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Apple arbeitet an flexiblem iPhone-Display – kein faltbares Smartphone

by Kevin Kyburz 8. Februar 2019

In einem frisch veröffentlichten Patent-Antrag von Apple kann man nachlesen, dass der Konzern sich die Idee zu einem flexiblen Bildschirm schützen lassen möchte, auf dem Tasten gebildet und wieder verschwinden können – je nach Bedarf.

Temporäre Tastatur denkbar

Den Patent-Antrag für den flexiblen Bildschirm hatte Apple bereits im September 2018 beim Patentamt der Vereinigten Staaten (United States Patent and Trademark Office) eingereicht; jetzt ist er veröffentlicht worden.

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In dem Antrag beschreiben Apples Entwickler, wie sie verschwundene Tasten – man denke an den Home-Button – mit Hilfe eines flexiblen Bildschirms wieder zurück auf das Display bringen wollen. Zum einen soll es Stellen auf dem Bildschirm geben, die bei Berührungsdruck nachgeben und dem Nutzer damit das Gefühl vermitteln, auf eine echte Taste zu drücken. Dabei soll die Bildschirmeigenschaft in diesem Bereich erhalten bleiben.

Zum anderen soll es aber auch die Möglichkeit geben, Stellen im Display zu erheben, wodurch eine Taste optisch angedeutet wird. Das soll soweit gehen, dass ganze Tastaturen durch temporär erhobene Gitterstrukturen auf dem Display erscheinen.

Der flexible Bildschirm könne ausserdem dazu dienen, Ton wiederzugeben oder als Teil eines Mikrofons Ton zu empfangen. Auch der Einsatz im Zusammenhang mit einem Drucksensor sei möglich, wodurch die Funktion eines Barometers erfüllt werden könnte.

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Display als Lautsprecher nicht neu

Die Hersteller Meizu und Vivo haben bereits Smartphones entwickelt, die ohne Tasten auskommen. Das haptische Gefühl beim Drücken des Lautstärke-Reglers an der Seite des Meizu Zero wird durch Vibration erzeugt. Apples Lösung, verschwundene Tasten – wie etwa den Home-Button – auf das Display zurückzubringen, indem man eine flexible Oberfläche nutzt, ist insofern neu.

Die Idee, Ton über den Bildschirm wiederzugeben, wird allerdings bereits bei den Geräten von Meizu und Vivo umgesetzt. Beim Meizu Zero ist die sogenannte «mSound-2.0»-Technologie verbaut, die den Ton durch Vibration des Bildschirms erzeugt. Das Vivo Apex 2019 nutzt die sogenannte «Body SoundCasting»-Technologie, die ebenfalls durch Display-Vibration funktioniert.

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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