nahtlos auch noch das Rezept dafür von Google vorlesen lassen – doch darauf gehen wir in einem anderen Artikel tiefer ein.

Google Lens Smartphone Mallorca Test
«Was habe ich eigentlich hier vor mir?» – egal, ob Drinks, Essen, lokale Flora oder Fauna: Die «Google Lens» erkennt mit Hilfe von künstlicher Intelligenz Objekte und kann sie auch gleich benennen.

12. Lokale Flora und Fauna identifizieren
Doch die «Google Lens» bewährt sich nicht nur am Esstisch. Wie oft läuft man auf seinen Entdeckungsreisen an eine lokale Pflanze oder einen Baum mit exotischen Früchten heran und fragt sich, wie das Gewächs wohl heisst? Auch hier kann die smarte Linse helfen: Einfach die Smartphone–Kamera auf das Objekt gerichtet und bald darauf meldet sich die Lens mit einem Vorschlag, was man hier vor der Linse haben könnte. Ob Palmen, kleine Sträucher oder Beeren und Früchte: Die Identifikationsfähigkeiten der «Google Lens» sind beeindruckend.

«Google Assistant» hat die nächsten Termine im Griff

13. Last-Minute Informationen mit «Google Assistant»
Weil man sich auf seiner Reise ganz auf die Umgebung, die Menschen und die Natur einlassen möchte, kann es schonmal vorkommen, dass man dabei die Zeit vergisst. Ein kurzes «Hey, Google…», gefolgt von «wann ist mein nächster Flug?» lässt das Smartphone die Reservation anzeigen. Ebenfalls lässt sich so ganz simpel in Erfahrung bringen, wie das Wetter am folgetag wird: «Hey Google, brauche ich morgen einen Regenschirm?». Der smarte Assistent weiss jetzt schon auf viele Fragen eine Antwort und wird natürlich von Google weiter verfeinert und mit zusätzlichem Wissen ausgestattet. Auch hier lohnt es sich, die Software immer mal wieder zu testen.

Fazit: Das ganze Wissen von Google immer mit dabei

Zugegeben: Die Auswahl von Apps und Diensten als Reiseempfehlungen ist hier ziemlich Google-zentrisch. Einerseits klar, wenn die Erkundungs-Reise unter dem Motto «#MallorcaWithGoogle» stattfand. Andererseits gibt es aber ausser Apple und vielleicht Tencent in China kaum einen Tech-Anbieter, der ein so umfassendes Software-Paket für Reisende anbieten kann wie Google. Denn bei allen eingesetzten Diensten kommt auch immer das geballte Wissen und die Vernetzung zum tragen, die sich der Konzern aus Mountain View, Kalifornien in den letzten zwanzig Jahren im Internet erarbeitet hat. Ideal wäre als Paarung zu dieser Software natürlich die Google-eigene Smartphone «Pixel», wie beispielsweise das kürzlich vorgestellte «Google Pixel 4». Nur leider werden diese Modelle (noch) nicht offiziell in der Schweiz angeboten.
Insofern können wir von «Techgarage» nur empfehlen: Schnappt euch euer Smartphone und geht auf grosse Erkundungsreise. Egal, ob ihr die Welt durch die Google–Linse oder in eurem eigenen Tempo erkundet: «Wenn einer eine Reise tut, so kann er was erzählen», heisst es nicht umsonst. Und die Welt da draussen wartet nur darauf, von euch entdeckt zu werden. Mit den aktuellen Google–Diensten wird’s einfach hie und da ein Bisschen entspannter und stressfreier.

Pascal Landolt

Pascal Landolt

Pascal ist Tech-Enthusiast und begeisterter Storyteller – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander ..Pascal lebt für Technologie und schreibt leidenschaftlich gerne – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander verbinden. Er wohnt in Zug, aber eigentlich nennt er die ganze Welt sein Zuhause.

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