Huawei enthüllt am MWC sein faltbares Smartphone «Huawei Mate X» (und noch mehr)

So etwas wie eine Zwischensaison gibt’s für Huawei offenbar nicht: Der Technologie-Konzern aus China hat soeben am «Mobile World Congress» in Barcelona (MWC, 25. – 27. Februar) unter dem Motto «Connecting the Future» sein erstes faltbares Smartphone, das «Huawei Mate X», vorgestellt. Daneben feierten auch die Laptop-Linien «MateBook X Pro» und «MateBook 13 / 14» und ein 5G-Router für zu Hause Premiere.
Damit nicht genug: Ein nächster Event ist bereits für den 26. März angekündigt, wo Huawei nach eigener Aussage plant, «die Regeln neu zu schreiben», wie es in einem offiziellen Tweet heisst. Dort wird dann die neue «Huawei P30»-Linie von Smartphones vorgestellt, zu denen wir die aktuellsten Gerüchte und Spekulationen bereits zusammengetragen haben.

«Connecting the Future» in Barcelona

Pünktlich um 14 Uhr Lokalzeit betrat Huawei-CEO Richard Yu die Bühne in der «Fira Montjuic» im Zentrum von Barcelona, Spanien, wo der Frühling mit Sonnenschein und milden Temperaturen von bis zu 16 Grad bereits seinen Einstand feiert.
Zuerst unterstreicht Yu den Anspruch seiner Firma, ein Luxus-Brand zu sein. Dafür sei es wichtig, innovative Technologien in seine Geräte einzubauen, so der Huawei-Chef weiter.
Das Motto der Veranstaltung – «Connecting the Future» – stehe dafür, das Büro, das Zuhause und die Menschen miteinander zu verbinden, erklärt der Huawei-CEO vor versammeltem Publikum.

Huawei MWX MateBook Lineup
Das neue Lineup von Huawei-Laptops: MateBook 14, MateBook X Pro und MateBook 13.

Fürs Büro: Der neue Laptop MateBook X Pro

Als Erfolgsmeldung führt er die Laptop-Linie «MateBook X» an, die von der Tech-Gemeinde gute Reviews erhalten hatte.
Heute folgt mit dem «MateBook X Pro» eine High-End-Version des Laptops mit einem Touch-fähigen «Ultra FullView Display», das 91% der Fläche ausfüllt.
Weitere Tricks des MateBook X Pro sind die WiFi-Geschwindigkeit und die beiden Thunderbolt-3-Ports, die doppelt so schnell seien wie beim Vorgänger und nun auch externe 4K-Displays unterstützen.
«Intelligent» wird das MateBook X Pro durch das einfache Teilen von Dateien zwischen Smartphones und MateBooks von Huawei. Der Konzern nennt dies «Huawei Share OneHop», das Fotos, Videos und Dokumente mit bis zu 30 Megabyte pro Sekunde überträgt und von der Funktionsweise her stark an Apples «AirDrop» erinnert. Auch Texte und Bilder aus der Zwischenablage können so einfach zwischen Handy und Notebook hin- und herkopiert werden – Huawei nennt dies «Clipboard Sharing». Screenshots werden nun auch per Wischgesten mit den Fingern gemacht.

MateBook X Pro: Technische Daten

  • 8th Gen Intel 9 Mobile Prozessor
  • GeForce MX250 Grafikkarte
  • «Fingerprint 2.0» in «An/Aus»-Taste verbaut
  • Quad Speaker für Surround-Sound
  • «Huawei Share» für simplen Transfer von Daten zwischen Phone und Laptop
  • «Premium Metal Body» in zwei Farben: «Space Gray» und «Mystic Silver»
  • 14,6mm dünn
  • Ultra FullView Display
  • 4:3 Bildschirmverhältnis
  • Touchscreen mit 3000 x 2000 Pixel Auflösung und 260 ppi
  • 1733Mbps WIFI Peak Rate
  • 2x Thunderbolt 3-Anschlüsse
  • 1x USB-A-Anschluss

Auch neu: MateBook 13 und MateBook 14

Auch neu auf den Markt kommen das Huawei MateBook 13 und das Huawei MateBook 14.
Die Laptops verfügen dank eines eingebauten 57-Wh-Akkus über eine überdurchschnittliche Batterielaufzeit von 10 bis 15 Stunden, eine Vielzahl von Anschlussmöglichkeiten und Buchsen (USB 2.0, USB 3.0, USB-C, Audio Jack und HDMI). Auch die neue MateBook-Serie unterstützt «OneHop» und «Clipboard Sharing» und verfügt über die letztes Jahr erstmals eingesetzte Webcam, die unter einer Taste auf dem Keyboard versteckt ist. Auch MateBook 13 und 14 verfügen über eine GeForce MX250-Grafikkarte und einen Intel Core i7-Prozessor der 8. Generation.

Huawei Mate X: Das Smartphone zum aufklappen

Huawei MWC Mate X Unfold
Mehr Bildschirm als die Konkurrenz verspricht Huawei mit seinem ersten faltbaren Smartphone, dem Huawei Mate X.

Doch nun zum nächsten, meist erwarteten Punkt – «Connecting People». Das «Verbinden von Menschen» geht laut Richard Yu am besten über Smartphones, da praktisch alle ein solches Gerät täglich mit sich herumtragen.
Mit dem neuen Huawei Mate X bringt nun auch der zweitgrösste Handyhersteller ein faltbares Smartphone ins Rennen: Der Bildschirm biegt sich dabei – entgegen dem Samsung Fold – nach aussen statt nach innen. Besonders auffällig ist dabei, dass das Smartphone im zugeklappten Zustand auf der einen Seite ein 6,6-Zoll-OLED-Display ohne Notch aufweist, während sich die Kameras die andere umgeklappten Aussenseite mit einem 6,4”-Bildschirm teilen. Aufgeklappt fügen sich die beiden Hälften zu einem nahtlosen 8-Zoll-Display zusammen, das dann ein fast quadratisches Bildschirmverhältnis aufweist.

«Falcon Wing»-Klappmechanismus und erste Superlative

Huawei nennt die selbst entwickelte Gelenktechnologie «Falcon Wing», wobei im Scharnier über 100 Teile verbaut wurden, um das wiederholte Auf- und Zuklappen des Geräts zuverlässig und angenehm zu machen. So kann das Smartphone im zugeklappten Zustand 11 Millimeter dünn bleiben. Damit rühmt sich Huawei bereits mit einer ersten Superlative: «World’s slimmest Foldable Phone» soll das Mate X sein.
Und wie viel Akku bringt man in einem Mate X unter? Huawei spricht von einer «dual Battery» mit insgesamt 4’500 Milliampèrestunden (mAh), die sich innert 30 Minuten zu 85% aufladen lassen – Huaweis neuem «SuperCharge» mit 55 Watt Leistung sei Dank. Derselbe Charger lädt übrigens auch die Huawei MateBook-Linie mit bis zu 65 Watt Ladeleistung.
Neue Superlative setzt Huawei auch mit dem Preis von 2299 Euro (Rund 2’600 Franken), die für das Mate X fällig werden, sobald es Mitte 2019 auf den Markt kommen soll.

Huawei MWC Mate X Foldable Full View Display
Zugeklappt kann das Huawei Mate X auch genutzt werden: Die beiden Aussenbildschirme haben dann eine Diagonale von 6,6″ und 6,4″ Diagonale.

Huawei Mate X: Technische Daten

  • Faltbarer Bildschirm: 8” im aufgeklappten Zustand, 6,6” und 6,38” je Seite, wenn zugeklappt
  • Bildschirmverhältnis im aufgeklappten Zustand: 8 x 7.1
  • Fingerabdruck-Scanner im Einschaltknopf untergebracht
  • Beste Selfie Kamera, da es genau die gleiche Kamera ist wie man eigentlich für die Rückseite verwenden würde, da das Gerät im Zugeklappten Zustand durch zwei Seiten Display Drehbar ist.
  • 5G-Fähig mit Modem Baolong 5000
  • Prozessor: Kirin 980
  • Dual SIM oder SIM + Huawei Nano Memory Card
  • Dual-Battery für kombinierte 4’500 mAh
  • 55W SuperCharge-Fähigkeit

Preise und Verfügbarkeit aller vorgestellten Geräte

  • Huawei MateBook X Pro ab 1599 Euro
  • Huawei MateBook 13 ab 999 Euro, MateBook 14 ab 1199 Euro
  • Huawei MateX: 2299 Euro, ab Mitte 2019

Huawei P30 (Pro): Wie Huawei seine Kamera-Krone verteidigen könnte

Während Huaweis «Mate»-Serie als Flaggschiff-Geräte der Oberklasse gelten, zieht das chinesische Unternehmen auch mit seiner P-Serie viel Aufmerksamkeit auf sich. Die Smartphones P20 und P20 Pro, die letzten Frühling vorgestellt wurden, richten sich vornehmlich an ein Lifestyle-bewusstes Publikum, denn die Modelle zeichnen sich durch auffällige Gehäuse-Farben und erstklassige Foto-Aufnahmen aus.

