Googles Android Things nur noch für Smart Speaker und intelligente Displays

Das Betriebssystem Android Things soll nur noch für intelligente Lautsprecher und Bildschirme weiter entwickelt werden. Ursprünglich war Google mit Android Things angetreten, um damit eine breite Palette von IoT-Geräten zu unterstützen.

Projekt Brillo

Auf der Entwicklerkonferenz Google I/O 2015 hatte der Suchmaschinen-Riese angekündigt, ein Betriebssystem mit dem Codenamen Brillo speziell für das Internet der Dinge (Internet of Things, abgekürzt IoT) bereitzustellen. Damit sollten insbesondere IoT-Geräte mit kleinem Arbeitsspeicher (32 bis 64 MB) und geringer Stromzufuhr zum Laufen gebracht werden.

Im Mai 2018 hatte Google die Version 1.0 des IoT-Betriebssystems – mit dem offiziellen Namen Android Things – veröffentlicht. Nicht einmal ein Jahr später soll das gesamte Projekt auf einen viel kleineren Anwendungsbereich zusammen gestampft werden, wie man in einem Post des «Android Developers Blog» lesen kann.

Google habe im letzten Jahr mit Partnern bei der Entwicklung von Konsumgütern zusammengearbeitet, die auf Basis von Android Things und dem integrierten Google Assistant funktionierten. Wegen der Erfolge bei Smart Speakern und Smart Displays wolle man sich nun auf diese Art von Geräten konzentrieren. Android Things würde damit vor allem als Plattform für intelligente Lautsprecher und Bildschirme der OEM-Partner weiterentwickelt.

Die System on Modules (SoMs), die auf NXP, Qualcomm oder MediaTek basieren, würden nicht mehr von Android Things unterstützt werden.

Experimentier-Plattform bleibt erhalten

Allerdings gebe es nach wie vor die Möglichkeit, das Software Development Kit Android Things SDK zu nutzen, um mit der Plattform zu experimentieren und intelligente Geräte zu entwickeln, die vernetzt sind. Als Hardware für diese Geräte könnten die Einplatinencomputer NXP i.MX7D oder Raspberry Pi 3B genutzt werden. In der Android Things Console würden den Entwicklern auch nach wie vor System-Images für diese Boards zur Verfügung stehen.

Wer IoT-Geräte im kommerziellen Bereich entwickele, sagt Google in seinem Blog-Post,  könne Googles Cloud IoT Core oder Cloud IoT Edge nutzen. Für Geräte, auf denen Anwendungen mit maschinellem Lernen laufen, stünde der von Google entwickelte Edge-TPU-Chip zur Verfügung.


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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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