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title: "Starlink in der Kritik: Neue Studie zeigt überraschend niedrige Kapazitätsgrenze"
date: 2025-07-21
author: "Kevin Kyburz"
featured_image: "https://techgarage.blog/wp-content/uploads/2024/09/Starlink-auf-dem-Dach.jpg"
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  - name: "News"
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# Starlink in der Kritik: Neue Studie zeigt überraschend niedrige Kapazitätsgrenze

SpaceXs Satelliteninternet Starlink gilt vielen als Hoffnungsträger für ländliche Gebiete – doch eine neue Analyse aus den USA stellt diese Rolle infrage. Laut [einer Untersuchung](https://thexlab.org/wp-content/uploads/2025/07/Starlink_Analysis_Working_Paper_v0.2.pdf) des Netzwerkanalysten **Sascha Meinrath** und seiner Organisation **The X-Lab** ist die tatsächliche Kapazität pro Fläche **deutlich geringer** als vielfach angenommen. Die Erkenntnisse werfen Fragen auf – besonders mit Blick auf staatliche Milliardenförderungen für den Breitbandausbau.

## Nur wenige Nutzer pro Quadratkilometer mit voller Bandbreite

Das zentrale Ergebnis der Analyse: Selbst bei sparsamer Nutzung bricht die Leistung von Starlink in dicht versorgten Regionen schnell ein.

- Wenn **jede zwanzigste Antenne gleichzeitig Daten hochlädt**, können **pro Quadratmeile** (ca. 2,6km²) **nur 6,7 Antennen** eine Upload-Geschwindigkeit von mindestens 20Mbit/s erreichen – das entspricht nur **2,6 Antennen pro km²**.
- Um **gleichzeitig 100Mbit/s im Download** für jede zwanzigste Antenne zu garantieren, dürften **maximal 19 Antennen pro Quadratmeile** (also etwa **7,4 pro km²**) aktiv sein.

Mit anderen Worten: **Je weniger Nutzer ein Gebiet versorgt, desto besser funktioniert Starlink.** Das widerspricht dem Grundgedanken, Satelliteninternet als Massenlösung für ländliche Gebiete zu etablieren.

## Analyse mit begrenzten Daten – doch der Trend ist eindeutig

Die Analyse stützt sich auf öffentlich verfügbare Informationen – denn die genauen technischen Spezifikationen von Starlink sind **nicht vollständig offen gelegt**. Das Team um Meinrath betont deshalb, dass es keine abschliessenden Aussagen treffen wolle, sondern zu **tiefergehenden Kapazitätsstudien** aufruft – vor allem bevor staatliche Gelder in grossem Stil fliessen.

Trotz dieser Einschränkung passt das Ergebnis zu bereits bekannten Beobachtungen: Schon **2022** hatte das Speedtest-Unternehmen **Ookla** berichtet, dass die **Downloadraten bei Starlink zurückgehen**, je mehr Nutzer in einer Region online sind.

## Technischer Hintergrund: Starlink ist nicht unbegrenzt skalierbar

Starlink arbeitet mit tausenden Satelliten im erdnahen Orbit (LEO), die Internetverbindungen zur Erde funken. Doch entscheidend ist nicht die Gesamtzahl der Satelliten, sondern **welcher Satellit gerade über einer Region schwebt** und **wie viele Nutzer er bedienen kann**.

Zwar sind derzeit rund **8000 Satelliten aktiv**, langfristig sollen es **bis zu 30.000** werden. Doch schon heute ist SpaceX **in einigen Gebieten nicht mehr bereit, neue Kunden anzunehmen**, weil die vorhandene Kapazität ausgereizt ist.

## US-Debatte um Milliardenförderung – und ob Starlink davon profitieren sollte

In den USA steht derzeit eine **staatliche Breitbandförderung im Wert von mehreren Dutzend Milliarden Dollar** an. In der Diskussion: Soll auch **Starlink von dieser Förderung profitieren**? Die nun veröffentlichte Analyse, über die zuerst die [*Washington Post* berichtete](https://www.washingtonpost.com/technology/2025/07/18/starlink-internet-satellite-speed-elon-musk/), bringt neue Skepsis in die Debatte. Denn wenn die Skalierbarkeit des Dienstes so begrenzt ist, stellt sich die Frage: **Wie nachhaltig ist die Investition in Starlink – verglichen mit Glasfaser oder Mobilfunknetzen?**

## Fazit: Exklusiver Dienst statt Massenlösung?

Starlink funktioniert – aber **nicht für alle gleichzeitig**. Für Einzelhaushalte in extrem abgelegenen Regionen bleibt es eine **wertvolle Option**. Doch wer auf Starlink setzt, sollte wissen: **Wenn zu viele in der Nachbarschaft das Gleiche tun, leidet die Leistung deutlich**.

Die Autoren der Studie empfehlen deshalb, Starlink **nicht vorschnell in staatliche Ausbaupläne zu integrieren**, sondern die tatsächlichen **Netzkapazitäten sorgfältig zu prüfen** – bevor Fördergelder fliessen.

**Was hältst du von Starlink als Lösung für den Breitbandausbau? Mehr Hoffnung oder Hype? Diskutiere mit in den Kommentaren!**