Das Huawei P20 Pro erreichte wegen seiner starken Kamera-Leistung sogar den Spitzenplatz auf der DxOMark-Skala. Es erzielte dank «erstklassiger Ergebnisse» 109 Punkte in der Wertung, während sein jüngeres Geschwistermodell, das Mate 20 Pro, die gleiche Punktzahl erreichte. In der Folge verlieh DxOMark dem Mate 20 Pro denn auch den Spitznamen «Dreifach-Kamera-Monster».

Doch ausruhen darf sich Huawei auf diesen Lorbeeren nicht: Das diese Woche vorgestellte Galaxy S10+ erreicht ebenfalls den momentanen Höchstwert von 109 DxOMark-Punkten und zieht somit mit den Huawei-Modellen gleich. Weiteres Ungemach droht durch aufstrebende Hersteller wie Oppo, die ihrerseits Smartphone-Prototypen mit Giga-Zoom präsentieren.

Während sich also mit dem kommenden Mobile World Congress in Barcelona Ende Februar und dem traditionellen «P-Monat» März ein weiterer Jahres-Zyklus schliesst, stellt sich nun die Frage: Wie könnte sich Huawei möglicherweise noch einmal selbst übertreffen – und die DxOMark-Führung in diesem Jahr verteidigen?

Huawei zoomt sich an neue Auszeichnung heran

Als Huawei letztes Jahr das P20 Pro mit drei Kamera-Objektiven vorgestellt hatte, war dies definitiv eine Neuheit in der Welt der Smartphones. Anstatt diesen Meilenstein um eine vierte Kamera zu ergänzen, wäre ein verbessertes Drei-Kamera-Setup im Modelljahr 2019 vielleicht empfehlenswerter.

Zwar hatte Walter Ji, Europa-Chef von Huawei, in einem Interview bereits angekündigt, dass man sich für 2019 auf vier Kameras einstellen solle. Eine vierte Linse wäre also beim P30 Pro durchaus denkbar, könnte aber auch erst bei einem neuen Huawei-Smartphone im weiteren Verlauf des Jahres eingeführt werden.

Huawei P30 Pro Confirmed Front
Schmaler Bildschirmrand, minimale «Notch»: So stellen wir uns das P30 Pro in der Front-Ansicht vor.

Wovon man mit Sicherheit ausgehen kann, ist eine Verbesserung der Huawei-Kameras auf der Zoom-Ebene. Bei der Vorstellung des P20 Pro Ende März 2018 war Huawei – und insbesondere Huawei-Geschäftsführer Richard Yu – sehr stolz auf die Zoom-Funktionen seines neuen Smartphones: Mit einem 3-fach optischen, 5-fach «Hybrid»- und 10-fachen Digitalzoom konnten sogar kleine Details aus der Ferne aufgenommen werden und machten das P20 Pro zu einem grossartigen Gerät für Aufnahmen bei einer Fotosafari.

Im Oktober 2018 beeindruckte uns Huawei mit dem Mate 20 Pro, das über ein Weitwinkelobjektiv mit einem Zoomfaktor von 0,6 verfügt. Dieses eignet sich für das Fotografieren in engen Räumen wie zum Beispiel in Clubs oder der Lieblingskneipe; nicht zu vergessen die fantastischen Nacht-Aufnahmen.

Kamerazoom: Erhalten wir das Beste aus beiden Welten?

Wäre es also undenkbar, dass Huawei die Zoom-Funktionen der beiden Smartphone-Highlights aus 2018 in einem neuen P30 Pro vereint? Wir gehen davon aus, dass der zweitgrösste Smartphone-Hersteller der Welt seine Zoom-Fähigkeiten noch weiter entwickelt hat: Wie klingt also ein 5-facher optischer Zoom, 10-facher «Hybrid»-Zoom und ein unglaublicher 30-facher (oder gar 50-facher) Digitalzoom gepaart mit dem 0,6-fachen Zoom für Innenaufnahmen?

Huaweis Europa-Chef hatte im oben angesprochenen Interview bereits verraten, dass man sogar an einem zehnfachen Zoom forsche. Würde es deshalb noch jemanden überraschen, wenn Huawei dieses Jahr ebenfalls mit einem 5x- oder gar 10x- optischem Zoom auftrumpfen würde?

Wie sähe eine Kameralinse mit Giga-Zoom aus?

Ein 5x-Zoom sollte heutzutage – vor allem durch den Technologieführer Huawei – machbar sein. Denn ein anderer chinesischer Hersteller – Oppo – brachte einen funktionierenden Prototypen zum MWC 2017 mit, wie die Technik-Nachrichtenseite «The Verge» berichtete.

Und dieses Jahr hat Oppo  wortwörtlich nachgedoppelt: Am 23. Februar hat der Hersteller auf dem «Oppo Innovation Event 2019» in Barcelona ein noch namenloses Smartphone mit eingebauter optischer 10x-Zoomfunktion vorgestellt.

Oppo Lossless 10x Zoom
Oppos «verlustfreie» 10x-Linse ist zwar auffällig eckig, aber sorgt offenbar für gute Zoom-Resultate.

Ist Huawei hier also daran, mit einer ähnlichen Zoom-Karte aufzutrumpfen? Auf Twitter hat Huawei kürzlich ein Video gepostet, das zumindest diese Vermutung nährt. Zunächst werden dem Zuschauer in dem Teaser-Film Fotomotive aus der Ferne gezeigt, an die dann mit extremer Vergrösserung heran gezoomt wird, um bestimmte Details aus unmittelbarer Nähe zu erfassen. Wenn Huawei hier auf das P30 Pro anspielt, könnte das Gerät ein wahres Zoom-Wunder werden.

Sonstige Eigenschaften des neuen Flaggschiffs

Die Smartphones der P30-Reihe werden vermutlich mit dem im Mate 20 verbauten Kirin-980-Prozessor laufen. Davon geht auch das Magazin «t3» aus. Ausserdem erwarten wir, dass der Fingerabdruck-Sensor zumindest beim P30 Pro unter dem Display verschwinden wird. Diese Konstruktion kennen wir schon vom Mate 20 Pro.

Huawei P30 Pro Fingerprint Reader
Auch bei der neuen P30-Serie erwarten wir den Fingerabdruck-Scanner wieder unter dem Bildschirm.

Die Aussparung für die Frontkamera im Display wird vermutlich die Form eines Wasser-Tropfens haben. Der Verzicht auf eine breite Notch liegt im Trend. Der P30-Pro-Bildschirm hat idealerweise ein 19,5:9-Format. Beim P30 gehen wir von 16:9 aus.

Die Gerüchte verdichten sich, wonach die Hauptkamera eine Auflösung von 40 Megapixeln erreichen wird; ausserdem soll Huawei bei der Frontkamera des P30 Pro auf die 3D-Gesichtserkennungs-Technologie setzen, dank der dann nicht nur der Bildschirm entsperrt werden könnte, sondern zum Beispiel auch Zahlungs-Autorisierungen möglich wären.

Wann wird das Huawei P30 Pro vorgestellt?

Es ist unwahrscheinlich, dass Huawei die P30-Serie Ende Februar auf dem MWC in Barcelona zeigen wird. Denn für die MWC-Pressekonferenz am 24. Februar (Ab 14:00 Uhr MEZ) hat Huawei bereits die Vorführung seines ersten faltbaren Smartphones angekündigt.
Ausserdem wird auf Huaweis Twitter-Konto @HuaweiMobile der 26. März 2019 als Datum für die Vorstellung der neuen Huawei-P30-Serie in Paris genannt. Eine Vorabpräsentation auf dem MWC würde die Spannung bis zum P30-März-Event herausnehmen. In den Geschäften werden die neuen Oberklasse-Smartphones vermutlich im April 2019 zu kaufen sein.

