Mein Berlin Marathon 2019 mit der Apple Watch Series 4: Ein Erfahrungsbericht

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Happy Daniela Wildi Berlin Marathon 2019 Apple Watch Series 4

Kurz nach 10 Uhr ging es für mich los: Die Stimmung kochte, das Adrenalin schoss durch meinen Körper. Die gesamte Laufstrecke war dicht umringt von begeisterten Zuschauern, welche die Läufer eifrig anfeuerten. Ein unbeschreibliches Gefühl.
Beim diesjährigen Marathon in Berlin wurde ich von meiner Apple Watch Series 4 begleitet, welche meine Laufdaten während den 42.195 km festhalten sollte. Wie ihr ja bereits aus früheren Blog-Posts wisst, habe ich in den letzten Monaten intensiv für mein erstes Rennen über diese historische Distanz trainiert. An diesem 29. September 2019 habe ich schliesslich einen der sechs grössten Marathons der Welt, der sogenannten «Major Six», bewältigt.
In diesem Beitrag erfahrt ihr alles über meine Lieblings-Features der Series 4 während den Trainingseinheiten, zudem beantworte ich für euch die Frage, ob die Watch eine klassische Laufuhr ersetzen kann und ziehe schliesslich ein Fazit nach 6 aufregenden Monaten mit der Apple Watch Series 4.

Meine Lieblings-Features während der Trainingseinheiten

Daniela Wildi Berlin Marathon 2019 Finish Apple Watch Series 4

Über die Trainings-App von Apple konnte ich zu Beginn meiner Trainingseinheiten bestimmte Ziele wie Distanz und Geschwindigkeit festlegen. Auch die Grenzen der Herzfrequenz können eingestellt werden. Bei einer Über- oder Unterschreitung dieser voreingestellten Werte wird der Nutzer von seiner apple Watch gewarnt.
Ausserdem erhält man während des Laufens Tempo-Hinweise, welche einen Geschwindigkeitsanstieg oder -abfall mitteilen. Auch die Kadenz, welche die Schritte pro Minute misst, wird angezeigt. Das Tempo des letzten gelaufenen Kilometers ist ebenfalls abrufbar. Während des Marathons habe ich jedoch keine spezielle Einstellung an der Uhr vorgenommen. Ich wollte mich hauptsächlich auf mein Gefühl verlassen.
Nach der Regeneration, bei der Auswertung meiner aufgezeichneten Daten von der Apple Watch, interessierten mich vor allem die Ergebnisse, wie schnell ich auf den einzelnen Kilometern unterwegs war. Auch die Herzfrequenz, die durch den elektrischen Herzsensor gemessen wurde, gab mir Aufschlüsse über meinen körperlichen Zustand während des Marathons.
Sehr praktisch finde ich auch die automatische Trainingserkennung. Durch die Bewegungssensoren der Apple Watch Series 4 erkennt die Uhr automatisch, wenn ich ein Training begonnen habe. Nach einigen Minuten meldet sich die Uhr mit einer Mitteilung «Training erfassen?», woraufhin ich mit einem einzigen Tippen direkt in die Trainingsaufzeichnung gelange. Angezeigt werden mir dann meine Daten seit Beginn meines Workouts, und nicht erst ab meiner Bestätigung – denn die Apple Watch hat meine Trainingszeit bis dahin bereits im Hintergrund getrackt.
Neben der automatischen Trainingserkennung ist auch eine Sturzerkennung implementiert. Diese nutzt ebenfalls Bewegungssensoren, um die typische Auffangbewegung während eines Sturzes zu erkennen. Leider wird die Funktion automatisch nur dann aktiviert, wenn man älter als 65 ist. Zum Glück lässt sich die Funktion aber auf Wunsch in der «Apple Watch App» unter «Notruf SOS» aktivieren.

Kann die Apple Watch Series 4 eine klassische Laufuhr ersetzen?

