Google I/O 2021: Google überrascht mit Project Starline und zeigt neues Design für Android 12

Gestern startete die grosse Google Entwicklerkonferenz I/O, nachdem diese 2020 wegen der aktuellen Pandemie ausgefallen ist. Sundar Pichai und sein Team haben die erste Keynote genutzt, um nicht nur Android 12 zu präsentieren, sondern auch jede Menge Neuerungen, welche Nutzer von Google Diensten in Zukunft begegnen werden. Wir haben hier die wichtigsten Ankündigungen zusammengefasst.

Android Privacy

Privacy wird seit einigen Jahren immer grösser bei Google geschrieben, da wundert es nicht, dass der kalifornische Suchgigant zusammen mit Android 12 einige Verbesserungen gezeigt hat.

Mit dem «Privacy Dashboard» sollen Android Nutzer ein Ort haben, wo diese haargenau sehen, welche App welche Berechtigungen hat und was diese zuletzt abgefragt hat. Zum Beispiel wie oft welche App den Standort abgefragt hat oder wie oft das Mikrofon und Kamera aktiviert wurde. Im Dashboard kann der Nutzer dann relativ schnell und einfach Apps die Berechtigung entziehen.

Android 12 Privacy Dashboard

Mit «Private Compute Core» bringt Google zusätzlich noch eine weitere Privacy Neuerung. Hier wird auf dem Gerät ein vom Rest des System`s getrennter Hochsicherheitsbereich erstellt, wo Daten einen Platz haben, welche definitiv nie von Apps verarbeitet werden dürfen. Diese sind neben Gesundheitsdaten sicher auch Passwörter und Kreditkartendaten.

Zu guter Letzt, bringt Google eine Funktion auf Android 12, welche iOS Nutzer schon länger kennen. Neben dem genauen Standort können Nutzer pro App auch nur einen ungefähren Standort teilen, wodurch diese Daten etwas mehr verschleiert werden.

Android 12 Privacy Kamera Telefon

Weiter signalisieren farbige Punkte am oberen Rand des Displays nun, wenn irgendeine App aktuell Zugriff auf die Kamera oder Mikrofon hat. Mit einem klick darauf, wird dann auch gleich gezeigt, welche App diesen Zugriff gerade nutzt.

Android 12

Nachdem die letzten Android-Versionen vom Aussehen nur wenig bis keine Anpassungen bekommen haben, gibts mit Android 12 dafür ein grosses Redesign. Auch wenn es auf den ersten Blick sehr verspielt und bunt wirkt, haben Nutzer auch sehr viel Anpassungsmöglichkeiten. Google nennt das ganze «Material You», wodurch sich die Farben anhand vom Hintergrundbild selber anpassen. Neben vielen neuen Animationen gibts natürlich auch neue Buttons und neue Textelemente. Ein Feature, welches Google bei Apple abgeschaut hat, nachdem es Apple von Google übernommen hat, sind die Widgets. Google scheint da nochmals etwas über die Bücher gegangen zu sein und geht mit seinen Widgets neu auch mehr in Richtung Apple mit iOS 14.

Android 12 wird im Herbst pünktlich zusammen mit dem Pixel 6 erwartet.

#Android12: Designed for you

Android 12 Beta Test

Wer bereits jetzt schon Android 12 testen möchte, kann sich bei Google als Entwickler registrieren und die Android 12 Beta dort herunterladen. Neben Google Pixel Besitzern, können bereits OnePlus, OPPO, realme, Vivo, Xiaomi und mehr Geräte Android 12 testen.

Wear OS – Samsung spannt mit Google zusammen

Lange hat man Wear OS als eines der vielen bereits begrabenen Google Projekte angesehen, wodurch die Überraschung umso grosser war, als Google eine Kooperation mit Samsung angekündigt hat, um Wear OS zu verbessern. Samsung hat bei dieser Kooperation sein eigenes Smartwatch OS «Tizen» beigesteuert und wird auf dieses in Zukunft verzichten.

Google WearOS 2021

Das neue Wear OS soll gemäss Google 30 % schneller sein als die Version vorher. Neben von Grund auf überarbeiteten Oberfläche, wurden auch die Dienste von FitBit komplett integriert. Wir erinnern uns, Google hat das Unternehmen vor 2 Jahren gekauft.

Project Starline

Die grösste Ankündigung, welche Google an diesem Abend gemacht hat, war das «Project Starline».

Project Starline: Feel like you're there, together

Mithilfe einer grossen Anzahl an Kameras und Tiefensensoren wird in Echtzeit ein detailliertes 3D-Modell einer Person erstellt. Diese Daten werden dann über das Internet an einen von Google entwickelten Bildschirm gesendet, welcher diese Daten dort dann anzeigt.

Dank diesen Kameras und dem Bildschirm, bekommt man rasch das Gefühl, man sitz dieser Person gegenüber. Die Testteilnehmer im Video waren auf jedenfall begeistert.

Leider ist dieses System noch in einem sehr frühen Stadium, weshalb wir nicht mit einer Veröffentlichung in diesem Jahr rechnen würden. Unserer Meinung nach würde es aber Videokonferenzen um einiges angenehmer machen.

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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