Oppo zeigt Kamera mit optischem 10x-Zoom und 5G-Smartphone

Oppo hatte bereits vor längerer Zeit angekündigt, eine Kamera mit einem 10-fach optischen Zoom auf dem Mobile World Congress 2019 («MWC» – 25. – 28.02. 2019)  zu präsentieren. Auf einem Event im Rahmen des MWC hat Oppo jetzt nähere Details zu der Kamera verraten und ausserdem sein erstes 5G-Smartphone gezeigt.

Oppo Lossless 10x Zoom Smartphone
Das neue, noch unbenannte Oppo-Smartphone mit 10x-Zoom nach einem Foto von notebookcheck.com

Neue Periskop-Kamera mit «Mega-Zoom»

Die von Oppo konzeptionierte Kamera mit 10-fach optischem Zoom sei in ein Setup von insgesamt drei Kameras integriert, wie das Unternehmen am 23. Februar auf dem «Oppo Innovation Event 2019» in Barcelona erklärt hat. Bei der ersten Kamera handele es sich um ein Ultra-Weitwinkel-Objektiv. Die zweite Kamera habe einen 48-Megapixel-Sensor und sei für alltägliche Aufnahmen gedacht.
Der 10-fach optische Zoom sei in der dritten Kamera verbaut. Es würden keine Verluste durch das Zoomen entstehen. Die Konstruktion funktioniere wie bei einem Periskop – also wie bei einem Sehrohr in einem U-Boot, bei dem das Licht in einem rechten Winkel umgelenkt wird. So hätten zwei D-förmig geschliffene Linsen innerhalb der dritten Kamera verbaut werden können.Oppo Lossless 10x Zoom Camera
Dank eines verfeinerten Bildstabilisators und eines grösseren Sensors sollen die Fotos auch dann noch scharf werden, wenn man maximal an sie heran zoome.

Erstes 5G-Smartphone von Oppo

Neben der neuen 10-fach-Periskop-Kamera ging es bei dem Event in Barcelona auch um die Möglichkeiten der neuen 5G-Technologie. Als besondere Überraschung hat Oppo sein erstes 5G-Smartphone präsentiert. Die Verbindung zum 5G-Netz werde durch den verbauten Qualcomm-Chip Snapdragon 855 ermöglicht, der nach Hersteller-Angaben der schnellste mobile Chip der Welt sein soll.
Zur Vermarktung seiner 5G-Technik wolle Oppo mit den Netzbetreibern Swisscom, Telstra, Optus und SingTel zusammenarbeiten.
Während ein Smartphone mit der neuen 10-fach-Zoom-Kamera im zweiten Quartal 2019 kommen solle, hat Oppo nicht verraten, wann der Marktstart seines neuen 5G-Smartphones sein wird.
Im folgenden Video, das Oppo auf «YouTube» veröffentlicht hat, werden die wichtigsten Ankündigungen vom «Oppo Innovation Event 2019» nochmal zusammengefasst:

Verstösst Apple mit Werbung für «Apple Music» gegen seine eigenen Regeln?

Der Blog «9to5Mac» macht auf einen Tweet aufmerksam, in dem sich ein Twitter-Nutzer über die Werbung von Apple beschwert, die der Konzern durch Push-Nachrichten aus der vorinstallierten Apple-Music-App verschickt. Der Vorwurf lautet: Apple verstosse damit gegen die eigenen App-Store-Regeln.

Nicht die erste Push-Nachrichten-Werbeaktion

Der Twitter-Nutzer @bbchase zeigt in einem Tweet einen Screenshot, auf dem man eine Push-Nachricht aus der Apple-Music-App sieht. In der Push-Mitteilung heisst es: «Schenken Sie Musik als Geschenk. Tippen Sie hier, um einem Freund Apple Music für einen Monat lang kostenlos zu schenken.» Der Empfänger dieser Nachricht scheint @bbchase zu sein, der den Screenshot so kommentiert: «Ok, @AppleMusic, dir müssen deine Benachrichtigungsrechte entzogen werden.»


Damit spielt der Twitter-Nutzer auf die «App Store Review Guidelines» an. Das sind Richtlinien, die Apple jedem ans Herz legt, der eine App für die Aufnahme im App Store einreicht. Unter dem Gliederungspunkt 4.5.4 heisst es in diesen Richtlinien:
«Push-Benachrichtigungen dürfen nicht erforderlich sein, damit die App funktioniert, und sollten nicht für Werbe-, Promotion- oder Direktmarketingzwecke oder zum Versenden sensibler persönlicher oder vertraulicher Informationen verwendet werden. Ein Missbrauch dieser Dienste kann zum Entzug Ihrer Rechte führen.»
Schon Anfang Februar 2019 habe Apple massiv von dem Werbeinstrument Push-Nachricht Gebrauch gemacht, wie «9to5Mac» berichtete. In einer der verschickten Nachrichten hiess es: «Es ist nicht zu spät. Probiere apple Music noch einmal für drei Monate kostenlos aus.» Es wurden also gezielt Personen umworben, die das Streaming-Angebot von apple Music bereits zu einem vorherigen Zeitpunkt genutzt hatten.

Tatsächlich kein Verstoss gegen «App Store»-Regeln

Es stellt sich allerdings die Frage, ob apple tatsächlich gegen Regeln des App Stores verstösst. Denn die erwähnten «App Store Review Guidelines», in denen apple mitteilt, dass Werbung über Push-Nachrichten zum Entzug von Rechten im App Store führen könne, sollen externen App-Entwicklern aufzeigen, worauf apple bei der Genehmigung einer App achtet. Dass man externen App-Anbietern Werbung über Push-Nachrichten untersagt, kann zum einen das Ziel haben, die Benutzererfahrung auf Apple-Geräten so angenehm wie möglich zu gestalten. Es kann aber auch bedeuten, dass apple sich vorbehält, solche Werbemöglichkeiten nur kostenpflichtig anzubieten.
Die von apple verschickten Push-Nachrichten verstossen insofern nicht gegen etwaige Regeln des App Stores, da sich die «App Store Review Guidelines» an externe App-Anbieter richten und apple somit die Möglichkeit belassen, Werbung in den eigenen Anwendungen zu verschicken. Es ist Apples Risiko, durch Werbung die Benutzererfahrung auf seinen Geräten zu verändern.
Nutzer können die Benachrichtigungen im übrigen ganz einfach stoppen. Sie müssen dazu die Einstellungs-App öffnen, auf «Mitteilungen» klicken und zum Eintrag «Apple Music» scrollen. Dort kann man dann über einen Schieber neben «Mitteilungen erlauben» das weitere Versenden von Push-Nachrichten aus der Apple-Music-App unterbinden.

Huawei und die künstliche Intelligenz: Zwischen Hype, Hoffnung und Hokuspokus

Die Ansage verspricht viel: Huawei will die berühmte «unvollendete Symphonie» von Schubert mit Hilfe von künstlicher Intelligenz endlich zu Ende geschrieben haben. 197 Jahre lang war das Stück nämlich unvollendet geblieben, da der Komponist nur knapp drei Sätze geschrieben hatte, bevor er sich der 9. Symphonie zuwendete. Bis zu seinem Tod 1828 blieb die 8. Symphonie unvollendet.
Nun wartete das vollendete Oeuvre darauf, in der traditionsreichen Cadogan Hall in London erstmals einem Publikum vorgespielt zu werden. «Techgarage» wurde Anfang Februar von Huawei nach London eingeladen, um sich das Stück anzuhören.
Natürlich waren die Erwartungen hoch: Kann ein Computer die menschliche Improvisationsgabe imitieren? Werden wir den Unterschied zwischen Schuberts Genie und KI-Komponist bemerken? Und wird unsere Musik künftig durch Algorithmen definiert, statt dass sie von menschlichen Komponisten auf Papier gebracht wird?
Um dies realistischer einschätzen zu können, müssen wir aber erst einmal einige Eckwerte definieren:

Wann ist Intelligenz «künstlich»?

