OPPO Watch im Test – Definitiv keine billige Apple Kopie

OPPO Watch mit Find X2

Smartwatches sind beliebt, das mussten die klassischen Uhrenhersteller auch feststellen. Die Apple Watch machte es vor und wurde zur beliebtesten und meist verkauftesten (wenn man mal die Geschenkaktionen von Huawei abzieht) Smartwatch der Welt.

Nun möchte der chinesische Hersteller OPPO ein Stück vom Kuchen ab haben.

Wir haben die OPPO Watch, welche im September in der Schweiz auf den Markt kommt die letzten 2 Wochen getestet. Was sie kann – und was nicht gibts in unserem Review hier.

Design – Die Apple Watch lässt grüssen

Ja, die OPPO Watch erinnert sehr an die Apple Watch. Meiner Meinung nach ist dies auch gut so, denn für zarte Armgelenke fehlt es an Auswahl – vor allem für Android-Nutzer. Hersteller wie Samsung oder Huawei bieten zwar auch schlaue Uhren an, jedoch sind diese klobig und eher für Männer Handgelenke.

OPPO Watch Buttons

Die OPPO Watch gibt es mit 41mm und 46mm Durchmesser mit einem Display, welches Curved auf der linken und rechten Seite über den Rand geht. Somit bietet die OPPO Watch definitiv mehr Bildschirm als es die Apple Watch tut.

Durch 2 Knöpfe auf der Seite lässt sich die Uhr neben dem Touchscreen aus dem Ruhemodus wecken. Während der obere Knopf den Nutzer immer in das Hauptmenü bringt, lässt sich mit dem unteren ein Fitnessprogramm starten.

Auf der Unterseite der Smartwatch befinden sich die Lichtsensoren für die Pulsmessung und die Pin-Anschlüsse, um die Smartwatch aufladen zu können. Leider verzichtet OPPO hier auf drahtloses Laden, was ich persönlich sehr schade finde.

Aktuell gibt es die OPPO Watch nur in Schwarz und Rose-Gold. Wer weitere Armbänder möchte, muss darauf hoffen das OPPO diese bald in der Schweiz zum verkauf anbietet oder diese im Ausland bestellen.

Funktionen – Schlaue Uhr mit Pulsmesser

Smartwatches sind nicht nur beliebt, da sie zum Teil nervige Benachrichtigungen vom Smartphone an die Uhr weiterleiten. In vielen Uhren stecken Fitnesstracker und Gesundheitsüberwacher drinnen. So auch bei der OPPO Watch, welche dank Google Wear als Betriebssystem auch über Google Fit verfügt. So kann der Träger seine Schritte überwachen und seine Trainings aufzeichnen.

Eine Funktion, welche ich schon bei der Apple Watch nicht mehr missen möchte – Die Pulsmessung. Mit der OPPO Watch behält der Träger auch seinen Herzschlag im Blick. Sollte mal was nicht in Ordnung sein, wird der man direkt informiert.

Neben dem Telefonieren und dem Ablesen der Uhrzeit ablesen, befindet sich auch der Google Assistent auf der OPPO Watch. Durch einen lange Druck auf den oberen Button wird dieser aktiviert und beantwortet Fragen oder erstellt Erinnerungen, ohne das Smartphone hervorholen zu müssen.

Da für solche Abfragen eine Internetverbindung benötigt wird, muss die OPPO Watch dauerhaft mit einem Smartphone verbunden sein. Während in anderen Ländern die Uhr mit eSIM Verkauft wird, verzichtet man in der Schweiz aktuell noch darauf.

Ziffernblätter – Mit „AI“ zum individuellen Design

Neben den Armbändern ist nichts wichtiger als ein tolles Ziffernblatt. Bei der Apple Watch passe ich dieses je nach Stimmung, Armband oder Outfit an.

OPPO bietet einige vorgefertigten Designs an, wobei sich dort nicht mal die Farbe oder Elemente anpassen lassen. Mit der „AI“ Funktion, welche in der Hey Tab App „KI-Outfit“ heisst, bietet OPPO an, mithilfe eines Fotos – zum Beispiel seines Outfits, ein Ziffernblatt zu generieren, welches Farbe und Muster des Bildes zur Hilfe nimmt. In wiefern künstliche Intelligenz dahintersteckt hat sich in meinem Test nicht gezeigt. Bei verschiedenen Bilder mit ähnlicher Farbe, wurden mir oft die gleichen Designs vorgeschlagen.

Grundlegend ist diese Funktion aber lustig und bietet praktisch unendliche Möglichkeiten an, sein Zifferblatt zu gestalten. Auch hier fehlt aber die Funktion, einzelne Elemente zu aktivieren oder zu deaktivieren.

Akku – Hält 2 Tage

Egal welche Smartwatch praktisch jeden 2. Tag muss der Akku aufgeladen werden. Auch die OPPO Watch schafft 2 Tage im normalen Betrieb, bevor die Batterie wieder Strom benötigt. Zwar beherrscht die Uhr einen Stromsparmodus, wodurch der Akku 2 Wochen durchhalten soll, jedoch gleicht die Uhr dann euch einer der Klassik Casio, wodurch man dann keine Smartwatch bräuchte.

Fazit – Schick, Smart und toll

Die OPPO Watch ist das, was die Android Welt derzeit braucht. Sie ist anders als alle Smartwatches welcher derzeit für Android Nutzer auf dem Markt sind. Durch das schlanke Design, passt sie definitiv an jedes Armgelenk und bietet trotzdem ein grosses Display an. Dank dem integrierten Pulsmesser, hat jeder Träger sein Herz stätig im Blick.

Noch ist die OPPO Watch nicht 100% ausgreift. Viele Funktionen, welche man zum Glück einfach per Software-Update nachliefern kann fehlen. Für meinen Geschmack braucht die Uhr noch mehr Zifferblätter, welche individuell anpassbar sind. Als Google Business Kunde hatte ich zudem etwas Mühe die Fitness Daten zu aktivieren. Ich würde mir eine viel bessere integration in die Smartphone App wünschen. Die „Hey Tab“ App bietet derzeit Basic Funktionen, welche für viele zu wenig ist.

Bei der Hardware, wünsche ich mir bessere Armbänder, da der Riemen beim Anziehen immer so blöd verrutsch, dass es das anziehen sehr mühsam macht. Für die 2021 Version der OPPO Watch hoffe ich zudem auf ein schöneres Ladedock welches mit einem QI Drahtlosadapter daherkommt.

Auch wenn die OPPO Watch noch nicht perfekt ist, können viele Probleme einfach behoben werden, weshalb es diese Uhr immer noch zu einer meiner Top Favoriten macht.

Preis und Verfügbarkeit

Die OPPO Watch soll gemäss OPPO noch diesen Monat in die Schweiz kommen. Ein genaues Datum ist aktuell noch nicht klar.

Der Preis beläuft sich auf 249 CHF für die 41mm Version und 299 CHF für die 46mm Version

Weshalb das OPPO Find X2 Pro wohl das beste Android Smartphone 2020 ist – Ein Langzeittest

Oppo Find X2 Pro

Anfang Jahr hat OPPO sein Flagship das Find X2 und Find X2 Pro der Welt präsentiert und nach den letzten OPPO Smartphones war bereits eines klar – OPPO möchte hoch hinaus.

Mit dem Reno 10X 5G brachte man das 1. Massentaugliche Smartphone auf den Markt und zeigte auch gleich, dass man in Sachen Kamera die Nase vorne haben möchte – was damals leider nicht ganz gelang.

Beim Find X2 scheint der chinesische Hersteller aber alles richtigzumachen, denn neben 5G und einem 120 Hz Screen, beeindruckt auch die Kamera mit 10-fach Zoom und einem Sensor von Sony, der auch in der Nacht Sterne einfangen kann.

Seit März befindet sich das OPPO Find X2 bei mir im täglichen Gebrauch. Weshalb es meiner Meinung nach 2020 den Preis des besten Android Smartphones bekommen sollte, gibts jetzt zu lesen.

Design – Liegt super in der Hand

Als ich das OPPO Find X2 zum ersten Mal in der Hand hatte, fiel mir direkt auf, wie einfach es sich halten lässt. In meiner Karriere durfte ich bereits einige Smartphones halten und mal ist dies besser und mal weniger. Bei Smartphones mit Curved Bildschirm, wie es beim OPPO Find X2 der Fall ist, ist oft das Problem, dass der Rand zu spitzig ist. Bei anderen Smartphones ist er zu Rund. Dank des angenehmen Formfaktors passt das OPPO Find X2 perfekt in meine Hand und rutscht auch nicht raus.

Für eine noch bessere Handhabung hat OPPO wohl die Buttons auf der Seite etwas näher zur Mitte platziert, wodurch das Ändern der Lautstärke oder das Aufwecken mit einer Hand gut machbar ist.

OPPO Find X2 Pro neben dem OPPO Find X2 Neo

OPPO bietet das Find X2 in verschiedenen Designs an. Beim Find X2 (nicht Pro) besteht die Rückseite aus Glas, während man beim Pro auf Keramik oder veganes Leder (Plastik) setzt. Wer das Find X2 Pro mal in der Hand hält, wird zudem überrascht sein, wie leicht es ist.

Kamera – Schlägt sogar Huawei

Bereits 2019 überraschte OPPO beim Start im europäischen Markt mit einer guten Kamera. Egal ob beim Reno 5G oder Reno 2. Während die Hersteller der besten Smartphone-Kameras damals zwar noch Samsung oder Huawei hiessen, schafft es OPPO 2020 mit dem Find X2 Pro definitiv an die Spitze des Kamera-Throns.

Der 10-Fach Zoom auf den Kirchenturm

Ausgestattet mit zwei von Sony`s IMX689-Sensoren macht das OPPO Find X2 (Pro) hervorragende Bilder. Die Bilder sind kontrastreich und scharf und der automatische Modus findet die perfekten Einstellungen. Wer mit der KI (Künstlichen Intelligenz) Bilder macht, muss sich leider oft mit total übersättigten Bilder zufriedengeben. Es scheint so, als würde kein Smartphone Hersteller es schaffen, seine KI richtig zu programmieren.

Bei meinem Nachttest war das OPPO Find X2 Pro definitiv der Sieger aller getesteten Smartphones. Mit einer Belichtungszeit von 32 Sekunden und der ISO bei 6400, waren die Sterne und Teile der Milchstrasse klar zu sehen. Andere Hersteller wie Samsung, Huawei und auch Apple, hatten teils grosse Mühe überhaupt ein Rauschfreies Bild zu erstellen, geschweige schwarze Pixel nicht in Rote oder Blaue zu verwandeln.

Die Milchstrasse ist teilweise zu sehen

Während einige Hersteller wie Apple Zoomtechnisch noch auf dem Boden geblieben sind, ist seit 2 Jahren bei anderen Herstellern die Frage: Wer hat den längsten…Zoooom.

