Techgarage

Acer Swift 7 im Test: Das Notebook in seiner Essenz

by Pascal Landolt 19. September 2019

Wäre das Acer Swift 7 ein Getränk, wäre es ein Espresso: Schwarz, reduziert, zweckmässig. Und natürlich stellvertretend für einen bestimmten Lifestyle.

Und während das Swift 7 nicht direkt zu den Neuheiten gehört, die Acer kürzlich an der IFA in Berlin vorgestellt hat, sprach mich das Notebook schon länger durch seine kompakten Abmessungen und leichte Bauweise an. Während Redaktionskollege Kevin fürs Arbeiten unterwegs von seinem iPad Pro schwärmt, bevorzuge ich einen Laptop mit fix montierter Tastatur. Grund genug, um das schlanke, ultraleichte Swift 7 also einem Test zu unterziehen.

Acer Swift 7 Laptop versus Huawei P30 Pro

Ganz schön dünn: Das Acer Swift 7 (links) im Vergleich mit einem Huawei P30 Pro (rechts).

Optik und Haptik

Die Oberfläche des Swift 7 ist aus einem griffigen Kunststoff gefertigt, die insgesamt 990 Gramm des Swift sind sehr gut ausbalanciert. Beides gibt einem als Nutzer ein sicheres Gefühl, wenn man das ultradünne Notebook mit sich trägt oder mal unter den Arm klemmt.

Angenehm fallen Design-Entscheidungen auf wie den Rand um den Bildschirm schmal zu halten – so kommt das Bild auf dem Schirm besser zur Geltung. Ansonsten ist das Swift 7 zurückhaltend gestaltet: Klare Linien und scharfe Kanten prägen das Gerätedesign im guten Sinne.

Technische Spezifikationen des Swift 7

Das Swift 7 ist nicht als Hochleistungs-Notebook ausgelegt. Zwar sorgen ein Core i7-Prozessor der 8. Generation und grosszügige 16 Gigabyte (GB) RAM für ein ruckelfreies Erlebnis. Als Grafikkarte setzt Acer mit den Intel UHD Graphics 615 hingegen auf eine On-Bord Lösung.  Das reicht nicht für aufwändige Games oder das Schneiden von Videos, doch das ist auch gar nicht der Anspruch des Swift 7.

Acer Swift 7 Laptop Cover

Das Gerät versteht sich als Notebook im tatsächlichen Sinn – ein Notizbuch für unterwegs. Dafür kommt es mit einem IPS-Bildschirm im angenehmen 16:9-Format daher, das eine Auflösung von 1920 mal 1080 Pixeln (Full HD) aufweist. Word, Excel und Surfen im Internet lassen sich damit bestens erledigen. Und auch wer viel Daten auf seinem ultraportablen Gerät dabei haben will, wird mit den 512 GB SSD-Speicher gut bedient. Ebenfalls lobend hervorzuheben sind die zwei USB-C-Anschlüsse: Damit lässt sich das Swift 7 zügig aufladen, während gleichzeitig noch ein Dock für Peripherie angesteckt werden kann. Fans von Kabel-Kopfhörern finden sogar eine Kopfhörer-Buchse.

Das Swift 7: Einsatz im Alltag

Das Swift 7 brilliert, wenn es darum geht, ein leichtes und portables Gerät für unterwegs zu haben. In der Tat lässt sich der ultradünne Laptop in der Tasche,  im Rucksack oder gar in einer Dokumentenmappe unterbringen.

Advertisements

Acer Swift 7 Laptop night

Beim Zuklappen schliesst es satt, und wenn man den Bildschirm wieder aufklappt, vergehen keine zwei Sekunden, bis man wieder beim Willkommensbildschirm ist. Kurz den Finger auf den eingebauten Fingerabdruck-Scanner gelegt und schon ist man eingeloggt und das Notebook bereit für die weitere Arbeit. Auch wer gerne mal länger unterwegs arbeitet, kommt mit dem Swift 7 gut durch den Tag: Trotz des schlanken Profils des Geräts hat Acer es geschafft, einen 35 Wattstunden-Akku zu verbauen. Wir haben keinen Akku–Test gemacht, aber in unserem Test-Alltag hat das Notebook bisher auch nach vier bis fünf Stunden Arbeit nicht schlapp gemacht.

Sonstige Tricks des Swift 7

Zugegeben: Ich habe einen Moment gebraucht, bis ich das Swift 7 eingeschaltet hatte. Lange habe ich in der obersten Tastaturreihe nach einer Einschalttaste gesucht, später den “On”-Schalter am Gehäuserand gesucht. Dabei weckt ein kleines, unscheinbares quadrat links von der Tastur das Notebook erst zum Leben. Denn diese kleine, konkave Aussparung ist Fingerabdruck-Scanner und Ein-/Ausschalttaste in einem. Darauf muss man auch erstmal kommen…

Acer Swift 7 Laptop hidden camera

Dafür ist mir beim Rumdrücken auf dem Gerät ein weiteres verstecktes Feature ins Auge gesprungen: Oberhalb der Ziffer «1» ist im Gehäuse eine weitere Taste eingelassen.  Drückt man drauf, klappt die kleine Frontalkamera auf, die man für Videokonferenzen nutzen kann. Leider ist der Betrachtungswinkel nicht sehr schmeichelhaft, wenn die Kamera in diesem Stil von unten herauf filmt.

Fazit: Der Espresso unter den Laptops

Das Review dieses Swift 7 habe ich auf ebendiesem Gerät geschrieben – auf einer Busfahrt zwischen Zürich und München. Und während auf dem Mini-Klapptisch im Bus ein Arbeiten auf meinem 15-Zoll MacBook Pro beinahe unmöglich gewesen wäre, hat sich das Swift 7 mit dem wenigen Platz begnügt, das es zur Verfügung hatte. Dank der grosszügig ausgelegten Tastatur fiel mir das Tippen auch auf der holprigen Strasse leicht. Und weil das Swift 7  so leicht ist, musste ich auch nicht zweimal überlegen, ob es mit ins Reisegepäck kommt. Wenn ich noch einen Wunsch offen hätte, wäre dies, dass sich der Bildschirm mit nur einer Hand aufklappen liesse – so elegant, wie es beim MacBook (Air) von Apple der Fall ist.

Acer Swift 7 Laptop with Nespresso

So wie es in der Fotografie heisst: «Die beste Kamera ist die, die du dabei hast», ist es so ähnlich beim Swift 7: Es ist der Mini-Laptop, der mich während der Testdauer auch mal als Zweitgerät begleitet hat und mit dem ich unterwegs im Internet was nachschlagen oder eben – einen Text zu Papier bringen konnte. Es ist – wie ein Espresso – die Essenz einer Erfahrung.

Advertisements
Pascal Landolt

Pascal Landolt

Pascal ist Tech-Enthusiast und begeisterter Storyteller – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander verknüpfen. Er lebt in Zug, aber eigentlich nennt er die ganze Welt sein Zuhause.

Comment Form

Required fields are marked *

Abonniere unseren Newsletter und erhalten die nächsten News aus erster Hand.