Wenn sich die Tech-Gemeinde in einem Punkt einig ist, dann darin, dass künftig die meisten Geräte über eingebaute «künstliche Intelligenz» – KI – verfügen werden. Ein Device ohne KI wird künftig so isoliert sein wie heutzutage ein Mobilgerät ohne Mobilfunk- oder Bluetooth-Verbindung.
Und wenn noch in einem Punkt Einigkeit herrscht, dann darin, dass man noch kein Konzept davon hat, wie man dem Nutzer KI anpreisen möchte – geschweige denn, einer breiten Nutzerbasis die Vorteile und Arbeitsweise dieser vielgepriesenen Technologie zu erklären.
Das liegt in der Natur der Sache: Denn «künstliche Intelligenz» gibt es in diesem Sinne noch gar nicht. Wir haben bloss unsere Computer darauf trainiert, einige Programmzeilen schnell und effizient zu wiederholen. Alles, was ein Computerchip bisher macht, ist, Teile des menschlichen Genies zu reproduzieren – und manchmal sogar leicht abzuändern. Eindrücklich bewiesen wurde das bei Googles «Deep Mind»-Projekt, bei dem die «Alpha Go»-Software sich selbst so lange im klassischen Brettspiel «Go» trainierte, bis sie genügend Datenpunkte gesammelt – und damit ihren Algorithmus verbessert hatte – um auch gegen die besten menschlichen Spieler zu bestehen. Und hier fängt die Grenze an, zu verschwimmen: Wenn ein Computer mittels «Machine Learning» beginnt, seine Algorithmen selbständig zu verändern und zu verbessern, um künftig eine Aufgabe effizienter zu erledigen: Können wir dann schon von künstlicher Intelligenz reden?

Huaweis Vision der künstlichen Intelligenz

Nun aber zurück in den Gadget-Alltag: Ein Unternehmen, das sich in den letzten Monaten stark mit dem Begriff «AI – Artificial Intelligence» positioniert hat, ist Huawei. Nach dem Motto «Fake it ‘til you make it», schreckt der chinesische Elektronikhersteller nicht davor zurück, seine Geräte und Dienste mit einer Portion vermeintlicher «KI» zu optimieren. Die Vision wird dabei klar kommuniziert: «Huawei believes in the power of AI, bringing technology and human expertise together to push the boundaries of what is humanly possible.» Also, «mit einer Verschmelzung von Technologie und menschlicher Kompetenz die Grenzen des Möglichen neu zu definieren».

Bilder werden besser mit KI

Begonnen hat Huawei mit KI bei der Optimierung von Bildern, die Nutzer mit ihren Smartphones aufnehmen. Zu diesem Zweck fand 2017 mit dem Mate 10 erstmals eine NPU – eine «Neural Processing Unit» – den Weg in ein Huawei-Handy. Der Chip sollte dabei die Rechenleistung beisteuern, damit das Gerät erkennen konnte, welche Objekte sich auf einem Bild befinden. Entsprechend wurden dann Kamera-Einstellungen automatisch angepasst: Bei einer Landschaftsaufnahme wurde der Himmel blauer eingefärbt, die Farben bei einem Sushi-Foodpic stärker hervorgehoben oder ein Portraitbild automatisch optimiert, wenn ein Gesicht erkannt wurde.
Huawei spann die Geschichte weiter und baute für den Mobile World Congress 2018 zu Demonstrationszwecken ein Auto so um, dass dieses umgehend bremste oder das Steuer herumriss, wenn es durch die Kamera des Mate 10 Pro die Umrisse eines Hundes, Fahrrads oder anderen Gegenstandes auf einer Teststrecke wahrnahm. Weitergeführt wurde die KI-Bilderkennung danach in den darauf folgenden Modellen wie dem Huawei P20 (Pro) oder jüngst im Huawei Mate 20 Pro, das in unserem Test exzellent abgeschnitten hat.

KI als Gebärdensprache-Dolmetscher?

Im Winter 2018 zeigte Huawei mit «Story Sign» dann ein weiteres Einsatzgebiet ihrer angeblichen KI: Die App sollte durch die Kamera im Smartphone Texte in Kinderbüchern erkennen und diese über einen Avatar in Gebärdensprache übersetzen.Damit würde das Erlernen dieser essentiellen Sprache für gehörlose Kinder und deren Familien vereinfacht.
Impliziert wurde dabei, dass ein Grossteil der Übersetzungsarbeit durch den Huawei-eigenen Algorithmus übernommen würde.
Huawei StorySign Beispiel
Und wäre es in Zukunft gar möglich, jegliche Texte durch die Handykamera zu übersetzen? Klar ist: Gebärdensprache ist komplex, kennt grosse regionale Unterschiede und passt sich jeweils auch dem Kontext der Erzählung an. Deshalb ist auch eine Simultanübersetzung zum jetzigen Stand der Technik nicht möglich: Was Huaweis Software stattdessen momentan noch macht, ist einen bestimmten Textblock im Buch zu erkennen und dazu die passende, abgespeicherte Avatar-Aufnahme abzuspielen. Denn jede neue Publikation muss momentan noch durch menschliche Dolmetscher übersetzt werden.
Das hat zur Folge, dass im deutschsprachigen «StorySign»-Katalog bisher auch drei Monate nach dem Launch im Dezember 2018 erst ein Titel verfügbar ist: «Peter Hase: Ein Guckloch-Abenteuer». Auf Anfrage bestätigt die Huawei-Presseabteilung in der Schweiz, dass weitere Titel bereits in Vorbereitung seien. Von einer künstlichen Intelligenz – die ja bekanntlich nie ruht – hätten wir uns aber trotzdem ein Bisschen mehr Produktivität und Ausdauer erwartet.

Der KI-Komponist von Huawei

Und nun – an diesem nebligen Februarabend in London – soll mit der Vollendung der berühmten «Unfinished Symphony» ein weiteres Kapitel aufgeschlagen werden: Denn Improvisationsgabe ist noch immer ein heiliger Gral bei der Entwicklung von KI. Und genau beim Komponieren eines klassischen Musikstücks ist diese Gabe besonders gefordert.
Wie also gedenkt der Handyhersteller dies umzusetzen?
Gleich zu Beginn der Veranstaltung in der altehrwürdigen Cadogan Hall werden denn auch die Erwartungen etwas gedämpft: Das Stück, das wir bald zu hören bekommen, wurde nicht 1:1 von einem smarten Chip auf einem Handy geschrieben. Vielmehr wurden dem Huawei-Algorithmus Schuberts Takte der ersten beiden Sätze der «8. Symphonie» so lange vorgespielt, bis der Machine Learning-Algorithmus ein Muster in Klangfarbe, Tonfrequenz und Takt gefunden hatte – ähnlich, wie Huawei seine «Master AI»-Bilderkennung trainiert.
Basierend darauf entwickelte der Algorithmus weitere verwandte Tonkombinationen und Melodien. Diese wurden daraufhin vom bekannten Komponisten und Emmy-Gewinner Lucas Cantor ausgewertet, wobei die passendsten Tonstücke übernommen und von ihm händisch zu einer Komposition zusammengefügt wurden, die von einem klassischen Orchester gespielt werden konnte.
Entsprechend gibt auch Huawei zu, dass dies nicht die «definitive» oder «abschliessende» Version der Symphonie sei, sondern vielmehr «eine einzigartige Variante» aus dem Zusammenspiel von KI-Technologie, kombiniert mit menschlicher Expertise.
Als Journalist mit Tech-Hintergrund erlaube ich mir hier kein Urteil zur Qualität der gespielten Version. Kenner von klassischer Musik zeigten sich vom Resultat – besonders vom vierten Satz – aber relativ unbeeindruckt, einige nannten das Resultat «Filmmusik» und beschrieben es als «scheppernd» und auch dem ungeübten Zuhörer fielen die akustischen Parallelen zu einer «James Bond»-Verfolgungsjagd viel eher auf als die einer logischen Fortsetzung der ersten beiden Sätze.