Daniela Wildi Berlin Marathon 2019 Brandeburger Tor Apple Watch Series 4

Und nun zur Frage aller Fragen für ambitionierte Läufer: Ersetzt die Apple Watch Series 4 eine klassische Laufuhr? Und genau hier kann ich euch noch keine finale Antwort geben. Ein pauschales Urteil ist nämlich nicht möglich: Es kommt auf die Anforderungen des Läufers drauf an. Doch wie sieht's bei mir selber aus?
Inzwischen habe ich die Apple Watch seit etwa einem halben Jahr im Einsatz. Doch lässt sich auch mein Sportherz höherschlagen?
In Hinsicht auf den Tragekomfort bin ich mit dieser Apple Watch sehr zufrieden. Jedes von mir benutzte Armband sass optimal an meinem schmalen Handgelenk und konnte gut angepasst werden.
Die Akkulaufzeit liegt bei einem Outdoor-Workout mit GPS Aufzeichnung bei 6 Stunden. Bei einem Marathon macht also die Smartwatch nicht schlapp. Wenn ich keinen GPS-Betrieb benutze und weder BluetoothKopfhörer noch andere externe Sensoren gekoppelt sind, dann beträgt die Akkulaufzeit laut apple etwa 18 Stunden. Die Apple Watch muss also jeden Tag geladen werden, was mich nicht grundsätzlich stört. Im Gegensatz dazu hält der Akku bei anderen Laufuhren allerdings deutlich länger.
Leider gibt es bei der Series 4 Uhr noch keine Funktion, die es ermöglicht, Intervalle und Pausen zu programmieren. So war ich vor allem bei meinen Intervall-Trainings gefordert, das Training komplett im Kopf zu haben. Die Trainings App von apple bietet keine Möglichkeit, Runden zu messen, da es nicht einmal einen Start/Stopp-Knopf dafür gibt. Ein manuelles Training ist im Moment somit leider nicht verfügbar. Die Adidas Running App bietet die Funktion zwar an, jedoch muss dort das iPhone dabei sein, was meiner Meinung nach auch nicht Sinn und Zweck der Sache sein kann.

Mein Fazit

Auf eine apple Smartwatch will ich nicht mehr verzichten. Für eine Gelegenheitsläuferin wie mich, die eine Uhr sowohl für den Sport als auch im Alltag nutzen möchte, kann ich die Apple Watch sehr empfehlen. Die Uhr ist vielseitig und alltagstauglich. Als Smartwatch bietet sie ausserdem eine Reihe von Funktionen, die eine normale Laufuhr nicht bieten kann – vom Yoga-Training bis hin zum Training in einem Sportclub, wo die Uhr teilweise sogar mit den Geräten gekoppelt werden kann.
Anders als die meisten Laufuhren, welche zum Teil sehr klobig aussehen, wirkt die Apple Watch sehr elegant. Nach Lust und Laune kann ich die Armbänder wechseln und meinen Outfits anpassen. Allerdings gibt es noch Luft nach oben. Und zwar nicht nur bei deren Apps für ambitionierte Läufer, sondern wäre es doch auch an der Zeit, dass neben apple Music noch weitere Musikdienste genutzt und deren Songs gespeichert und somit offline gehört werden können.


Berlin, du warst mir eine Freude. Ich bin meinen ersten Marathon in 4.03.27 Stunden gelaufen. Und nicht vergessen: Wer lacht, ist schneller im Ziel. Danke Berlin!

Erfahrungsbericht: Die Apple Watch als Marathon Trainingsbegleiter

Daniela-Wildi-Stretching-Apple-Watch-Series-4

Jeder 150. Mensch besitzt sie bereits: Die meistverkaufte Smartwatch auf der Welt. Dank seinem Verkaufsschlager «Apple Watch» gehört der iPhone-Konzern Apple mittlerweile zu den grössten Uhrenherstellern weltweit. Und dank der neuen Variante mit eingebauter EKG-Funktion hat es das Unternehmen sogar geschafft, so viele Uhren zu verkaufen, dass die Produktion fast nicht mehr nachkommt mit dem Zusammenbauen der Smartwatch.

