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Apple-Bericht: Neues MacBook Pro soll Display mit 16,5 Zoll bekommen

by Kevin Kyburz 18. Februar 2019

Der Apple-Analyst Ming-Chi Kuo der Unternehmensberatung TF International Securities hat in seinem aktuellsten Bericht verraten, dass Apple in seiner MacBook-Pro-Reihe wieder grössere Bildschirme verbauen möchte. Zwischen 16 und 16,5 Zoll solle die Displaydiagonale des grössten MacBook-Pro-Laptops erreichen.

Seit 2012 keine grossen MacBook Pros mehr

Der Blog «MacRumors» habe eine Kopie von dem Kuo-Bericht erhalten. Darin würden mehrere Apple-Geräte erwähnt, die im Jahr 2019 auf den Markt kommen sollen. Unter den zu erwartenden Neuerscheinungen sei auch das vergrösserte MacBook Pro mit einem Display von bis zu 16,5 Zoll. Derzeit hat das grösste MacBook-Pro-Modell eine Bildschirmdiagonale von 15 Zoll. Die 17-Zoll-Variante wurde im Jahr 2012 eingestellt.

Weitere Angaben zum neuen MacBook Pro seien dem Bericht von Kuo nicht zu entnehmen, ausser dem Hinweis, dass das Gerät in einem völlig «neuen Design» erscheinen werde.

Nach Flexgate tut ein neues MacBook Pro gut

Vielleicht muss der Hinweis auf das neue Design des kommenden MacBook Pro als Apples Reaktion auf den Flexgate-Skandal verstanden werden, der sich anzubahnen scheint. Im Internet mehren sich die Berichte, wonach bei vielen MacBook-Pro-Modellen mit Touch Bar Display-Ausfälle auftreten würden. Diese MacBooks wurden ab dem Jahr 2016 gebaut.

Das Bildschirm-Problem starte nach Informationen der Reparaturanleitungs-Plattform «iFixit» zunächst damit, dass einzelne Lampen der Display-Beleuchtung am unteren Rand des Bildschirms ausfallen würden. Dadurch entstehe ein Bühnen-Schweinwerfer-Effekt. Die Ursache sei ein brüchiges Display-Kabel, das den Bildschirm mit dem Mainboard verbinde. In der zweite Phase würde das Kabel so weit geschädigt, dass die Bildschirmbeleuchtung ab einem bestimmten Öffnungswinkel des Laptops komplett ausfalle.

Nach Angaben der Website «Apple Issues» sollen folgende MacBook-Pro-Modelle von dem schwächelnden Kabel betroffen sein:

  • MacBook Pro (13″, 2016, vier Thunderbolt-3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2017, zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2017, vier Thunderbolt-3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13­″, 2016, zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (13″, 2018, vier Thunderbolt-3-Anschlüsse)
  • MacBook Pro (15″, 2016)
  • MacBook Pro (15″, 2017)
  • MacBook Pro (15″, 2018)

Es wurde sogar schon eine Online-Petition gestartet, um Apple dazu zu bewegen, den Fehler anzuerkennen und ein kostenloses Austausch-Programm der betroffenen Teile zu starten. Das Problem sei, dass man das brüchige Kabel nicht einfach auswechseln könne, da dieses mit dem Bildschirm fest verbunden sei. Man müsste also den kompletten Bildschirm ersetzen, wodurch laut «iFixit» Kosten in Höhe von 600 US-Dollar (circa 600 Schweizer Franken) entstehen würden. Könnte man allein das Kabel tauschen, würden die Kosten nur 6 US-Dollar (circa 6 Schweizer Franken) betragen.

Der Initiator der Online-Petition behauptet, dass das Display-Flexkabel durch einen Konstruktionsfehler brechen würde. Da das Problem bei den meisten Laptops aber erst nach Ablauf der einjährigen Garantiezeit beginnen würde, solle Apple die Garantiezeit im vorliegenden Fall ausweiten.

Das Displaykabel-Problem wird unter dem Stichwort Flexgate diskutiert – in Anspielung auf die Vertuschungen im Rahmen des Watergate-Skandals. Denn Apple soll in seinem Online-Forum Diskussionsbeiträge zum Display-Problem der MacBook Pros gelöscht haben, wie «iFixit» berichtet.

Weitere Apple-Highlights für das Jahr 2019

In Kuos Bericht könne man nach Angaben von «MacRumors» ausserdem lesen, dass die 13-Zoll-Version des MacBook Pros eine Option für einen 32-GB-Arbeitsspeicher erhalten soll. Des Weiteren wolle Apple in 2019 neue iPhone-Modelle auf den Markt bringen, darunter ein Gerät, das über drei Kameras auf der Rückseite verfüge.

Neben Überarbeitungen an den iPads stehe unter anderem auch eine Apple Watch mit Keramikgehäuse auf der Auslieferungs-Liste für 2019. Ausserdem wolle Apple einen modularen Mac Pro herausbringen. Dazu gehöre auch ein externer Monitor mit einer 6K-Auflösung und einer Displaydiagonale von 31,6 Zoll.

 

Titelbild: Ben Geskin

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz

Kevin Kyburz gehört zu der Generation Y, welche mit einem Windows 95 Computer und der ersten PlayStation aufgewachsen sind. Seit seiner Entdeckung des Internets gibt es keine Grenzen mehr.

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