USA haben heimlich 6000 Starlink-Antennen in den Iran geschmuggelt

Kevin Kyburz
13. Februar 2026
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Nach der brutalen Niederschlagung der Proteste im Iran hat die US-Regierung heimlich rund 6000 Starlink-Antennen in das Land geschmuggelt. Das berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf US-Regierungsquellen. Damit sollten Regimekritiker trotz der vom Regime verhängten Internetsperren online bleiben können.

Internetsperre während der Massenproteste

Die Proteste im Iran hatten vor dem Jahreswechsel begonnen und sich am wirtschaftlichen Niedergang und dem Wertverfall der Landeswährung entzündet. Am 8. Januar gingen Millionen Menschen im ganzen Land gegen das Regime auf die Strasse – woraufhin Teheran sämtliche Internetzugänge sperrte. In den Tagen der Internetsperre sollen laut Berichten mehr als 30.000 Menschen getötet worden sein.

Während des Blackouts drangen nur tröpfchenweise Informationen aus dem Land – hauptsächlich dank Starlink von SpaceX. Die mobilen Antennen bauen Verbindungen direkt zu Satelliten auf, was staatliche Stellen nur begrenzt verhindern können.

Trump: «Hilfe ist unterwegs»

Dies ist das erste Mal, dass die USA Starlink-Terminals direkt in den Iran geschickt haben – bislang wurden sie nur privat geschmuggelt. Um die Aktion zu finanzieren, sollen unter anderem Gelder gestrichen worden sein, mit denen zuvor VPN-Anbieter unterstützt wurden. Das Weisse Haus hat den Bericht nicht kommentiert. Während der Proteste hatte US-Präsident Donald Trump die Menschen im Iran allerdings aufgefordert, weiter zu demonstrieren, und versprochen: «Hilfe ist unterwegs.»

Das Regime in Teheran hat den USA wiederholt vorgeworfen, bei den Protesten eine Rolle gespielt zu haben – Vorwürfe, die Washington stets zurückwies. Die Enthüllung zeigt nun, dass die USA mehr unternommen haben, als bislang bekannt war.

Starlink im Iran etabliert

Starlink von SpaceX verfügt inzwischen über mehr als 9600 aktive Satelliten und bietet schnelles Internet auf allen Kontinenten. Im Iran sollen bereits rund 50.000 Terminals im Einsatz sein – ob die 6000 neuen der US-Regierung darin enthalten sind, ist unklar. Das Regime hat für die Nutzung der Technologie harte Strafen verhängt und versucht inzwischen, auf UN-Ebene gegen Starlink vorzugehen.

Bereits im Herbst 2022 hatte Elon Musk den Dienst erstmals für den Iran freigeschaltet – damals war die Infrastruktur am Boden aber noch nicht ausreichend. Das hat sich mittlerweile grundlegend geändert.

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Kevin Kyburz

Geschrieben von Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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