Die AirPods Max im Test – Bequemer ist kein anderer Kopfhörer

Vor Weihnachten hat Apple die lang erwarteten Over-Ear Kopfhörer, die AirPods Max vorgestellt. Der Ansturm auf die nicht ganz günstigen Noise Cancelling Kopfhörer war erstaunlich gross. Techgarage trägt die AirPods Max nun auch schon seit einigen Monaten. Ob der Preis die Leistung rechtfertig, gibts in unserem Review hier.

Design – So bequem wie kein anderer Kopfhörer

Kopfhörer gibt es viele auf dem Markt, aber Apple hat mit seinem Design den Nagel auf dem Kopf getroffen. Während viele Hersteller klassisch auf Leder oder Plastik setzen, ist das Gehäuse der Ohrmuschel, die selber aus einem Mesh besteht, aus Aluminium. Die ausziehbaren Arme und das Gelenk bestehen aus Edelstahl.

Apple AirPods Max Lightning

Das Mesh erhöht gemäss Apple den Tragekomfort, was ich bestätigen kann. Bei den Edelstahl Armen, verzichtet Apple auf ein Einrastsystem und sorgt hier dass die Einstellung der Höhe einfach so haltet.

Obwohl die AirPods Max mit ihren 385 Gramm keine Fliegengewichte sind (Vergleich sony«>Sony 1000XM4 mit 250 Gramm), sitzen sie extrem bequem, fühlen sich nicht schwer an und tun meinen Ohren auch vom Druck nach 12 Stunden nicht weh. Praktisch alle Kopfhörer der letzten Jahre muss ich nach gut 2-3 Stunden abziehen, da sie mir schmerzen zubereiten.

Apple AirPods Max Digitale Krone

Bedienbarkeit – So einfach wie alles

Ich mag ja Apple in Bezug auf Einfachheit. AirPods Max ausgepackt und schon vom iPhone, iPad und MacBook erkannt und verbunden. Bei vielen anderen Herstellern ist es jedes Mal ein Hin und Her mit dem Powerknopf, welcher beim aufstarten lange gedrückt werden muss.

Auch bei den Knöpfen und der Kontrollmöglichkeiten ist es einfach gehalten, so das Nutzer nicht 5-10 Wischgesten auswendig lernen müssen. Die Bedienelemente sind dabei alle von der Apple Watch übernommen worden. Die digitale Krone sorgt dabei für die Lautstärkeregelung oder beim einmaligen Drücken für Start/Stop vom Song oder dem Entgegennehmen eines Anrufes. Drückt man zweimal, wird der nächste Song bzw. dreimal der vorherige Song abgespielt. Drückt man die Krone etwas länger, startet «Hey Siri…».

Mit dem zweiten länglichen Knopf habt ihr die Möglichkeit zwischen der ANC Geräuschunterdrückung und dem Transparenzmodus zu wechseln.

Akku – 20 Stunden Musik

Mit 20 Stunden können die AirPods Max den Träger super ein bis zwei Tage mit Musik beschallen. Im Vergleich zur Konkurrenz mit Sony, Bose und Sennheiser ist dies zwar etwas wenig, aber der Akku ist gemäss dem Teardown von iFixit auch viel kleiner, was dem Gewicht zugutekommt. Aufladen lassen sich die Over-Ear-Kopfhörer mittels USB-C auf Lightning Kabel, welches mitgeliefert wird. Innert zwei Stunden sind diese vollständig geladen. Wer es eilig hat, kann mit 5 Minuten bereits wieder 90 Minuten Musik hören.

Sound – Besser im Bereich ANC gibt es derzeit nicht

Mit einem Preisschild von Rund CHF 600 muss natürlich nicht nur das Aussehen und das Material stimmen. Beim Sound wie auch beim Active Noise Channeling haben wir deshalb etwas genauer hingeschaut.

