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Smartwatch Vergleich: So findet man das passende Modell

by Kevin Kyburz 22. Januar 2018

Die Auswahl an Smartwatches wächst von Tag zu Tag. Da fällt die Entscheidung, welches Modell denn nun das Passende ist, gar nicht mal so leicht. Es gibt allerdings einige grundlegende Kriterien, die man beim Smartwatch Vergleich beachten sollte.

Darauf sollte man beim Kauf einer Smartwatch achten

Die Wahl der passenden Smartwatch hängt stark von den persönlichen Vorlieben ab und wofür man diese verwenden möchte. Vor dem Kauf sollte man sich auf jeden Fall über folgende Punkte Gedanken machen:

Kompatibilität

Apple Watch mit einem iPhone oder eine Fossil mit dem Google Pixel

Ähnlich wie bei den Smartphones gibt es bei den Smartwatches verschiedene Betriebssysteme. Die weit verbreitetesten sind: Android Wear WearOS und watchOS. Da die Smartwatch als Ergänzung für das Smartphone gedacht ist, ist es wichtig, dass die Uhr mit diesem kompatibel ist.

Viele Uhren funktionieren sowohl mit dem iPhone als auch mit einem Android-Smartphone. Allerdings gibt es Ausnahmen. Die Apple Watch ist beispielsweise nur mit dem iPhone kompatibel. Einige Smartwatches mit Android Wear lassen sich zwar mit dem iPhone verwenden, sie weisen jedoch nur einen eingeschränkten Funktionsumfang auf. Jedoch kann man im Internet leicht prüfen, ob das Smartphone kompatibel ist.

Funktionen

Zwar sind fast alle Smartwatches mit Funktionen wie Schrittzähler oder Pulsmesser ausgestattet, andere Optionen sind jedoch nicht immer vorhanden. Welche Smartwatch Funktionen man benötigt, hängt ganz vom Nutzungsverhalten ab.

  • Fitness: Wenn man viel im Freien unterwegs ist und gerne Wandern, Fahrradfahren oder Joggen geht, sollte man auf eine eingebaute GPS-Funktion und einen Höhenmesser achten. Geht man lieber schwimmen, ist es wichtig, dass die Uhr hierfür geeignet ist. Die meisten Modelle sind zwar wasserdicht, Schwimmen ist mit ihnen allerdings nicht möglich.
  • Benachrichtigungen: Wenn man viel in den sozialen Netzwerken aktiv ist, sollte man prüfen, ob die entsprechenden Anbindungsmöglichkeiten für die entsprechenden Netzwerke vorliegen.
  • NFC: Wie sieht es mit dem bargeldloses Bezahlen aus? Um diese Funktion zu nutzen, benötigt man ein Modell mit NFC-Technologie (Near Field Communication Technologie).
  • Anrufe: Um Anrufe ohne Smartphone entgegenzunehmen, benötigt man eine Smartwatch mit SIM-Karte. Sollte diese Funktion wichtig sein, hat man zwei Optionen: Entweder man sucht sich ein Modell, in dem man eine Simkarte einlegen kann oder man entscheidet sich für eine Smartwatch mit eSim. Das bedeutet die SIM-Karte ist bereits im Gerät verbaut und die Daten können auf diese SIM-Karte aufgespielt werden. So kann man auf der Smartwatch die gleiche Rufnummer verwenden wie auf dem Smartphone.
  • Apps: Je nach Betriebssystem unterscheidet sich die Auswahl der Apps. Aktuell hat Apple die grösste Auswahl gefolgt vom Android-Betriebssystem.

Bedienung

Mit Knöpfen, Touch oder Kombi? Das ist nicht nur eine Frage des Designs, sondern auch entscheidend für das Nutzererlebnis. Auf den ersten Blick mag das Touchdisplay die komfortablere Option sein, doch gerade Personen, mit großen Fingern fällt es oft schwer, das kleine Touch-Display zu bedienen. Zusätzliche Knöpfe zur Bedienung können also durchaus ein Vorteil sein.

Skagen Hybrid Watch

Ideal für Frauen: Die Skagen Hybrid Uhr.

Eine grundsätzliche Entscheidung, die man vor dem Kauf treffen muss, ist die Entscheidung, ob man ein Hybrid-Modelle möchte oder eine “echte” Smartwatch. Eine Hybrid-Watch ist eine Uhr, die zwar ein analoges Display besitzt und wie eine herkömmliche Uhr aussieht, jedoch über Smartwatch Funktionen wie Fitnesstracker oder Musiksteuerung verfügt. Im Vergleich zur Display Smartwatch ist der Funktionsumfang deutlich eingeschränkt, dafür ist die Lebensdauer der Knopfbatterie höher als bei einem Akku, da diese nur ungefähr alle 6 Monate gewechselt werden muss.