Fazit: «Fake it ‘til you make it»

Dass Huawei mit ihren Geräten und Diensten grosses leistet, will ich nicht abstreiten. Die Firma aus Fernost bringt frischen Wind in einen gesättigten Markt und rüttelt am Status Quo, der von bisherigen Smartphone-Herstellern gesetzt wurde. Dass KI dabei im Zentrum ihrer Anstrengungen steht, ist für die künftige technische Entwicklung auch absolut zentral. Momentan aber wird der Begriff der «künstlichen Intelligenz» von Huawei noch sehr freizügig und mit einer gewissen künstlerischen Freiheit gebraucht, denn Machine Learning findet auf Mate 20 Pro und Co. offenbar noch nicht konsequent statt.
Dass der Einsatz von Machine Learning und künstlicher Intelligenz laufend hilfreicher für den Nutzer wird, steht ausser Frage. Nur braucht der Algorithmus bei Huawei momentan noch sehr viel menschliche Unterstützung – und das spricht zum jetzigen Zeitpunkt mehr für das personelle Talent, das der chinesische Technologiekonzern zusammenbringen kann, als für seine Fortschritte im Feld der künstlichen Intelligenz.
 
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Tesla lanciert neuen «Hundemodus» und «Wächtermodus» für seine Elektroautos

In einem Tweet hat Tesla verkündet, dass man ab sofort per drahtlosem Software-Update seine Fahrzeugflotte mit einem «Hundemodus» ausstatte. Bei dessen Aktivierung könne man das Tier künftig alleine im Auto lassen – egal, was draussen für Temperaturen herrschten. Auch ein Wächtermodus werde über ein Update ausgerollt, wie es im Tesla-Blog heisst. Der sogenannte «Sentry Mode» solle vor Einbruch und Diebstahl schützen.
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Tesla sorgt für ein angenehmes Klima für den Hund

Im neuen «Dog Mode» solle man sein Haustier sorgenfrei in seinem Fahrzeug zurücklassen können, wie das Unternehmen auf Twitter mitteilt. Ohne Sorgen sollen vor allem Passanten sein, denn auf dem grossen Bildschirm, der in der Mittelkonsole verbaut ist, wird bei eingeschaltetem Hundemodus eine Meldung angezeigt: «Mein Besitzer wird bald zurück sein. Keine Sorge! Die Klimaanlage ist eingeschaltet und die Temperatur beträgt XY °C.».


Sollte der Fahrgastraum geheizt statt gekühlt werden, steht auf der Bildschirm-Anzeige nicht «Klimaanlage», sondern «Heizung».
Wie der Fach-Blog «Electrek» berichtet, könne man in den Versionshinweisen zum Update nachlesen, wie die Aktivierung des Hundemodus funktioniere. Man müsse auf das Lüftersymbol im unteren Bereich des Touchscreens tippen, sobald das Auto geparkt sei. Anschliessend könne man die Option «Lass die Klimaanlage für den Hund an» auswählen und den gewünschten Temperaturbereich einstellen. Sofern die Akku-Ladung des Wagens unter 20 Prozent falle, würde man eine Benachrichtigung über die Tesla-App empfangen. Allerdings sollte man sich vor der Nutzung des Hundemodus darüber informieren, ob es vor Ort überhaupt erlaubt sei, seinen Hund alleine im Auto zu lassen.

Idee kam von einem Twitter-Nutzer

Die Idee zum Hundemodus geht auf einen Twitter-Nutzer zurück. Im letzten Jahr hatte dieser in einem an Firmenchef Elon Musk adressierten Post gefragt, ob der Tesla-Chef in das Model 3 einen Hundemodus einbauen könne, bei dessen Aktivierung Musik abgespielt würde und die Klimaanlage eingeschaltet sei. Zusätzlich wünschte er sich, dass auf dem zentralen Bildschirm folgende Nachricht angezeigt werde: «Mir geht es gut, mein Besitzer ist gleich zurück». Abgesehen von der Sache mit der Musik wurde seine Idee nahezu identisch umgesetzt.
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Wächter passt auf, dass niemand zu nahe kommt

Der «Hundemodus» ist nicht die einzige softwareseitige Neuerung bei Tesla. Zusätzlich werde der sogenannte «Sentry Mode» ausgerollt. Auf Deutsch könnte man diese neue Funktion als Wächtermodus bezeichnen. In seinem Firmenblog sagt Tesla, der neue Modus solle davor schützen, dass in das Auto eingebrochen oder dieses sogar gestohlen werde.
Aktiviere man den Sentry Mode, werde die Umgebung des Autos kontinuierlich von den externen Kameras überwacht – in einer Art Standby-Zustand. Sobald eine Bedrohung erkannt werde, wechsle der Sentry Mode in einen Warn-Zustand. Dazu reiche schon, dass sich jemand an das Fahrzeug lehne. Sofort würde auf dem Bildschirm der Mittelkonsole eine Meldung angezeigt, wonach die Kameras das Geschehen aufnehmen würden.
Sollte das System eine grössere Bedrohung wahrnehmen, werde die Alarmanlage des Fahrzeugs ausgelöst: Zum Beispiel beim Einschlagen eines Fensters. Im Alarm-Zustand erhöhe sich die Helligkeit des Konsolen-Bildschirms, und aus den Lautsprechern würde Musik mit maximaler Lautstärke wiedergegeben werden. Ausserdem werde der Besitzer über die Tesla-App benachrichtigt. Man könne den Vorfall auch bis zu zehn Minuten vor Erkennen der Bedrohung aufzeichnen lassen. Allerdings müsse man dazu vor der Aktivierung des Sentry Mode einen USB-Stick im Wagen einstecken.

Welche Tesla-Modelle erhalten die neuen Funktionen?

Hundemodus und Wächter-Funktion werden momentan beim Model 3 in den USA per Software-Update ausgerollt; später werden die Updates auch für Model S und Model X verfügbar sein – der «Sentry Mode» aber nur für Autos, die nach August 2017 gebaut wurden, wie Tesla auf seinem Blog präzisiert. Grund für die Restriktion ist, dass nur Modelle, die nach diesem Datum gebaut wurden, mit der notwendigen Hardware ausgestattet sind. Ob der «Hundemodus» auch auf älteren Tesla-Modellen verfügbar sein wird, ist momentan noch offen.

Tesla Model 3 ist das meistverkaufte Elektro-Auto der Welt

Eine Vergleichs-Aufstellung des Online-Portals «EV-Volumes» hat ergeben: Das Model 3 von Tesla hat es 2018 auf Platz 1 der meistverkauften Elektro-Autos der Welt geschafft.

Model S und Model X auch weit vorne dabei

Im Jahr 2018 habe Tesla weltweit 146’000 Einheiten des Model 3 verkauft und liege damit auf Platz 1 der Weltrangliste der Elektroauto-Verkäufe. Die Liste wurde von «EV-Volumes» zusammengestellt und auf der Seite des Informations-Portals «CleanTechnica» veröffentlicht. Das Model 3 habe sich deutlich von der zweitplatzierten BAIC EC-Serie aus China absetzen können, von der rund 55’000 weniger Einheiten verkauft worden seien, schreiben die Verfasser weiter.
Auf Platz 3 folgt der Nissan LEAF mit rund 87’000 verkauften Exemplaren. Circa 3’500 zusätzliche Verkäufe hätten für das japanische Modell ausgereicht, um die chinesische EC-Serie zu schlagen.

EV-Volumes Rangliste Elektroautos
Aufstellung der Verkaufszahlen von Elektroautos 2018 gemäss EV-Volumes.

Mit sieben Prozent habe das Model 3 auch den grössten Marktanteil im Vergleich zu den anderen Plug-in-Elektro-Modellen. Beim Model S und Model X seien es jeweils gerade einmal zwei Prozent. Die Feierlaune sollten sich CEO Elon Musk und sein Team durch den Blick auf die viel geringeren Marktanteile beim Model S und Model X nicht vermiesen lassen, denn laut Weltrangliste hätten die teureren Tesla-Modelle es immerhin auf Platz 4 und 5 geschafft.

Das meistverkaufte Luxus-Auto überhaupt in den USA

Nach einem Datenvergleich durch das Online-Magazin «Car and Driver» hat sich Tesla im vergangenen Jahr gar noch einen zweiten Titel geholt. Das Model 3 sei 2018 mit 138’000 Stück das meistverkaufte Luxus-Auto – unabhängig vom Antrieb – in den USA gewesen. Vom zweitplatzierten Lexus RX seien nur rund 111’000 Einheiten verkauft worden.
Auf Platz 3 würde die 3er- und 4er-Serie von BMW rangieren. Der Audi Q5 käme auf Platz 4 und der Mercedes-Benz GLC auf Platz 5.

