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title: "macOS 15 Sequoia: Sicherheitssoftware kämpft mit grossen Problemen"
date: 2024-09-24
author: "Kevin Kyburz"
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# macOS 15 Sequoia: Sicherheitssoftware kämpft mit grossen Problemen

Mit der Einführung von **macOS 15 Sequoia** Anfang September hat Apple eine neue Generation seines Betriebssystems für den Mac vorgestellt. Doch obwohl die Betaphase bereits seit Juni lief, treten nach dem offiziellen Release nun erhebliche **Probleme mit Sicherheitssoftware** auf. Besonders betroffen sind grosse Hersteller wie **CrowdStrike**, **Microsoft**, **SentinelOne** und **ESET**, deren Programme nicht mehr reibungslos funktionieren. Der Grund dafür liegt offenbar in Änderungen am **Netzwerk-Stack** von macOS 15.

## Netzwerkprobleme und Funktionsstörungen

Die Schwierigkeiten, die mit **macOS 15** auftreten, sind nicht trivial. Sie betreffen die **Netzwerkfilter** und Sicherheitswerkzeuge, die das **Network Extension Framework** von [Apple](https://techgarage.blog/companies/apple/ "Apple") nutzen. Viele Programme, die auf diese Schnittstellen angewiesen sind, kämpfen nun mit Verbindungsabbrüchen und Fehlfunktionen. Besonders betroffen ist die **TCP-Ebene**, auf der Verbindungen wie **SSH** oder **VPN** aufgebaut werden.

Nutzer berichten von Fehlermeldungen wie „**Connection corrupted**“ oder „**Wrong Key Size**“, was darauf hinweist, dass die Datenübertragung gestört ist. In einigen Fällen kommt es zu **Verbindungsstörungen** beim Surfen im Internet, die während des Nachladens von Inhalten auftreten. Diese Probleme beeinträchtigen die Nutzung von Netzwerkfiltern und -firewalls massiv.

## Apple-Firewall verschlimmert die Situation

Die **Apple-eigene App-Firewall**, die in macOS integriert ist, sorgt für zusätzliche Schwierigkeiten. Sobald die Firewall aktiviert ist, werden **UDP-Pakete** blockiert, was dazu führt, dass Anwendungen wie **Firefox** keine **DNS-Anfragen** mehr durchführen können. Diese Einschränkungen betreffen vor allem die Nutzung von **Browsersitzungen**, wobei Browser wie **Safari** und **Chrome** von diesen Problemen offenbar nicht betroffen sind.

Die Entwickler von **Little Snitch**, einer weit verbreiteten Firewall-Software, raten dazu, die **Apple-Firewall** vorerst zu deaktivieren. Dies sei eine unschöne, aber vorübergehende Lösung, bis Apple das Problem durch einen Fix behebt.

## Auswirkungen auf virtuelle Maschinen und VPN-Clients

Ein weiteres Problem betrifft das **Shared Networking** für virtuelle Maschinen, das nach der Installation von **macOS 15** nicht mehr zuverlässig funktioniert. Insbesondere Nutzer von **VMware** und **Parallels** berichten von stotternden Verbindungen und einer fehlerhaften **DHCP-Konfiguration**, die Macs keine **IP-Adressen** mehr zuweist.

Auch **VPN-Clients** sind von diesen Problemen betroffen. Nutzer von **NordVPN** und anderen VPN-Diensten melden, dass die Verbindungen instabil sind oder gar nicht mehr aufgebaut werden können. Dies stellt besonders für Unternehmen ein grosses Problem dar, die auf sichere und stabile VPN-Verbindungen angewiesen sind, um ihren Mitarbeitern den Zugriff auf interne Netzwerke zu ermöglichen.

## Reaktionen der Sicherheitsfirmen

Sicherheitsunternehmen wie **CrowdStrike**, **SentinelOne** und **[Microsoft](https://techgarage.blog/companies/microsoft/ "Microsoft")** haben schnell auf die Probleme reagiert und ihren Nutzern geraten, ihre Software nicht unter macOS 15 zu verwenden, bis ein **Update** verfügbar ist. Es ist unklar, warum diese Probleme erst mit dem **General Release** von macOS 15 ans Licht kamen, obwohl die Betaphase bereits seit Monaten lief. Einige der betroffenen Firmen könnten die Bugs möglicherweise bereits frühzeitig gemeldet haben, ohne dass Apple rechtzeitig reagierte.

