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Facebook sperrt Nutzer vom Live-Streaming, wenn sie gegen die Community-Regeln verstossen

by Kevin Kyburz 15. Mai 2019

Nach dem Live-Massaker in Christchurch war Facebook durch die Macht, welche die Plattform weltweit besässe, mal wieder in Kritik geraden. Nicht weil es die Macht von Mark Zuckerberg und Facebook sei, sondern weil Terroristen diese Plattform und derren Reichweite (Macht) so einfach dafür nutzen könnten um ein Massaker Live ins Internet zu streamen zu können, ohne dass dieses Video gesperrt wird.

Nun hat Facebook darauf reagiert und eine Möglichkeit angekündigt, welche hoffentlich für eine Besserung sorgt.

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Facebook sagte am Dienstag, dass es Nutzer für einen bestimmten Zeitraum von seiner Live-Streaming-Funktion ausschliessen würde, wenn sie gegen bestimmte Community-Richtlinien verstossen.

Eine umfassende Liste von Straftaten, bei denen ein Benutzer von Live ausgeschlossen wurde, war nicht enthalten, obwohl die verwendeten Beispiele alle mit der Verbreitung terroristischer Inhalte zu tun hatten. Wie Facebook auch im Blog ankündigte, investiert das Unternehmen 7,5 Millionen Dollar in die Forschung zur Entwicklung einer verbesserten Videoerkennungstechnologie.

Weiterhin möchte Facebook Nutzer die gegen die Regeln verstossen, neben Facebook Live auch von anderen Diensten ausschliessen. So könnte es sein, dass diese keine Werbung mehr schalten können.

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Fraglich ist, ob durch diese Art und Weisse der sperre nicht noch mehr Fake Konten auftauchen und es somit Facebook noch schwerer machen. Meiner Meinung nach sollten neue Nutzer 30 Tage warten müssen, bis sie verschiedene Funktion bei Facebook nutzen können. In dieser Zeit könnte Facebook das Profil zusätzlich auf Regelverstösse kontrollieren und gegebenenfalls gleich das Konto schliessen. Eine andere Möglichkeit wäre die Überprüfung eines Passes um den Nutzer für Live Videos zu verifizieren. Jedoch hätte Facebook dann weitere Daten der Nutzer, welche sie wie in der Vergangenheit schon bewiesen nicht sicher aufbewahren könnten.

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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2 Kommentare

  1. Michel
    4 days ago

    Richtig so, Facebook sollte wesentlich öfters so durchgreifen.

  2. Markus
    3 days ago

    Man wird die Verbreitung solch abstoßender Videos wahrscheinlich nie vollständig verhindern können. Die neuen Regeln sind dennoch nötig, damit es solche Psychopathen nicht allzu leicht haben ihren Dreck zu verbreiten.

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