Die Swatch-Gruppe verklagt Samsung wegen Ziffernblatt-Kopien

Wie die Nachrichtenagentur «Reuters» berichtet, hat die Swatch-Gruppe (Swatch Group) eine Klage gegen Samsung auf Schadensersatz eingereicht, weil sich der Uhrenhersteller aus der Schweiz in seinen Markenrechten verletzt sieht. Konkret ginge es um Uhren der Swatch-Gruppe, deren angeblich kopierte Ziffernblätter man im Samsung Galaxy Apps Store herunterladen könne.

Omega, Tissot, Longines und mehr betroffen

Die Swatch-Gruppe wirft Samsung in der Klageschrift vor, dass einige der in Samsungs App Store angebotenen digitalen Ziffernblätter «identisch» beziehungsweise «quasi identisch» mit Ziffernblättern seien, die in Markenuhren der Swatch-Gruppe verwendet werden.

In der Klageschrift finden sich etliche Beispiele von Ziffernblättern, die angeblich als digitale Kopie für Smartwatches zum Download angeboten worden seien. Darunter befinden sich so bekannte Marken wie Glashütte, Longines, Omega, Swatch und Tissot, die allesamt der Swatch-Gruppe gehören.

Eines der angeblich kopierten Ziffernblätter stamme von einer Uhr der Swatch-Marke Jaquet Droz, wie es in der Klageschrift heisst. Diese Uhr sei speziell für Sammler entwickelt worden und hätte einen Wert von circa 650’000 US-Dollar (circa 650’000 Schweizer Franken). Damit will Swatch vermutlich auf die Dimension des möglichen Schadens aufmerksam machen, der durch digitale Kopien dieses Ziffernblattes entstünde.

Die Ziffernblätter stammten allerdings angeblich von Drittanbieter-Entwicklern, die die Möglichkeit hätten, die digitalen Uhren in Samsungs Galaxy App Store hochzuladen.

Es geht nicht nur um Geld

Laut «Reuters» fordere die Swatch-Gruppe als Schadensersatz mehr als 100 Millionen US-Dollar (circa 100 Millionen Schweizer Franken). Scheinbar zur genaueren Einschätzung des Schadensausmasses wolle man von Samsung auch Informationen darüber, welche Ziffernblätter noch alles betroffen sind. Zusätzlich solle Samsung offenlegen, wie oft Ziffernblätter einer Marke der Swatch-Gruppe heruntergeladen worden seien, und wie die Drittanbieter hiessen, die sie hochgeladen hätten.

Dem Uhrenhersteller aus der Schweiz gehe es aber nicht nur um Geld, sondern man wolle auch erreichen, dass Markenrechtsverletzungen in Zukunft unterblieben.


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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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