2-fach, 5-fach, 10-fach und dann noch 20-fach, 50-fach und sogar 100-fach.

OPPO hat im Find X2 Pro einen 10-fach Hybrid Zoom verbaut, der so einiges besser ist als er damals im Reno 5G war. Auch im Vergleich zu einem aktuelleren Smartphone-Konkurrenten, wie dem Huawei P40 Pro+, ist er um einiges besser, da er nicht so stark wackelt, was natürlich besser Bilder macht.

Das Find X2 Pro besitzt zwar noch einen 60-fach Digital Zoom, doch ist dies wirklich nur eine Spielerei wie bei allen anderen Herstellern auch und gehört meiner Meinung nach nicht mal erwähnt.

Display – 120 Hz und beste Bewertung

Wer grossartige Bilder machen möchte, sollte eigentlich auch ein grossartiges Display nutzen, damit die fülle an Bild Informationen auch angezeigt wird. Das OPPO Find X2 Pro hat mit seinem 120 Hz Display alles richtig gemacht. Natürlich fällt es beim Test anders aus, als es ein Test vom Display Profil „DisplayMate“ zeigt. Dort hat OPPO eine A+ und somit die höchste Bewertung überhaupt erhalten.

Bei meinem Test fällt mir zwar nicht grossartig ein Unterschied auf, was das alles betrifft, denn ich bin kein Profi in dem Bereich. Es sieht einfach alles toll aus. Was aber auffällt, sind die 120 Hz die nicht nur Gamer benötigen, den das Scrollen auf dem Display wirkt ruhiger. Auffällig ist es, wenn man es mit einem älteren Smartphone vergleicht. Einmal daran gewöhnt, macht es leider keinen sichtbaren Unterschied mehr.

Was macht das OPPO Find X2 Pro zum besten Smartphone 2020?

Zwar ist das Jahr 2020 noch nicht vorbei und einige Hersteller kommen definitiv noch mit neuen Smartphones auf den Markt. Für Android Smartphones ist jedoch das Flagship Jahr bereits gelaufen.

Das OPPO Find X2 Pro ist nicht nur das Smartphone mit der derzeit besten Kamera, sondern kommt mit einem 120 Hz Display daher, welchen sich einige der Konkurrenz wohl für 2021 aufsparen.

Weiter hat der chinesische Hersteller einen Akku verbaut, der sich innerhalb 35 Minuten auf 100 % aufladen lässt und gut 1,5 Tage durchhält.

Während Huawei derzeit mit seiner Google/USA Krise kämpft und sich leider zu fest auf die Kamera fokussiert und Samsung seine besten Jahre erreicht hat, schafft es OPPO seit gut 3 Jahren mit Innovation und tollen Geräten seine Kunden wie auch neue glücklich zu machen.

Der negative Pflichtteil

Das OPPO Find X2 ist toll, doch nicht alles ist perfekt. Mich persönlich stört es zwar nicht gross, aber es sollte erwähnt sein. Das Find X2 Besitz keinen Kopfhöreranschluss, was einige von euch eventuell stören mag, während andere auf Bluetooth setzen. Weiter lässt sich das Find X2 nicht Drahtlos aufladen. Das ist heutzutage zwar immer mehr gewünscht, persönlich nutze ich es aber zu wenig um mich darüber zu nerven.

Für 1`290 CHF ist das OPPO nicht nur Leistungsmässig in der oberen Klasse angesiedelt, sondern auch recht teuer. Unserer Meinung nach lohnt sich aber der Preis.

Wer übrigens die ganzen technischen Details haben möchte, findet unseren 1. Bericht zum OPPO Find X2 an dieser Stelle.

Google Nest Wi-Fi im Test – Mesh Netz und Smart Home

Google Nest WiFi Router

Während des „Made by Google“ Event 2019 hat Google „Nest Wi-Fi“ vorgestellt, welche als Upgrade für „Google Wi-Fi“ dient. Neu ist nicht nur WLAN an Bord, sondern ein Smarter Speaker und die Möglichkeit Nest und andere Smart Home Geräte einfach daran anzuschliessen.

Seit Mai 2020 ist Google Nest Wi-Fi auch in der Schweiz offiziell erhältlich. Ich habe mir den schlauen Router im Set+ Zugangspunkte für 289 CHF genauer angeschaut.

Design

Seit einigen Jahren versteht es Google, seine eigenen Produkte modern und einfach zu gestalten. Bei Nest Wi-Fi besteht das Set aus 2 etwa Kaffeebecher grossen Geräten. Leider gibt es diese in der Schweiz nur in weiss zu kaufen, dennoch passen diese in jede Einrichtung.

Google verzichtet bei seinen Geräten auf Knöpfe oder viele Anschlüsse. Der Router, also das Hauptgerät besitzt neben dem Stromanschluss zwei 1-Gigabit-Ethernet-Ports. Der Zugangspunkt kommt nur mit einem Stromanschluss aus, besitzt dafür aber einen mechanischen Schieber, welche den Google Assistenten deaktiviert. Beide Geräte besitzen zudem eine kleine LED Leuchte, welche über den Nutzer über deren Zustand informieren.

Etwas schlecht hat Google hingegen den Netzanschluss für den Schweizer Markt designt. Natürlich verstehe ich, dass man für einen einzelnen Markt, welcher 3-er Steckdosen besitzt, kein neues Netzteil bereitstellt, jedoch nimmt der Runde Apparat so viel Platz weg, dass man keine anderen Geräte mehr einstecken kann. Wer sich daran gross stört, kann zum Glück ein herkömmliches USB-C Ladekabel nutzen, um seinem Nest Wi-Fi mit Strom zu versorgen.

Google Nest WiFi Zugangspunkt
Der Zugangspunkt steht bei uns einen Stock tiefer.

Einrichtung

Selten erlebe ich bei einem WLAN-Router einen so einfachen Einrichtungsprozess. Beim Google Nest Wi-Fi lädt sich der Nutzer die Google Home App für Android oder iOS Smartphones herunter und kann direkt mit der Einrichtung starten. Sobald ein Nest Wi-Fi Geräte am Strom und Internet hängt, erkennt die App dies und nach einem kurzen Scannen des QR Codes am Gerät, ist man auch schon der bestätigte Eigentümer und kann WLAN Name und Password einrichten.

In der App lassen sich neben dem Einrichten auch Gäste Netze erstellen oder auch Sperrzeiten für Kinder.

Wer neben dem Haupt-Router noch weitere Zugangspunkte einrichten möchte, kann dies natürlich auch über die App machen. Der Prozess ist ähnlich aber definitiv schneller, da man das Netz nicht noch mal neu Einrichten, sondern den Zugangspunkt nur mit dem bestehenden Netz verbinden muss.

Bei meinem Test habe ich im Wohnzimmer den Router platziert und im unteren Stock, wo sich unser Büro befindet den weiteren Zugangspunkt. Trotz Wände und Decke war dies kein Problem.

Der Test beim täglichen Gebrauch

Bis Anhin hatten wir zu Hause im oberen Stock eine Fritzbox stehen, welche definitiv kein Signal bis nach unten oder in die hinteren Räume lieferte. War gleichzeitig noch jemand in einem Conference Call, hatte eine zweite Person es definitiv nicht einfacher gleichzeitig einen zu führen.

Natürlich dachte ich kurz, es liege allgemein am Internetanschluss, jedoch sind wir mit rund 500 Mbit/sec sehr gut bedient.

Nachdem ich Google Nest Wi-Fi eingerichtet habe, fand ich in praktisch jedem Zimmer (ausser dem Bunker) ein gutes und schnelles Netz. Im Büro unten konnte man ohne Probleme zeitgleich mit dem Büro oben ein Videocall halten und zusätzlich noch einen Apple TV+ Film herunterladen.

Fazit

Mit dem Google Nest Wi-Fi kann man nicht vieles falsch machen. Das einfache Einrichten und die Bedienung ermöglichen es jedem mit einem Smartphone oder Tablet, sein Haus oder die grössere Wohnung mit WLAN abzudecken. Wer neben Wi-Fi auch noch Smart Home Geräte anschiessen möchte, kann dies zudem sehr einfach über die gleiche App lösen.

Einen Minuspunkt bekommt definitiv der Stecker, welcher bei uns in der Schweiz statt einem Steckplatz gleich alle 3 blockiert. Da dürfte Google meiner Meinung nach wieder den Stecker vom Google Wi-Fi nutzen oder Google Home, welche kleiner waren.

Preis und Verfügbarkeit

Google Nest Wi-Fi ist in der Schweiz im 2er Pack für 289 CHF verfügbar. Wer den Router allein kaufen möchte, zahlt 179 CHF und für jeden Zugangspunkt 159 CHF.

Das Huawei P40 Pro im Test – Tolle Kamera aber auch nicht mehr

Huawei P40 Pro Silver Frost

Huawei hat im Rahmen einer Online-Präsentation sein neues Smartphone Lineup der P-Series vorgestellt. Neben dem P40, P40 Pro wird es neu auch ein P40 Pro+ geben.

Das Huawei tolle und gute Smartphones herstellen kann, wissen wir alle, doch taugt auch das Smartphone der P-Series welches erstmals ohne Google Dienste und Apps ausgestattet ist etwas?

Techgarage konnte das P40 Pro in Silver Frost die letzten Tage testen und hilft dir bei der Entscheidung, ob du es dir kaufen solltest.

Design – Neue Glas Verarbeitung

Wie praktisch alle Top Smartphones von Huawei„>Huawei ist auch das P40 / Pro hochwertig verarbeitet. Bis auf den Edelstahl Rahmen besteht alles aus Glas. Neu bietet Huawei zusätzlich zum glatten Glas auch zwei Farben (Silver Frost, Blush Gold) an, welche eher Matt sind und nicht ganz so einfach aus der Hand rutschen sollen. Persönlich bin ich zwar immer noch ein Fan vom Amber Sunrise, welches Huawei beim P30/P30 Pro eingeführt hat, doch Silver Frost find ich auch sehr cool, da es sich durch den Lichteinfall leicht bläulich verfärbt.

Während Huawei noch beim P30/ P30 Pro und Mate 30/ Mate 30 Pro einen 3.5mm Kopfhöreranschluss verbaut hat, wird beim P40 komplett darauf verzichtet. Neu müssen auch hier die Nutzer einen USB-C Kopfhörer oder Bluetooth Kopfhörer nutzen.

Display – Nur 90 Hz und nur für Pro

Huawei verbaut im P40 Pro einen 6,58 Zoll Curved OLED Bildschirm mit 2640 x 1200 Pixel, was mir sehr gut gefällt. Leider verzichtet Huawei auf die Notch, welche man noch im Mate 30 vorgefunden hat, und verbaut eine Hole-Punch im oberen linken ecken des Bildschirmes, mit welchem ich mich persönlich nicht so anfreunden kann.

