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title: "Smarte Dildos, grosse Lücke: Lovense kämpft mit schwerem Sicherheitsproblem"
date: 2025-07-30
author: "Kevin Kyburz"
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  - name: "News"
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# Smarte Dildos, grosse Lücke: Lovense kämpft mit schwerem Sicherheitsproblem

Was klingt wie ein schlechter Witz, ist bitterer Ernst für Millionen Nutzer:innen weltweit: Der Sexspielzeug-Hersteller **Lovense** hat derzeit mit **kritischen Sicherheitslücken** in seiner Plattform zu kämpfen. Besonders betroffen: Cam-Models, Content-Creator – und alle, die auf Privatsphäre setzen.

## **Über Benutzername zur E-Mail – ohne Umweg**

Die Lücke wurde vom Sicherheitsforscher **[BobDaHacker](https://bobdahacker.com/blog/lovense-still-leaking-user-emails)** aufgedeckt – durch einen simplen Stummschalt-Vorgang in der Lovense-App. Schnell stellte sich heraus: Jeder Benutzername lässt sich mit einem Skript automatisiert in die zugehörige **E-Mail-Adresse** übersetzen. Das Problem liegt im **XMPP-Chat-System**, das intern zur Kommunikation genutzt wird – und offenbar schlecht abgesichert ist.

Für Angreifer bedeutet das: Jeder öffentlich geteilte Benutzername (z.B. auf Social Media) wird zur Eintrittskarte in die Identität dahinter. Besonders bitter für jene, die sich bewusst für anonyme Nutzernamen entschieden haben.

Keine Produkte gefunden.

## **Noch schlimmer: Kontenübernahme ohne Passwort**

Noch gravierender ist die zweite Lücke: Mit einer bekannten E-Mail-Adresse konnten Angreifer **Login-Tokens ohne Passwort erzeugen** – und damit komplette Konten übernehmen. Laut Forschern funktionierte das sogar bei **Admin-Zugängen**. Privatsphäre adé.

Betroffen sind laut Schätzung über **20 Millionen Konten weltweit**. Lovense-Spielzeuge sind in der Erotik-Content-Szene besonders beliebt, da sie Livestreams mit haptischem Feedback kombinieren – etwa bei Plattformen wie OnlyFans oder Chaturbate.

## Lovense reagiert langsam – und unvollständig

Obwohl die Schwachstellen bereits im **März 2025** gemeldet wurden, behob Lovense die gravierende Konto-Übernahme erst im Juli. Die E-Mail-Lücke besteht weiter – laut Unternehmen brauche man rund **14 Monate für eine vollständige Lösung**. Als Grund nennt man die Kompatibilität mit älteren App-Versionen.

Brisant: Bereits **2023** sollen ähnliche Schwachstellen bekannt gewesen sein, wurden aber nie vollständig geschlossen.

## Forscher warnen: Fake-Mails nutzen

Als kurzfristige Schutzmassnahme empfehlen die Sicherheitsforscher, Lovense **nur mit Wegwerf-E-Mail-Adressen** zu nutzen, um eine Verbindung zur realen Identität zu vermeiden. Auch sollte auf öffentliche Nennung des Benutzernamens verzichtet werden – insbesondere in Foren und sozialen Netzwerken.

**Wie sicher sollten intime Geräte wirklich sein?**

Findest du Lovenses Umgang mit dem Thema verantwortungslos – oder sind 14 Monate für einen Fix bei über 20 Millionen Nutzern verständlich? Diskutiere mit uns in den Kommentaren.