Wachstumsschmerzen überstanden

Tesla ist ohne Zweifel auf der Überholspur: Nach einem etwas holprigen Start bei der Skalierung der Produktion des Model 3, scheint der Elektroauto-Hersteller seine Produktion immer schneller anheben zu können. Derzeit würden in der Fabrik in Fremont, Kalifornien wöchentlich 8’000 Stück des Bestsellers hergestellt, vermeldet «Inside EVs» mit Berufung auf das Finanzblatt «Bloomberg». Mit den massiv angestiegenen Auslieferungen des Model 3 hat Tesla damit im Jahr 2018 mehr Fahrzeuge verkauft als die kombinierten Verkäufe aus allen Jahren zuvor (2003 – 2017).
Tesla Model 3 Red - Detail

Wann kommt das Model 3 für 35’000 Dollar?

Das erklärte Ziel von Tesla ist aber bekanntlich nicht das Luxus-Segment: Schon früh hatte Elon Musk für das Model 3 einen idealen Preis 35’000 US-Dollar angekündigt und dieses Ziel auch kürzlich wieder bestätigt. Derzeit beträgt der Preis für die momentan günstigste erhältliche Variante in der Schweiz rund 61’000 Franken.
In den USA rückt die selbst gesetzte Preisvorgabe nach einigen Preissenkungen fürs Model 3 allerdings in Reichweite: Nach Abzug von Steuervergünstigungen und zusätzlichen Einsparungen sei man nahe an diesem Preis, wie Musk vor wenigen Tagen auf Twitter erklärte. Natürlich sei es aber das mittelfristige Ziel, diesen Einstandspreis auch bald ohne einkalkulierte Rabatte erreichen zu können. Davon sei man momentan noch rund 6 Monate entfernt.

Tesla lanciert neue und günstigere Varianten von Model S und Model X

Auf seiner US-amerikanischen Webseite bietet der Elektroauto-Hersteller Tesla neue Ausführungen seiner Modelle «Model S» und «Model X» an. Neu sind in allen Ausführungen die meisten Optionen bereits eingebaut und lassen sich modular – auch nach dem Kauf – per Software-Update freischalten. Gleichzeitig ändert sich auch die Namensgebung für die verschiedenen Varianten leicht. Es wird erwartet, dass diese Änderungen schon sehr bald auch für den europäischen Markt umgesetzt werden.

Grosser Akku neu auch im Einsteiger-Modell

Der Fach-Blog «Electrek» berichtet, dass Tesla sein Model S und Model X neu jeweils in zwei Akku-Optionen anbietet. Bei beiden Ausführungen wird zwar das selbe Akkupack mit 100 Kilowattstunden (kWh) Kapazität verbaut, in der jeweils günstigeren Variante von Model S und X wird die Ladekapazität des Akkus aber per Software begrenzt.
Geändert hat sich damit auch die Namensgebung der S- und X-Modelle. Vor der jetzt erfolgten Änderung gab es mit der Angabe der Zahlen «100» und «75» im Modell-Namen einen Hinweis auf die Kapazität des verbauten Akkus. Jetzt hingegen heissen die Einstiegsmodelle schlicht Model S und Model X, wobei man die volle Nutzung des 100-kWh-Akkus die Option «Erhöhte Reichweite» für 8000 US-Dollar (rund 8000 Schweizer Franken) hinzubuchen kann. Der Preis für diese grössere Akku-Variante sei aber insgesamt um 1'000 US-Dollar gesenkt worden, berichtet «Electrek» weiter.
Tesla Model S new US Configurator

Zwei Varianten der «P100D»-Version

Die Versionen mit erhöhter Leistung heissen jetzt nicht mehr «Model S P100D» beziehungsweise «Model X P100D», sondern «Model S Performance» beziehungsweise «Model X Performance». Tesla hat hier ausserdem eine Modell-Variante entwickelt, in der man den Geschwindigkeits-Boost «Ludicrous Modus» nicht nutzen kann, wodurch sich der Preis im Vergleich zur Voll-Version um 20’000 US-Dollar (rund 20’000 Schweizer Franken) reduziert.
Teslas mit gedrosseltem 100-kWh-Akku oder Performance-Modelle ohne «Ludicrous Modus» könne man per drahtlosem Software-Update auf die jeweils teureren Varianten updaten. Dies ist ein Hinweis darauf, dass auch der «Ludicrous Mode» software-seitig zurückgehalten wird, solange man ihn nicht als Option dazugebucht hat.

Meinung «Techgarage»: Ein guter Deal?

Für Neukunden ist dies ein sehr attraktives Angebot. Nun muss man sich nicht mehr von Anfang an für eine Akkugrösse entscheiden, sondern kann das Auto in der günstigeren Variante kaufen und – falls man doch auf die zusätzlichen 25 Meilen (rund 40 Kilometer) zurückgreifen möchte – das Upgrade auch später per «In-App-Kauf» freischalten lassen.
Mit umgerechnet 540 Kilometern Reichweite in der «Einsteiger»-Variante verfügt das neue Model S zudem schon über eine beachtliche Reichweite, die für die meisten Nutzer absolut ausreichend sein wird. Das ist auch bedeutend mehr Reichweite, als vorher mit dem Einstiegs-Modell «75D» angeboten wurde.
Ein weiterer Grund, sich für die günstigere Variante zu entscheiden, betrifft zudem das Laden an Teslas Supercharger-Netzwerk. Die Ladegeschwindigkeit des Akkus an Schnellade-Säulen nimmt nämlich kontinuierlich ab, je voller dieser wird – dies, um die Batterie langfristig zu schonen. Da aber eine volle Ladung der kleinen Akku-Variante ja nur rund 92% der Gesamt-Kapazität bedeutet, kann das Auto länger einen höheren Ladestrom aufnehmen. Damit wird das Auto länger schnell aufgeladen und dabei der Akku erst noch weniger «gestresst».
Insgesamt – und das ist meine persönliche Meinung – erhalten Käufer eines Model S oder Model X damit mehr Flexibilität und können ihr Auto auch nach dem Kauf noch verbessern, wenn ihnen das den Aufpreis wert ist oder sie den Entscheid später finanziell umsetzen können. Dass Tesla dies über «Over the Air»-Updates anbieten kann, ist momentan einzigartig und davon profitiert auch Tesla selber, da der Autohersteller damit auch zu einem späteren Zeitpunkt noch Optionen «upsellen» kann.

Wann sind die neuen Model S und Model X erhältlich?

Momentan ist der neue Konfigurator für Model S und Model X erst auf der US-Amerikanischen Webseite von Tesla verfügbar mit einer Auslieferung des neuen Modells auf «Ende Februar».
Auf anderen länderspezifischen Tesla-Websites wie zum Beispiel der Schweiz, von Österreich oder Deutschland werden momentan noch die bisherigen Modell-Varianten mit 100 kWh-Akku angeboten. Es ist wohl nicht allzu hoch spekuliert, dass diese Änderungen innerhalb der nächsten 1-2 Monate auch bei uns ankommen werden.

Neue Fotos des iPhone SE 2 mit Rückseite aus Glas: Steht der Launch kurz bevor?

Als das iPhone SE letztes Jahr im Herbst von der Verkaufsfläche verschwand, um Platz zu machen fürs iPhone XR, sah es ganz so aus, dass das beliebte Kompakt-Handy von Apple wohl keinen Nachfolger mehr erhalten würde. Nun sind aber neue Fotos eines möglichen iPhone SE 2 aufgetaucht, die zeigen, welches Potential eine überarbeitete Version des Low-Budget-iPhones hätte. Wichtigster Unterschied zum Vorläufer: Das neue Modell bekäme vermutlich eine Rückseite aus Glas. Der kürzliche Ausverkauf des «klassischen» iPhone SE in den USA nährt zudem Spekulationen, dass das SE 2 bald an den Start geht.

