Techgarage

Facebook startet neue Marktforschungs (Spionage) -App und bezahlt Nutzer dafür

by Kevin Kyburz 12. Juni 2019

Facebook scheint es mit der Transparenz, von welcher Mark Zuckerberg an der eigenen Entwicklerkonferenz F8 gesprochen hat, ernst zu meinen und bietet nun offiziell eine Marktforschungs-App an, bei welcher Nutzer Geld damit Verdienen können wenn sie Facebook dabei zuschauen lassen was die Nutzer auf dem Smartphone machen.

Wir erinnern uns, als Apple die ähnliche Research-App im Januar aus dem Apple Store geschmissen hat. Damals hat Facebook gegen die Richtlinien von Apple verstossen und Teenager mit Gutscheinen gelockt, um deren Nutzerverhalten zu tracken. Apple hat neben der App auch gleich Zertifikate von Facebook blockiert, weshalb auch interne Apps, wie die Speisekarte der Kantine, nicht mehr funktionierten.

Advertisement

Mit der neuen „Study from Facebook“ App ist man etwas Transparenter. Facebook würde gemäss eigener Aussage folgende Informationen sammeln:

  • Apps welche der Benutzer auf seine, Smartphone installiert hat
  • Wie viel Zeit ein Benutzer in einer App verbringt
  • Welche Aktivitäten und Funktion man in der App nutzt
  • Das Land und Gerät welches genutzt wird
  • Über was für ein Netzwerk der Benutzer mit dem Internet verbunden ist.

Facebook betont,  dass es nicht darum geht Benutzer-IDs, Passwörter oder andere Inhalte wie Fotos, Videos oder Nachrichten zu sammeln. Wie das Unternehmen auch mitteilt, würde man keine Informationen an Dritte verkaufen oder für gezielte Werbung verwenden. Sollte der App Nutzer auch Facebook Nutzer sein, würde der Konzern die Daten dem Profil zuweisen. Wer die 5. Staffel von Black Mirror geschaut hat, kann sich demnach gut vorstellen, wie dass dann etwa aussieht.

Für die Nutzung der Marktforschung dürfen nur Personen aus den USA und Indien zugelassen, welche älter wie 18 sind. Wie viel Geld die Nutzer verdienen könne sei derzeit nicht bekannt.

Advertisement

Nun bleibt die Frage, ob man Facebook Vertrauen kann und sie wirklich nur die angegeben Daten sammeln oder doch mehr und ob sie die Daten bei ihren vielen Sicherheitsproblemen auch gut sichern.

 

Advertisement
Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

Comment Form

Required fields are marked *

Abonniere unseren Newsletter und erhalten die nächsten News aus erster Hand.