Die Apple Watch hat den Status der Uhr aber bereits schon längst abgelegt. Denn als digitaler Assistent in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Kommunikation begleitet mich die Apple Watch Series 4 seit zwei Monaten durch den Alltag.
Obwohl meine Kollegen Kevin und Pascal zwar auch nicht gänzlich unsportlich sind, werde ich euch von meinen eigenen Erfahrungen auf dem sportlichen Weg zum Marathon in Berlin, welcher im Herbst 2019 stattfindet, berichten. Denn die wohl spannendste Frage als Läuferin stellt sich, ob die apple Watch auch als ultimative Sportuhr taugt. Ausgestattet mit der apple Watch Series 4, werde ich meine Trainings aufzeichnen. Sensible Messgeräte sorgen dafür, dass ich alle wichtigen Informationen zur zurückgelegten Distanz, Puls, Herzrhythmus und Kalorienverbrauch im Blick behalte. Fortschritte können somit ganz einfach ermittelt werden – und helfen mir dabei, mein Trainingsprogramm noch effizienter zu gestalten.

Ein paar kurze Worte zu mir

Sport ist Mord? Nicht bei mir!
Ich bin Daniela, junge 18 Jahre alt und unter anderem mache ich sehr gerne Sport und laufe seit einigen Jahren regelmässig. Als Meilenstein in meiner Laufkarriere habe ich mich nach meinem ersten Halbmarathon in Shanghai dazu entschieden, im Herbst 2019 den Marathon in Berlin zu laufen. Ich möchte meinen eigenen Körper ans Limit bringen, über mich selbst hinauswachsen und das unglaubliche Gefühl erleben, nach 42 Kilometern die Ziellinie beim Marathon zu erreichen.

Einrichten der Apple Watch: Ein Kinderspiel

Verpackung auf, Apple Watch einschalten und mit dem iPhone verbinden – fertig. Das Einrichten der apple Watch klappt schnell und ist unkompliziert. Jeder, der bereits sein iPhone oder iPad konfiguriert hat, wird mit der apple Watch bestimmt keine Probleme haben.
In der apple Watch App lassen sich auf dem iPhone, aber auch auf der Uhr selber Ziffernblätter gestalten und festlegen. Ausserdem kannst du bestimmen, welche Apps Push Nachrichten auch auf die Smartwatch weiterleiten dürfen. Unter dem Menüpunkt “Musik” lassen sich Playlisten direkt auf die Uhr laden, damit ich beim Joggen nicht mein iPhone dabei haben muss.

Das iPhone bleibt ab sofort zu Hause beim Training

Apple Watch Series 4 Daniela Wildi Start Workout

Ihr habt richtig gehört, denn ab sofort könnt ihr das iPhone auch zu Hause lassen. Die apple Watch zählt nicht nur Kalorien, zeichnet Aktivitäten auf, protokolliert die Herzfrequenz und motiviert zum Sport, sondern du kannst die apple Watch auch hervorragend als Musik Player benutzen. Und das ganz ohne iPhone. Somit ist das lästige Herumschleppen eures deutlich schwereren iPhones während des Trainings Schnee von gestern. Wie oben beschrieben, kann ich ganz einfach Musik auf die apple Watch speichern und dank den AirPods ohne iPhone Musik hören. Wer zusätzlich noch die Cellular Version nutzt, kann mittels eSIM weiterhin wichtige Anrufe entgegennehmen oder auch Musik streamen. Während des Trainings muss ich dank Drittanbieter-Apps nicht unbedingt die Trainings App von apple nutzen, sondern kann ganz einfach eine andere App auf die Uhr laden. Ich persönlich verwende neben der Trainings App von apple zusätzlich noch Runtastic.