Totgeglaubte leben länger

Als das iPhone SE nach der letzten iPhone-Keynote im September 2018 von Apple lautlos aus dem Apple-Shop entfernt wurde, kam bei vielen Tech-Fans die die Befürchtung auf, dass damit auch ein Nachfolger des beliebten Kompakt-Handys für immer vom Tisch sei.
Nun könnte sich aber das Blatt wenden: In den letzten Wochen feierte das iPhone SE überraschenderweise zwei kurze Revival im US-Apple-Store und wurde weit unter dem ursprünglichen Listenpreis angeboten. Zur Zeit wird es als ausverkauft gelistet. Es könnte sein, dass Apple mit dem Abverkauf des SE Raum für das Nachfolgemodell schaffen möchte. Die Nachfrage für ein Kompakt-iPhone wäre mit Sicherheit da.
iPhone SE 2 All Glass Back

Drahtloses Laden

Auf den neuen Fotos entsprechen die Proportionen des möglichen iPhone SE 2 denen des Vorgängers. Da das Design des SE auf dem iPhone 5 aus dem Jahr 2012 fusst, hätte jedoch ein Screen-To-Body-Verhältnis von 60,8 % in Zeiten des «Full-Screen»-Devices überholt gewirkt. Das modernisierte Display des SE 2 – vermutlich wird es ein «Liquid Retina» – streckt sich daher bis in die Ecken des Gerätes, wodurch die Displaydiagonale von 4″ auf 4,7″ anwachsen würde.
Mit dem iPhone X hat Apple den Schritt von der «Touch ID» zur «Face ID» gemacht und diesen Anspruch mit dem letztjährigen iPhone XR und iPad Pro nochmals untermauert. Es ist also nur konsequent, das iPhone SE 2 ohne Home-Button zu entwerfen.
Ein bisschen schade wäre es allerdings, wenn Apple beim iPhone SE 2 tatsächlich kein Aluminium mehr für die Rückseite verwenden würde. Das Material fühlte sich in der Hand sehr gut an. Wie schon in einem inoffiziellen Video im Jahr 2018 zu sehen war, ist auch auf den aktuellen Bildern die Rückseite des SE 2 aus Glas dargestellt; das hiesse, dass man das Gerät auch drahtlos aufladen könnte. Diesen Schritt, auf der Rückseite Aluminium durch Glas zu ersetzen, hatte Apple schon beim Sprung von iPhone 7 zu iPhone 8 gemacht – die Abmessungen des Gerätes blieben auch damals fast unverändert.
iPhone SE 2 next to iPhone XS

«Kleiner Bruder» des iPhone XS

Da sich das im Vergleich zum XS günstigere iPhone XR im Moment mit starken Verkaufszahlen rühmen kann, die Käufer also offenbar eine preiswerte iPhone-Variante schätzen, könnte sich ein neues iPhone SE zum eigentlichen «kleinen Bruder» des iPhone XS entwickeln. Dabei würde es helfen, wenn sich beide Modelle optisch ähnelten. Es ist anzunehmen, dass diese Ähnlichkeit durch Verwendung des Notch-Designs beim SE 2 herbeigeführt wird. Man kennt die Notch, also die kleine Aussparung für die Frontkamera am oberen Displayrand, unter anderem vom XS.
Ansonsten wird das SE 2 mit ziemlicher Sicherheit – auch preislich – im Einstiegs-Segment verankert sein: Hauptkamera mit nur einer Kameralinse (wie beim iPhone XR), keine 3D-Touch-Funktion und kein «True Tone»-Display. Dem stehen folgende Pluspunkte gegenüber: Das SE 2 passt in jede Hosentasche, bleibt dabei leicht und kompakt und bietet durch seinen tiefen Preis einen günstigen Einstieg in Apples iOS-Ökosystem.
iPhone SE 2 Dual Front

iPhone SE 2: Das Zweithandy für «Pokémon Go»

Und wer wird die Zielgruppe sein? Obwohl das aktuelle iPhone SE-Modell fast drei Jahre alt ist, hat es noch immer eine starke Fan-Gemeinde – auch Minimalisten gehören dazu. Das Smartphone ist schlicht in seinen Funktionen und in der Form; im Vergleich zu den heutigen Riesen-Handys liegt ein Gerät wie das iPhone SE sehr gut in der Hand und ist dadurch besonders einfach zu bedienen.
Nicht ohne Grund findet das bisherige iPhone SE in der «Pokémon Go»-Szene grossen Zuspruch. Denn Pokémon-Trainer können auch mal zwei Telefone gleichzeitig bedienen und damit beim Farmen der Taschenmonster effizienter agieren.

Wann kommt das iPhone SE 2?

Der Frühling 2019 wäre ein hervorragender Launch-Zeitpunkt für ein überarbeitetes iPhone SE, denn in dieser Jahreszeit werden definitiv wieder viele «Pokémon Go»-Trainer ans Tageslicht kommen. Gleichzeitig könnte dann auch Apples AirPower-Ladematte vorgestellt werden, mit der das drahtlose Aufladen eines gläsernen iPhone SE 2 möglich wäre.

Tesla: Fernsteuerung der Elektroautos per «Summon»-Funktion genehmigt

Elon Musk hat über Twitter mitgeteilt, dass die erweiterte Summon-Funktion, mit der man einen Tesla fernsteuern können soll, von den Aufsichtsbehörden genehmigt wurde. Welche Behörden das sind und vor allem in welchen Ländern eine Genehmigung vorliegt, verriet er nicht. Zu erwarten ist, dass das Feature zeitlich versetzt nach Regionen freigeschaltet wird, bis in jedem Land Klarheit über die Zulassung einer solchen Fernsteuerung herrscht.

Wenn das Auto zum Haustier wird

In dem Twitter-Post, in dem Tesla-Chef Musk von den erfolgten Genehmigungen spricht, sagt er auch, dass das Update der erweiterten Summon-Funktion kurz davor sei, per drahtlosem Update ausgeliefert zu werden. Mit dem Update würde es Tesla-Fahrern möglich, ihr Fahrzeug über die Tesla-App fernzusteuern, ähnlich wie man es von Modellautos kenne. Das hatte Elon Musk bereits letzten Herbst getwittert.


Eine weitere Funktion sei das automatische Herbeirufen. Per Smartphone teile man dem Tesla einfach mit, dass man an seinem aktuellen Standort – zum Beispiel vor dem Eingang eines Kinos – abgeholt werden möchte. Interessant ist auch die angekündigte Follow-Funktion. Bei dieser würde der Tesla seinem Besitzer wie ein Haustier folgen, während man gemütlich auf dem Gehweg spazieren gehe.
Musk hatte für 2019 auch angekündigt, dass das automatische Einparken verbessert würde. Teslas könnten bald alleine auf einem Parkplatz herum fahren, nach einer freien Parklücke suchen und selbständig einparken. Ob diese Funktion schon im nächsten Update verfügbar sein wird, folgt nicht aus der Mitteilung.
Das kommende Summon-Update würde bei allen Tesla-Autos funktionieren, bei denen die Autopilot-Hardware ab der Version 2.0 eingebaut sei, hatte Musk ebenfalls bereits im letzten Jahr bekannt gegeben.

Autopilot Hardware 3.0 vor Produktionsstart?

Die kommende Version des Autopiloten solle über einen neuronalen Netzwerkcomputer verfügen, damit Tesla-Autos vollständig selbst fahren könnten, also ohne jegliche Steuerung durch den Menschen, so das erklärte Ziel von Tesla.
Der Blog «Electrek» habe nun von einem Informanten erfahren, dass am 9. Januar 2019 bei Tesla in der internen Servicedokumentation die Schaltpläne für das Model 3 aktualisiert worden seien. Der Grund: Der neue Autopilot 3.0 solle als neuer Standard im Model 3 verbaut werden.
Gegenüber «Electrek» habe Tesla zwar dementiert, dass der Autopilot 3.0 bereits Eingang in die Serienfertigung gefunden habe. Diese sei erst für das Ende des ersten Quartals 2019 geplant. Warum der Schaltplan für den Autopiloten 3.0 – der als solcher ebenfalls geleakt wurde – bereits freigegeben wurde, habe Tesla nicht erklären können.
Ein grosser Zeitdruck für den Einbau des neuen Autopiloten besteht aber nicht, da es wohl noch lange dauern wird, bis die ersten Tesla-Fahrer ihren Wagen vollständig selbst fahren lassen dürfen. Speziell in Europa seien die Vorschriften noch gar nicht darauf ausgelegt, wie «Electrek» die Warnung eines Tesla-Vertreters zitiert.