**Patrick Wardle**, ein bekannter Sicherheitsexperte und Entwickler der **DoubleYou-Software**, zeigte sich besonders frustriert über die Situation. In [einem Interview mit **TechCrunch**](https://techcrunch.com/2024/09/19/apples-new-macos-sequoia-update-is-breaking-some-cybersecurity-tools/) sagte er, es sei „unglaublich frustrierend“, dass Sicherheitsfirmen jedes Mal mit den gleichen Problemen konfrontiert würden, wenn Apple ein neues Betriebssystem veröffentliche. Nutzer seien verständlicherweise verärgert und würden oft den Sicherheitswerkzeugen die Schuld für die Probleme geben, obwohl der Fehler bei Apple liege.

## Hoffnung auf macOS 15.1

Die betroffenen Sicherheitsunternehmen und Entwickler hoffen nun auf ein schnelles **Update** in Form von **macOS 15.1**, das viele dieser Probleme beheben könnte. Derzeit gibt es jedoch keine genauen Angaben von Apple, wann dieses Update verfügbar sein wird. Entwickler wie **Christian Starkjohann** von **Objective Development**, dem Unternehmen hinter Little Snitch, weisen darauf hin, dass ihre Software unter macOS 15 zwar lauffähig ist, aber nur so gut funktioniert, „wie es das System zulässt“.

Dies ist besonders problematisch, da Unternehmen, die auf Sicherheitssoftware angewiesen sind, nicht einfach auf die nächste Version von macOS warten können. Die potenziellen Sicherheitsrisiken durch instabile Verbindungen und eingeschränkte Netzwerkschutzmechanismen sind erheblich.

## Hintergrund: Änderungen am Netzwerk-Stack von macOS 15

Die Probleme scheinen auf Änderungen am **Netzwerk-Stack** in macOS 15 zurückzuführen zu sein. Apple hat das **Network Extension Framework** überarbeitet, was zu den erwähnten **Verbindungsstörungen** führt. Besonders kritisch ist dies bei Verbindungen über **TCP** und **UDP**, die die Grundlage für viele Sicherheitsprotokolle und Netzwerkanwendungen bilden.

Diese Änderungen könnten langfristig zu Verbesserungen führen, da Apple möglicherweise auf eine bessere **Netzwerksicherheit** und **Performance** abzielt. Kurzfristig verursachen sie jedoch erhebliche Komplikationen für Drittanbieter-Software, die auf das **Network Extension Framework** angewiesen ist.

## Was können Nutzer tun?

Für Nutzer, die bereits auf macOS 15 aktualisiert haben und mit diesen Problemen kämpfen, gibt es nur wenige sofortige Lösungen. Einige Entwickler raten dazu, vorübergehend auf **macOS 14** (Sonoma) zurückzukehren, bis die Probleme behoben sind. Dies ist jedoch nur eine Option für Nutzer, die ihre Daten zuvor gesichert haben und bereit sind, den Aufwand eines **Downgrades** in Kauf zu nehmen.

Eine andere Möglichkeit besteht darin, die betroffenen **Sicherheitsprogramme** zu deaktivieren oder alternative Lösungen zu suchen, die nicht auf das Network Extension Framework angewiesen sind. Diese Vorgehensweise ist jedoch riskant, da sie die Sicherheit des Macs gefährden könnte.

Nutzer, die auf **VPNs** und **Netzwerkfilter** angewiesen sind, sollten ihre Verbindungen genau überwachen und bei Problemen regelmässig die Webseiten der betroffenen Sicherheitsanbieter nach Updates oder Workarounds überprüfen.

## Fazit: Warten auf den Fix

Die Probleme mit [macOS 15 Sequoia](https://www.apple.com/macos/macos-sequoia/) sind besonders für Unternehmen und sicherheitsbewusste Nutzer ein ernstes Thema. Die Funktionsstörungen von Sicherheitssoftware, die durch Änderungen am Netzwerk-Stack verursacht werden, erfordern schnelle Lösungen. Bis ein **Fix** von Apple veröffentlicht wird, müssen Nutzer Vorsicht walten lassen und ihre Systeme möglicherweise vorübergehend anders konfigurieren.

Die Hoffnung liegt nun auf **macOS 15.1**, das viele dieser Probleme beheben könnte. Bis dahin ist es ratsam, das neue Betriebssystem mit Vorsicht zu nutzen und Sicherheitssoftwarehersteller regelmässig auf Updates und Hinweise zu überprüfen.