Apple MacBook Air M2

MacBook Air M2 im Test – Der fast perfekte Laptop

Von Kevin Kyburz

Das MacBook Air M2 von Apple ist der beliebteste Laptop der Welt – so betitelt es der Konzern aus Cupertino während seiner Keynote im Sommer 2022 zur WWDC. Und in der Tat, das federleichte Gerät war einer meiner treuesten Reisebegleiter, bevor das iPad Pro mit Tastatur massentauglich wurde. In diesem Jahr hat Apple dem leichtesten und dünnsten MacBook ein Redesign geschenkt und natürlich einen neuen M2 Chip.

Nach rund 2 Wochen wird es nun Zeit für ein Testfazit.

Design – Mitternacht der Fingerabdruck Magnet

Neben dem neuen Design, welches an das iPad Pro und den neuen MacBook Pro`s gleicht, hat Apple nach all den Jahren auch neue Farben für das Air bereit. Neben Silber und Space Grey kommt neu Mitternacht und Polarstern dazu. Für meinen Test bekomme ich von Apple eines in Mitternacht und bin auf den ersten Blick begeistert. Mitternacht ist hierbei ein finsteres Blau und somit dunkler als Space Grey, leider zieht die Farbe bzw. das Finish Fingerabdrücke magisch an, was es schnell zum dreckigsten Objekt im Büro macht.

MagSafe nun auch fürs Air

Während ich nebenbei noch das neue M2 MacBook Pro auspacke und einrichte, fällt mir noch schneller auf, dass dieses ja keinen MagSafe Anschluss hat. Umso erfreulicher ist es, dass Apple dem Air nun auch einen spendiert hat, denn ohne möchte ich nicht mehr sein. Neben dem einfachen und kratzerfreien Anschliessen des Ladekabels, kann man auch ohne Problem über das Ladekabel stolpern, ohne gleich CHF 1400 mit in den Abgrund zu ziehen.

Das MacBook Air im Alltag

Wie schon bei den vorherigen Modellen mit dem M1 Chip, macht die tägliche Arbeit eigentlich Spass. Der Akku hält gefühlt eine Ewigkeit und auch die Möglichkeit, das dünne MacBook Air überall zu verstauen, machen ihn zum perfekten Begleiter.

Dank neuer 1080p Webcam sind Videocalls ab sofort schärfer fürs Gegenüber. Zwar kommt im Herbst mit macOS Ventura die Möglichkeit, wie mit Camo, das iPhone als Webcam zu nutzen. Meiner Meinung nach ist der Weg mit einer besseren Webcam der richtige, denn nicht jeder hat sein iPhone direkt zur Hand um es dafür zu entwenden.

Der nicht vorhanden Lüfter wird zum Problem

Ich liebe den Weg, welchen Apple mit seinen eigenen Chips gegangen ist, sie sind nicht nur energieeffizient, sondern liefern Power, die ein Intelchip in der Grösse einfach nicht mehr bringen kann. Auch wenn Steve Jobs Lüfter gehasst hat, braucht auch der beliebteste Laptop der Welt «Zitat Apple», eine ordentliche Kühlung, denn der M2 ist nur so gut, wie er auch arbeiten kann.

MacBook Air M2 Kernel Prozessor

Im Alltagstest, mit InDesign und ein paar Chrome Browsern, Apple Music und einem externen Monitor von LG, stiess das MacBook Air schnell an seine Grenzen und fing an nicht mehr flüssig zu laufen. Ein kurzer Blick in die Aktivitätsanzeige, ein Systemprogramm von Apple, zeigte, dass der «kernel_task» den grössten Teil der CPU für sich blockierte. Eine kurze Suche bei Google zeigte dann einen Supporteintrag von Apple, wo deutlich wird, dass dieser Prozess dafür da ist, eine Überhitzung zu verhindern – was ja eigentlich eine gute Sache ist, nur ist es nicht hilfreich im Alltag.

Wer also mit Programmen wie Lightroom, Photoshop oder iMovie regelmässig arbeitet und nicht nur etwas im Internet surft und E-Mail checkt, sollte sich leider für ein Pro Modell wechseln, welches in der 14 und 16 Zoll Version auch MagSafe besitzt.

Fazit

Das MacBook Air ist prinzipiell ein tolles Gerät, welches ich dem Normal-Benutzer wärmstens empfehlen kann. Wer jedoch Pro Arbeit verrichten möchte, sollte auch ein MacBook Pro mit aktiver Lüfter-Kühlung nutzen, welche zwar nur selten aktiviert wird, jedoch scheint die allgemeine Kühlung dort besser zu funktionieren.

Bei der Farbauswahl wird wohl alles besser sein als Mitternacht, ausser man putzt gerne täglich sein MacBook Air. Ich hoffe, Apple schafft es, für die Zukunft ein anderes Finish zu entwickeln, wodurch auch bei Mitternacht die Fettflecken nicht so sichtbar sind.

Preis und Verfügbarkeit

Das MacBook Air lässt sich auf der Webseite von Apple oder anderen Elektrofachgeschäften ab CHF 1385 kaufen. Wie immer gibts einige Optionen mit mehr Speicherplatz und Arbeitsspeicher.


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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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