Seat-Tochter Cupra stellt mit dem «Born» sein erstes Elektro-Auto vor

Cupra mag noch nicht allen ein Begriff sein – die Automarke ist eine Tochter des spanischen SEAT und wurde erst 2018 aus der Taufe gehoben. Seither hat sich Cupra nach eigenen Angaben als eine «Marke, die für Lifestyle und sportliches Fahren steht» platziert.

Als «Spin-Off» darf man sich oft an Neues und Unentdecktes wagen, und so lanciert Cupra jetzt ein voll elektrisches Auto, das auf den Namen «Born» hört. Damit spurt Cupra vor, denn SEAT selber verfügt noch über kein voll elektrisches Auto.

Born: Basierend auf VWs E-Baukasten

Wobei: Ganz neu und revolutionär ist auch der Born nicht – denn unter der optisch doch als Cupra erkennbaren Karosserie steckt, was unter anderem auch den Audi Q4 E-Tron, Skoda Enyaq iV, VW ID.3, ID.4 ausmacht: Volkswagens Modularer E-Antriebs-Baukasten (MEB). Hier drückt die Konzernmutter durch – was allerdings keineswegs ein schlechtes Zeichen ist.

Gebaut wird der im spanischen Martorell entwickelte Cupra Born entsprechend zusammen mit den VW IDs im Elektroauto-Werk der VW-Gruppe, das sich in Zwickau in Deutschland befindet.

Cupra Born: Reichweite, Beschleunigung und Technische Daten

Cupra verspricht mit dem Born ein «elektrisierendes Gefühl»: Dafür sorgen zwei Ausstattungen mit 110 kW / 150 PS oder 150 kW / 204 PS Leistung, die über die Hinterachse auf die Strasse übertragen werden. Damit wird eine Beschleunigung von 0-100 km/h in  6,6 bis 8,9 Sekunden erreicht.

Und weil der Antrieb bei Elektroautos relativ linear ist, dürfte das vielen Fahrern relativ schnell vorkommen. Für die sportliche Marke «Cupra» hätte man hier aber noch ein paar Kilowatt Leistung drauf packen dürfen – sogar der günstigste Tesla ist hier um einiges flinker auf der Piste.

Der Lithium-Ionen-Akku soll in drei Grössen für unterschiedliche Reichweiten verfügbar sein: 45 kWh (Kilowattstunden) für 340 Kilometer, 58 kWh für 420 Kilometer oder 77 kWh für 540 Kilometer Reichweite. Die Höchstgeschwindigkeit des Born wurde von Cupra noch nicht bestätigt, aber beim bauähnlichen ID.3 sind es 160 km/h – ob Cupra das noch übertreffen wird?

Cupra Born Ladung
Die Aufladung des Cupra Born geschieht über einen Typ2- oder CCS-Stecker. So kriegt man den Akku mit Grössen zwischen 45 kWh und 77 kWh relativ rasch wieder voll.

Laden des Cupra Born: 7 Minuten für 100 KM Reichweite

Überraschungen erwarten uns bei den Lademöglichkeiten des Born nicht: Wie es sich für einen ID.3-Spross gehört, lässt sich das Elektroauto über einen Typ2- oder CCS-Adapter laden. Richtige Ladesäule vorausgesetzt, wird der Akku mit bis zu 125 KW geladen – was 7 Min. für 100 km und 35 Min. für die 5–80 Prozent bedeutet. All diese Zahlen – wie auch den Verbrauch des Cupra Born – wird der Techgarage Blog bei einer «Hands-On»-Testfahrt bestätigen werden.

Dies sollte im Spätsommer oder Herbst der Fall sein: Denn Cupra bestätigt als Marktstart für den Born in der Schweiz den Herbst. Noch offen ist, wie teuer der Born dann sein wird.

Spezialität des Cupra Born: Sitze aus Plastikmüll aus dem Meer

Auch wenn wir von den technischen Daten noch nicht hin und weg sind – von der Sport-Tochter von SEAT hätten wir etwas mehr «Drive» erwartet – wartet der Born doch mit einer Spezialität auf: Sitzen aus nachhaltigem Material.

Wir wissen: Die Plastikverschmutzung im Meer ist eine der grossen Herausforderungen der Menschheit im 21. Jahrhundert. Cupra ist sich dessen bewusst und möchte die Problematik sozusagen in ihre Geschichte des Born einweben.

Die Sportsitze im Cupra Born werden aus einem Material namens «Seaqual Yarn» hergestellt, einem Stoff aus recycelten Polymerfasern. Diese werden aus Plastikmüll gewonnen, der aus dem Mittelmeer sowie aus anderen Meeren und Flüssen geholt wird. Mehr Infos dazu wissen die Direktoren von Cupra und der «Seaqual Initiative» in der offiziellen Cupra-Pressemitteilung zu erzählen.

Cupra Born Innenleben
Sportlich – edel – und mit einem Hauch Nachhaltigkeit: Das Innenleben des Cupra Born.

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Pascal Landolt

Pascal lebt für Technologie und schreibt leidenschaftlich gerne – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander verbinden. Er wohnt in Zürich, aber eigentlich nennt er die ganze Welt sein Zuhause. Pascal war beruflich redaktionell und in der PR für einen globalen Technologiekonzern tätig, bevor er sich selbständig gemacht hat.

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