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Tesla: Fernsteuerung der Elektroautos per «Summon»-Funktion genehmigt

by Pascal Landolt 24. Januar 2019

Elon Musk hat über Twitter mitgeteilt, dass die erweiterte Summon-Funktion, mit der man einen Tesla fernsteuern können soll, von den Aufsichtsbehörden genehmigt wurde. Welche Behörden das sind und vor allem in welchen Ländern eine Genehmigung vorliegt, verriet er nicht. Zu erwarten ist, dass das Feature zeitlich versetzt nach Regionen freigeschaltet wird, bis in jedem Land Klarheit über die Zulassung einer solchen Fernsteuerung herrscht.

Wenn das Auto zum Haustier wird

In dem Twitter-Post, in dem Tesla-Chef Musk von den erfolgten Genehmigungen spricht, sagt er auch, dass das Update der erweiterten Summon-Funktion kurz davor sei, per drahtlosem Update ausgeliefert zu werden. Mit dem Update würde es Tesla-Fahrern möglich, ihr Fahrzeug über die Tesla-App fernzusteuern, ähnlich wie man es von Modellautos kenne. Das hatte Elon Musk bereits letzten Herbst getwittert.

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Eine weitere Funktion sei das automatische Herbeirufen. Per Smartphone teile man dem Tesla einfach mit, dass man an seinem aktuellen Standort – zum Beispiel vor dem Eingang eines Kinos – abgeholt werden möchte. Interessant ist auch die angekündigte Follow-Funktion. Bei dieser würde der Tesla seinem Besitzer wie ein Haustier folgen, während man gemütlich auf dem Gehweg spazieren gehe.

Musk hatte für 2019 auch angekündigt, dass das automatische Einparken verbessert würde. Teslas könnten bald alleine auf einem Parkplatz herum fahren, nach einer freien Parklücke suchen und selbständig einparken. Ob diese Funktion schon im nächsten Update verfügbar sein wird, folgt nicht aus der Mitteilung.

Das kommende Summon-Update würde bei allen Tesla-Autos funktionieren, bei denen die Autopilot-Hardware ab der Version 2.0 eingebaut sei, hatte Musk ebenfalls bereits im letzten Jahr bekannt gegeben.

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Autopilot Hardware 3.0 vor Produktionsstart?

Die kommende Version des Autopiloten solle über einen neuronalen Netzwerkcomputer verfügen, damit Tesla-Autos vollständig selbst fahren könnten, also ohne jegliche Steuerung durch den Menschen, so das erklärte Ziel von Tesla.

Der Blog «Electrek» habe nun von einem Informanten erfahren, dass am 9. Januar 2019 bei Tesla in der internen Servicedokumentation die Schaltpläne für das Model 3 aktualisiert worden seien. Der Grund: Der neue Autopilot 3.0 solle als neuer Standard im Model 3 verbaut werden.

Gegenüber «Electrek» habe Tesla zwar dementiert, dass der Autopilot 3.0 bereits Eingang in die Serienfertigung gefunden habe. Diese sei erst für das Ende des ersten Quartals 2019 geplant. Warum der Schaltplan für den Autopiloten 3.0 – der als solcher ebenfalls geleakt wurde – bereits freigegeben wurde, habe Tesla nicht erklären können.

Ein grosser Zeitdruck für den Einbau des neuen Autopiloten besteht aber nicht, da es wohl noch lange dauern wird, bis die ersten Tesla-Fahrer ihren Wagen vollständig selbst fahren lassen dürfen. Speziell in Europa seien die Vorschriften noch gar nicht darauf ausgelegt, wie «Electrek» die Warnung eines Tesla-Vertreters zitiert.

Supercharger-Preise wieder gesenkt

Um längere Fahrten mit seinen Elektroautos alltagstauglich zu machen, baut Tesla  sein Supercharger-Netzwerk kontinuierlich aus. Eine entsprechende Meldung, dass die Preise für die Nutzer dadurch massiv ansteigen sollen, sorgte für Aufruhr in den Medien. Nun hat Tesla zurückgekrebst und die Erhöhung weniger hoch ausfallen lassen. In der Schweiz beispielsweise kostet die Kilowattstunde (kWh) Strom am Supercharger neu 0.30 Franken statt 0.34 Franken.

Pascal Landolt

Pascal Landolt

Pascal ist Tech-Enthusiast und begeisterter Storyteller – und als Mitgründer und Redaktor von Techgarage kann er diese beiden Passionen miteinander verknüpfen. Er lebt in Zug, aber eigentlich nennt er die ganze Welt sein Zuhause.

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