Was die Konkurrenz wie OPPO mit dem Find X2 bereits kann, scheint bei Huawei wohl erst mit dem Mate 40 den Weg zu den Konsumenten finden. Die Rede ist von der Bildwiederholungsrate. Huawei verbaut in seinem non-Pro Gerät 60Hz und in allen Pro Geräten 90 Hz, während die Konkurrenz bereits 120 Hz nutzt. Wie der Unterschied aussieht, könnt ihr anhand eines Videos von OnePlus sehen.

Kamera – 5x optischer Zoom

Tolle Kameras in Zusammenarbeit mit Leica kann Huawei seit einigen Jahren. Beim P40 und P40 Pro möchte der chinesische Hersteller nochmals die Messlatte Höherlegen. Während man im P30 noch einen 5-fach Hybrid Zoom hatte, schafft es das P40 auf einen 5-fach optischen Zoom. Das Resultat ist beeindruckend. Hierfür baut Huawei einen 1/1.28 Zoll grossen Bildsensor ein.

Huawei hat dafür zwei RYYB-Sensoren verbaut. Der Erste ist mit einer 50 Megapixel UltraVision Kamera bestückt, welche eine F/1.9 Blende und einen optischen Bildstabilisator besitzt. Der zweite Sensor ist mit einer 40 Megapixel Video- und Ultraweitwinkel-Kamera (f/1.8) einer 12 Megapixel SuperSensing Telefoto Kamera (f /3.4,) und einem TOF-Sensor ausgestattet.

Huawei wirbt zwar mit dem 50-fach SuperSensing-Zoom ohne Qualitätsverlust, jedoch taugt dieser absolut gar nichts, denn die Qualität nimmt ab 20x massiv ab.

Frontkamera – 32 Megapixel für Selfies

Auch wenn mir die Hole-Punch im Display nicht gefällt, hat Huawei dort einiges verbaut. Dank Kamera und dem Infrarot Sensor bleibt das Smartphone vor unerlaubten Personen geschützt. Für die perfekten Selfies gibt es eine 32 Megapixel Kamera (F/2.2), einen 3D-Tiefensensor und eine Makro-Kamera damit Bilder auch schon ab einem Abstand von 2,5 Zentimetern scharf sind.

Beim Selfie Test hat das P40 Pro wie erwartet tolle Bilder produziert.

Akku – Gross aber langsam

Während beim kleinen Bruder ein 3800 mAh Akku verbaut ist, kriegt das P40 Pro einen 4200 mAh Akku, welcher gut durch den Tag mag. Im Vergleich zum Find X2 von OPPO (65W), kann das P40 Pro nur eine Schnellladepower von 40W bieten.

5G und Dual SIM für alle

Neu verbaut Huawei standardmässig 5G in seinen P40 Smartphones. Somit ist man für den neuen Standard gewappnet. Zusätzlich bietet Huawei die Möglichkeit an, zwei SIM Karten oder eine SIM Karte + 1 eSIM zu nutzen. Wer den zweiten SIM Platz nicht nutzt, kann damit die spezielle Speicherkarte von Huawei nutzen, um seinen Speicherplatz zu vergrössern.

Ein Leben ohne Google

Da der Streit zwischen den USA und Huawei immer noch im Gang ist und der chinesische Konzern weiterhin nicht mit Google„>Google zusammenarbeiten darf, müssen Nutzer auf den Google Play Store und Google Apps verzichten.

Zwar hat Huawei mit der AppGallery einen eigenen Store, doch Entwickler tun sich derzeit schwer ihre App für HMS zu optimieren. Weiterhin ist der Store noch weit entfernt Nutzern eine gute Empfehlung für Apps zu machen. Was die Usability anbelangt muss der neue Besitzer eines P40 zuerst einmal beim Einrichtprozess unnötige Apps herunterladen oder sie millimetergenau abwählen.

Huawei App Gallery Screenshot Huawei P40 Pro

Wer das Huawei P40 nutzen möchte, sollte sich zu Beginn gleich die APKPure App herunterladen. Sie dient als AppStore welcher zwar kein Paid Apps anbietet, jedoch die offiziellen APK (App Dateien) vertreibt. Vorteil hier ist die Update Funktion, welche eingebaut ist, somit müssen Nutzer nicht mühsam jede App suchen gehen und nochmals installieren.

Fazit

Meiner persönlichen Meinung nach setzt Huawei seit Jahren sehr stark auf die Kamera, wodurch sie die letzten Jahre einen schönen Vorsprung aufgebaut haben. Das P40 Pro macht tolle Bilder bei Tag und Nacht. Der 5-fach Zoom ist beeindruckend und schafft es auch ohne Stativ ein Objekt scharf zu fotografieren. Die Selfie Kamera kann sich zudem auch sehen lassen.

Huawei P40 Pro 10-Zoom Lauerz
Die Insel Schwanau mit 10-fach Zoom
Huawei P40 Pro 50-Zoom Lauerz
Die Insel Schwanau mit 50-fach Zoom

Auch wenn Huawei beim P40 wieder tolle Kameratechnik verbaut hat, sieht es in anderen Bereichen etwas mager aus. Mit einer Bildwiederholungsrate von nur 90 Hz und einem Akku, der sich nur mit 40W Schnell-Aufladen lässt, hinkt man hier bei der Konkurrenz etwas hinterher.

Wer sich ernsthaft überlegt, ein Huawei P40 zu kaufen muss sich unserer Meinung nach die Frage stellen, ob er es auch ohne Google Dienste und die vielen Apps, die es derzeit noch nicht in der AppGallery gibt, auch nutzen kann. Klar hilf eine Lösung wie APKPure schon sehr, ist aber auch nicht ganz so einfach wie ein richtiger App-Store.

Preis und Verfügbarkeit

Das Huawei P40 und P40 Pro ist ab dem 7. April verfügbar.

Für das P40 möchte Huawei 799,- Euro und für das Huawei P40 Pro 999,- Euro.

Der Verkaufsstart vom P40 Pro+ startet irgendwann im Juni. Der Preis für das High End Smartphone soll bei 1.300,- Euro liegen.

Sieben Gründe, warum das Tesla Model X noch immer König unter den Elektroautos ist

Tesla Model X Main Teaser

Das Tesla Model X – eine schwierige Empfängnis: 2012 von Tesla-CEO Elon Musk auf der grossen Bühne enthüllt – und erst über drei Jahre später (im Dezember 2015) ausgeliefert. Dazwischen lagen drei Jahre, in denen der Elektroauto-Hersteller aus Kalifornien versuchte herauszufinden, wie sich das Model X denn überhaupt in Massen fertigen liesse. Auch Schuld an der Bredouille waren wie vielen Features, die Tesla ins Model X einfliessen lassen wollte. Nicht zuletzt war es Musk selber, der zugab, dass der «Feature-Overkill» des Model X «vielleicht etwas überheblich» war.

Aber nun fährt es schon seit fast einer halben Dekade auf der Strasse: Das Model X von Tesla. Zeit, dass «Techgarage» sich auch mal ans Steuer dieses «Raketenschiffs» für die Strasse wagt. Und – Spoiler – wir haben unsere ausgiebige Testfahrt geliebt: Nachfolgend sieben Gründe, warum das Tesla Model X für uns auf dem Elektroauto-Thron sitzt.

Tesla Model X: Klotzen, nicht kleckern

Das Tesla Model X war von Anfang an als Fahrzeug konzipiert, das auf der Strasse auffallen sollte. Nichts da mit der eleganten Schlichtheit des Model S: Der SUV Model X sollte mit seinen sieben Sitzplätzen auf der Strasse thronen. Dafür sorgten die Aussenmasse von rund 5'000 x 2'000 x 1'680 Millimetern. Und natürlich die auffälligen «Falcon Wing Doors», die effektvoll nach oben hin aufschwingen.

Und nicht nur das: Mit dem 100 kWh-Akku verfügt das Model X aktuell (neben dem Model S) auch über die grösste Batterie an Bord eines Elektroautos. Das Ganze kommt auch zu einem Preis: Das momentan günstigste Tesla Model X gibt's momentan ab knapp unter 100'000 Franken, die Spitzenvariante schlägt gar mit rund 145'000 Franken zu Buche.

Tesla Model X Perspective
Tesla-Design von allen Seiten: Model X und die Limousine Model S sind auf derselben Basis aufgebaut.

Techgarage-Kollege Pascal und ich konnten das aktuelle Model X – Baujahr 2020 – einige Tage lang testfahren und dabei auf Herz und Nieren prüfen. Unser Eindruck vom ultimativen Elektroauto: Das Model X steht zu Recht noch auf dem Thron. Auch nach der Lancierung von Audis E-Tron, dem Mercedes EQC und dem Jaguar I-Pace. Aus folgenden sieben Gründen fährt Tesla der Konkurrenz noch immer voraus:

1. Platz und Stauraum

Im Model X fühlt man sich sicher aufgehoben – egal, ob als Lenker oder Mitfahrer. Die vorderste Sitzreihe geniesst den erhöhten Ausblick auf die Strasse durch ein Panorama-Fenster. Die mittlere Sitzreihe ist besonders in der 6-Personen-Konfiguration äusserst geräumig und nun ja: Die Rückbank, die zwei Passagiere fasst, ist nicht besonders grosszügig bemessen. Für kürzere Fahrten lässt es sich aber auch ganz hinten gut mitfahren. Sicher sind sowieso alle Mitfahrer – Tesla hat für sein Model X die Fünf-Sterne-Sicherheitsbewertung der NCAP erhalten.

Und auch mit sechs oder sieben Passagieren an Bord lässt sich noch Gepäck mitführen: Zwar ist der Kofferraum in der Konfiguration für maximale Passagiere mit 187 Litern nicht mehr gigantisch, wer jedoch die Rückbank umklappen kann, hat plötzlich 2'493 Liter zur Verfügung. Und dann gibt's für Taschen und Weekender-Bags ja noch den «Frunk» unter der vorderen Haube.

Tesla Model X Space
Die markanten «Falcon Wing Doors» erleichtern den Einstieg in die geräumige Kabine des Model X.

2. Performance

Mit der maximalen Motorisierung («Performance» / P100D Ludicrous) bringt das Model X satte 449 Kilowatt oder 661 PS auf die Strasse – das reicht für einen Sprint von 0-100 km/h in 2.9 Sekunden. Das folgende Video bringt's recht gut auf den Punkt – «Wer beschleunigt schneller: Ein Sportwagen oder ein Sportwagen auf dem Anhänger eines Tesla Model X

3. Effizienz: Der Tesla Energie-Trick

Trotz der Grösse, des Gewichts und der Leistung zeigt sich das Tesla Model X recht genügsam, wenn es um den Energieverbrauch geht. Zum einen ist da der tiefe Luftwiderstands-Koeffizient cW von 0.25.

Wir haben das Model X insgesamt über drei Wochen und 1'510 Kilometer getestet: In Berg und Tal (Trip durch die Schweiz), bei Temperaturen zwischen -3 und +15 Grad und Geschwindigkeiten zwischen 30er-Zone und deutscher Autobahn (aber nie mehr als 210 km/h).