Supercharger-Preise wieder gesenkt

Um längere Fahrten mit seinen Elektroautos alltagstauglich zu machen, baut Tesla  sein Supercharger-Netzwerk kontinuierlich aus. Eine entsprechende Meldung, dass die Preise für die Nutzer dadurch massiv ansteigen sollen, sorgte für Aufruhr in den Medien. Nun hat Tesla zurückgekrebst und die Erhöhung weniger hoch ausfallen lassen. In der Schweiz beispielsweise kostet die Kilowattstunde (kWh) Strom am Supercharger neu 0.30 Franken statt 0.34 Franken.

Na endlich: Neuer Chromecast von Google ab heute in der Schweiz zu kaufen

Eigentlich ist der Chromecast der 3. Generation schon seit Oktober 2018 auf dem Markt – im Ausland. In der Schweiz kann man das neue Streaming-Gerät von Google nun ab heute auch kaufen.

Mehr Bilder pro Sekunde

Der neue Chromecast soll nach Angaben von Google 15 Prozent schneller sein als der alte. Insbesondere soll der Neue 60 Bilder pro Sekunde bei einer Auflösung von 1080p streamen, was der Vorgänger nur bei einer Auflösung von 720p vermochte.

Matt statt glänzend

Während die Grösse des Gerätes gleich geblieben ist, hat sich das Design etwas verändert. Die Oberfläche ist jetzt matt. Farblich hat man die Auswahl zwischen Karbon (schwarz) und Kreide (weiss), wobei letztere Farbgebung nur im Google Store erhältlich sein soll. Im Übrigen ist die Konstruktion gleich geblieben. Am Chromecast hängt ein kurzes HDMI-Kabel, das man in das Gerät stecken muss, auf dem man streamen möchte.

Anschluss und Steuerung

Die Verbindung mit dem Internet erfolgt wie gehabt über ein WLAN-Netzwerk und Strom wird über ein externes Netzteil per Kabel geliefert. Eine separate Stromquelle ist jedoch nicht nötig, wenn der Chromecast über die USB-Buchse des Abspielgerätes genug Strom beziehen kann.
Sofern man einen Google-Assistant-Lautsprecher hat, kann man den Chromecast auch per Sprache steuern. Das macht das Navigieren um einiges leichter.
Nutzer, die zum Beispiel Inhalte vom Smartphone auf dem Fernseher anzeigen oder einen Film auf einem Laptop streamen möchten, benötigen ein Gerät mit einem der folgenden Betriebssysteme: Android 4.2, iOS 9.1, Mac OS X 10.9, Windows 7 oder jeweils höher. Somit ist auch ein Streamen mit dem iPhone XS oder älter möglich.

Wetteranzeige und Uhrzeit für Zwischendurch

Geändert hat sich auch der Inaktivmodus. Wurden gerade keine Inhalte gestreamt, zeigte der Chromecast früher Bilder an – zum Beispiel aus der eigenen Fotobibliothek bei Google Fotos. Nun kann man sich unter anderem auch das Wetter oder die Uhrzeit anzeigen lassen.
Der neue Chromecast kostet wie sein Vorgänger 39 Schweizer Franken und ist im Google Store erhältlich.

Tesla erhöht weltweit die Preise fürs Laden am Supercharger

Tesla hat in zahlreichen Ländern die Strompreise an seinen «Supercharger»-Schnelladestationen deutlich erhöht. Weltweit schlagen die Preise für die Ladung von Tesla-Elektroautos am firmeneigenen Ladenetzwerk um etwa 33% auf. Dies berichtet unter anderem der Blog «Electrek».

Supercharger-Preise für Schweiz, Österreich und Deutschland

Auch in Mitteleuropa wurden die Preise deutlich angehoben. In der Schweiz kostete die Kilowattstunde (kWh) vor der Erhöhung 0,25 Schweizer Franken. Nun werden an Superchargern in der Schweiz 0,34 Schweizer Franken pro kWh fällig – ein Aufschlag von rund 40 Prozent.
In Österreich musste man 0,23 Euro pro kWh zahlen. Nach der Erhöhung sind 0,31 Euro pro Kilowattstunde fällig.
Deutschland hingegen kennt für das Aufladen an Superchargern eine leicht unterschiedliche Gebührenstruktur: Hier bezahlt der Nutzer nicht pro gebrauchter kWh, sondern zahlt stattdessen einen Minutentarif an der Ladesäule. Bei Ladeleistungen unter 60 Kilowatt (kW) kostete das bislang 17 Cent pro Minute, nun werden dafür 23 Cent fällig. Und wenn die Leistung über 60 Kilowatt lag, kostete eine Minute bisher 34 Cent und neu 46 Cent. Momentan liefern die Supercharger-Säulen bis zu 130 kW Ladeleistung.
Damit kostet ein durchschnittlicher Ladevorgang in der Schweiz rund 20 Franken. Dies, wenn man beispielsweise bei einem Model S mit 100 kWh-Akku von einer Ladung von 20% auf 80% Batterieladung ausgeht und so umgerechnet 380 Kilometer nachlädt (60% der Gesamtkapazität von 100 kWh, 630 km NEFZ).

Woher kommt der Strom fürs Tesla-Netzwerk?

Tesla gibt an, dass der Strom für sein Supercharger-Netzwerk in Europa überwiegend aus «sauberen» Energiequellen wie Wind und Solar stammt, wobei 80% des Strommixes im deutschsprachigen Raum CO2-frei ist, in den nordischen Ländern und den Benelux-Staaten beträgt dieser Wert gar 100%.
Über die bisher insgesamt 850 Millionen gefahrenen Elektro-Kilometer ihrer Nutzer seien so 92 Millionen Liter Treibstoff eingespart worden, sagt der Elektroautohersteller weiter.

Schon seit 2018 kein Gratis-Strom mehr

Erst im November letzten Jahres hatte Tesla sein Verkaufskonzept geändert: Ab dann mussten Neuwagen-Käufer an den Supercharger-Stationen für den bezogenen Strom bezahlen. Zuvor waren die Kosten für die Nutzung des Ladenetzwerks im Kaufpreis der Elektroautos inbegriffen gewesen.
Es gab noch eine Ausnahme im Rahmen des Empfehlungsprogrammes, bei dem neuen Käufern für sechs Monate kostenlose Aufladungen spendiert wurden. Aber auch damit ist ab 1. Februar 2019 Schluss, wie Elon Musk letzte Woche auf Twitter verkündete.

Preis soll günstiger als Benzin bleiben

Gegenüber der Fachnachrichten-Webseite Elektrek versicherte ein Tesla-Sprecher, dass man nach wie vor keinen Profit aus dem Aufladen der Elektro-Autos schlagen wolle:
«Wir passen die Supercharger-Preisgestaltung an, um die Unterschiede bei den lokalen Stromkosten und der Verbrauchssituation besser zu berücksichtigen. Während unsere Flotte wächst, eröffnen wir wöchentlich neue Standorte für Supercharger, damit mehr Fahrer lange Strecken zu einem Bruchteil der Benzinkosten und ohne Emissionen zurücklegen können. Wie gehabt ist Supercharging nicht als Profit-Zenter für Tesla gedacht.»
Erst letzte Woche hatte Tesla einen Stellenabbau von sieben Prozent der Belegschaft angekündigt. Die Preiserhöhungen an den Elektro-Tanksäulen sind also vermutlich Teil eines grösseren Kosteneinsparungs-Programmes. Es bleibt abzuwarten, ob sich die neue Preisstruktur fürs Aufladen per Supercharger negativ auf den Absatz von Tesla-Neuwagen auswirkt. Bereits jetzt lädt ein Grossteil der Tesla-Fahrer seine Fahrzeuge mehrheitlich bei sich zu Hause – entweder an einer herkömmlichen 220-V-Steckdose oder an einem eigens installierten Heimlader. Weiterhin kostenlos bleibt zudem das «Tesla Destination Charging»-Programm, bei dem öffentliche Einrichtungen wie Hotels, Restaurants oder Clubs ihre Lader kostenlos zur Verfügung stellen.

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