Techgarage

«Honda e»: Ein Stadt-Stromer mit Charakter rollt an den Autosalon

by Kevin KyburzPascal Landolt 6. März 2019

Erstmals hat Honda im Rahmen der diesjährigen Geneva International Motor Show (oder wie wir in der Schweiz sagen: dem Autosalon) sein neues Stadtfahrzeug mit Elektro-Antrieb der Öffentlichkeit präsentiert.

Der «Honda e» ist mit seinen kompakten Abmessungen und einer Reichweite von über 200 Kilometern als Elektroauto für die Stadt ausgelegt. Der Hersteller plant noch in diesem Jahr den Produktionsstart der Serienversion mit einer Auslieferung 2020. Wer aber schon jetzt ganz hin und weg ist vom kompakten Elektro-Stadtflitzer, kann sich für Hondas «FuturEV»-Programm registrieren und erhält alle Informationen rund ums Auto vorzeitig – wie auch Einladungen zu exklusiven Events.

HondaE left Geneva Motor Show

Design gewann schon früh Fans

Als Honda das Design des jetztigen «Honda e» erstmals 2017 an der Frankfurt Motor Show unter dem Namen «Urban EV Concept» enthüllte, eroberte es schnell die Herzen der Autofans. Durch den Mix eines retro-futuristischen Äusseren, gepaart mit einer modernen Kabine und einem effizienten Elektro-Antrieb sprach das Konzept von Anfang an eine breite Zielgruppe an.

Ein Flitzer für die City

Unter dem Kleid steckt eine vollständig neue, spezifisch auf den E-Antrieb ausgelegte Plattform mit relativ langem Radstand, breiter Radspur und kurzen Überhängen – alles Massnahmen, die das Manövrieren in der City vereinfachen und für dynamische Fahreigenschaften sorgen sollen.

Noch fehlen die technischen Details

Der Ladeanschluss des kleinen Elektroflitzers befindet sich mittig an der Fahrzeugfront, um einen einfachen Zugang von beiden Fahrzeugseiten zu gewährleisten. Ein durch die Glasabdeckung sichtbares LED-Lichtband zeigt zudem den Ladestatus an. Honda verspricht zwar eine «Schnelladung», mit der sich der Akku innerhalb von 30 Minuten auf 80% aufladen lassen soll.

Dabei bleibt uns der Konzern aber noch eine Antwort schuldig, was das in Kilowatt Ladeleistung, in Kapazität der Batterie oder in Anschluss-Möglichkeiten bedeutet. Mehr dieser «Hard Facts» sollen erst im Laufe dieses Jahres kommuniziert werden, wie es von Firmenseite hiess. Immerhin wissen wir, dass eine Ladung mit Wechselstrom auch dreiphasig möglich sein soll – bei vielen Elektroautos von traditionellen Autoherstellern bisher noch eine Seltenheit.

Aerodynamische Türgriffe und Aussenspiegel

Zu den besonderen Designelementen der minimalistischen Optik des «Honda e» zählen bündig integrierte, ausfahrbare Türgriffe sowie Kompaktkameras, welche die herkömmlichen Aussenspiegel ersetzen.

HondaE Camera Mirror Geneva Motor Show

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Sowohl die Türgriffe als auch die Kamera-technologie sind in dieser Fahrzeugkategorie erst selten anzutreffen: Erstere wurden in Teslas Luxuslimousine Model S erstmals in einem Elektroauto verbaut – sie gelten als besonders windschnittig. Und die Kameras anstelle der Aussenspiegel sollen auf Nachfrage von «Techgarage» tatsächlich so in Europa und Japan verbaut werden – in den USA wird er deshalb aus Gesetzesgründen gar nicht erst verkauft.

Einmal kurz auf den Fahrersitz geschlichen

Wir wären nicht die «Techgarage», wenn wir uns nicht kurz auf den Fahrersitz des Honda e geschlichen hätten – auch wenn das Modell noch eine Vorerserien-Version ist. Und was wir auf den ersten Blick vorfinden, gefällt durchaus: Vom Sitzplatz hat man einen guten Überblick auf alle Displays und hat dank einer klugen Auslegung im Cockpit jederzeit alles im Griff. Dass die beiden Seitenspiegel und der Rückspiegel jetzt durch Bilder auf Mini-Screens ersetzt sind, ist für Traditionalisten zumindest Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Die vielen Bildschirme, die in den Armaturen verbaut sind, lassen aber auf jeden Fall unsere Tech-Herzen etwas höher schlagen.

HondaE Inside Car Controll Geneva Motor Show

Der Stromer mit Kultpotenzial

Der «Honda e» hat definitiv Kultpotenzial: Er ist schlank, klein und wendig – alles, was ein gutes Stadtauto ausmacht. Dazu hat er eine eigene Designsprache, durch den er sich von vielen anderen Modellen abheben wird. Und natürlich schleicht er dank des E-Antriebs mit dem Bonus von null lokalen Emissionen durch die Häuserschluchten. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die Frankfurter Automesse «IAA» Mitte September – denn dann wird das Finale Serienmodell vorgestellt, das ab 2020 lautlos auf die Strassen rollen soll.

HondaE Inside Car Geneva Motor Show

HondaE Inside Mirror Geneva Motor Show

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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