Der durchschnittliche Verbrauch des Model X betrug dabei 245 Wh/km oder 24,5 kWh/100km. Zum Vergleich: In 3 Jahren Model S 85 fahren, kam ich dort im Schnitt auf 212 Wh/km, und der Vierplätzer Honda e, den wir im frühlingshaften Valencia getestet haben, kam im Tagesschnitt auf 210 Wh/km. Insgesamt also hervorragend tiefe Verbrauchswerte für das Model X im Alltagsgebrauch – berücksichtigt man, dass das Elektroauto Platz für sieben Personen bietet und über 2,5 Tonnen wiegt.

Tesla Model X Verbrauch
In drei Wochen und über 1'500 Kilometern haben wir einen durchschnittlichen Energieverbrauch von 245 Wh/km eingefahren.

4. Reichweite: Auch für grosse Sprünge

Entsprechend aus dem tiefen Verbrauch und der grossen Batterie resultiert eine maximale Reichweite von 507 Kilometern (Model X 100D / Long Range) nach WLTP-Zyklus oder 565 Kilometern nach NEFZ-Abrechnung.

Etwas irritiert hat uns die nicht immer so genaue Anzeige der verbleibenden Reichweite. Besonders dann, wenn sich der Akku langsam leert oder man morgens mit 100 Restkilometern auf der Anzeige gerne den nächsten Supercharger anfahren möchte, haben wir einige Male leer geschluckt. Sollte der Trip rechnerisch problemlos möglich sein, begann die Reichweite dann bisweilen schnell zu schrumpfen: Nach 20 Kilometern war der Zähler dann auch mal um 40 Kilometer gefallen. Das hat vermutlich damit zu tun, dass das Auto nach der Abfahrt erstmal den Akku und die Kabine wieder auf Temperatur bringt und so mehr Energie verbraucht. Wir haben unser Ziel noch jedes Mal erreicht – und im Schnitt sind die Berechnungen des Bordcomputers auf rund 7% akkurat. Aber wem auf den letzten Kilometern vor dem nächsten Lader etwas mulmig wird, sollte besser den Fuss vom Pedal nehmen – dann sieht's nämlich schnell besser aus (der Luftwiderstand nimmt im Quadrat zur Geschwindigkeit ab – weil Physik).

Insgesamt kann man beim Model X aber nicht über mangelnde Reichweite meckern: Hätte ich in Zürich ein Model X in der Garage, das auf 80% Kapazität geladen wäre und spontan Lust, im rund 220 Kilometer entfernten Stuttgart zu Abend zu essen (aus welchen Gründen auch immer), so könnte ich die Reise wohl hin und zurück ohne eine Ladepause machen. Würd‘ ich aber eh nicht, denn die Autobahn-Tankstellen in Deutschland haben erstaunlich guten und günstigen Kaffee.

5. Das Supercharger-Netzwerk

Ein grosser Bonus, den Tesla-Fahrzeuge ab Fabrik haben, ist das Tesla «Supercharger»-Netzwerk, bei dem sich die Fahrzeuge des Herstellers (fast) weltweit schnell und unkompliziert aufladen lassen.

Tesla Supercharger Network EUR
Das Supercharger-Netzwerk von Tesla wird immer dichter.

In der Schweiz stehen mittlerweile über ein Dutzend Supercharger-Stationen zur Verfügung – und auch Road Trips quer durch Europa sind mit Tesla-Elektroautos absolut kein Problem mehr. Dabei muss auch null vorausgeplant werden, denn der Bordcomputer steuert einen immer zuverlässig an die nächste Ladestelle. Bezahlt wird übrigens (wenn nötig) über die im Tesla-Onlinekonto hinterlegte Kreditkarte. Keine Anrufe bei einer Hotline – kein Frust beim Kartenlese-Automaten: Bei uns haben die Supercharger immer funktioniert und unser Model X mit bis zu 150 Kilowatt Leistung schnell geladen. Ein grosser, moderner Supercharger steht übrigens in Dietikon ZH. Längeren Fahrten steht somit nichts mehr im Wege.

Techgarage-Tesla-Supercharger-Dietikon-Eröffnung-Cover-Photo
Der Supercharger in Dietikon ZH mit Ladepunkten für bis zu 24 Tesla-Elektroautos gleichzeitig.

6. Autopilot: Das zweite Paar Augen

Stichwort «längere Fahrten»: Ein Grund, warum längere Fahrten im Model X so entspannend sind, ist auch der Autopilot. Das Fahrassistenz-System von Tesla ersetzt zwar noch keinen menschlichen Fahrer, aber helfen tut es allemal. Sei es beim Einhalten der Geschwindigkeitslimite, beim Halten der Spur oder als zweites Paar Augen beim Spurwechsel: Die Kameras und Sensoren, die rund ums Auto verbaut sind, liefern ganze Arbeit.

Das enthebt den Fahrer zwar nicht von der Verantwortung, das Auto jederzeit selber zu lenken, aber es gibt ein entspannenderes Fahrgefühl als wenn man das Gefühl hat, man müsse jede Lenkbewegung und jede Geschwindigkeitsanpassung völlig selber machen. Eine noch genauere Autopilot-Analyse hat Pascal bei seiner Fahrt im Model 3 nach Frankreich gemacht.

Tesla Model X Autopilot
Der Autopilot nimmt dem Fahrer die Verantwortung und das Fahren zwar nicht ab, macht längere Fahrten aber definitiv entspannter.

7. Regelmässige drahtlose Software-Updates

Und zu guter letzt der Kitt, der bei Tesla alles zusammenhält: Ähnlich wie die Smartphones, die wir fast täglich testen, gibt es auch für Tesla-Fahrzeuge regelmässige Software-Updates. Dafür muss der Tesla aber nicht in die Garage: Die Updates kommen über die drahtlose Datenverbindung auch in der Nacht ins Auto.

Neu kann das Update sogar per Smartphone-App eingeplant und ausgeführt werden, so dass man sich Morgens zu komplett neuen Features und einem verbesserten Autopiloten ins Auto setzen kann. Tesla-Chef Elon Musk und sein Team von Entwicklern haben bereits früh erkannt, dass Soft- und Hardware zusammenspielen müssen. Deshalb kann man einen Tesla auch «ein Smartphone auf Rädern» nennen – kein anderer Autohersteller kann momentan mit dieser Geschwindigkeit an Innovation mithalten.

Fazit: Wer fordert den König heraus?

Das sind also die Gründe, die für uns bei «Techgarage» das Model X zum momentan besten Elektroauto machen. Dass Tesla schon früh auf die Erfolgsfaktoren Software und Supercharger gesetzt hat, trägt jetzt Früchte. Aber natürlich freuen wir uns, wenn wir künftig auch Elektroautos anderer Marken testfahren und vergleichen können. Bis dahin steht unser Fazit: Das Tesla Model X ist für uns der unbestrittene König unter den Elektroautos.

Smartphone App
Jedes Tesla-Modell lässt sich über eine Smartphone-App überwachen.

Das neue SEL-20F18G 20mm f/1.8 Objektiv von Sony für Landschaftsfotos im Test

Sony 20mm f/1.8 G Objektiv Matterhorn Kevin Kyburz

Parallel zum ursprünglich geplanten Mobile World Congress 2020, welcher ja bekanntlich dieses Jahr abgesagt wurde, hat Sony ein neues 20mm f/1.8 Foto-Objektiv der Oberklasse vorgestellt. Das «Sony 20mm f1.8 G» soll den hohen Ansprüchen von professionellen Landschafts- und Nachtfotografen gerecht werden soll.

«Techgarage» durfte das neue Objektiv von Sony für Digitalkameras bereits vorab ein paar Tage in Zermatt bei Wind, Kälte und Schnee testen. Weshalb wir das SEL-20F18G super finden, erfährst du in diesem ersten Review.

Das Objektiv im Überblick: Leicht und mit ein paar Tricks

Mit nur 373 Gramm ist das Objektiv recht leicht und dürfte somit in der Fotografentasche nicht allzu gross ins Gewicht fallen. Es lässt sich auf alle Sony-Kameras mit E-Mount montieren. In unserem Test haben wir es in Kombination mit der Sony Alpha 7R IV getestet. Das Objektiv unterstützt dabei den 35mm Vollformat-Sensor der Kamera – ein ideales Duo.

Sony Alpha 7R IV 20mm f1.8 G Objektiv

Die Blende lässt sich von F1.8 bis zu F22 einstellen und ist dabei sehr Lichtdurchlässig, wodurch auch bei Dämmerung und nicht idealen Lichtverhältnissen auf eine hohe ISO-Einstellung verzichtet werden kann.

Das SEL-20F18G verfügt über einen drehbaren Ring, über den die Blende eingestellt werden kann. Dank einem kleinen Schalter am Objektiv lässt sich einstellen, ob man den Klick beim Wechsel der Blende hören möchte oder nicht.

Dank den 9 Blenden-Lammellen entsteht nicht nur ein beeindruckender Bokeh-Effekt, Lichter lassen sich auch wunderschön in «Sterne» verwandeln, wie im folgenden Beispiel:

Bild der Sonne mit F22

Für unseren Test war der Mindestabstand für den Fokus nicht direkt relevant, jedoch ist dieser mit 19 cm erfreulich klein – das Objektiv eignet sich so für eine Vielzahl von Einsatzgebieten.

Da die Wettersituation in Zermatt bis auf den letzten halben Tag verschneit und bewölkt war, fiel der Test mit einer Aufnahme des Sternenhimmels leider aus.

Matterhorn Kevin Kyburz
Kevin Kyburz sucht das Matterhorn. Situation in Zermatt. Kalt, Schnee und bewölkt.
Bild von michelphotography_ch

Testbilder

Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte – und nachdem jetzt die technischen Aspekte des Sony 20mm f/1.8 G geklärt sind, folgen hier nun einige Aufnahmen, die ich mit dem Objektiv geschossen habe.

Zermatt bei Nacht. Fotografiert aus der Hand (1/4, F1.8, ISO 500)
Gletschert in Zermatt Sony Alpha 20mm f1.8 G Objektiv
Gletscher in Zermatt während eines Helikopterfluges: Aufgenommen durch die geöffnete Türe.
Sony Alpha 7R IV 20mm f1.8 G Objektiv Image Test Rasta Zermatt
Unser Begleiter durch Schnee und Eis @rastawhiteshepherd
Pistenpräparation Sony Alpha 20mm f1.8 G Objektiv
Um 6 Uhr Morgens werden die Ski-Pisten vorbereitet.
Matterhorn Sony Alpha 20mm f1.8 G Objektiv
Links die Spitze des Matterhorns
AirZermatt Sony Alpha 20mm f1.8 G Objektiv
Kurzer Zwischenstopp, bevor es mit der AirZermatt weitergeht.