Beim ANC muss man zugeben, kommt aktuell kein anderer Kopfhörer an die Qualität, wenn es darum geht, auch ohne Musik zu hören eine ruhige Umgebung zu haben. Durch Covid-19 konnten wir keinen Test im Flugzeug vornehmen. Im Zug schaffen die AirPods Max für eine ruhige Umgebung, haben aber wie die meisten Kopfhörer bei schnell wechselnder Umgebungsgeräusche ihre Probleme.

Beim Musik hören überzeugen die AirPods Max durch eine klare, knackige Wiedergabe und es gibt meiner Meinung nach bei keinem Stück was auszusetzen. Vergleicht man die AirPods Max mit Kopfhörern, die um die CHF 300 liegen (Sony, Sennheiser, Bose) stellt man schnell fest, dass der Sound und das Active Noise Cancelling im Zusammenspiel definitiv nicht so gut wie bei Apple ist.

Eine Funktion im Audiobereich, welche wir wohl alle beim Hören eher im Unterbewusstsein wahrnehmen ist der 3D-Sound bzw. Spatial-Sound. Aktuell ein Feature, welches noch nicht viele Kopfhörer besitzen.

Apple bietet bei den AirPods Max einen 5.1 und 7.1 Raumklang an. Durch die Lage- und Beschleunigungssensoren, welche im Kopfhörer und iPad und iPhone verbaut sind, bleibt die Soundkulisse am gleichen Ort, auch wenn der Träger seinen Kopf bewegt. Um dies aber feststellen zu können, benötigt es Content, welcher 3D Sound auch beherrscht. Ein Beispiel ist «The Mandalorian» welchen man sich über das iPad auf Disney+ anschauen kann.

Was mir persönlich fehlt

Ich mag die AirPods Max sehr, aber dennoch sind sie nicht perfekt. Ich mag die Strategie, Dinge wegzulassen, die es nicht mehr braucht, aber vermisse bei den Kopfhörern einen Klinkenstecker-Anschluss. Apple selber verkauft (natürlich) ein Lightning auf Audio Jack Kabel, aber durch den früher mitgelieferten Adapter von Lightning auf 3,5 mm Klinke kann ich ein normales Audiokabel nicht nutzen und muss da bei einigen Sachen immer mal wieder zu anderen Kopfhörern wechseln.

Apple AirPods Max Lightning Case

Das Zweite ist diese Mühselige «Kopfhörer Handtasche». In einigen Fällen habe ich die AirPods Max tatsächlich zu Hause gelassen, da sie nicht anständig zusammenklappbar versorgt werden können. Ich mag das Design zwar sehr, doch müssen die Kopfhörer meiner Meinung nach doch auch noch praktisch sein. Das Case selber mag die AirPods Max zwar schützen, aber nimmt dabei sehr viel Platz in Anspruch.

Fazit

Ein allzu grosses Fazit benötigt dieses Review sicher nicht mehr, da alles Wichtige bereits oben genannt wurde. Die AirPods Max sind bequem, und zwar so, dass ich sie derzeit allen anderen Over Ear Kopfhörern der Konkurrenz vorziehen würde. Die Active Noise Cancelling ist so gut, dass man die Kopfhörer auch mal ohne Musik für ein paar ruhige Stunden tragen kann, ohne ein Rauschen zu hören. Der Sound ist dem Preis und der Leistung total angemessen, auch wenn ich mir dafür noch ein nützlicheres Case und einen Audio-Jack Anschluss gewünscht hätte.

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Kevin Kyburz

Kevin Kyburz ist seit einem Jahrzehnt als Blogger unterwegs und darf seine Meinung zu aktuellen Tech-Themen auch mal im Radio oder in Tageszeitungen unterbringen. Als ehemaliger Kolumnist für eine grosse Pendlerzeitung hat er ein Gespür für technische Fragen von Lesern entwickelt und versucht diese so gut wie möglich zu klären. Wenn er nicht gerade mit Technik beschäftigt ist, widmet er sich der Natur und der Fotografie.

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