Optimierte Trainings App

Daniela Wildi Apple Watch Series 4 Running


Neben dem Laufen zeichnet die Smartwatch auch weitere Sportarten auf – unter anderem Yoga, Wandern, Radfahren, Schwimmen. Folgende Funktion ist meiner Meinung nach beim Laufen erwähnenswert: Sobald man aktiv ist und ein Lauftraining beginnt, erkennt dies die Uhr von selbst und fragt mich, ob ich die Aktivität aufzeichnen möchte. Dasselbe gilt, wenn ich vergesse, die Trainingseinheit zu beenden. Dies trifft auf alle Sportarten zu. Natürlich gibt es noch weitere Funktionen, wie z.B. der Pace-Hinweis, den man als Modus aktivieren kann. Dabei meldet die Watch sich mit einer feinen Vibration, wenn man zu schnell oder zu langsam unterwegs ist. Ich befinde mich aber noch auf einer Reise der Entdeckungen und werde weitere Funktionen möglichst bald austesten. Ich halte euch dabei auf dem Laufenden.

Pulsmessung und EKG Messfunktion

Wie schon bereits erwähnt, misst die apple Watch während dem Sport meinen Puls und ich erhalte nach dem Training einen Überblick über die wichtigsten Werte (Distanz, Geschwindigkeit, Höhe und Herzfrequenz). Natürlich funktioniert die Pulsmessung durchgehend und nicht nur während dem Sport. Ausserdem ist seit einigen Monaten die EKG Messfunktion in vielen Ländern Europas freigeschalten. Anhand dieser Funktion, welche man in einer ruhigen Phase durchführen sollte, lässt sich herausfinden, ob das Herz störungsfrei funktioniert. Nach der Messung wird der Herzrhythmus entweder als Vorhofflimmern, Sinusrhythmus oder als Uneindeutig eingestuft. Alle diese Daten werden sicher auf meinem iPhone in der Health App gespeichert und können bei Bedarf an den Arzt des Vertrauens geschickt werden. Info: Die EKG Funktion lässt sich erst ab einem Alter von 22 Jahren nutzen.

Fazit nach 2 Monaten mit der Apple Watch

Daniela Wildi Apple Watch Series 4 Arm Stretching

Obwohl es noch vier Monate bis zum Marathon sind, begleitet mich die apple Watch seit etwas mehr als 2 Monaten durch meinen Alltag und bei meinen Runs. Es ist Zeit, um ein kleines Zwischenfazit zu ziehen.
Das Einrichten der apple Watch klappt schnell und ist unkompliziert. Die Bedienung  der apple Watch Series 4 stellt sich als sehr einfach. Die Apps reagieren und lassen sich rasch öffnen und haben bis jetzt keine Leistungsschwächen gezeigt. So weit, so gut.

Als gesundheitsbewusste und sportbegeisterte junge Frau tracke ich gerne Dinge wie Kalorienverbrauch, zurückgelegte Anzahl Schritte und Distanz, und meinen Puls. Die Informationen und Auswertungen dazu schaue ich mir auch an. Schade ist jedoch, dass eine abgeschlossene Trainingseinheit nicht direkt auf der Uhr ausgewertet wird und hierfür stets das iPhone (5s oder neuer) bemüht werden muss. Ausserdem musste ich feststellen, dass ich bei der Nutzung der Drittanbieter App Runtastic nicht alle Funktion anwenden konnte, welche mir auf dem iPhone zur Verfügung stehen.
Abschliessend kann ich festhalten, dass ich das volle Potenzial der Uhr noch längst nicht ausgenutzt habe und es noch viel zu entdecken gibt. Auf dieser Reise der Entdeckung nehme ich euch natürlich mit und werde mich hie und da wieder mal melden. Ob die apple Watch Series 4 eine klassische Laufuhr ersetzen kann, das werde ich in den nächsten Monaten erfahren.

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