Fazit

Das Sony SEL-20F18G Objektiv sollte meiner Meinung nach in jeder Tasche eines Fotografen mit dabei sein. Persönlich mag ich Objektive mit einer Festbrennweite lieber als ZoomObjektive, weshalb auch meine Ausrüstung auf Foto-Touren ziemlich umfangreich ist.
Beim Test machte das Sony-Objektiv in Kombination mit der Alpha 7R IV überzeugende und klare Landschaftsbilder, während das Spiel mit Lichtquellen ein nettes Extra ist. Ein Test unter dem Sternenhimmel steht momentan noch aus, die Aufnahme werde ich aber hoffentlich diesen Sommer nachholen können.

Sony Alpha 7R IV 20mm f1.8 G Objektiv Side

Preis und Verfügbarkeit

Das neue Sony SEL-20F18G 20mm f/1.8 Objektiv ist ab März 2020 in Europa verfügbar und kostet 1'100 Euro oder 1'200 Schweizer Franken.

Google Nest Hub und Nest Mini: Deine Portion «smart» fürs Wohnzimmer

Google Nest Hub Nest Mini Boxes

Wir bei «Techgarage» sind ja keine Technikverweigerer – die neuesten Smartwatches, Phones und Kameras spült's uns fast täglich auf die Redaktion. Und doch gab's eine Gerätekategorie, die ich persönlich nur vom Hörensagen kannte: Smarte «Connected Devices» für zu Hause. Ein Beispiel dafür ist die «Nest»-Serie von Google.

Und eigentlich bin ich nur auf die «Nest»-Geräte gestossen, weil ich mich in letzter Zeit näher mit dem «Google Assistenten» auseinandergesetzt hatte: Beispielsweise bei einer Reise durchs spanisch sprechende Mallorca.

Der Google Assistent für zu Hause

Anyway – Das Versprechen ist: Ein «Google Assistent» für zu Hause, rund um die Uhr verfügbar. Und zwar nicht über das Smartphone, sondern auf einem dedizierten Gerät, das erst noch ein grosses Display aufweist. Der Google Nest Hub mit seinem 7-Zoll-Bildschirm ist auf den ersten Blick einfach ein edler digitaler Bilderrahmen. Wer aber mit ihm spricht, stellt schnell fest: Da steckt einiges an Funktionalität drin.

Google Nest Hub Nest Mini
Google Nest Hub (hinten) und Google Nest Mini (vorne) sind drahtlose Lautsprecher mit smarten Funktionen.

Aufgesetzt ist der Google Nest Hub per Verknüpfung mit einem Google-Konto relativ rasch. Und dann macht er eigentlich das, was ich normalerweise mit meinem Smartphone mache – bloss, ohne, dass ich alles tippe oder wische.

Musik auf Zuruf

Ich kann Musik von «YouTube» abspielen, indem ich den Nest Hub mit «Ok, Google» wecke und ihm danach meinen Wunsch äussere. Der Sound klingt aus dem Breitband-Lautsprecher denn auch voll und rund. Was ich noch vermisse, ist meine eigenen «YouTube»-Playlists aufzurufen und abzuspielen. Dieses Feature kommt hoffentlich bald per Update nach.

Damit nicht genug: Auf «Ok Google, brauche ich heute einen Regenschirm?» weiss der Hub genauso Antwort wie auf «wie lange brauche ich heute mit dem Auto zur Arbeit?». Ein Bisschen fühle ich mich wie in der Zukunft: Ich bin nämlich überzeugt, dass wir bald nicht mehr über unsere Smartphones streichen und tippen, sondern viel Mensch-Computer-Interaktion bald schon verbal vor sich gehen wird – ein bisschen wie im Film «HER» mit Joaquin Phoenix.

Stimmung ist in Sekunden gesetzt

Meinen Google Nest Hub habe ich auf dem Küchentresen aufgestellt. Denn dort stehe ich, wenn ich morgens Kaffee mache und nochmal in Erinnerungen schwelgen will: «Ok Google, zeige mir Bilder von meiner Kuba-Reise» – woraufhin der Nest Hub mir mein entsprechendes Reisealbum aus «Google Photos» auf den Screen holt.

Oder ich habe auf einer Reise etwas besonders leckeres gegessen und möchte es nun nachkochen: «Ok, Google – zeige mir Rezepte von Tomatensalsa!». Und schon erhalte ich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie ich meine Fajitas am besten fülle. Dazu noch: «Und spiele mir Lieder von Buena Vista Social Club». Und: «Dimme die Lichter im Wohnzimmer». Ja: Denn der Nest Hub lässt sich auch mit vernetzten Lichtquellen – wie beispielsweise der «Philips Hue»-Serie verknüpfen. «Google Home» nennt sich die App fürs smarte, verknüpfte Zuhause.

Google Nest Hub Cooking
Das Kochen ab Rezept geht über den Google Nest Hub erstaunlich gut von der Hand: Im Internet gefundene Rezepte werden in Arbeitsschritte unterteilt, ein Antippen des Bildschirms ist nicht nötig.

Licht, Ton, (Koch-)Action: Alles gesetzt, ohne mein Smartphone zu zücken und ganz ohne etwas zu tippen. Ich find's beeindruckend.

Den Google Nest Hub gibt's mit dem «Google Nest Mini» auch in einer kompakten Variante, die gänzlich ohne Bildschirm auskommt. Ein kleiner, runder Puck, der sich wegen seines unscheinbaren Designs überall platzieren lässt. Ihn habe ich als zusätzlichen Speaker im Badezimmer installiert – und aktiviere «Ok, Google – spiele Regenwald-Geräusche ab», bevor ich mich morgens unter die Dusche stelle. Und auch beim Zähneputzen kann ich mir aktuelle Nachrichten vom Assistenten vorlesen lassen.

Fazit: Die Zukunft des Zuhause – zum erschwinglichen Preis

Mein Fazit: Für den Preis von rund 140 Franken für den Google Nest Hub und etwa 70 Franken für den Google Nest Mini kann man sein Zuhause jetzt schon auf «smart» stellen. Für mich ein Erlebnis – und ein Indikator, wohin sich das Wohnen in den nächsten Jahren entwickeln könnte. Kein Gang mehr zum Kippschalter, um die Lampe einzuschalten, kein ständiges Tippen auf dem Smartphone mehr, um Wetterinformationen oder Musik abzurufen. Wer jetzt schon einen Blick in die Zukunft der Mensch-Maschine-Interaktion werfen will, kann mit den Google Nest-Serie zu einem günstigen Einstiegspreis auf Entdeckungsreise gehen.

Honda E im ersten Test: Die besten Features des stylishen Elektroautos für die City

Honda E Valencia Drive Main

Wenn die Techgarage ein offizielles Auto hätte, dann wäre das wohl der Honda e. Das rein elektrische Auto des japanischen Herstellers ist klein, macht Spass, ist bis oben hin vollgestopft mit Gadgets und Technik – und klar für den Einsatz in der Stadt und urbanen Gegenden ausgelegt.

Testfahrt im Honda e: Das «Techgarage» Video-Review

Zwei Jahre, nachdem der Prototyp enthüllt wurde, und ein Jahr nach der Premiere am Autosalon in Genf freut es uns zu sehen, dass im Serienmodell grosse Teile des ursprünglichen Designs beibehalten wurden. Noch immer wirkt die Form des Honda e sowohl klassisch, als auch etwas verspielt. Dazu tragen auch die kreisrunden LED-Scheinwerfer bei, die in den schwarzen Akzenten der Front eingelassen sind. Unter der Haube befindet sich übrigens der Ladeanschluss für den Strom.

Honda E Valencia Driving
Das hier ist der Honda e – das erste voll elektrische Auto von Honda mit einer Reichweite von rund 220 Kilometern und einem Preis von 43’000 Schweizer Franken oder 36’000 Euro, wenn es im Juni dieses Jahres auf den Markt kommt. Bild: Honda

Was zusätzlich beim Rundgang ums Auto auffällt, ist, dass Honda bei seinem Elektroflitzer auf klassische Rückspiegel verzichtet und stattdessen rückwärts gerichtete Kameras verbaut hat.

Innenraum des Honda e: Eine Lounge mit vielen Bildschirmen

Doch kommen wir zum Interieur. Uns gefällt das Innendesign im Honda e sehr gut – Das Innenleben wirkt schlicht und aufgeräumt und erinnert ein Bisschen an eine Lounge oder ein nordisch-minimalistisches Wohnzimmer. Statt Leder kommt viel Stoff zum Einsatz, ergänzt wird das Interieur durch Holzakzente.

Honda E Valencia Interior
Eine Lounge mit einer Menge Bildschirmen. So lässt sich das Interieur des Honda e zusammenfassen. Bild: Honda

Als Fahrer blickt man auf eine einzige Front von Bildschirmen. Neben den kleinen 6-Zoll-Displays, die die Aussenspiegel ersetzen, zählen wir drei weitere Screens, die alle nebeneinander angeordnet sind: Ein 8,8”-Bildschirm, auf dem die Fahrinformationen angezeigt werden, dazu zwei LCD-Touchscreens mit einer Diagonale von 12,3 Zoll. Oh, und «One more Screen» ist der Rückspiegel, der sowohl als analoger Spiegel wie auch als Bildschirm für die rückwärts gerichtete Kamera verfügbar ist.

Das Lenkrad wirkt mit seinen zwei Speichen, als würde es schweben und als langjährige Elektroauto-Fahrer gefällt uns, dass Honda den Einsatz von Hardware-Tasten auf ein Minimum reduziert und stattdessen auf Touchscreens und aufgeräumte Oberflächen setzt.

Honda E Road Trip Valencia Cockpit Start
Das sieht der Fahrer am Lenkrad des Honda e: Screens, so weit das Auge reicht. «Techgarage»-Redaktoren fühlen sich hier sofort wie zu Hause.

Und während die Bedienung des Entertainment-System nicht die intuitivste ist und das System oft etwas langsam wirkt, unterstützt es doch apple CarPlay wie auch Android Auto.

Gadget-Fans werden sich im Honda e wie zu Hause fühlen. Als Fahrer kann ich den mittleren Screen-Inhalt meinem Beifahrer auf seinen Bildschirm zuschieben, worauf er Filme oder Musik abspielen kann. Als Fahrer kann ich mich dann weiter mit der Navigation beschäftigen. Der HDMI-Eingang funktioniert übrigens während der Fahrt nur für Sound, die Videowiedergabe ist nur im «Park»-Modus möglich.

Wie sehr das Auto für die Smartphone-Generation konzipiert ist, sieht man auch an der Konnetivität: Damit unseren eigenen Gadgets der Saft nicht ausgeht, hat Honda seinem Elektroauto nicht nur USB-Ladebuchsen verpasst, sondern auch eine volle 220 Volt-Steckdose UND – einen HDMI-Eingang.

Honda E Connection Valencia Techgarage
Unübliches Stecker-Panel für ein Auto: Neben USB-Buchsen und dem KFZ-Stromadapter (12V) ist auch eine AC-Steckdose (230V / 1500W) vorhanden. Multimedia-Ports sind USB und HDMI.