Display

Für die Smartwatch-Displays werden unterschiedliche Technologien verwendet. So gibt es neben dem klassischen LCD-Display zum Beispiel Uhren mit AMOLED-Display, die sich im Vergleich zu den LCD-Displays meistens durch eine kontrastreichere Farbwiedergabe auszeichnen. Mit OLED-Displays kommen ebenfalls immer mehr Modelle auf den Markt. Diese Displays sind dünner als die LCD-Displays und ermöglichen ein schlankeres Design.

Design

Das Design ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der passenden Smartwatch. Gerade für Frauen mit einem schmalen Handgelenk kann sich die Suche nach der passenden Smartwatch schwierig gestalten. Mittlerweile haben einige Hersteller jedoch damit begonnen, unterschiedliche Modelle für Männer und Frauen herzustellen.

So bietet Apple zum Beispiel eine kleinere Version der Apple Watch mit einem Durchmesser von 38 mm und einem Armband mit 125 – 200 mm Umfang an. Allerdings verkleinert sich mit dem Durchmesser auch die Bildschirmgrösse und die Uhr ist schwieriger zu bedienen. Das sollte man beim Kauf bedenken. Neben der Apple Watch finde ich auch die Modelle von Michael Kors oder Fossil für Frauen gut geeignet.

Apple Watch Series 3 Nike

Apple Watch Series 3 mit dem Nike Stoff Armband und Klettverschluss.

Viele Uhren bieten die Möglichkeit, das Uhrenband auszutauschen, um die Smartwatch zu personalisieren und an verschiedene Outfits anzupassen. Dabei sollte man darauf achten, dass einige die klassischen Armbänder unterstützen und so die Armbänder von einer alten analogen Uhr übernommen werden können. Andere Modelle wie die Apple Watch benötigen ein spezielles Armband. Wenn man sich für ein Modell entscheidest, dass kein austauschbares Band besitzt, sollte man sich Gedanken machen, welches Material man bevorzugst.

    • Plastik: Bänder aus Plastik sind vor allem für Sportler gut geeignet. Sie können leicht nach dem Training gereinigt werden und sind beim Sport angenehm zu tragen.
    • Metall: Die Variante aus Metall sieht in der Regel schicker aus, ist jedoch auch deutlich schwerer.
    • Leder/Stoff: Die dritte Option ist ein Leder- bzw- Stoffarmband. Generell nutzen sich diese Bänder jedoch schneller ab.

Akku

Smartwatches mit Farbdisplay verbrauchen deutlich mehr Energie und weisen somit eine kürzere Lebensdauer auf als beispielsweise die Hybridvarianten. Man kann davon ausgehen, dass eine Smartwatch mit Farbdisplay alle ein bis zwei Tage geladen werden muss. Um die Batterie zu sparen, schalten sich die Displays einiger Modelle bereits nach einer gewissen Zeit aus.

Natürlich hängt die Nutzungsdauer stark von den verwendeten Funktionen ab. Vor allem, wenn man viele Anrufe entgegennimmst und die GPS-Funktion verwendest, verkürzt sich die Lebensdauer dementsprechend.

Für alle, die das Laden mit dem Kabel stört, gibt es auch Modelle, die kabellos aufgeladen werden können. Allerdings ist dies eher eine nette Zusatzfunktion, anstatt ein besonders wichtiges Merkmal, auf das man achten sollte.

Preis

Neben Funktionen und Aussehen spielt natürlich auch das verfügbares Budget eine entscheidende Rolle. Die Preisspanne für Smartwatches geht weit auseinander. Wenn man jedoch eine etwas neueres Modell von einer bekannten Marken haben möchtest, sollte man mindestens 200 Franken einplanen. Je neuer das Modell und so umfangreicher die Funktionen, desto teurer wird die Smartwatch dementsprechend.

Fazit

Trotz der übergreifenden Kriterien für einen Smartwatch Vergleich ist es stark von den persönlichen Vorlieben und Nutzungsgewohnheiten abhängig, welche Smartwatch am besten geeignet ist. Man sollte sich zunächst eine Liste machen, welche Funktionen auf jeden Fall vorhanden sein sollen. Anschliessend kann man verschiedene Modelle gegenüberstellen. Im nächsten Teil habe ich mir sechs Modelle hinsichtlich der vorgestellten Kriterien einmal anschaut.

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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