Verizon macht es Kunden schwerer, ihre Smartphones zu entsperren: Laut einem Bericht von The Verge hat der US-Carrier seine Unlock-Politik verschärft und verlangt künftig eine 60-tägige Wartezeit, bevor Geräte für andere Netze freigeschaltet werden.
Was sich ändert
Bisher entsperrte Verizon Geräte relativ unkompliziert. Ab sofort müssen Kunden ihr Smartphone mindestens 60 Tage im Verizon-Netz aktiv nutzen, bevor es für andere Carrier freigegeben wird. Das gilt sowohl für Geräte mit Ratenzahlung als auch für voll bezahlte Phones.
Branchentrend
Verizon ist nicht allein: AT&T und T-Mobile haben ähnliche Restriktionen. Die Carrier argumentieren mit Betrugsprävention – Kriminelle kaufen subventionierte Phones und verkaufen sie sofort im Ausland weiter.
Mein Take
Wer ein Smartphone mit Vertrag kauft, sollte die Unlock-Bedingungen vorher genau prüfen – solche Restriktionen können auch hierzulande zum Problem werden.
Für den durchschnittlichen Kunden ändert sich wenig – wer einen Zweijahresvertrag unterschreibt, wechselt ohnehin nicht nach zwei Wochen den Anbieter. Ärgerlich ist es trotzdem: Du kaufst ein Gerät, aber es gehört dir nicht wirklich, bis der Carrier es erlaubt. In der EU wäre so etwas undenkbar, wo Unlock-Pflichten und Portabilität streng reguliert sind. Der US-Mobilfunkmarkt bleibt ein Sonderfall – und nicht im guten Sinne.