Steckdose? – HDMI-Eingang? – Screens? – Nintendo Switch? – Na dann mal los!

Und während Tesla seinen drei Modellen per Software-Update eine Arcade-App mit Retro-Games spendiert hat, kann man im Honda E seine eigene Konsole mitbringen, anschliessen und auf den grossen Bildschirmen spielen.

Wir wären ja nicht Techgarage, wenn wir nicht unsere eigene Nintendo Switch dabei hätten und die Entertainment-Fähigkeiten des Honda e gleich einem Test unterziehen.

Honda E Dashboard Mario Kart Techgarage
«I'm-a Luigi, Number #1!»: An die 12,3″-Screens des Honda e lässt sich eine Konsole wie die Nintendo Switch anschliessen. So lässt sich während einer Ladepause eine gepflegte Runde Mario Kart einlegen.

Platz für Passagiere und Gepäck?

Doch wie sieht’s für die Passagiere in der zweiten Sitzreihe aus? Naja, bei einer Wagenlänge von 3 Meter 90 erwarten wir nicht zu viel – aber tatsächlich finden zwei Mitfahrer auf der Rückbank Platz. Wenn auch der Komfort in der Kabine nicht unbedingt auf einen ausgedehnten Road Trip ausgelegt ist.

Was dann doch etwas leidet, ist der Platz im Kofferraum. Der Stauraum ist hier so winzig, dass wir damit nicht zu IKEA fahren möchten. Für einen Weekender-Bag oder einen kleinen Cabin Trolley reicht’s jedoch. Wer mehr laden möchte, klappt einfach die Rücksitze um.

Honda e: Die technischen Eckdaten

Kurz zu den technischen Spezifikationen des Honda e: Im Unterboden ist ein Lithium-Ionen-Akku mit einer Kapazität von 35,5 Kilowattstunden (kWh) verbaut.

Dies sorgt für eine Reichweite von rund 222 Kilometern nach WLTP-Standard. Eine eigene Einschätzung zur realen Reichweite des Honda e liefern wir gerne im umfangreichen Fahrbericht aus Valencia nach.

Honda E Valencia City Driving
222 Kilometer Reichweite? Kein Problem, wenn man hauptsächlich in der Stadt zu Hause ist wie der Honda e. Bild: Honda

Angetrieben wird das Auto von einem Elektromotor, der die Hinterachse antreibt. Der Motor hat ein Drehmoment von 315 Newtonmetern (Nm) und liefert in der «Standard»-Konfiguration 100 kW / 136 PS und in der «Advanced»-Variante des Autos 136 kW / 154 PS.

Den Sprint von 0 auf 100 Km/h schafft der Honda e in 8,3 Sekunden. Und die Energie dafür kommt entweder per Gleichstrom (DC) oder Wechselstrom (AC) in die Batterie. Der Honda e unterstützt den CCS2- oder «Combined Charging System»-Ladestandard.

Honda-E-Goodwood-FoS-Charge-Port-Techgarage
Geladen wird der Honda e entweder per CCS-Stecker mit Gleichstrom oder über die Typ2-Buchse mit Wechselstrom. Letztes geht sogar auch über die heimische 230V-Steckdose.


Die schnellste Lade-Option ist die DC-Schnellladung mit bis zu 50 kW, was an speziell ausgestatteten Ladesäulen möglich ist.

In der Länge misst der Honda e 3,895 Meter, in der Breite kommt er auf 1,75 Meter.

WiFi-Hotspot, digitaler Assistent und «My Honda +» App

Fast scheint es, als sei der Honda e von Geeks für Geeks (Gadget-Liebhaber) entworfen worden. Nicht nur ist das Auto jederzeit über eine drahtlose Verbindung mit dem Internet verbunden – die Daten lassen sich auch mit den Passagieren teilen. Egal, wo in Europa du dich sich gerade befindest: Der Honda e ist auch ein WiFi-Hotspot für dein Smartphone, Tablet oder die Spielkonsole. Das, kombiniert mit den vielen Buchsen und Bildschirmen, lässt den Honda e zum Gadget-Mobil werden.

Honda E WiFi Valencia Techgarage

Wer sein Navigationsziel nicht manuell per tippen und wischen eingeben möchte, kann auch mit seinem Honda reden. Der «Honda Personal Assistant» reagiert dabei auf den Sprachbefehl «Okay, Honda» und assistiert bei Fragen rund um das Wetter oder die Navigation.

Zum guten Ton gehört bei diesem Elektroauto natürlich auch eine passende App. Über «My Honda +» lässt sich das Auto vor-klimatisieren, der Ladevorgang überwachen (oder timen) oder digitale Schlüssel an Freunde und Familie verteilen. Mit der Freigabe über die App kann das Auto auch ohne physischen Schlüssel gefahren werden – das Smartphone reicht dabei, um es freizuschalten.

Honda e: Preis und Verfügbarkeit

Was lange währt, wird endlich gut: Der Honda e wird im Sommer 2020 in Europa auf den Markt kommen. Vorbestellungen sind schon länger möglich. Ab Juni soll das Fahrzeug ausgeliefert werden. Zuerst in Deutschland und Schweden, doch auch die Schweiz ist vorne mit dabei beim Launch.

Der Honda e wird in zwei Leistungs- und Ausstattungs-Ausführungen hergestellt, wobei in der Schweiz ausschliesslich die Top-Version Honda e Advance verfügbar ist. Wenn der Honda e Advance etwa im Juni in der Schweiz erscheint, wird er 43’100 Franken kosten.

Honda E Home Valencia
Ab Sommer 2020 können sich Elektroauto-Fans in Europa den Honda e in die Garage stellen. Dann kommt der flinke Stromer auf den Markt. Nordamerika bleibt vorerst aussen vor.

Fazit: Erste Wahl für Tech-Fans?

Mein Fazit: Beim Honda e hatte eine Designabteilung viele Freiheiten. Das Konzept wirkt frisch und gleich durchdacht, die technischen Eckdaten stimmig. Das ikonische Design und eine Menge spezieller Features machen den Honda e nicht nur zum Hingucker, sondern für einige Gadget-Fans vielleicht gar zur ersten Wahl für ein Auto.

Samsung Galaxy A51 und A71: Hands-on mit den «Awesome»-Phones zum Mini-Preis

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Main

Dass Samsung mit seiner «Galaxy S»-Linie ausgezeichnete Smartphones herstellt, haben wir zuletzt beim Galaxy S10+ gesehen. Und letztes Jahr überraschte uns Samsung mit dem klappbaren Galaxy Fold.

Wozu führt denn Samsung eigentlich noch eine «Galaxy A»-Linie? Und wie erklärt man die Vorzüge der neuen A-Modelle Galaxy A51 und Galaxy A71? Zum einen: Der Preis. Dazu gleich mehr. Und dann kann ich mir eigentlich das Schreiben dieses Artikels sparen, denn dieses Werbevideo von Samsung für seine neuen A-Modelle erklärt soweit alles:

Awesome Screen, Awesome Camera, Long-Lasting Battery Life.

Awesome Screen, Awesome… Jop – Wir haben's verstanden, oder? Mit diesem Video, welches The Verge «a deranged burst of meme energy» nennt, erklärt uns Samsung schon vieles über Stärken und Zielgruppe dieser Geräteklasse. Zielgruppe: Jung, mobil, Social Media-orientiert.

Passend dazu ist der Preis gewählt: Ohne Mobilfunk-Vertrag kommen die beiden Geräte auf 469.- Franken (A71) respektive 369.- Franken (A51) zu stehen. Das ist tiefer, als man für dieses Design und die Features erwarten würde. Und doch gibt es einen grossen Markt in der Schweiz für dieses Preisgefüge: Laut Aussage eines Marketingexperten von Samsung fallen rund 40% der Smartphone-Käufe in die Kategorie bis 600 Franken.

Awesome Screen.

Für die grossen Bildschirme setzt Samsung beim Galaxy A51 auf einen «Infinity-O Super Amoled»-Screen, während das A71 zusätzlich noch ein «Plus» dazu erhält.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Screen
Samsung spendiert auch seiner A-Serie einen Oled-Bildschirm. Dadurch brillieren die Farben.

In der Praxis heisst das: Brilliante Farben und ein Bildschirm, der bis auf die mittige, runde Kamera-Aussparung die ganze Vorderseite des Gerätes einnimmt. Das A51 weist eine Bildschirmdiagonale von 6,5 Zoll auf, während das A71 auf 6,7 Zoll Diagonale kommt. Bei beiden Modellen beträgt die Auflösung FHD+ mit 1080 mal 2400 Pixeln.

Awesome Camera.

Damit sich die User auf allen Kanälen ins richtige Licht rücken können, setzt Samsung bei A51 und A71 auf eine starke Multi-Linsen-Kamera. Das Setup wird «Quad Cam» genannt und besteht aus einer Hauptkamera mit 48-Megapixel beim A51 und 64 Megapixel beim A71. Dazu gibt's eine 5-Megapixel (MP) Makro-Linse für Nahaufnahmen zwischen 2 und 5 Zentimetern. Auch eine Ultra-Weitwinkel-Linse mit 12 MP ist verbaut, ebenso eine «Depth Cam» für Blur- und Bokeh-Effekte.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Camera Doge
Border Collie «Malou» posiert geduldig für die Kamera und zeigt uns stolz sein schönes Fell und blaue Augen, bei denen niemand «nein» sagen kann.

Auch für Cat- und Dog-Content eignet sich das Kamera-Setup bestens, wie wir uns am Hands-On-Event überzeugen durften. Ein «Very good Boy» namens Malou stand geduldig als Fotomodell bereit, um uns sein Fell für die Kamera-Detail-Demo im besten Licht zu präsentieren.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Camera Setup
Das Kameralinsen-Setup in der aktuellen Galaxy A-Serie. Beim A71 weist die Main Camera gar 64 MP auf.

Und wer gerne Videos mit seinem Smartphone aufnimmt, bekommt mit der A-Serie auch einen «Super Steady Mode» zur Bildstabilisierung.

Long-lasting Battery life.

Bei der Batterie setzt Samsung beim Galaxy A51 auf einen 4'000 mAh-Akku, während das A71 einen 4'500 mAh-Akku spendiert bekommt. Beim Hands-On haben wir den Akku nicht in die Knie zwingen können – wir erwarten durch die technischen Specs allerdings eine solide Laufzeit.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Battery
Im flachen Gehäuse der A-Serie steckt ein grosszügiger Akku und einiges an Features.

A propos technische Specs: Das Galaxy A71 verfügt über 6 GB RAM und 128 GB Speicher, der mit MicroSD um bis zu 512 GB erweiterbar ist. Das Galaxy A51 verfügt über 4 GB RAM und ebenfalls 128 GB Speicher, der mit MicroSD um bis zu 512 GB erweiterbar ist. Ebenfalls gefällt uns die «Dual-SIM»-Option bei beiden Modellen sowie der In-Display-Fingerabdrucksensor. Somit lässt sich das Gerät sowohl über den Fingerabdruck wie auch über die Gesichtserkennung entsperren.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Colors
Das geometrische Muster auf der Rückseite nennt sich «Prism Crush».

Galaxy A51 und A71 sind ab sofort in der Schweiz erhältlich: Die Preise liegen wie erwähnt bei CHF 369.- und CHF 469.- als UVP. Beide Modelle weisen auf der Rückseite ein spezielles geometrisches Muster auf, das Samsung «Prism Crush» nennt. Beim A51 gibt's das in den Varianten White, Black und Blue, während die Farbvariationen beim A71 Silver, Black und Blue genannt werden.

Galaxy S vs. A: Was ist der Unterschied?

Bei so viel Features und eingebauter Technik mag sich manch ein User fragen: Warum soll ich denn noch das Doppelte für ein Flaggschiff-Modell wie die «Galaxy S»-Reihe ausgeben?

Das ist eine berechtigte Frage, dürften doch Galaxy A51 und A71 die meisten Alltagsaufgaben bestens bewältigen. Ein paar Unterschiede gibt es jedoch schon. Da wären unter anderem die verbauten Materialien: Während die A-Serie mit einer Rückseite aus (hochwertigem) Kunststoff verbaut wird, setzt Samsung bei seinen Flaggschiff-Modellen Gehäuse aus Glas und Keramik ein.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Background
Braucht man im Alltag mehr Smartphone, als A51 und A71 bieten? Das kommt drauf an.

Nur die S-Serie verfügt momentan über eine IP-Zertifizierung zum Schutz gegen Staub und Wasser und ebenfalls nur die S-Serie lässt sich drahtlos mit «Wireless Charging» aufladen. Zudem ist der Prozessor der A-Serie nicht so leistungsfähig, dass auch anspruchsvolle Mobile-Gamer damit glücklich würden. Alle anderen Nutzer, die hauptsächlich mit Ihrem Handy telefonieren, chatten und Bilder aufnehmen möchten, sind mit der neuen A-Serie von Samsung bestens bedient.

Samsung Galaxy A51 A71 Hands On Line Up
Als Alltagsgeräte eignen sich die neuen A-Modelle von Samsung bestens. Die grossen, leuchtenden Bildschirme sind ein Hingucker.

iRobot Roomba i7+ im Test – Ein Staubsauger, der nur Ärger macht

iRobot Roomba i7+

Es sollte mein erster Staubsauger Roboter sein, welcher in meinem bescheidenen Heim für Recht und Ordnung sorgen sollte. Leider gab es mehr Ärger als Freude, doch fangen wir mal ganz von vorne an.

iRobot, die Firma welche die bekannten Staubsauger Roboter herstellt (nicht zu verwechseln, mit den Robotern welche die Menschheit und Will Smith unterdrücken möchten) hat mich angefragt, ob ich nicht einmal einen Roboter testen möchte. Da Pascal bereits einen von Elektrolux besitzt und sehr zufrieden ist, wollte ich dem ganzen einen Change geben.

Einrichten – Einfach mit der App

Beim Unboxing des iRobot Roomba i7+ gibt es 3 wichtige Elemente. Die Ladestation bzw. die Home Base vom Putzroboter, den Roboter selber und ein kleines Gerät mit einem Laser, welches je nach Einstellung dafür sorgen soll, dass der Roboter gewisse Bereiche nicht betritt.

iRobot Roomba i7+ Spiegel
Entweder über die App oder durch so einen Laser, lassen sich Breiche für den iRobot sperren.

Nachdem ich die Ladestation angeschlossen und den Roboter dort platziert haben, starte ich mit dem Einrichten auf meinem iPhone 11 Pro. Der Prozess geht eigentlich relativ schnell. Nachdem der Roboter gefunden wurde, braucht er zuerst einmal Internet. Über WLAN werden Update heruntergeladen oder man erhaltet auf Wunsch Statusupdates was der Roboter denn so macht, sofern man ihm nicht zuschauen möchte.

Nachdem das erste Update installiert wurde, kann das Putzen beginnen. Da ich jedoch sichergehen wollte, dass er in meiner Abwesenheit nichts kaputt macht, habe ich den iRobot zuerst eine „Smart Map“ von der Wohnung machen lassen. In diesem Modus, wird nicht geputzt, sondern die Wohnung vermessen. Nachdem dieser Vorgang abgeschlossen ist, kann man in der App die Räume bezeichnen bzw. Einzeichen und bestimmte Ort für den iRobot sperren.

Die erste Reinigung

Auch beim ersten Putzvorgang wollte ich dabei sein, denn schon beim Probelauf hatte der kleine Saug-Roboter Probleme mit dem Vorhang und Ladekabeln, welche den Weg in seinen „Mund“ fanden.

iRobot Roomba i7+ Vorhang
Der iRobot hat Vorhänge zum Fressen gerne – leider.

Schon als der Roboter anfing zu putzen, war mir klar, dass ich den Timer immer so einstellen muss, dass dann keiner Zuhause ist, da er nicht gerade Leise ist. Probeweise habe ich einige kleine Papierstücke auf dem Boden verteilt, um zu schauen, ob er diese auch aufsaugt. Nach gut einer Stunde kam dann schon die erste Warnung – Der Roboter ist Steckengeblieben. Wie schon beim Probelauf hat er sich im Vorhang verfangen und diesen eingezogen. Nach der Befreiungsaktion und dem Verstauen aller Vorhänge kam 30 Minuten später die nächste Warnung. Dieses Mal wurde mein iPhone Ladekabel welches etwas am Boden lag eingesogen. Das Herausfischen des Kabels erwies sich als Mühsam und blieb auch nicht ganz ohne Schaden. Nachdem ich auch alle Kabel verstaut hatte, beendete der Roboter den Putzvorgang nach rund 2 Stunden 45 Minuten. Zwar war die Wohnung sauberer und die Papierfetzen entsorgt, jedoch war ich nicht ganz glücklich.

iRobot Roomba i7+ App
Viele Probleme und wenig Erfolg.

Fazit – Wenn er putzt, putz er gut

Rund einen Monat habe ich den iRobot Roomba i7+ getestet und wenn er dann putz, macht er es gut. Leider ist mir der Aufwand, um die Wohnung immer so vorzubereiten, dass der Roboter nicht steckenbleibt zu gross, weshalb ich mehr Arbeit wie Spass an dem kleinen Quälgeist habe. Neben dem steckenbleiben, gab es nämlich noch viele andere kleine Probleme, weshalb dann der Putzvorgang abgebrochen wurde.

Meiner Meinung nach muss der iRobot noch besser mit Sensoren ausgestattet sein, um auch bekannte Sachen zu erkennen und zu umfahren.

Preis und Verfügbarkeit

Den Romba i7+ von iRobot gibt es seit einiger Zeit für CHF 1'199.00 zu kaufen.

Brille auf, Alltag aus: Virtual Reality-Games in der «VR City» in Zürich – ein Erlebnisbericht

VR City Zürich Experience Main

Mist. Ich stecke fest. Soeben ist die Brücke vor mir krachend in den Fluss gestürzt und neben mir blockieren ein paar schattenhafte Gestalten den Weg zum rettenden Tempel. Dabei spüre ich das drohende Erdbeben mit jeder Faser meines Körpers. Was nun? «Yo Chris» rufe ich zu einem der Schatten, «spring mal weiter!» Die Schattengestalt dreht sich um, nickt langsam und macht einen Satz nach vorne auf die nächste Säule.

Wir befinden uns etwa hundert Meter über einem reissenden Fluss, schwebend auf den Ruinen einer Azteken-Stadt. Zumindest glauben wir das. Unser Spielleiter hatte uns noch eingeschärft: «Egal, was passiert: Ihr steht noch immer auf einem weichen Teppichboden in Zürich. Vergesst das nicht.» Aber das nass-kalt regnerische Zürich wirkt sehr weit weg an diesem Abend, wo meine Kollegen und ich unsere «Virtual Reality»(VR)-Brillen aufsetzen und in die Welt der VR-Games eintauchen. Mutig mache ich den rettenden Sprung über den Abgrund, über drei Säulen balancierend hinein in den Tempel. Geschafft. Das Score-Board leuchtet auf und wir streifen unsere Brillen ab. «Noch eine Runde?»

VR City Zürich Experience Halle TechGarage
Die VR City ist grosszügig ausgelegt und bietet Spielern und Zuschauern viel Platz.

Klar – jederzeit gerne! Ich habe mich heute Abend mit ein paar Freunden für einen Game-Abend in der neu eröffneten «VR City» an der Baslerstrasse in Zürich-Altstetten angemeldet. Wobei Game-Abend ja nach Mario Kart, Tiefkühl-Pizza und öligen Controllern tönt. Das ist es nicht: Die «VR City» ist ein hochmoderner, grosszügig ausgebauter Event-Raum mitten im Industriegebiet. Unterteilt ist die VR City in zwei grosse Spielflächen, gleich daneben eine weitere, etwas kleinere Arena mit weiteren Games sowie einen einladenden Bar-Bereich, wo zu Loungemusik Cocktails und Snacks serviert werden.

VR-Gaming: Hardware und Ausrüstung

Ganz anders, als noch aus «Nintendo 64»-Zeiten bekannt, ist das «Co-Op»-Spielen, also das Gamen gemeinsam mit Kollegen. In der «VR City» streift man sich für das immersive Game-Erlebnis eine Brille des Typs «HTC Vive Pro» über – eine der leistungsfähigsten momentan auf dem Markt. Auf die Bildschirme in der Brille wird dann das Game-Geschehen projiziert. Um die Grafikpracht anzutreiben, benötigt es einen starken Computer, dieser wird in der Form eines Rucksacks von jedem Spieler selber getragen. Das Backpack mit austauschbarem Akku wird von Computerhersteller HP produziert, die verbaute Grafikkarte ist eine leistungsfähige Nvidia GeForce RTX 2080.

Seinen VR-Computer trägt jeder Spieler selber als High-Tech-Rucksack mit sich rum.

Darüber hinaus wird jeder Spieler mit Sensoren ausgestattet, die sich an den Handrücken und Fussknöcheln befestigen lassen. Dank dieser Sensoren erkennen die 28 Kameras, die rund um das Spielfeld platziert sind, jederzeit den Standort und die Bewegungen der bis zu zehn Spieler, die gleichzeitig ins Game eintauchen. Dies ermöglicht eine realistische Wiedergabe der Standorte und Bewegungen der Spieler im Game.

VR City Zürich Experience Sensoren TechGarage
Dank der Sensoren, die jeder Spieler an Händen, Füssen und am Kopf trägt, weiss die Simulation jederzeit, wo sich jemand befindet und wie sich der Spieler bewegt.

Die Game-Auswahl: Vom Action-Shooter bis hin zu Party-Spielen

Die Auswahl an Games, aus denen man für die beiden Haupt-Arenen auswählen kann, wird laufend ausgebaut. Auf diesen beiden grossen Spielflächen werden sogenannte «Ganzkörper VR Games» gespielt: Wie erwähnt mit VR-Brille und Bewegungssensoren an den Extremitäten. Die Spielfläche jeder Arena beträgt 10 mal 10 Meter, bei Bedarf können die beiden Arenen auch zusammengelegt werden. Und auch wenn 100 m2 nicht nach viel tönt: Durch ein cleveres Level-Design erscheint die Spielfläche grösser, als sie tatsächlich ist.

Wir beginnen unsere VR-Erfahrung mit dem Action-Shooter «Blackout», bei dem sich unser Fünfer-Team als «Squad» gemeinsam schleichend und ballernd durch die Levels kämpft. Als «Controller» erhalten wir Waffen-Replikas, die sich – ähnlich Softair-Guns – sehr realistisch anfühlen und sogar einen Rückstoss beim Feuern simuieren. Einziger Wermutstropfen: Das Zielen über Kimme und Korn wird durch die klobige VR-Brille sehr schwierig, besser zielt man mit dem «Red Dot»-Laser. Das Bücken, Schleichen, Ducken und Vorwärtskommen im Spiel ist definitiv mit körperlicher Anstrengung verbunden.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Team TechGarage
Als Fünfer-«Squad» tauchen wir ein in die Welt des Action-Shooters «Blackout».

Übelkeit stellt sich allerdings bei niemandem in der Truppe ein, da die Bewegungssimulation durch die Brille verzögerungsfrei wiedergegeben wird. Trotzdem kommen wir während der gut zehnminütigen Gaming-Session etwas ins Schwitzen. Die Grafik ist in Ordnung, jedoch nicht auf dem aktuellen Stand der UHD-Games eines Gaming-PCs. Dies hängt mit der Auflösung der Brillen zusammen. Vergleichbar ist das grafische Erlebnis wohl am ehesten mit einem klassischen «Arcade Shooter»-Automaten.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Scoreboard TechGarage
Ein «Scroreboard» zeigt an, wer im Game wie gut abgeschnitten hat. Dahinter die Bar, wo nach dem Spielen ein kühler Drink die heissen Köpfe erfrischt.

Nach unserem ersten VR-Game sind wir auf den Geschmack gekommen: Das Erlebnis saugt einen wortwörtlich ins Spiel und man taucht ein in ein anderes Universum. Umso mehr im nächsten Spiel, das sich «Polyfun» nennt. Hier tauschen wir die Gewehre gegen gewaltlose Puzzle-Spiele ein. Die Grafik ist bunt, die Dschungel-Umgebung der Aztekenwelt teleportiert uns in wärmere Gefilde. Wir hüpfen über Säulen, weichen fliegenden Früchten aus und lösen gemeinsam Puzzles. Auch hier: Glücklicher, sorgloser Multiplayer-Spass. Die Grafik weckt Erinnerungen an Games wie «Banjo-Kazooie» oder «Yooka-Laylee». Als «Getaway» für einen Freitagabend mit Freunden definitiv ein Ort zum länger verweilen. Auf dem YouTube-Channel von «VR City» gibt's übrigens Trailer der verschiedenen Games:

«Teilkörper-VR» für den schnellen Spielspass

Technisch etwas weniger aufwändig, aber nicht weniger herausfordernd und unterhaltsam sind die «Teilkörper VR»-Games im vorderen Teil der «VR City»: Hier werden Hände und Kopf des Spielers getrackt, und über die speziellen Controller lässt sich mit der Umgebung interagieren. Gemeinsam mit zwei Kollegen probiere ich den Wildwest-Shooter «RevolVR Part 2» aus und kriege mich vor Lachen kaum mehr ein: Die digitalen Revolverduelle gegen Freunde könnte ich den ganzen Abend spielen.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Kleine Arena TechGarage
Für die «Teilkörper VR»-Games ist eine umfassende Spielebibliothek vorhanden.

Leider reicht unsere gebuchte Zeit nicht ganz aus, um alle Titel durchzuspielen. Für dieses unbeschwerte VR-Erlebnis komme ich aber gerne zurück, denn die Spielebibliothek ist ziemlich umfasssend. Es ist bereits spät am Abend und ich möchte noch ein letztes Highlight ausprobieren: Die Bar.

An der Bar mit einem kühlen Drink die heissen Köpfe kühlen

Wer nicht den ganzen Abend mit einer Brille auf dem Kopf VR-Games spielen mag, kann sich an der gut sortierten Bar andersweitig vergnügen und die Spiele mit den Freunden nochmal Revue passieren lassen. Hier treffe ich auch Michael Köchler, den CEO von VR City. Er hat das Potenzial der VR-Arena früh erkannt und nun mit Unterstützung eines Game-Entwicklerstudios aus Moskau in die Schweiz gebracht. Ich will von ihm wissen, ob seine VR City nur ein Konzept ist oder hier ist, um zu bleiben.

VR City Zürich Erfahrungsbericht Bar TechGarage
Die Drinks an der Bar der «VR City» sind so solid wie das Game-Erlebnis.

«Ganz klar», sagt Köchler, sei VR-Gaming ein Trend, der im Ausland schon viel verbreiteter sei als in der Schweiz. Er sehe aber das Potenzial dieser Kooperations-Spiele auch als «Team-Building»-Massnahme, also in Form eines Firmenevents. Schliesslich schaffe man mit den Games ein gemeinsames Erfolgserlebnis. Und trotz der für Spieler erschwinglichen Preise, die bei 45.- pro Session beginnen, sei das VR-Erlebnis auch im teuren Zürich langfristig ausgelegt. «Es ist ein lukratives Feld», stellt der Wirtschafts-Profi und langjährige Unternehmer mit einem Lächeln fest.

Ich bestelle einen Negroni, der meisterhaft gemixt wird, danach geht's wieder raus in die kalte Winternacht. Etwas wehmütig denke ich zurück an den «High Noon» im Wildwest-Shooter und die zerfallende Aztekenstadt in Polyfun mit ihren wippenden Palmen und dem gleissenden Sonnenlicht. Dabei fällt mir ein Zitat ein, das Goethe vor zweihundert Jahren seinem Charakter Faust in den Mund legte, und nun auch perfekt zur immersiven und sich rasant entwickelnden «Virtual-Reality»-Erfahrung passt:

Werd ich zum Augenblicke sagen:
Verweile doch! du bist so schön!
Dann magst du mich in Fesseln schlagen,
Dann will ich gern zugrunde gehn!

Bowers & Wilkins PX7 Noise Cancelling Kopfhörer im Test

Bowers & Wilkins PX7 Headphone Kevin Kyburz

Bowers & Wilkins gehört was den Audio Bereich angeht zu den ganz grossen. Wir durften vor einiger Zeit bereits einige Elemente der Formation Suite testen und haben uns nun die PX 7 Noise Cancelling Kopfhörer angeschaut. Ob der britische Hersteller seine Top-Audioqualität von den grossen Boxen auch in kleine Lautsprecher bekommt, erfährt ihr in unserem Test.

Design – Robust und Hübsch

Als ich die ersten Bilder vom PX7 gesehen habe, sprach mich das Design sehr an. Schöne mit Stoff überzogene Hörmuscheln und Bügel aus Carbon, machen den Kopfhörer sehr Stabil. Leider lässt sich dieser aber nicht zusammenklappen, weshalb er nicht einfacher versorgt werden kann. Die mitgelieferte Tasche ist dementsprechend auch sehr gross, sodass zwar alles perfekt versorgt werden kann, aber auch so gross, dass sie in einem Rucksack viel Platz wegnimmt.

Bowers & Wilkins PX7 Headphone Case

Tragekomfort – Grosse und weiche Ohrmuschel

Es gibt wenige Kopfhörer, welche mir nicht zu fest auf die Ohren drücken. Die PX7 von Bowers & Wilkins sitzen gut aber nicht zu fest. Die ersten Tage hat mir der Bügel zu fest auf den Kopf gedrückt, weshalb ich zeitweise wieder zu meinen Sony„>Sony MX 1000XM3 gewechselt habe. Nachdem ich mir beim Justieren der Bügel etwas mehr Zeit gelassen habe, liess der Druck nach und auch nach längerem Musikhören hatte ich keine Probleme mehr.

Bowers & Wilkins PX7 Headphone

Noise Cancelling – Erstaunlich gut

Kopfhörer mit Noise Cancelling zu verlaufen kann jeder, aber auch gutes Noise Cancelling zu integrieren können die wenigsten. Die wohl besten Kopfhörer in diesem Bereich sind definitiv die Sony WH 1000XM3.

Bei meinem Test, war ich aber sehr erstaunt, wie gut die PX7 sind. Zwar besitzen diese 3 verschiedene Modi um die Geräusche mal mehr und mal weniger zu blockieren, doch ist dies meiner Meinung nach nur eine Spielerei. Bei aktivem Noise Cancelling lässt sich der Strassenverkehr oder auch eine Flugzeugturbine gut ausblenden. Wer doch etwas hören möchte, kann einen ähnlichen Modus wie den „Transparent-Modus“ der AirPods Pro aktivieren. Somit lassen sich auch gut Gespräche mithören ohne die Kopfhörer abziehen zu müssen.

Soundqualität – Was warmes für die Ohren

Beim Probehören verlasse ich mich immer auf meine Soundtrack und dann auf meine Pop/Rock Playliste. Hier lässt sich schnell heraushören was ein Kopfhörer taugt.

Der PX7 spielt Musik warm und klar ab, was mir sehr gut gefällt. Persönlich hat mir der Sound aber zu viel Bass und zu wenig Mitte, was oft den Gesang verdeckt.

Wer übrigens mit dem PX7 telefonieren möchte, sollte es lieber sein lassen. Ich habe es mehrfach versucht und immer musste ich wieder auf das Telefon schalten. Hoffen wir mal Bowers & Wilkins kriegt dies durch ein einfaches Update besser hin.

Fazit

Der PX7 Noise Cancelling Kopfhörer von Bowers & Wilkins gehört sicher zu einem der besseren Kopfhörer in dem Bereich. Neben dem Design welches mit persönlich sehr gut gefällt, ist er auch sehr stabil. Die Soundqualität ist sicher nicht die beste, aber bei einem Kopfhörer in der Grösse kann man auch nicht das Beste erwarten. Die Qualität vom Noise Cancelling ist perfekt für den Arbeitsalltag um nervende Geräusche auszublenden. Auch wenn der Kopfhörer eher für kleinere Köpfe gemacht ist, ist er gross und lässt sich leider nicht zusammenklappen, was ich sehr schade finde.

Preis und Verfügbarkeit

Der PX7 ist seit einiger Zeit bei Digitec oder anderen online Händlern verfügbar. Neben Schwarz gibt es den Kopfhörer noch in Silber. Der Preis startet bei CHF 425.

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